gebrauchter Golf 7/Seat Leon/Mercedes A-Klasse oder was ganz anderes??
Hallo Forum,
leider muss ich mich auf die Suche nach einem neuen Gebrauchtauto machen. Mein "älterer" Golf 5 TDI (11J) hat mit defektem Massenschwungrad und ABS-Problemen zu kämpfen. Ich möchte gerne ein Auto in der selben Größenkategorie. Das Auto sollte mindestens wieder 11J halten - eher länger. An sich bin ich von den doch größeren Problemen bei < 200.000KM etwas enttäuscht.
Wenn man sich umhört und in den Zeitungen liest, schneiden sowohl Golf wie auch die A-Klasse sehr gut ab. Wahrscheinlich kaufe ich deswegen erneut einen Golf. Trotzdem wollte ich mich informieren, wie in diesem Expertenforum die Meinung zu Marken wie Toyota, Mazda, Kia und Opel aussieht. Insbesondere ein Kommentar zum neuen Opel Astra (Auto des Jahres 2016) würde mich besonders interessieren.
Ich bin sehr auf eure Meinungen und Empfehlungen gespannt.
Zur Info:
- ca. 12.000Km/J
- hauptsächlich Kurzstrecke, manchmal > 1000km am WE
- Budget < 18 Tsd-Euro
Danke und schöne Grüße
Beste Antwort im Thema
@TE
Schau dir mal den Ford Focus an.
52 Antworten
Hallo Forum,
von der Verarbeitung des Interieurs sind für mich Honda/Hyundai und Mazda nicht gleich auf mit VW. Die Probe im Opel gefiel mir. Vielleicht nicht ganz so gut verarbeitet wie VW aber besserer/schönere Materialien als Honda/Mazda/Hyundai. Außerdem gab es preislich keinen wesentlichen Unterschied. Es fällt schwer einen Honda zu kaufen bei dem bereits im Autohaus die Gummiversiegelung der Türen auseinanderfällt und die Türgriffe wackeln.
Naja, am Ende des Tages bleibt Autofahren eben Luxus.
Egal ob Gofl 7, Honda civic oder Opel Astra es werden überall Werkstattkosten anfallen und wohlmöglich wird keines der Autos die 200.000km erreichen.
Zitat:
@Holzspeicher schrieb am 26. November 2016 um 15:31:19 Uhr:
Egal ob Gofl 7, Honda civic oder Opel Astra es werden überall Werkstattkosten anfallen und wohlmöglich wird keines der Autos die 200.000km erreichen.
Also bezgl. der verarbeitungsqualität von Honda... das kann ich bestätigen. Ich war ebenfalls eher entäuscht, als ich mir vor einem Jahr den Civic als Sedan angeschaut habe und evtl. sogar gekauft hätte, wenn da mal die Qualität der Materialien nicht gewesen wäre. Noch schlimmer siehts bei Subaru aus 🙄.
P.S.
Ein Auto, was die 200 tkm-Marke nicht ohne große Probleme knackt, hätte kein Auto werden dürfen und müßte die ABE entzogen bekommen.
Ich mein dass dein Golf schon so früh die Krätsche machen wollte, wäre für mich ein Armutszeugnis für die Stammmarke der Deutschen und ein Modell dieses Konzern wäre für mich gestrichen - und das für immer!
Aber der Astra und auch der Civic... sowie andere Modelle schaffen locker 200 tkm und noch mehr 😉.
Und noch ein Tipp von mir für die Kaufentscheidung:
Ich, traue dem Golf V, Jetta, Octavia 1Z, Leon II...etc. weitaus mehr Kilometer, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit zu als den aktuellen Golf VII, Jetta etc. - das nur mal so am Rande 🙂.
Zitat:
@benutzer-sama schrieb am 26. November 2016 um 09:46:57 Uhr:
Das Thema Direkteinspritzer würde ich nicht überbewerten, das wird vielleicht mal in 10 Jahren interessant
Ersetz Jahre durch Monate - Euro 6c kommt in 10 Monaten.
Denkt mal zurück, wie es vor ein paar Jahren mit den filterlosen Dieseln war. Das wird sich bald bei den Direkteinspritzer-Benzinern wiederholen.
Das bedeutet aber nicht, dass heute gekaufte Direkteinspritzer in 10 Monten nicht mehr in Umweltzonen einfahren dürfen.
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Ok, wenn dir Innenräume so wichtig sind, dann nimm den Opel. Ist sicherlich auch keine schlechte Wahl.
