Führungsbolzen Bremse hinten abgerissen - was tun?
Moin Kameraden,
Jetzt hat mich mein Youngtimer mal wieder ordentlich gef*ckt. Wegen eines Schleifgeräuschs und wenig Widerstand am Handbremshebel war mein Verdacht, der Rücksteller der Bremse sei fest. Der war aber ganz normal freigängig. Also Sattelschrauben raus - die gingen tatsächlich problemlos - aber als der Sattel runter war, fiel der innere Bremsklotz raus, und von dem war quasi nichts mehr übrig. Diagnose: Führungsbolzen fest.
Beim Versuch, den mit dem Schlagschrauber lose zu bekommen, ist natürlich der Kopf abgerissen. Heißt: der Bolzen steckt festgegammelt im Sattelhalter. Der erste Versuch, die Inbusschrauben rauszudrehen und den Halter abzunehmen, scheiterte. Die saßen einfach zu fest. Mit dem Schlagschrauber kommt man da nicht dran. Hat jemand ne Idee, wie man den Halter losbekommt, ohne mehr als nötig kaputt zu machen?
Den Bolzen werde ich aus dem Sattelhalter eh nicht mehr herauskriegen. Daher ist es egal, wenn der Halter kaputt geht.
Bilderklärung:
Rot: der abgerissene Führungsbolzen
Gelb: die beiden Inbusschrauben, die den Sattelhalter mit dem Achskörper verbinden
Freue mich auf kreative Vorschläge…
Grüße und schönes WE!
33 Antworten
Zitat:
@Wolf-Dietmar schrieb am 24. Januar 2024 um 13:21:39 Uhr:
ATEC ist jetzt aber auch das "Allerletze". Die machen auch die Vorderachs-Vierlenker. Da hat man gut zu schrauben, weil es schnellst wieder verschlissen ist.Das Festsetzen des Bremssattels sind u.a. korrosionsbeständige Metalllegierungen bei Markensätteln. Und Passgenauigkeit, das man nichts feilen muss.
Ich sag ja: Wenn die 50.000 km halten, ist eventuell das Ende des Autolebens erreicht. Dann passt das auch.
So, für 70 Ocken mit neuer Bremsflüssigkeit befüllt und entlüftet, Operation "Bremse hinten" abgeschlossen. Danke Euch für die vielen Tipps!
Grüße
Lars
Zitat:
@Eclipsed schrieb am 24. Januar 2024 um 08:32:35 Uhr:
Mal noch was anderes: lohnt es, bei jedem Radwechsel die Bremssattelschrauben mal kurz anzulösen und wieder fest zu ziehen, um zu vermeiden, dass die so arg festgammeln? Weil die Beläge hinten halten ja gerne mal zwei Jahre, bis man das wieder aufmacht…
Ich würde es nicht machen. Bislang habe ich die Schrauben immer aufbekommen und wie es scheint, fährst du deutlich mehr als ich => du musst öfter ran als ich.
Wenn du die Schrauben löst, musst du sie ganz rausdrehen, egal welche, denn
- die Schrauben die den Sattel am Halter halten sind mit Sicherungsmittel einzusetzen. Also entweder neue Schrauben oder die alten saubermachen und selber mit Sicherungsmittel versehen
- die Schrauben, die den Halter am Achsschenkel halten sind, meines Wissens auch beim Passat, Rippschrauben. Die Rippung ist vor der Wiedermontage zu säubern.
Ist also etwas Arbeit und nicht nur mal grad los und dann wieder fest.
Nachtrag: Die einzige Schraube(n) die ich, hätte ich einen jungfräulichen 3B, regelmässig anpacken würde, wäre die "Böse". 😉
Zitat:
@menschmeier schrieb am 26. Januar 2024 um 17:47:46 Uhr:
und wie es scheint, fährst du deutlich mehr als ich => du musst öfter ran als ich.Nachtrag: Die einzige Schraube(n) die ich, hätte ich einen jungfräulichen 3B, regelmässig anpacken würde, wäre die "Böse". 😉
Bei mir sind es um die 25tkm im Jahr. Im Sommer allerdings viel Anhängerbetrieb, um mein Fliegerchen zwischen Wettbewerben und Trainingslagern hin und her zu shutteln.
Die Arschlochschraube ist Fahrwerk, da traue ich mich nicht so richtig ran, wenn da was zu machen ist. Zumal ich keine Bühne im Zugriff habe.
Ich werde die Schrauben einfach bei jedem Reifenwechsel säubern, rostlöser drauf, bissle Fett drüber und gut - in der Hoffnung, dass sie - sofern dieses Auto hinten nochmal neue Beläge braucht - wieder aufgeht. Ansonsten habe ich mir jüngst die Bosch Professional Miniflex zugelegt. Sollen sie halt festgammeln... 😎