Frage zur Bremse und Sachmängelhaftung NACH 6 Monaten
Guten Morgen,
wo soll ich anfangen...
Im Juni 08 habe ich meinen Dicken bei einem Händler gekauft und mir fiel auf, dass vorne links die Bremse fest war. Die Scheibe lief an und rubbelte, ich hatte damals auch ein Thema dazu eröffnet. Der Händler hat dann im Rahmen der Sachmängelhaftung die komplette Bremsanlage erneuert. Da war dann erstmal alles wieder gut. Neulich bin ich etwas schneller auf der AB unterwegs gewesen und beim Bremsen fiel mir ein rubbeln auf, allerdings nur beim Bremsen und ich dachte, dass das vielleicht auch am Salz auf den Scheiben liegen kann. Bei niedrigen Geschwindigkeiten war nichts zu spüren. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit musste ich stark abbremsen wegen einem Stau, ich bin ca. 70 KM/H gefahren und habe dann auf 0 runter gebremst. Danach stellte ich zunächst fest, dass der Druckpunkt der Bremse sich verändert hat, ich kann die Bremse nur anticken und die Karre bremst voll ab. Ich bin dann an eine Ampel gefahren und habe auf N geschaltet, der Wagen bremst von alleine stark ab, also ist die Bremse fest.
Nun meine Frage:
Liegt der Sachverhalt noch im Rahmen der Sachmängelhaftung?
Die ersten 6 Monate nach Kauf sind ja um, es ist aber ja klar zu belegen, dass bei Kauf die Bremse defekt war und repariert werden musste. Kann ich mich dann auf die 12 Monate berufen? Ich muss ja beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war, könnte ich das damit?
Gruss aus Bremen
Phil
24 Antworten
Ich war am Freitag noch schnell in der Werkstatt meines Vertrauens um die Bremse checken zu lassen. Die Fahrt dorthin war schon ein Abenteuer, musste 4x anhalten und abkühlen lassen, danach ging es dann wieder für eine gewisse Zeit. Durchschnittsverbrauch 26,7 Liter, nicht schlecht.
Beide Sättel vorne sind defekt, Belege gehen nicht zurück, Scheiben haben leichten Schlag wegen der Hitze. Er faxt mir heute den Kostenvoranschlag und von dem Händler hole ich mir dann die Kostenübernahme, wenn alles glatt geht. Der Mechaniker meinte, dass er die Sättel auch wieder gangbar bekommt, allerdings kann er nicht sagen wie lange das dann hält und hat empfohlen, neue Sättel einzubauen.
Warten wir´s ab...
Phil
... höre uff mit denn Mist.
Von wegen "gangbar" machen. Das wird immer nur ne Bastellösung bleiben.
Wenn ein Fachbetrieb das macht vielleicht ne hochwertige Bastellösung aber immer ne Bastellösung.
Die sollen neue Sättel einsetzen und gutt iss.
Und jetzt bitte auch noch neue Scheiben und Klötze.
Ja, sehe ich auch so, soll ja auch so gemacht werden.
Ich muss jetzt nur den KVA abwarten, dann zum Händler faxen und dann auf die schriftliche Kostenübernahme warten.
Dann ist hoffentlich Ruhe mit dem Auto...
Falls jemand mal ähnliche Probleme haben sollte, werde ich mal kurz die Kosten aufführen:
2x Bremsattel= 2x 270,-
2x Bremsscheibe= 2x 121,-
2x Klötze= 1x 105,-
1x Bremsflüssigkeit= 12,22
Arbeitslohn= 131,09
Alles plus Steuer, Endbetrag gesamt 1226,07 Euro
Jetzt brauche ich nur noch die offizielle Kostenübernahme des Händlers, dann ist alles geritzt.
Phil
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Und weiter gehts:
Habe dem Händler gestern den KVA gefaxt und um Kostenübernahme gebeten. Der Händler sagt nun, dass er in den letzten 15 Jahren keinen einzigen Audi mit defekten Sätteln gesehen hat, erst recht nicht beide Seiten. Er zweifelt an, dass die Sättel defekt sind und tippt auf irgendein Steuergerät, das den Druck nicht von den Sätteln nimmt. Klingt das plausibel? Ich weiß es nicht. Heute abend bringe ich den Dicken zum AudiCenter und lasse dort nochmal alles checken, langsam nervt es wirklich! Ich will doch nur eine funktionierende Bremse...
Nun an die Experten:
Kann es an einem Steuergerät liegen oder sind zwei defekte Sättel warscheinlicher?
Phil
Ich wüsste nicht, wie ein Steuergerät diesen Fehler verursachen sollte.
Klingt für mich nach reiner Ausrede des Verkäufers, damit er die Kosten nicht tragen muss.
Du kannst dem Verkäufer ja gerne anbieten, dass er selbst den Fehler behebt, jedoch mit dem Hinweis, dass er für Verbringungskosten und Ausfall aufzukomme hat. Evtl. überlegt er es sich dann ja nochmal.
Er will sich wohl nicht um die Kosten drücken, ich habe zumindest nicht den Eindruck, aber mir kommt es auch komisch vor, dass beide Sättel den Geist aufgeben. Das Auto ist von 2001 und hat erst 89500KM gelaufen, da sollen beide Sättel komplett sperren? Ist schon eigenartig, mal sehen was das AudiCenter sagt...
Habe gerade den Anruf von Audi bekommen:
Bremskraftverstärker defekt, muss getauscht werden.
Beide Scheiben verzogen.
Also sind doch nicht die Sättel schuld...
Phil
... ändert aber wohl nix an der KostenübernahmeNote.
Wird ja dann wohl auch den ersten "Defekt" ausgelöst haben.
Eigentlich wurscht, was defekt ist, Hauptsache wird repariert und funktioniert am Ende.
Zitat:
Original geschrieben von Bärenvater
... ändert aber wohl nix an der KostenübernahmeNote.
Wird ja dann wohl auch den ersten "Defekt" ausgelöst haben.
Eigentlich wurscht, was defekt ist, Hauptsache wird repariert und funktioniert am Ende.
Das sehe ich genau so, alles was ich will ist ein funktionierendes Auto.
Weil der Wagen eh gerade bei Audi steht, dachte ich mir, dass ich die Gelegenheit nutzen sollte um das DSP abschalten zu lassen.
Audi rief mich gestern an und sagte, dass sich das DSP nicht abschalten lasse. Ich fragte: WARUM NICHT? Audi sagt: GEHT GENERELL NICHT.
Ich hab den Jungs dann den Code gegeben, vielleicht gehts damit ja leichter. Oha, da waren die aber richtig sauer! Sowas sollte man nicht machen, das wäre ja total gefährlich, wenn man da in der Software rumspielt. Der Werkstattmeister muss nun entscheiden, ob er das Risiko eingeht oder nicht.
Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus...
Phil