Golf 4 Nachfolger mit Diesel als Sparbüchse
Moin.
Ich fahre seit ca. 7 Jahren meinen treuen Golf 4 mit 75ps BCA Motor. Inzwischen hat er über 280tkm runter und sowohl Kupplung als auch Antriebswellen werden wohl dieses Jahr fällig und ich überlege, ob es nicht doch mal Zeit für einen Wechsel wäre, weil ich eh gern einen Kombi hätte.
Schön wäre wieder extrem solide, günstig zu reparierende Massenware. Der Golf hat damals 3000€ gekostet und nicht mehr als 500€ jährlich an Reparaturen verlangt.
Ich schaue zur Zeit nach Golf4 Variant, Passat 3b/bg und Skoda Octavia mit dem 101ps oder 131ps PD Diesel oder vielleicht noch besser dem 90ps oder 110ps Wirbelkammerdiesel. Ich fahre täglich 100km und Umweltzonen spielen keine Rolle.
Nun habe ich in einem anderen Thread als Empfehlung die Mercedes C Klasse gesehen, kann man den 122ps Diesel auch annähernd so verbrauchsarm fahren, wie den Tdi? Gibt es davon abgesehen noch Autos, die ich nicht auf dem Schirm habe?
Preislich sind alle genannten Wagen ja nun schon ziemlich in die Jahre gekommen und für um die 2000-3000 Euro zu haben, was mir grundsätzlich lieber ist, als ein 6000€ Golf aus 2012 oder so. Einfach weil ich immer wieder von Fällen lese, wo die Menschen verzweifeln, wenn die Karre plötzlich einen Motorschaden hat und man weder Geld für die Reparatur noch den Ersatz hat. Bei einem 2000€ Wagen wäre es blöd aber keine Katastrophe, wenn man mal Pech mit dem Kauf hat.
Dank und Grüße
Tunfaire
38 Antworten
Zitat:
@emil2267 schrieb am 21. März 2021 um 15:10:08 Uhr:
An Tankstutzen,Radläufen und Schwellern gammelt der G trotz Verzinkungen genauso wie seine VorgängerBeim Diesel kamen noch massive Rostprobleme an Hilfsrahmen und Achsteilen dazu
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Stimmt - der Rahmen. 🙁
Allerdings gammeln Tankstutzen,Radläufe und Schweller hauptsächlich nach miesen Reparaturen, wenn da vorher Feindkontakt war.
Wenn verzinkte Teile schon in der Produktion mangelhaft verarbeitet werden,gammelt das genauso
Das fängt dann an Stellen an,wo geschweisst,genietet,verschraubt oder sonstwas ist
Das sind dann wieder die klassischen Herde,wie z.b. Schwellerenden,wo mehrere Bleche aufeinander laufen,Dichtungen,Blenden oder sonstwas befestigt sind
Oh stimmt, ich weiß nicht, wie ich auf Wirbelkammerdiesel kam. Golf 2 wäre tatsächlich etwas sehr alt. :-)
An neueren Fahrzeugen stört mich der Umstand, dass neben dem höheren Kaufpreis (und somit höheres Verlustrisiko) auch mehr Elektronik und Partikelfilter usw. verbaut sind. Der Golf hat mich vor 7 Jahren 3000€ gekostet. Er war damals 10 Jahre alt, hatte 150tk gelaufen, von Händler mit Standheizung und LPG Autogasanlage.
Ich denke mal, es ist nur teilweise eine Frage des Alters: (Checkheft)Pflege, plausibler Verkaufsgrund und technischer Zustand sowie bereits getauschte Teile fände ich erstrebenswert.
Dieser hier wäre z.B. solide: 1. Hand, Euro 4 ohne DPF, Checkheftgepflegt und ausgereifte Technik. Aber der Preis ist Jenseits von Gut und Böse - obwohl, wenn er sich offenbar im Jahr 2015 wähnt, zahlt er mir vielleicht auch 2000 für meinen G4 :-)
Viel zu teuer.
einer ist 11/ 2010 War keine 8 Jahre alt. AXR, hatte 2018 195 000 drauf. Schwarz Metallic, Zentralverriegelung, el Fe Heber vorn. Rcaro Ergomed ES. Kostete keine 3 000. Optisch Müll, techn topp.
Hab´ allerdings die Bremse hi ersetzt und 4 Reifen ersetzt. Hat keine 100 € gekostet.
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Zitat:
@tunfaire schrieb am 21. März 2021 um 16:51:07 Uhr:
An neueren Fahrzeugen stört mich der Umstand, dass neben dem höheren Kaufpreis (und somit höheres Verlustrisiko)
Der Kaufpreis muss nicht viel höher sein. Letztendlich weil Fahrzeuge um 2005 preislich mittlerweile auch an einem Tiefpunkt angekommen sind. Noch älter wird oft nicht billiger.
Zitat:
auch mehr Elektronik und Partikelfilter usw. verbaut sind.
Guter Witz. Heißt seit Jahrzehnten immer bei den neuen Autos sei so viel Elektronik drin die nur kaputt gehe. Das Auto mit den teuersten Elektronikproblemen war früher unser Omega A - der hatte zwar fast nichts. Aber zwei kaputte Motorsteuergeräte waren mehr als alle anderen Elektronikprobleme der Autos in der Familie zusammen gekostet haben.