Ansonsten hätte ich noch den neuen Fiat Tipo als Preisbrecher ins Rennen geworfen.
Zum Direkteinspritzer: Haben die deutschen Marken überhaupt noch etwas anderes? Deren Lobby ist sicherlich zu stark, als dass in einem Jahr kein Wagen von denen mehr fahren darf.
Zitat:
@benutzer-sama schrieb am 26. November 2016 um 17:26:39 Uhr:
Das bedeutet aber nicht, dass heute gekaufte Direkteinspritzer in 10 Monten nicht mehr in Umweltzonen einfahren dürfen.
Das ist mir schon klar. Aber deswegen dauert das auch keine 10 Jahre. Wird vermutlich alles ähnlich ablaufen wie bei den Dieseln vor ein paar Jahren. Wie viel Zeit lag da zwischen EU5 und der grünen Plakette?
7 Jahre
2007 EU5
2008 erste Umweltzonen
2014 Umweltzonen teilweise nur noch mit grüner Plakette
Wenn es so ähnlich läuft könnte man einen EU6 Direkteinspritzer noch mindestens 8 Jahre ohne Einschränkungen fahren, zumindest einen Japaner 😉
Zitat:
@Holzspeicher schrieb am 25. November 2016 um 21:07:53 Uhr:
(...)
Gibt es denn Meinungen zum 1er BMW? Irgendwie neigt man emotional ja zu den bekannten deutschen Automarken, obwohl die Qualität nicht mehr das Wahre zu sein scheint
Schön, aber sinnlose Proportionen. Motorhaube ist lang, Vordersitze sind bestens ausgestattet (je nach Ausstattung ;-) ), Kniefreiheit auf der Rückbank ist ein Witz und der Koffer... Kulturtaschenraum ist schlicht lächerlich.
Das Auto geht sehr gut, aber die "kleinen" Modelle sind elektronisch abgeriegelt - schade, denn sie können deutlich schneller Fahren als angegeben.
Zitat:
Würdet Ihr eher zum Civic/Auris oder Kia Ceed raten? Laut den (validen?) Testergebnissen sind die Marken alle qualitätsmäßig in Ordnung.
Die sind alle technisch in Ordnung. Im Innenraum WIRKEN sie nicht so hochwertig wie VW oder andere, deutsche Marken, aber sie fahren gut. Der aktuelle Civic ist sehr verspielt, viel BlingBling innen. Der Hyundai (die gedigenere Version von Kia) hat einen Reisekranlheittempomaten, der Ständig Gas gibt und wegnimmt, wodurch sich der Magen sukzessive umdreht. Diese Autos sind auch weniger "sportlich" und zumindest im Hyundai sieht der Innenbereich nach ca. 130.000 km schon komplett abgerockt aus, während ein Golf mit 160.000 km noch wie aus dem Ei gepellt anmuten kann, wenn da keine Drecksau drin gewütet hat. Technisch sollten alle diese Marken die 150.000 km ++ ohne nennenswerten Aussetzer durchhalten. In der VW-Familie würde ich für den letzten Satz allerdings nicht meinen Hintern verwetten...
Hochspannend finde ich, dass hier die Meinung vorherrscht ein gutes Interieur sage nichts über die Langzeitqualität aus. Eigentlich sollte man erwarten, dass eine Firma, die schlechte Verarbeitung im Innenraum produziert auch im Weiteren nicht Topqualität liefert. Ist das bei Honda und Mazda (ebenfalls sehr gute Bewertungen im AutoBild-Dauertest) tatsächlich anders oder sind Dekra-Test und AutoBildTests getürkt?
Zitat:
@Holzspeicher schrieb am 27. November 2016 um 12:02:29 Uhr:
Ist das bei Honda und Mazda (ebenfalls sehr gute Bewertungen im AutoBild-Dauertest) tatsächlich anders oder sind Dekra-Test und AutoBildTests getürkt?
Das entspricht der Richtigkeit und spiegelt die wahren Erfahrungen über die Jahre und Jahrzehnte wieder.
Ein Bsp.:
Toyota Yaris 1. Generation (1999-2005).
Dieses Modell ist im Innenraum eher bedürftig verarbeitet und präsentiert Materialien, welche nur mittelmäßig überzeugen (viel Hartplastik).
Trotzdem glänzt dieser Wagen mit einer recht hohen positiven TÜV- und Mängelbilanz bis ins hohe Alter.
