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Folgeschäden bei Turboladerschaden? Focus 1,8 Tdci

Themenstarteram 2. April 2012 um 11:44

Hallo Forum!

Gestern hat sich mein Focus 1,8 TDCI (116 PS) Bj 2004 mit dem Verdach auf Turboladerschaden vorerst (?) verabschiedet.

Es fing mit einem Schleifgeräusch, welches beim Gasgeben lauter wurde und beim Gaswegnehmen leiser bis nicht mehr hörbar war.

Ich bin dann noch ca. 50 KM gefahren, mit erheblich spürbarem Leistungsverlust, bevor der Motor eine riesige weiße Qualmwolke gespuckt hat und noch mal hochgedreht hat (eingekuppelt, daher nur so ca. bis 3000 U/min).

Nach dem Abstellen rauchte es noch überall weiß, auch aus dem Ölpeilstabrohr.

Nun brauche ich mal Eure Hilfe / Euer Wissen:

- Wie gehe ich am Besten vor, um klar zu werden, ob eine Reparatur noch wirtschaftlich ist – insbesondere: Muss ich weitere FOLGESCHÄDEN neben dem wohl defekten Turbolader erwarten?

- Können evtl. Metallspäne vom Turbo in den Motor gelangen? (gegen den Abgasstrom wohl eher nicht, aber über die Einlaßluft, die das Ding ja verdichten soll?)

- Muß ich damit rechnen dass der Kat durch Öl und Späne evtl. auch hin ist?

Macht es Sinn, erst mal die Kompression zu messen (und geht das in dem Zustand)?

 

Vielen Dank schon mal im voraus.

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11 Antworten

Am sinnvollsten wäre es im vorliegenden Fall, zunächst einmal den Turbolader auszubauen und zu zerlegen, um festzustellen, welche Bestandteile daraus ihren Weg in Richtung Motor bzw. Katalysator gefunden haben.

Im schlimmsten Fall hat der Lader Metallspäne von sich geschmissen und ein Ölleck und hat Motor und Kat zerstört.

Der weiße Qualm läßt auf einen Kopfdichtungsschaden schließen, wo Kühlwasser in den Ölkreislauf gekommen ist. Wenn Du Glück hast, ist es tatsächlich "nur" ein Kopfdichtungsschaden und sogar der Lader noch heil. Wenn Du Pech hast, steht ein kompletter Motor- und Kattausch an. Das ist dann möglicherweise ein wirtschaftlicher Totalschaden.

am 2. April 2012 um 15:03

Zitat:

Original geschrieben von C-aus-H

Es fing mit einem Schleifgeräusch, welches beim Gasgeben lauter wurde und beim Gaswegnehmen leiser bis nicht mehr hörbar war.

Ich bin dann noch ca. 50 KM gefahren

Warum bist du den noch 50Km weiter gefahren, wenn du doch schon ein Schleifgeräusch vom Turbo gehört hast?

Die Schaufeln schleifen am Verdichtergehäuse und der Abrieb kommt in den Ansaugtrakt dann in den Motor, überall kleben Späne.

Sinnvoll wäre es den kompletten Ansaugtrakt zu reinigen, also Druckschläuche, Ladeluftkühler, den evtl. sogar austauschen sowie alle Rohre und die Brücke auch, Ölleitungen erneuern. Sehr wahrscheinlich hat der Motor schon vor dem Schaden wegen defektem Turbolager viel Öl verbraucht, da wäre der Turbo evtl. noch zu reparieren gewesen, doch jetzt rentiert sich eine Turboreparatur kaum noch.

Ob der Kat noch zu gebrauchen ist, kann erst eine Begutachtung und eine Abgasuntersuchung zeigen.

Von einem gleichzeitigen Kopfdichtungsschaden sehe ich keine Hinweise, zu viel Öl vom Turbo das einfach nur in den Auspuff verdampft ohne richtig zu verbrennen raucht nun mal weis.

Also ich wundere mich auch warum du weiter gefahren bist.

Ich habe bei meinem Mk1 TDDi (90 PS) auch einen Turboschaden (siehe ) bei ca. 168 tkm gehabt. Zum Glück das meiste Öl ist nicht in den Ansaugtrakt gegangen (was meist zu Motorschaden führt /führen kann) sondern in den Auspuff.

Wenn in dem Ansaugtrakt noch viel Öl zu sehen ist bzw. war, und in dem Auspuff nicht, dann besteht die Gefahr, dass es zur Selbstzündung des Motoröls gekommen ist, was auch das Hochdrehen des Motors erklärt. In dem Fall besteht nicht nur die Gefahr, dass dein Motor „trocken“ gelaufen ist, sondern auch, dass jetzt die Metallspäne im Motor vorhanden ist.

Meiner Meinung nach, es wird sich nicht lohnen den noch zu reparieren. Einzig wenn du es selber machst oder einen Kumpel hast der es für dich machen kann.

Ich habe „nur“ neuen Turbo und neue Leitungen und Dichtungen gebraucht, mein Motor hat zum Glück nichts abgekommen.

Zitat:

Original geschrieben von C-aus-H

Ich bin dann noch ca. 50 KM gefahren...

Warum hast du den Motor da nicht sofort gestoppt und den Wagen vom ADAC in die nächste Werkstatt schleppen lassen?

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von C-aus-H

Ich bin dann noch ca. 50 KM gefahren...

Warum hast du den Motor da nicht sofort gestoppt und den Wagen vom ADAC in die nächste Werkstatt schleppen lassen?

Zum 3. mal braucht man das eigentlich nicht sagen, macht die Sache auch nicht besser.

Ich hatte auch mal nen Turboschaden bei dem Motor, allerdings als TDDI, nach 250km Pfeifen meinte eine Werkstatt unterwegs, es sei nur Luft(Leistung war noch voll da), später in meiner Stammwerkstatt wurde der Turboladerlagerschaden bestätigt, ohne weitere Schäden.

Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk

Zum 3. mal braucht man das eigentlich nicht sagen, macht die Sache auch nicht besser.

Ich wollte eigentlich nur nach den (nachvollziehbaren) Gründen fragen. Die kann es ja durchaus gegeben haben.

Zitat:

Zum Glück das meiste Öl ist nicht in den Ansaugtrakt gegangen (was meist zu Motorschaden führt /führen kann) sondern in den Auspuff.

Das Problem ist, dass dieses über den Turbo hereingedrückte Öl wie eine zusätzliche Menge Diesel wirkt und die Verbrennungstemperaturen dramatisch ansteigen lässt. Mit einem Kopfdichtungsschaden wärest du verflixt billig bedient. Folgeschäden wie verbrannte Ventile oder ein totgeglühter Kat/DPF sind deutlich teurer.

Im Zweifel daher bitte für einen Austauschmotor nebst Oxi-Kat/DPF entscheiden.

Mit meinem Auto hatte ich schon das der Motor beim Laderschaden hoch gedreht hat und das andere mal das er das Öl in den Oxi-Kat gedrückt hat beides hat der Motor ohne Folgeschäden überstanden.

Themenstarteram 3. April 2012 um 9:49

Danke für Eure Meinungen & Tips !!!

Das gibt mir eine Richtung, wie ich weiter vorgehe ohne unnötig Geld zu verbrennen - der Schaden an sich ist ja schon ärgerlich genug.

Das Sinnvollste ist, den Wagen mit dem Defekt zu verkaufen und Dir etwas anderes ohne Turbo zu kaufen.

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