Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren

Hallo und einen schönen guten Abend
Ich habe heute Post vom Landrat bekommen
Darin wird mir vorgeworfen, dass ich die zulässige Geschwindigkeit von 100 km/h nicht eingehalten habe
Nach Toleranzabzug wird mir eine Geschwindigkeit von 144 km/h vorgeworfen
Lt. Schreiben wurde die Geschwindigkeit durch nachfahren über eine Strecke von 600m gemessen.

Einzig woran ich mich an diesem Tag erinnern kann, dass ich ein Fahrzeug überholt habe
Das Fahrzeug ist mir dann bis auf einen Parkplatz gefolgt.
Ein Polizeibeamter sagte mir, dass er auf dem Weg zur Arbeit sei und mir gefolgt ist, da ich mit erhöhter Geschwindigkeit überholt hätte, er mir deswegen gefolgt ist und mir einen Geschwindigkeitsverstoß vorwirft.
Er wird das zur Anzeige bringen...

Was um Himmels willen hat dieser Polizist gemessen?
Er war mit einem privaten Fahrzeug unterwegs, kann er damit eine Messung durchführen?

Ich habe jetzt eine Woche Zeit, zum Vorgang Stellung zu nehmen.
Leider bin ich in keinem Rechtschutz, sonst würde ich ja einen Anwalt um Rat fragen.
Somit versuche ich hier um Eure Meinung.
Was kann ich machen?

Wenn ich die mir vorgeworfene Geschwindigkeit abstreite, wie ist dann der weitere Verlauf?
Benötige ich dann schon einen Rechtsanwalt?

Vielen Dank für alle, die mir INFOs geben

Gruß
der rudi

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von rudoph2000


Ich habe jetzt eine Woche Zeit, zum Vorgang Stellung zu nehmen.
Leider bin ich in keinem Rechtschutz, sonst würde ich ja einen Anwalt um Rat fragen.

Mal wieder typisch, erst Mist bauen und dann nicht dazu stehen.

Die Grundsätze des Rechtssystems sind gemacht worden, damit Unschuldige möglichst nicht versehentlich zu unrecht bestraft werden, nicht damit sich Schuldige raus winden.

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Zitat:

Original geschrieben von Drahkke


Aber der Gesetzgeber hat nicht umsonst die Möglichkeit einer Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren geschaffen.

Ich dachte die Gesetzgebung wollte hier einen Teil zur jährlichen Neuverschuldung beitragen.

Fakt ist doch bei dieser Messmethode - es gibt keinen Beweis, nicht umsonst sind die Toleranz Abzüge so gravierend hoch, es steht immer Aussage gegen Aussage.

Wer einen guten Anwalt hat braucht sich da vor nix zu fürchten und wer bleibt den Kosten sitzen? Der Steuerzahler natürlich.

Also ich finde die Kontrolldichte nicht zu gering.

Ob der Gesetzgeber nun etwas geschaffen hat ist das eine, ob das sinnvoll ist das andere. Da ist jemand schneller als erlaubt unterwegs, der Polizist in zivil stuft das als gefährlich ein, startet die Verfolgung. Jetzt sind da zwo Fahrzeuge unterwegs, die sich nach Gesetzes Meinung zu schnell bewegen, wobei das vordere auch noch jemanden im Rückspiegel hat, der sich vermeintlich ein Rennen liefern will, was ihn schlimmsten Falls dazu animiert noch schneller zu fahren oder zumindest einen Teil seiner Aufmerksamkeit von vorn nach hinten lenkt. Damit hat man die Situation effektiv verschärft.

Wie man's dreht und wendet, spontanes Nachfahren als Methode um Regeln durchzusetzen kann ich nicht gutheißen.

Zitat:

Original geschrieben von CaptainKoks


...es gibt keinen Beweis...

Doch, die Aussage des Polizeibeamten.

...weil dieser als Diener des Staates zur Wahrheit verpflichtet ist. Schon klar

Vor Gericht bleibt es eine Aussage und die zerbröselt ganz schnell, wenn es dämmrig, oder es keine Möglichkeiten zur Orientierung des Abstands gab. Hab ich selbst schon erlebt.

