Farbunterschied Heckstoßfänger

Mercedes

Moin zusammen,

seit rund einem halben Jahr bin ich Besitzer eines S205 (C180, MoPf) in der Farbe "Iridiumsilber" und erst vor einigen Wochen ist mir ein Makel ins Auge gefallen, den ich seit dem aber nicht ausblenden kann.

Und zwar gibt es zwischen Karosserie und Heckstoßfänger einen imensen Farbunterschied, der je nach Lichteinfall und -Intensität mal etwas stärker und mal etwas weniger auffält, den ich aber eigentlich immer sehe (siehe beigefügtes Bild).

Ich habe den Wagen als unfallfreies "Junge Sterne" Fahrzeug gekauft, bei dem der Verkäufer keine Angabe zu einer Nachlackierung der Stoßstange gemacht hat. Doch mein Vergleich anderer S205er hat gezeigt, dass dies durchaus ein Makel ist, der so existiert und gerade bei der Farbe silber am stärksten wahrzunehmen ist.

Insofern wollte ich mich einmal erkundigen, ob sich an diesem Farbunterschied vieleicht auch andere S205 Besitzer hier im Forum stören und ob vielleicht jemand Erfahrungen gemacht hat, inwieweit eine Nachlackierung diesen Unterschied mindern kann.

Beste Antwort im Thema

Moin,

Also ich habe einen Topp Lackierbetrieb hier bei mir im Ort.
Bitte nicht falsch verstehen 😉
Aber sie würden deinen Auftrag auf gar keinen Fall annehmen, weil im Prinzip schon vorher klar ist, dass DICH das Ergebnis nicht zufrieden stellen würde. Und ehe man sich so etwas antut, verzichtet man lieber drauf.
Und glaub mir, die können lackieren. Ich habe einen 205 in designo diamantweiss bright.
Auch die sehr „dankbare“ Farbe für den Lackierer.

Grüße

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Hi,

das Problem ist doch nicht, dass hier evtl. nachlackiert wurde, sondern, ob die Qualität der Lackierung stimmt.
Und diese Lackierung kann mangelhaft sein...
... beim nicht-nachlackierten Neufahrzeug,
... beim nachlackierten Neufahrzeug (Nachlackierungen schon ab Werk sind rechtlich erlaubt),
... beim nicht-nachlackierten Gebrauchtwagen und
... beim nachlackierten Gebrauchtwagen.

Ganz einfach: Ist die Farbabweichung beim speziellen Fahrzeug vermeintlich außerhalb der Toleranz (ermitteln durch Vergleich mit anderen Fahrzeugen), dann reklamieren. Was dann passiert, ist eine andere Sache...

Gruß
Fr@nk

Zitat:

Edit: Dass die Stoßstange nachlackiert wurde glaube ich nicht, denn tatsächlich ist bzw. war auch beim Kauf im Ladekantenbereich ein Kratzer, den man bei einer Nachlackierung wahrscheinlich mit beseitigt hätte. Und darüber hinaus haben meine Recherchen hierzu ergeben, dass quasi alle silbernen S205er ab Werk einen Farbunterschied in diesem Bereich haben

Glauben ist nicht schlecht, aber ich würde zuerst die Lackdicke des Stoßfängers messen lassen ob dieser nicht doch komplett nachlackiert wurde.

Zitat:

@mb180 schrieb am 31. März 2020 um 09:31:17 Uhr:


Glauben ist nicht schlecht, aber ich würde zuerst die Lackdicke des Stoßfängers messen lassen ob dieser nicht doch komplett nachlackiert wurde.

Danke für den Hinweis (auch wenn ich dachte, dass Lackdicke nur auf Blechteilen messbar ist). Aber auch wenn der Stoßfänger nachlackiert sein sollte, die Nerven mich mit dem Verkäufer deswegen auseinandersetzen zu müssen, möchte ich mir unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen und vermeintlichen Erfolgssaussichten sparen.

Insofern kommt tatsächlich nur eine Bearbeitung durch einen von mir beauftragten Lackierer in Frage.

Zitat:

@Fr@nk schrieb am 31. März 2020 um 09:20:10 Uhr:


Hi,

das Problem ist doch nicht, dass hier evtl. nachlackiert wurde, sondern, ob die Qualität der Lackierung stimmt.
Und diese Lackierung kann mangelhaft sein...
... beim nicht-nachlackierten Neufahrzeug,
... beim nachlackierten Neufahrzeug (Nachlackierungen schon ab Werk sind rechtlich erlaubt),
... beim nicht-nachlackierten Gebrauchtwagen und
... beim nachlackierten Gebrauchtwagen.

