Gibt es “perfekte“ saubere Diesel schon heute auf dem Markt?
Moin,
gibt es aktuell auf dem Markt Diesel PKW welche die Euro 6 Norm(en) einhalten und auch die Euro 6d Norm (ab 2020) schon heute einhalten könnten?
Und vor allem: Haben sie dabei Laufkultur, Durchzug, Leistung... - Bringen sie Spaß und Fahrfreude?
Welche Modelle sollte ich mal Probefahren?
Oder mal ganz ehrlich, muss ein Benziner/Gaser her wenn ich relativ saubere Leistung will die Spaß macht?
In Zukunft führt natürlich kein Weg an E-Autos vorbei, und ich freue mich schon drauf!
Beste Antwort im Thema
Es gibt keine sauberen Diesel. Es gibt keine sauberen Benziner. Es gibt keine sauberen Autos und es gibt überhaupt keinen sauberen Konsum.
Das ist alles totaler Schwachsinn.
Es gibt nur dreckige Diesel, wenig dreckige Diesel und am wenigsten dreckige Diesel, aber es bleiben immernoch Drecksschleudern, Auto halt.
Die Idee, nun ab einem gewissen Grenzwert die Grenze zwischen Sauber und Dreckig zu ziehen, ist doch totaler Blödsinn...
40 Antworten
Und rein zufällig haben alle 3 Hersteller die Lösung zur selben Zeit gefunden. Das sind schon 4 Zufälle!
Zitat:
@Genie21 schrieb am 26. August 2017 um 08:01:00 Uhr:
Zitat:
@CrankshaftRotator schrieb am 24. August 2017 um 10:09:47 Uhr:
Bleibt die Frage, was man unter "sauber" versteht. Wer Kohlendioxid (der Stoff, der bei einem schadstoffarm verbrennenden Verbrennungsmotor immer entsteht) mit radioaktiven Emissionen gleichsetzt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.
Na ja überspitzt ist das schon. Abfall aus AKWs bleibt und zwar bis Reaktor Sonne nachlässt. Hilft nur verbuddeln. Die Frage welche man sich so stellt ist was einen Umbringen wird. Wohnt man neben dem größten AKW in Frankreich mit 4*1300Megawatt und sieht es täglich rauchen macht man sich Gedanken welche Panik ich zuerst haben sollte.
War man mal in Peking im Winter wenn da richtig Smog herrscht nimmste danach in Stuttgart am Neckartor aber einen ganz tiefen Atemzug und lächelst. Mich nervt etwas die Panikmache, weil so denke Wahljahr ist.Und ob final Elektroautos sauberer sind... na ja. Frage des Blickwinkels. Die Luft im Betrieb verpesten tun Sie nicht. Der Bonus gilt. Wo wird der Strom herkommen? Wie werden die Materialien gewonnen für die Batterien und das andere Zeug? Ach ja und Luft verpesten, das tut ein AKW auch nicht und die Mosel friert auch nicht mehr zu seit 1982. Datum der Inbetriebnahme.
Vollkommen richtige Sichtweise, man muss das was derzeit und in Zukunft angeboten wird schon etwas ;-)) genauer unter die Lupe nehmen. Wie einer hier schon schrieb jede Form von Konsum (Automobil) und Betrieb dessen ist mit Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung verbunden, mehr oder weniger. Die Gesamtökobilanzen sind da schon eher ehrlich, falls man die halbwegs genau erstellen kann ;-)) Elektroantriebe sind auch nicht das Ei des Columbus (Umweltschutz), abgesehen von der großflächigen Umsetzung, Herstellung, Betrieb und Infrastrukturen.
Hi,
Geht ja schließlich darum, die Gesamtemissionen zu verringern und dabei muss natürlich die Gesamtbilanz jedes einzelnen Antriebs angesehen werden.... von der Produktion, über den Betrieb bis zur Entsorgung des KFZs.
Meiner Meinung nach denkt man zu sehr lokal an die Belastungen in den Städten.
Die sind sicher da, aber es ist doch wohl auch ein generelles Problem.
Die Leute, die außerhalb wohnen, fahren weiter ältere Modelle...
Aber mal ganz was anderes....
Wie groß ist den der Wille jedes Einzelnen, auf die Bequemlichtkeit, alleine zu Fahren, etwas zu verzichten und Fahrgemeinschaften zu bilden?
Immer noch bequemer, als der viel zitierte Nahverkehr und zumindest so weniger Emissionen.
Die Frage ist eher, warum haben nicht Benziner und Diesel die gleichen Emissionsgrenzwerte einzuhalten? Wie in den USA seit den 80er Jahren geschehen. Dann wärs egal ob man Otto oder Diesel fährt.
Im LKW Bereich war man ja so konsequent einen Emissionsgrenzwert im gesamtem Lastkennfeld festzulegen - mehr als 400 mg/kWh NOx DARF niemals emittiert werden. Dieser Grenzwert hätte schlicht auf den PKW übertragen werden müssen. Dann wäre als Limit dort "80 mg/km NOx im NEFZ", aber niemals mehr als 400 mg/kWh im gesamten Kennfeld, egal wo.
Zu Realemissionen: https://www.dvfg.de/.../Untersuchung_HTW-Saarland-NOx-Pkw-final.pdf ... da wird EURO-6 LKW blass...