Die Messung kann im grunde nur da funktionieren wo es hell ist (ohne zu blenden), die Messstrecke komplett gerade aus läuft und wo Leitpfosten am Fahrbandrand stehen. Ist das nicht gegeben zerfetzt jeder gute Verkehrsrecht Anwalt die "Beweise" im Handumdrehen.

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Da muss ich dir leider fast recht geben. Vor Gericht kann das u.U. Probleme geben.
"Hier" wird meistens so ein Verhalten vom Zivilwagen aus beobachtet, bis ein eindeutiger Verstoß vorliegt, z.b. überholen im Überholverbot etc, oder wenn andere gefährdet werden. Ansonsten wird die Person trotzdem rausgeholt, über ihr Verhalten belehrt und darf dann weiter fahren.
Es sind ja nicht immer notorische Raser, sondern oftmals einfach unachtsame Bürger die kurz das "denken" abstellen.

Zitat:

Original geschrieben von Wraithrider


Jetzt sind da zwo Fahrzeuge unterwegs, die sich nach Gesetzes Meinung zu schnell bewegen, wobei das vordere auch noch jemanden im Rückspiegel hat, der sich vermeintlich ein Rennen liefern will, was ihn schlimmsten Falls dazu animiert noch schneller zu fahren

Dann hat er auf der Strasse eh nix verlohren und bekommt zurecht den Lappen weg.

Zitat:

Original geschrieben von Brueggener


Korruption? In welchem Zusammenhang? Was hat das bitte mit Korruption zu tun? Kleine Nachhilfe mit Fremdworten: http://de.wikipedia.org/wiki/Korruption

Polizeiaussage fälschen damit die Messtoleranz umgangen wird ist kurrupt

ist nichts andres wie Drogen unterschieben nur das die Strafe halt nicht so hoch ist.

so einfach ist das

und wenn ich ihm das mit der Blackbox beweisen könnte würd ich bis aufs äusserste gehen damit der Typ nichtmehr von meine Staatsgelder lebt.

Aus dem Amt entfernt werden von Staatswegen kannst du erst wenn du eine vorsätzliche Straftat begehst mit einem Strafmaß von über 1 Jahr!
Disziplinarrechtliche Maßnahmen außen vor, aber so einfach geht das nicht 🙂

Und Korruption ist sowas bei weitem nicht.

Zitat:

Original geschrieben von hardcoreaudi


Aus dem Amt entfernt werden von Staatswegen kannst du erst wenn du eine vorsätzliche Straftat begehst mit einem Strafmaß von über 1 Jahr!
Disziplinarrechtliche Maßnahmen außen vor, aber so einfach geht das nicht 🙂

Und Korruption ist sowas bei weitem nicht.

na ich hoff doch ma das wenn ein Polizist von mir 100 € verlangt das er über eine Anzeige hinwegsieht einem Richter wesentlich mehr wie 1 Jahr Strafe wert sind

Guck dir die §§331ff StGB an. Vorteilsannahme, Bestechlichkeit, Bestechung....
Richter sind an die Gesetze gebunden und können nicht nur weil du es dir erhoffst da einfach ein Strafmaß verhängen, was außerhalb der Gesetzlichkeit liegt.
Ich verurteile jegliches Verhalten wo sich derart ein geldlicher Vorteil verschafft wird, und hoffe dass Disziplinarrechtlich sowas verfolgt wird, aber rein nach Gesetz wirst du keinen Erfolg haben sowas "durchzuboxen"l

Zitat:

Original geschrieben von mattalf


Dann hat er auf der Strasse eh nix verlohren und bekommt zurecht den Lappen weg.

So viel zum betrefflichen Polizisten. Aber was ist mit dem TE.

Zitat:

Original geschrieben von Wraithrider



Zitat:

Original geschrieben von mattalf


Dann hat er auf der Strasse eh nix verlohren und bekommt zurecht den Lappen weg.
So viel zum betrefflichen Polizisten. Aber was ist mit dem TE.

