Firmenwagen Policy
Bin nun in das Privileg gekommen einen Firmenwagen bestellen zu dürfen. Aufgrund unserer schlechten Firmenwagenrichtlinie werde ich das zwar unterlassen aber mich würde einmal interessieren ob man bei euch auch in den Betrieben alles ziemlich limitiert hat.
Zum Beispiel keinerlei sportliche Teile. Jahresfahrleistung in Kombination mit Verbrauch ergibt zusätzlich zur Leasingrate noch einmal einen Abzug und andere fragwürdige Dinge wie Fahrten ins benachbarte Ausland nur auf Antrag.
Auch sind Mehrkilometer zu bezahlen.
Kenne ich so von den vorherigen Arbeitgebern nicht. Da wurde ein Auto konfiguriert mit Vorgabe einer Maximalsumme für die Leasingrate. Dann gab es eine Tankkarte und versteuert wurde nach 1% Regelung. Mehrkilometer haben nicht interessiert weil geschäftlich auch schwer abzuschätzen.
Wie ist das bei euch? Unterschied Konzern und KMU.
Ich bin bei einem DAX-Konzern angestellt.
Beste Antwort im Thema
Was @stay_classy sagen wollte, ist, dass der Außendienst per se schon mehr und unregelmäßigeren Einsatz vom Mitarbeiter verlangt, allein schon dadurch, dass Kundenwünsche keine 9to5-Grenze kennen und man nicht akribisch auf jede Stunde Arbeits-/Fahrtzeit achtet. Zumindest ich bin da nicht so streng mit mir.
Im Gegensatz dazu erwarte ich aber auch von meinem Arbeitgeber, dass er mir nicht wegen 20 EUR Spritkosten am Wochenende auf den Keks geht.
251 Antworten
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 9. Mai 2021 um 08:12:12 Uhr:
Die Tankkarte erkennt auch nicht, wenn ich Sprit für den Rasenmäher tanke...
Möglicherweise gibt es aber Rückfragen, warum plötzlich Super statt Diesel getankt wurde...😁
Ich kenne auch Arbeitskollegen die im privaten Urlaub die Maut einfach mit den Tankkarten bezahlen, wird (anscheinend) nicht kontrolliert, teilweise sind Kollegen auch Dienstlich im (Maut-)Ausland unterwegs. Mir wäre das aber schlicht zu heiß! (Muss aber jeder selber wissen...)
Sind in eurer Dienstwagen-Policy/-Vertrag mögliche Fahrzeugklassen, Marken, Modelle und Details wie spezielle Ausstattungen, „Must-Have“ oder Ausschlüsse fest definiert?
Zum Hintergrund - ich bin aktuell in Verhandlung mit einem potenziell neuen Arbeitgeber, welcher sich jedoch nicht auf Details für den Dienstwagen festlegt und nur sehr vage Aussagen trifft (und diese nicht vertraglich festlegen möchte).
Ja, das sind sie. Meistens muss Navi, Smartphoneanbindung und Parksensoren rein. Bus, Cabrio und Sportwagen sind oft ausgeschlossen. Ich hatte bisher her nur Arbeitgeber die eine Policy hatten und mir diese vorher zu Verfügung gestellt haben.
Bei uns sind keine festen Policies definiert.
Entscheidend ist nur die Leasingrate.
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Meine Erfahrung:
Je kleiner der AG, desto weniger Details werden festgelegt (vermutlich weniger Autos, also auch bisher weniger "Problemfälle"😉.
Aktuell habe ich schriftlich überhaupt nichts zum Dienstwagen. Wirklich gar nichts, kein maximaler Listenpreis, Ausstattung, Fahrzeugart, keine Einschränkungen irgend einer Art, europaweite Tankkarte inkl. Firmenwagen wurde gekauft, nicht geleast. Das hat dann jedoch den "Nachteil", dass ich beim Wunsch nach einem neuen Auto mit dem Chef reden muss. Sonst fährt der vorhandene Wagen eben weiter.
Das ist auch nach meiner Erfahrung sehr unterschiedlich. In einem Fall gab es für jede Position (Hierarchiestufe) ein Referenzfahrzeug. Z.B. A6 mit gewisser Ausstattung. Das ergibt dann eine Leasingrate, die die Firma übernimmt. Anderes Auto oder mehr Ausstattung ergibt dann eine höhere Leasingrate. Die Differenz musste der Arbeitnehmer dann selber bezahlen. Vorgeschrieben war nur Viertürer und Kombi.
Aktuell ganz harte Vorgabe - ein Passat oder Tiguan, weiß, mit gesetzter Ausstattung. Nimm oder nimm nicht. Die Ausstattung ist allerdings wirklich üppig.