Ganz einfach: Ist die Farbabweichung beim speziellen Fahrzeug vermeintlich außerhalb der Toleranz (ermitteln durch Vergleich mit anderen Fahrzeugen), dann reklamieren. Was dann passiert, ist eine andere Sache...

Gruß
Fr@nk

Ganz einfach:
funktioniert das beim Neuwagen.

Ganz einfach:
funktioniert das nicht beim Gebrauchtfahrzeug, da es offensichtlich ist und somit bei der Inaugenscheinnahme des KFZ hätte gesehen/moniert werden können.

Da hilft auch ggf. die Erkenntnis mittels Dickenmessung dass der Stossfänger lackiert wurde...ganz einfach: Gar nichts.

Die Lackdicke kann auch auf Kunstoffstossfängern gemessen werden.
Nebenbei erwähnt, unsere Firmenfahrzeuge gehen nach der Leasinglaufzeit an den Händler zurück und dieser berechnet sehr oft die komplette Nachlackierung des Stossfängers aufgrund einiger Kratzer. Schaut man sich danach das Fahrzeug an, die Fahrzeuge gehen öfters in die private Hand des bisherigen Fahrers, kann wirklich kein Lackunterschied vom Stoßfänger zum Blechteil festgestellt werden (iridium).

Zitat:

@x3black schrieb am 31. März 2020 um 09:14:37 Uhr:


Wenn er es trotzdem reinschreibt ist es doch ok, wo ist das Problem?😕

Kein Problem, im Gegenteil. Ein Problem wäre es, wenn der Händler des TE eine selber veranlasste Nachlackierung hätte reinschreiben müssen, es aber nicht getan hat. Darauf wollte ich hinaus.
Aber Du schreibst, er muss das nicht mehr (mein W205-Kauf war 2015), dann würde sich dieser Punkt natürlich erübrigen.

Zitat:

@mich0r schrieb am 31. März 2020 um 09:19:18 Uhr:



Was ich aber vermeiden will, ist die Beilackierung der Karosserie. Denn eine dadurch messbare Abweichung der Lackdicke an der Karosserie zu haben und ggf. später beim Verkauf Erklärungen hierzu machen zu müssen, will ich definitiv vermeiden.

Ich denke, wenn Du genau dokumentieren lässt, was gemacht wurde und warum, dürfte das kein kein Problem sein. Zumal heutzutage eigentlich jeder weiß, dass Beilackierung die beste Methode ist, ein Teil zu lackieren, das an andere angrenzt. Oder einen kleinen Kratzer auszubessern etc.

Alternativ: Du verkaufst den Wagen später mit dem dunklen Stoßfänger und musst DAS erklären - dürfte mindestens genauso nervig sein wie eine Beilackierung, die aber wenigstens perfekt aussieht und dadurch für den Käufer die wesentlich attraktivere Variante ist.

Allerdings würde ich mir jetzt eh nicht zuviele Gedanken über den späteren Käufer machen, denn erstmal hast DU den Wagen ja und möchtest nicht mehr frustriert sein.

Zitat:

@mich0r schrieb am 31. März 2020 um 09:19:18 Uhr:


Meint ihr also, dass sich ein entsprechend gutes Ergebnis rein mit der Lackierung der (Kunsstoff-)Stoßfängers hinbekommen lässt

Schwer zu sagen - wirklich auf Kante lackieren wird wahrscheinlich kein Lackierer freiwillig tun, denn selbst die beste Farbmessung wird nur zu 99,9% stimmen und auf Kante sieht man das - "klare Kante" mal im negativen Sinne 😁

Aber Du kannst ja trotzdem fragen. Meine Erfahrungen mit Nachlackierungen von Silber sind so gut, dass ich jedes Mal dachte, das hätte auch auf Kante, also ohne Beilackierung, perfekt ausgesehen - aber ein Lackierer meinte mal, Beilackierung macht aus 99,9% de facto 100%, und das stimmt natürlich auch.

Heißt es nicht immer, Mercedes lackiert die Schürzen nicht nach, weil dadurch die diversen Sensoren nicht mehr richtig funktionieren würden?

