Fragen vor eventuellem Kauf

VW Passat B8

Moin,

da bei mir ein Fahrzeugwechsel ansteht und wegen der derzeitigen Diesel Diskussion Unsicherheit herrscht, habe ich mal eine Frage.

Ich fahre ca. 15.000 km im Jahr. Meistens bewege ich mich innerorts und auf Landstraßen, jedoch fahre ich regelmäßig in meine alte Heimat und derzeit überlege ich ob ein Passat mit 1.8 TSI und DSG der Richtige für mich ist.

Da ich auf längeren Fahrten überwiegend 130 km/h mit Tempomat fahre, würde ich gerne wissen mit welchem Verbrauch ich wohl rechnen kann?!

Vielleicht kann dass ja mal jemand für mich testen 🙂

Ein 1.4 TSI ginge auch, allerdings habe ich grad ein gutes Angebot für den größeren TSI bekommen.

Probefahrt fällt erstmal aus, da der Wagen weiter weg steht.

Gruß Henning

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Unsicherheit herrscht nur bei Leuten, die sich von den Weicheiern aus Berlin einlullen lassen. 1. ist das Dieselthema ein rein deutsches und 2. erfundenes Problem. Und wenn man trotzdem den s.g. "Experten" glaubt, muss man eh Diesel fahren wenn man sauberere Luift will.

Es ist egal was du fährst, du! musst zahlen. Und ob es sich lohnt oder nicht, diese Frage existiert heute nicht mehr. Die Benziner kosten heute genauso viel wie ein Diesel und in Summe wirst du mit einem Benziner mehr verbrauchen, da ist ein Diesel einfach besser. Die Spritkosten würde ich mal weglassen da diese nicht entscheidend sind beim Autokauf, es sei denn du fährst wirklich 20.000 oder mehr im Jahr.

Ich würde nach Geschmack wählen. 1.4er 150 PS TSI ist günstig im Unterhalt und trotzdem spritzig + leise. der 2.0 TDI das Gegenstück als Lastesel. Den 1.8er würde ich nur als EU Wagen nehmen da günstiger und Handschalter. Wenn es die Leistung sein muss und DSG, dann nur 2.0 TSI.

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Ich stand ebenfalls mal vor der Entscheidung 1.4l, 1.8l oder 2.0l Benziner.

Für mich war das Automatikgetriebe gesetzt; bei VW also DSG.

Den 2.0er hätte ich ausschliesslich wegen des nassen DSG genommen (DQ250). Alles andere (Leistung, Preis, Verbrauch) wäre für mein Fahrprofil unvernünftig. Ist dann auch recht schnell rausgeflogen.

Anfänglich bestellt hatte ich dann den 1.8er, ohne ihn probegefahren zu sein. Ich hatte immer den Eins-Komma-Vier Litern Hubraum mistraut. Das hat sich für mich immer zu wenig angehört, für so ein grosses Auto. Außerdem fand ich die 180PS des 1.8er auf dem Papier recht sexy.

Dann habe ich den 1.8er und den 1.4er bei einem Händler direkt nacheinander probegefahren.

Ich fahre im wesentlichen in der Stadt (ca. 75%) und gelegentlich auf der Landstrasse oder Autobahn (ca. 25%). Auf der AB cruise ich meistens mit 130 bis 150 vor mich hin: Tempomat rein und laufen lassen.

Mit diesem Fahrprofil hat der 1.8er absolut keinen Vorteil. In der Stadt sind die unteren Drehzahlbereiche entscheidend. Da der 1.8er Motor wegen des trockenen DSGs im Drehmoment begrenzt ist, liegen die beiden Motoren dort beide gleichauf.

Erst auf der Autobahn bei höheren Geschwindigkeiten spielt der 1.8er Motor seine Stärke aus, da er auch noch im oberen Drehzahlbereich das maximale Drehmoment hat, wo der 1.4er dann abbaut.

Wenn man also nicht im Sport-Modus von Ampel zu Ampel sprintet, dann sind im Stadtverkehr beide Motoren gleich gut. Auf der Autobahn ist der 1.8er ab ca. 150km/h im Vorteil. In der Stadt wird der 1.8er einen höheren Grundverbrauch haben. Wenn man mal schneller fahren will, dann steigt der Verbauch beim 1.4er ab ca. 150km/h stärker an, als im 1.8er.

Fazit: ich habe mich dann doch für den 1.4er entschieden, da mein Fahrprofil eher das gemütliche ist. Und für 2 mal im Jahr die Sau rauslassen und mit 210 über die Bahn heizen wollte ich den grundsätzlichen Mehrverbrauch, höhere Steuern und Versicherung nicht inkauf nehmen.

Übrigens: Versicherungstechnisch scheint der 2.0l (220PS) Motor sogar etwas günstiger zu sein, als der 1.4er.