Auch mech. sowie techn. läuft der Zwerg teilw. astronom. Laufleistungen ohne besondere Ausfälle.
Da kann so mancher deutsche Kleinwagen aus dem Premiumbereich nur von träumen - hauptsache die Innenräume sind hochwertig verarbeitet 😎.
Zitat:
@Holzspeicher schrieb am 27. November 2016 um 12:02:29 Uhr:
Hochspannend finde ich, dass hier die Meinung vorherrscht ein gutes Interieur sage nichts über die Langzeitqualität aus.
widersprichst du dir nicht selber? 😉
Dein Eröffnungspost:
...leider muss ich mich auf die Suche nach einem neuen Gebrauchtauto machen. Mein "älterer" Golf 5 TDI (11J) hat mit defektem Massenschwungrad und ABS-Problemen zu kämpfen. Ich möchte gerne ein Auto in der selben Größenkategorie. Das Auto sollte mindestens wieder 11J halten - eher länger. An sich bin ich von den doch größeren Problemen bei < 200.000KM etwas enttäuscht.
Ich frage mich, woher die Mär des "Top Innenraums" bei VW und Audi herkommt. Neu sehen die Top aus, und besser als zB Honda. Meine Erfahrungen im Fuhrpark:
Golf 6 und T5 - nach 100000km sind die Piktogramme abgegriffen, der Lack der Türgriffe blättert ab und Softlack pilzt auf
Q7 - Alcantara ist von mieser Qualität und bildet nach 60000km Knötchen, auch hier im Verlauf abplatzender Softlack, sehr kratzenpfindliche Kunststoffe.
Dagegen sind die neu etwas roher scheinenden Japaner erheblich Wiederstandsfähiger und wirken auch bei hohen km-Ständen nach einer Säuberung nicht verbraucht. Das Einzige, woran sich bei den Honda ein hoher km-Stand bemerkbar macht ist der Bezug vom Fahrersitz, egal ob Leder oder Stoff wirft der böse Falten an der Aussenwange.
Zitat:
@Holzspeicher schrieb am 27. November 2016 um 12:02:29 Uhr:
Hochspannend finde ich, dass hier die Meinung vorherrscht ein gutes Interieur sage nichts über die Langzeitqualität aus. Eigentlich sollte man erwarten, dass eine Firma, die schlechte Verarbeitung im Innenraum produziert auch im Weiteren nicht Topqualität liefert. Ist das bei Honda und Mazda (ebenfalls sehr gute Bewertungen im AutoBild-Dauertest) tatsächlich anders oder sind Dekra-Test und AutoBildTests getürkt?
Es ist ejne grundlegende, asiatische Mentalität, die Äußerlichkeit nicht zu hoch zu bewerten. In Deutschland gilt hingegen: Kleider machen Leute.
Auch im Kleinen habe ich genau das erlebt. Als ich überrascht war, wie reich eine Chinesische Frau war, die ich kannte, und wie klein und einfach ihre Wohnung war, hat sie mich genau hierüber aufgeklärt. Die Wohnung ist nicht wichtig (klar war sie sauber und zweckmäßig eigerichtet, aber nix, was nach Geld aussah).
Fazit: Asiaten machen, was nötig ist, damit etwas funktioniert, für Repräsentatinszwecke setzen sie weniger Mühe ein. Für uns Europäer machen die vielleicht sogar noch mehr, als für sich...
Und deswegen kann ein asiatisches Auto technisch besser sein, als seine Optik.
Obiges klingt pauschal und einfach. Natürlich kann man obige Aussagen nicht pauschal über alle Asiaten und alle asiatischen Firmen kippen. Über die weite Verbreitung dieser für uns ungewöhnliche Priosierung sollte man sich aber bei Asia-Produkten bewusst werden.
Bei den Europäern kann man eher von inneren Qualitätsmängeln ausgehen, wenn die Äußerlichkeiten schon Schrott sind.
Aha, der Marco Polo von MT erklärt die grundlegende asiatische Mentalität, weil er eine reiche Chinesin kennt.
Komisch nur, dass gerade wohlhabende Chinesen auf Limousinen in Langversionen völlig abfahren und deutsche Hersteller deshalb sogar extra Langversionen von Modellen nur für den chinesischen Markt vorhalten; in Europa nicht zu kaufen.
Wolhabende Chinesen sitzen hinten rechts und leisten sich einen Fahrer. Ganz pauschal gesagt...