Golf 2 RP - Leistungsverlust nach Hydrowechsel - Steuerzeiten, Zündung, ...
Hallo.
Ich habe neulich bei meinem 2er (86er RP) die Hydros gewechselt. Dummerweise hatte ich vergessen den Stand der Räder (Nocke, Kurbelwelle und Zündrad) zu markieren.
Nocke und Kurbelwelle auf OT gestellt, Riemen drauf und er lief wieder. An das Zündrad hatte ich leider nicht gedacht.
Nach etwa 20km merkte ich aber, dass der Motor plötzlich kurze Aussetzer beim Beschleunigen hatte. Es war so, als wenn ich gleichzeitig die Bremse trat. Manchmal ruckte er auch kurz. Egal ob kalter oder warmer Motor.
Fazit --> Riemen wieder runter und nochmal prüfen
Habe sie dann wie folgt nach den werksseitigen Markierungen wieder eingestellt:
- Nockenrad -> Kerbe auf der Rückseite bündig mit dem vorderen oberen Rand des ZK
- Kurbelwellenrad -> laut Markierung auf der Riemenscheibe bzw. laut Markierung auf der Schwungscheibe (Getriebe)
Beim Zündrad musste ich etwas improvisieren, da ich die Riemenscheibe und somit die untere Zahnriemenabdeckung absolut nicht locker bekommen habe:
Kurbel- und Nockenwellenrad auf OT gestellt. Zahnriemen leicht vom Zündrad abgehoben und den Zündfinger (am Zündfinger selbst gedreht) so eingestellt, dass er an der Verteilerkappe auf den ersten Zylinder zeigt. Dabei dem Verteiler in beide Richtungen noch ausreichend Platz zum Einstellen der Zündung gegeben.
Nun habe ich den Riemen wieder vorsichtig draufgesetzt und ordnungsgemäß gespannt. Der Motor sprang auch sofort an und lief nach von Hand eingestellter Zündung auch schön rund im Leerlauf. Beim Fahren bzw. Gas geben im Stand merkte ich jedoch, dass er absolute Probleme mit der Gasannahme hat. Also im Stand drehte er nicht richtig hoch und beim Fahren kam einfach nichts bzw. beschleunigte er nur gaaanz langsam. Als wenn man gleichzeitig die Bremse tritt.
Ein bekannter VW-Mechaniker war auch mit dabei. Er hatte die Einstellungen der Nocke und Kurbelwelle sowie die Position des Zündfingers überpüft und befand sie für ok. Wusste aber auch nicht weiter. Er sagte nur: "Am Besten die Riemenscheibe runter und alles nochmal vernünftig einstellen." Nur ich krieg das Ding nicht runter. Die Imbusschrauben sind zu fest.
Aber die Steuerzeiten stimmten doch. Und auch der Zündfinger zeigte bei OT auf den ersten Zylinder.
Komisch auch, dass es erst 20km nachdem dem ersten Runtermachen des Riemens auftritt.
Kann es wirklich an falschen Einstellungen liegen?
Oder suche ich an ner ganz falschen Stelle?
Help!!!
15 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von MrStahlfelge
Aber wieso eigentlich mit nem Schraubenzieher in den Zylinder? Auf der Schwungscheibe ist doch auch eine prima Markierung!
tja finde ich am genausten.... und ist 100% sicher das man nix falsch macht😁
aber darf jeder machen wie er will.
Zitat:
Original geschrieben von MrStahlfelge
Um die Riemenscheibe abzunehmen, muss man auch nicht den Gang einlegen oder bremsen. Einfach 12-Kant-Schlüssel auf die mittige 12-Kant-Schraube stecken, so hindrehen dass die Antriebswelle "gegenhält", ordentliche Nuss in die Schraube klopfen, gemütlich unters Auto legen dass man einen schönen Hebelarm hat und dann einen Ruck mit der 1/2-Zoll-Knarre geben, fertig.
na das kann man wohl auch machen wie man will oder?
ich habe diese methode gepostet weil man damit auch die Steuerradschraube aufmachen kann.
Vorausgesetzt mit ordentlicher 19er nuss😁
...wie auch immer... schön das er wieder läuft😁