Klasse! Ehrlich, jetzt hast du mich gleich am Sonntag morgen zum Lachen gebracht. Besser kann ein Tag nicht anfangen. 😉 Also nochmal an der Stelle : In deiner Welt darf man Rasen und nicht von der Polizei verfolgt werden da dies verantwortungslos ist?

Hoffnungslos, einfach nur Hoffnungslos

Mir ist sowas auch mal passiert, allerdings auf dem Motorrad. Bin von der Stadtautobahn runter und über zwei Kreuzungen drüber, an der dritten musste ich anhalten. An der fährt ein blauer Touran neben mich und hält die Kelle raus und ein Mann sagt "Halten sie mal dadrüben rechts an". Ampel wird grün und ich frage "willst du zuerst oder ich?" worauf er nur nickt. Also fahr ich auf der andern Seite der Kreuzung auf den Parkstreifen und steige ab und mach meinen Klapphelm hoch. Er zeigt mir seinen Ausweis wollte meinen Führerschein und Fahrzeugschein und fragt mich, ob ich wüßte, warum er mich angehalten hat und ich "Nein" und gab ihm die Dokumente, die er sich anschaute. Er belehrt mich, dass er Probleme hatte mir zu folgen und 100 hätte Fahren müssen um an mir dran zu bleiben und wieviel das noch wäre selbst abzüglich der Toleranz weil sein Tacho ja nicht geeicht sei. Da habe ich ihm nur gesagt, dass das niemals 100 waren und dass das gerade auf dem Motorrad ohne Knautschzone etc. ja lebensmüde wäre so zu fahren. Er hat dann nochmal den Spruch gebracht, was auf seinem ungeeichten Tacho gestanden hätte, wo ich nur meinte, dass ich nicht so schnell gewesen bin und es ja auch total verrückt wäre so schnell in der Stadt zu fahren. Er hat dann auch irgendwie an dem Punkt klein bei gegeben und hat mich dann noch gefragt, ob ich ein Kollege wäre (vielleicht wegen der Blau-Silbernen Kombi, dem Klapphelm und Spiralkabel zum Lenker für Radio 😁), was ich verneinte. Während des ganzen Gesprächs war ich sehr freundlich und nicht überheblich oder ähnliches. Er hat mir dann noch eine gute und vorsichtige Weiterfahrt gewünscht. Ich denke mal die Beweislast in solchen Fällen ist ziemlich schwer in solchen Fällen und ohne Zeugen steht es Aussage gegen Aussage und jeder Polizist sollte sich dem auch bewußt sein, wenn er alleine ohne Kameras unterwegs ist. Wenn du natürlich direkt am Parkplatz noch irgendwie großspurig warst und nicht direkt irgendwelche riesigen Geschwindigkeiten vehement abgestritten hast, dann glaubt der Polizist vielleicht an seine Erfolgsaussichten. Kannst dir das Messprotokoll ja mal über einen Anwalt anfordern du pöser Raser 😁.

Fruchtzwerg ich verweise auf meinen Post vom 9.Juli 18:32 Uhr.

Da steht genau deine Situation aus Sicht des Tourans beschrieben 🙂
Nur mit dem Unterschied, dass so wischi-waschi Fragen à la "sie wissen warum...." hier nie gestellt werden, da es sich um einen Formfehler handelt dann 🙂

Zitat:

Original geschrieben von hardcoreaudi


Fruchtzwerg ich verweise auf meinen Post vom 9.Juli 18:32 Uhr.

Da steht genau deine Situation aus Sicht des Tourans beschrieben 🙂
Nur mit dem Unterschied, dass so wischi-waschi Fragen à la "sie wissen warum...." hier nie gestellt werden, da es sich um einen Formfehler handelt dann 🙂

Ok inwiefern Formfehler? Gibt es für sowas eine Vorschrifft mit erlaubten Fragen, bei dessen Überschreitung trotz nachweislichem Fehlverhalten ein Formfehler vorliegt? Und wäre es rechtlich verwertbar, wenn man diesen Formfehler in Ton und Bild aufzeichnet? 🙂

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