Partikelfilter: Ja irgendwo um 200.000km muss der bei vielen Dieseln in der Zeit mal getauscht werden. Ist sonst nicht so, dass der dauernd kaputt ginge. Sollte man beim Kauf im Blick haben.
Zitat:
Der Golf hat mich vor 7 Jahren 3000€ gekostet. Er war damals 10 Jahre alt, hatte 150tk gelaufen, von Händler mit Standheizung und LPG Autogasanlage.
Der war schon damals ein Schnäppchen. Heute noch schwieriger. In dem Segment sind die Preise in den letzten Jahren nach meiner Beobachtung massiv gestiegen. Ein 10 jähriger der noch 7 Jahre hält? Das ist aktuell für 3000€ nicht drin. Da bist du eher in einem Bereich für 2-4 Jahre Haltbarkeit.
Zitat:
Ich denke mal, es ist nur teilweise eine Frage des Alters: (Checkheft)Pflege, plausibler Verkaufsgrund und technischer Zustand sowie bereits getauschte Teile fände ich erstrebenswert.
Natürlich. Lieber älter und gepflegt als neuer und fragwürdiger Zustand. Das gilt aber alles nur in einem bestimmten Rahmen. Irgendwann ist auch mit noch so guter Pflege Schluss. Jeder Hersteller kalkuliert eine Nutzungsdauer (üblich: 200.000km) die ein Auto bei normaler Nutzung halten soll. Je nach Hersteller wird das unterschiedlich knapp ausgelegt. Mit guter Pflege, guter Auslegung des Herstellers und Glück kann man das deutlich steigern. Dennoch kommt man irgendwo an Grenzen. Bei 20 Jahre alten und entsprechend gefahrenen Autos muss man mit Alterung einfach rechnen. Selbst wenn sie noch so gepflegt sind - irgendwann gehen die Teile kaputt, die eigentlich ein Autoleben halten sollen (so wie bei dir die Antriebswelle) und dann wird es schnell richtig teuer.
Zitat:
Aber der Preis ist Jenseits von Gut und Böse
Genau das ist das Problem. Die Preise fallen irgendwann kaum noch und das was aufgerufen wird ist oft einfach nur unverschämt. Gerade bei deutschen Marken sieht man die völlig überzogenen Vorstellungen oft. Auch wenn der Wagen vielleicht wenig Kilometer runter hat sind es doch alte Autos - Zustand sowie hinsichtlich moderner Technik. Uralte Klapperkisten sind teilweise nur unwesentlich teurer als erheblich neuere Fahrzeuge.
Für deine 3000€ bekommst du den oft unterbewerteten Astra H (Achtung manchmal Getriebeprobleme) mit Diesel von ca. 2007. Das ist eine ganze Ecke schlechter als dein damaliger G4-Kauf - denn die werden dir keine 7 Jahre mehr halten.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
Der 2. hätte Hängekupplung. Hat aber einen 2. Halter. Der 1. ist wie meiner.
Das Gute ist. Ich habe vorerst Zeit. Selbst wenn es mit der Instandsetzung des Golf nix mehr wird, läuft er noch und da ich eh kaum schneller als 100kmh fahre (bei 110 ca. beginnt das Vibrieren), hält er sicherlich noch eine ganze Weile.
Dank eure Tipps, auch über den VAG Tellerrand zu schauen, werde ich auf Dauer schon ein gutes Angebot finden.
Wie so etwas z.B. https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../1706350484-216-2692
Dieser Passat vom Händler ist für KM Stand und angeblichen Zustand eigentlich schon wieder ZU günstig:
Zitat:
@tunfaire schrieb am 21. März 2021 um 16:51:07 Uhr:
Er war damals 10 Jahre alt, hatte 150tk gelaufen, von Händler mit Standheizung und LPG Autogasanlage.
Hättest du mal vorher LPG erwähnt. Eine günstigere Sparbüchse kannst du doch kaum bekommen. Der Unterhalt eines Benziners kombiniert mit den Spritkosten eines wirklich sparsamen Diesels.
Also wenn der Wagen nicht komplett marode ist, dürfte sich selbst eine beim reinen Benziner eigentlich schon unwirtschaftliche Investition noch lohnen.
Zitat:
Dieser Passat vom Händler ist für KM Stand und angeblichen Zustand eigentlich schon wieder ZU günstig:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../1693115139-216-2461
Beim Passat habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Fahrwerk ganz schön ins Geld gehen kann. Ich hatte den Vorfacelift B5 als Benziner. Meine Schwester hatte den TDI. Die brauchten die Werkstatt nur von weiten zu sehen, schon war man wieder 1000Euro ärmer.
Da ist der Golf4 in der Wartung ganz erheblich günstiger.
Ja, ich weiß - die LPG Anlage habe ich bewusst nicht so an die große Glocke gehängt. Diese ist zwar ein Trumpf aber der Golf hat noch ein paar kleinere Mängel, welche dazu führen, dass ich ihn fahren kann (bin es gewöhnt) aber meine Frau mag den Wagen nicht mehr fahren...solange der Subaru hält, kein Problem aber wenn er mal eine Woche ausfällt, wird es knifflig. Oder kurz gesagt - er ist kein zuverlässiges und uneingeschränkt nutzbares Zweitfahrzeug mehr.