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Der Verband Deutscher Dieselfahrer wird so ne Studie bestimmt nicht finanzieren.
Die guten Lobbyisten machen das so das ihr Name nicht auf dem Paper auftaucht. Weil Transparenz ist nicht gut für ihr Geschäft.
Zitat:
@chrisdash schrieb am 10. Oktober 2017 um 14:54:06 Uhr:
"Im Auftrag des deutschen Verbandes Flüssiggas e.V." ... Lobbyisten wo man hinschaut 🙄
Du kannst gerne die MESSWERTE anzweifeln. Dummerweise decken sich die Daten für Benziner mit allem, was u.a. ADAC und TCS gemessen haben. Fakt ist, dass die Realemissionen der meisten am Markt befindlichen Euro-6 Diesel kaum unter 200 mg/km liegen, während Ottos selten über 30 kommen.
Auf dem Globus geht es um Geld - Energie - Wasser - Nahrung, dafür geht "man" über Leichen.
Im Status Quo mache ich mir noch keine Sorgen, da werde ich weder verhungern, noch ersticken. Wenn man in die Zukunft schaut, kann man einerseits eh keine Prognosen abgeben, allerdings ist die Tendenz stark abwärts gerichtet und da nützen auch keine mg/km Analysen was. Solange an der Umweltverseuchung Geld verdient wird, wird gelogen und verarscht, bis der Planet kaputt ist. Seit Menschengedenken hat Kapital und Politik noch nie etwas zum Wohle des Volkes getan !
Zitat:
Wenn man in die Zukunft schaut, kann man einerseits eh keine Prognosen abgeben, allerdings ist die Tendenz stark abwärts gerichtet
Ja sicher, früher war alles besser - auch die Zukunft.
Die heftigste Senkung der NOx Werte ist übrigens den Kraftwerksbetreibern Anfang der 90er aufgedrückt worden. Die mussten übrigens stillegen oder mit SCR Systemen nachrüsten, eine andere Option gab es nicht.
Zitat:
@GaryK schrieb am 11. Oktober 2017 um 11:00:11 Uhr:
Zitat:
Wenn man in die Zukunft schaut, kann man einerseits eh keine Prognosen abgeben, allerdings ist die Tendenz stark abwärts gerichtet
Ja sicher, früher war alles besser - auch die Zukunft.
Die heftigste Senkung der NOx Werte ist übrigens den Kraftwerksbetreibern Anfang der 90er aufgedrückt worden. Die mussten übrigens stillegen oder mit SCR Systemen nachrüsten, eine andere Option gab es nicht.
Hallo Gary! Hatte mal vor Kurzem eine Dokumentation gesehen, wonach die Amis ein Null-Emission-Kohlekraftwerk bauen wollten. Mitten im Bau wurde alles gestoppt, die Kosten waren wohl viel zu hoch geworden, die Rentabilität in Frage gestellt worden.
Es gibt wohl Pilotprojekte die funktionieren, aber im Endeffekt bestimmt die Rentabilität ob bestimmte/neue Techniken sich durchsetzen, die Umwelt kommt "nie" (selten) an erster Stelle. Nach dem Motto, nach mir die Sintflut. Stattdessen wird bspw. das Fracking immer wieder aus der Versenkung geholt, wenn die Preise am Markt Profit hergeben. Ähnliches gilt für Kohle mit wenig Brennwert und schwieriger Förderung.
Eine Förderung umweltschonender Techniken wird es "nur" über den Preis geben können, mit dem Risiko das andere da nicht mitmachen (konventionelle Technik weiter anbieten) und ihre Marktanteile dadurch weiter ausbauen können, während andere vielleicht dann am eigenen Ast sägen, weil vielleicht die Landes- Politik eigene Wege geht und vor gibt. Die Marktmechanismen sind gnadenlos, gerade im globalen Wettbewerb.
Zitat:
@CrankshaftRotator schrieb am 23. August 2017 um 16:10:05 Uhr:
Gut, dass Du diesbezüglich nicht das Sagen hast. Nach Deiner Logik könnten wir nämlich alle mit blaurauchenden Trabbis und eine schwarze Rußfahne hinter sich herziehenden, alten DAF - Lkw umherfahren. Warum auch sollte die Menge an Schadstoffen, die ein Fahrzeug pro Streckeneinheit emittiert, relevant sein? Mann, Mann, Mann...🙄Zitat:
@Mark-86 schrieb am 23. August 2017 um 10:59:43 Uhr:
Die Idee, nun ab einem gewissen Grenzwert die Grenze zwischen Sauber und Dreckig zu ziehen, ist doch totaler Blödsinn...
Schon in den 90ern gab es eine Greenpeace Studie, die festgestellt hat dass trotz G Kat Einführungen und großer Umweltwelle kaum Einsparungen in Energie, Resourcen und beim Thema Abgase statt finden.
Die Produktion eines Autos kostet mehr Resourcen und Energie als es einsparen kann, eine Kraftstoffeinsparung findet auch nicht statt, denn der Fortschritt wird in Komfort, Größe und Leistung umgesetzt (Heute kauft dann jeder 2. Autokäufer nen SUV) und die alten Autos sind nicht vom Planeten, sondern fahren in anderen Ländern weiter.
Es verlagert also den Schadstoffausstoß nur woanders hin, bringt uns aber nicht weiter, weil es die gleiche Welt bleibt...