Ach noch was:

Das trockene DSG Getriebe (DQ200) aus dem 1.4er und 1.8er sind eine gewisse Risikoquelle. Allerdings muss ich dazu folgendes sagen:

Ich habe ja jetzt 7 Monate Zeit gehabt mich damit zu beschäftigen. In der Zeit habe ich unzählige Fälle in Foren gelesen, die von Problemen mit dem DQ200 Getriebe berichten. Dabei habe ich festgestellt, dass die Problemfälle bei Fahrzeugen mit Baujahr älter als 2016 gehäuft vorkommen. Auch bei Fällen, die z.B. in 2016, 2017 oder sogar dieses Jahr aufträten, ist das Baujahr der Autos eher in Richtung 2015, 2014 oder älter.

Bei Baujahren ab 2016 habe ich nur noch sehr vereinzelte Berichte gelesen. Einerseits ist das logisch, da auch bei den älteren Baujahren die Getriebe die ersten Jahre gut liefen. Auf der anderen Seite hat man auch bei den älteren Baujahren Berichte, dass die Getriebe schon nach kurzer Zeit Probleme bereiteten (z.B. nach 14Tkm, oder nach 8 Monaten).

Da es aber auch viele Leute gibt, die seit Jahren das DQ200 ohne Probleme fahren, würde ich das DQ200 als risikobehaftet betrachten, aber nicht als absoluten Totalausfall. Dieses erhöhte Risiko versuche ich im Zaum zu halten, indem ich die Garantieverlängerung abgeschlossen habe. Nach Ablauf der Herstellergarantie werde ich über eine Reparaturkostenversicherung nachdenken, die zumindest das Getriebe einschliesst. So versuche ich das Risiko kalkulierbar zu halten.

Ich wollte aber DSG (Handschalter kommt mir nicht in die Tüte... und meiner Frau sowieso nicht). Und ich wollte einen Benziner. Und ich wollte nicht bereits im Vorfeld 5000€ Mehrpreis bezahlen, um auf das DQ250 "upzugraden". Lieber spare ich mir heute die 5000€ Mehrpreis zum 2.0l Benziner. FALLS es zu einem Defekt kommt, dann gebe ich die 5000€ in ein paar Jahren aus. FALLS es aber nicht zu einem Defekt kommt, dann habe ich den für mich passenderen Motor, mit dem für mich passenden Getriebe gewählt und dabei 5k€ gespart.

Diese Diskussion ist sehr kontrovers. Und ich gebe zu, dass ich monatelang im ständigen Zweifel war, ob die Herangehensweise richtig, falsch, kurzsichtig oder sinnvoll ist. Mittlerweile bin ich der Meinung, das ist für mich der richtige Weg.

Deshalb wollte ich Dir diese Gedanken mitgeben.

Gehört hier vielleicht nicht rein, aber wenn es ein 1,8tsi mit DSG sein soll, dann eventuell den Golf Alltrack oder Skoda Octavia scout.
Die haben das Nass Kupplung dq250 drin.

Danke erstmal für die vielen Antworten und Meinungen.

Also prinzipiell stehen die meisten dem dsg 200 ja skeptisch ggü, wobei ich natürlich eine Garantieverlängerung kaufen werde, da es einfach zu viele teure Sachen gibt die kaputt gehen können.

Also ein Diesel wird es dann wahrscheinlich nicht werden und der 2.0 TSI ist mir zu teuer, denn das Auto soll möglichst neu sein.

Octavia und Golf schließe ich mal aus. Beim Octavia gibt es noch kein AID und Golf gefällt mir seit dem Facelift nicht mehr so richtig.

Außerdem soll es ein größerer Kombi werden, daher mein Interesse an einem Passat bzw. auch an einem superb.

Gruß

dann würde ich den 1.4er mit 150 nehmen. Ich finde das ist das beste Gesamtpaket aus Preis-/Leistung und der Motor ist mehr als ausgereift.

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Jeder hat andere Prioritäten. Aber ich denke, rein technisch und unter Berücksichtigung Deines Fahrprofils braucht sich der 1.4er nicht vor dem 1.8er verstecken. Ich denke, dass sollte auch rübergekommen sein.

Wenn es weitere Randbedingungen gibt (z.B. Wartezeit, Verfügbarkeit, persönlicher Gusto, etc.), das musst Du mit Dir selber ausmachen.

Ich stand vor einer ähnlichen Entscheidung wie du und habe mich schlussendlich doch für den 2.0 TDI 150 PS entschieden. Hat die etwas höhere Abgasnorm, aber der entscheidende Grund war für mich das DSG DQ381. Bis jetzt habe ich es nicht bereut. Ohne die DQ200 Problematik wäre es der 1,4 TSI 150 PS geworden.

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