Ich möchte einen Verhandlungs-Vorschlag bringen wie man die Details des zukünftigen Firmenwagens im neuen Arbeits-/Dienstwagenvertrag grob festlegen kann, ohne eine Seite arg zu benachteiligen…
Bei meinem aktuellen AG fahre ich einen sehr gut ausgestatteten Mittelklassewagen, in Zukunft möchte ich mich nicht verschlechtern - bin aber natürlich kompromissbereit.
Meine Idee wäre die Festlegung der Fahrzeugklasse, Motorisierung und Referenz–BLP, wobei der Nachteil der (aktuell üppig ausfallenden) Hersteller-Preissteigerungen auf meiner Seite liegt.
Habt ihr eine bessere Idee und/oder Regelung bei euch im Einsatz?
Ich habe schon alles erlebt : von exakter Definition bis hin zu sehr großer Offenheit.
In Deinem Fall würde ich mit dem Arbeitgeber eine Fahrzeugklasse definieren und ein Beispielmodell zu benennen.Etwas so : Mittelklassefahrzeug wie Audi A4 oder vergleichbares Fahrzeug.
Wichtiger als der Fahrzeugtyp ist aus meiner Sicht jedoch die erlaubte Nutzung. Die sollte privat unbegrenzt sein ( aktuell hört man immer mehr von Km Begrenzungen etc )
Ich habe mal bei einem Ex-Arbeitgeber eine Policy entworfen und bei Recherchen im Vorfeld keine zwei identischen Vorgaben gefunden. BLP, CO2-Ausstoß, Leasingrate, Fahrzeugklassen, nur deutsche Hersteller, PS-Grenzen, Hubraumgrenzen usw. Teilweise extrem Phantasievoll und oft von einem altmodischen Hierarchiedenken geprägt. Bei den Vorgaben zur Nutzung dann eine ähnliche Vielfalt. Das hängt aber insgesamt auch stark davon ab, ob es Fahrzeuge für Außendienstmitarbeiter sind oder nur ein Gehaltsbestandteil.
Ich persönlich finde eine definierte Leasingrate fair und für Umwelt, Außenwirkung und Betriebskosten eine ökologische Komponente.
Vorgegeben sind die Leasingrate, abhängig von der Stellung in der Firma (Dienstjahre, Bereich, Funktion), für BEV 200 Euro mehr. PHEV sind nicht zugelassen. Indirekt die Marke, da alle Fahrzeuge über drei Autohäuser bezogen werden: VW, Audi, Skoda, Seat, Mercedes, Volvo und Polestar.
Inzwischen sind Firmenwagen m.E. nicht mehr so attraktiv, da zu viele Vorgaben. Ich bevorzuge daher, wenn angeboten, immer die Car Allowance. Bevorzugen inzwischen auch viele Arbeitgeber, da kein Aufwand. Einfach mal fragen.
Zitat:
@Wer-bin-ich schrieb am 8. Juni 2022 um 08:04:41 Uhr:
Inzwischen sind Firmenwagen m.E. nicht mehr so attraktiv, da zu viele Vorgaben. Ich bevorzuge daher, wenn angeboten, immer die Car Allowance. Bevorzugen inzwischen auch viele Arbeitgeber, da kein Aufwand. Einfach mal fragen.
Gerade jetzt ist ein Dienstwagen ganz attraktiv aufgrund von gestiegenen Sprit- und Leasing-preisen.
Zitat:
@Wer-bin-ich schrieb am 8. Juni 2022 um 08:04:41 Uhr:
Inzwischen sind Firmenwagen m.E. nicht mehr so attraktiv, da zu viele Vorgaben.
Welche Vorgaben?
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 8. Juni 2022 um 11:06:19 Uhr:
Zitat:
@Wer-bin-ich schrieb am 8. Juni 2022 um 08:04:41 Uhr:
Inzwischen sind Firmenwagen m.E. nicht mehr so attraktiv, da zu viele Vorgaben.Welche Vorgaben?
Naja, wenn in der Policy eben festgehalten ist "Kombi, Farbe weiß/silber/schwarz, Standardräder, mittlere Ausstattung, LP 40k€" - dann fällt man mit davon abweichenden Interessen eben raus, wenn man zB als Alleinststehender sich eher in einem kompakten roten Sportmodell sähe ... und wenn die Firma dann mit bestimmten Marken ein Großabnehmerabkommen hat und man dann noch in der Marke eingeschränkt ist ... es wird idR so aussehen: der Firmenwagen wird sehr oft die billigere Möglichkeit sein, DIESES Auto zu fahren als wenn man es sich selbst privat beschaffen und in dem Turnus wechseln würde. Dafür hat man eben irgendwo immer eine Begrenzung. Bei uns ist es die Deckelung beim LP, keine Sportmodelle.