Hallo
Bei mir wurde auch der Heckstoßfänger lackiert, da hatte einer sein Auto kleiner eingeschätzt :-)
Die Sensoren wurden für das Lackieren ausgebaut, dadurch ist keine dickere Lackschicht auf
den Sensoren.
Die Sensoren funktionieren ohne Probleme.
Das Lackierergebnis ist i.O. (Selenitgrau)

MfG
Didi2708

Hi,

Zitat:

@AK-B170 schrieb am 31. März 2020 um 09:53:39 Uhr:



Ganz einfach:
funktioniert das beim Neuwagen.

Ganz einfach:
funktioniert das nicht beim Gebrauchtfahrzeug, da es offensichtlich ist und somit bei der Inaugenscheinnahme des KFZ hätte gesehen/moniert werden können.

warum??😕

Welcher § ist hier einschlägig? - IHMO kennt das deutsche Recht bei der Gewährleistung keinen prinzipiellen Unterschied zwischen neuen und gebrauchten Sachen...(mit "prinzipiell" sind nicht Fristen, altersbedingter Verschleiß, etc. gemeint)

Es macht IHMO keinen Unterschied, ob ich eine mangelhafte Lackierung (wenn sie es denn wäre) bei einem Neuwagen oder einem Gebrauchtwagen erst später erkenne.

Gruß
Fr@nk

Zitat:

@Didi2708 schrieb am 31. März 2020 um 10:18:38 Uhr:


Die Sensoren wurden für das Lackieren ausgebaut

Was auch geht: Mein Smart Repairer, mit einem großen MB-Händler als einem seiner Hauptkunden, hat spezielle Mini-Kappen, die vorm Lackieren auf die Sensoren gesetzt werden. Ergebnis immer perfekt.

Zitat:

@Fr@nk schrieb am 31. März 2020 um 10:21:18 Uhr:


Hi,

Zitat:

@Fr@nk schrieb am 31. März 2020 um 10:21:18 Uhr:



Zitat:

@AK-B170 schrieb am 31. März 2020 um 09:53:39 Uhr:



Ganz einfach:
funktioniert das beim Neuwagen.

Ganz einfach:
funktioniert das nicht beim Gebrauchtfahrzeug, da es offensichtlich ist und somit bei der Inaugenscheinnahme des KFZ hätte gesehen/moniert werden können.


warum??😕
Welcher § ist hier einschlägig? - IHMO kennt das deutsche Recht bei der Gewährleistung keinen prinzipiellen Unterschied zwischen neuen und gebrauchten Sachen...(mit "prinzipiell" sind nicht Fristen, altersbedingter Verschleiß, etc. gemeint)
Es macht IHMO keinen Unterschied, ob ich eine mangelhafte Lackierung (wenn sie es denn wäre) bei einem Neuwagen oder einem Gebrauchtwagen erst später erkenne.

Gruß
Fr@nk

hier liegt der Punkt im offensichtlichen Mangel...und nicht erst später auftretendem bzw festgestelltem oder durch Laien nicht feststellbarem Mangel.

Zumal es sich hier auch wahrscheinlich nicht um eine mangelhafte Lackierung handelt...ist halt nur ne andere Farbe.

Aber lass gut sein, der TE sieht es so, der Verkäufer sieht es so.

(Mein GLK hatte ne 10cm lange schwarze Schramme im Stossfänger hinten. Wollte der Händler auch nicht wegmachen....weil ah, silber, schwierig usw... Hab ihm gesagt: Entweder ist der Schrammen weg...oder die Karre bleibt stehen. Bei nem KFZ von 25k€ fahr ich nicht mit nem Schrammen vom Hof. und siehe da...weggemacht und auch kein nachkobern beim Preis.)

Zitat:

@Didi2708 schrieb am 31. März 2020 um 10:18:38 Uhr:


Hallo
Bei mir wurde auch der Heckstoßfänger lackiert, da hatte einer sein Auto kleiner eingeschätzt :-)
Die Sensoren wurden für das Lackieren ausgebaut, dadurch ist keine dickere Lackschicht auf
den Sensoren.
Die Sensoren funktionieren ohne Probleme.
Das Lackierergebnis ist i.O. (Selenitgrau)

MfG
Didi2708

Es geht dabei nicht um die PTC-Sensoren, eher um Totwinkel-Assi usw.

Hallo
Mein Fehler, Totwinkel Assi geht auch ohne Probleme.
Ich dachte immer die Sensoren dafür wären in den Spiegeln.

MfG
Didi2708

Ich habe vorhin einige Lackierer abtelefoniert und jeder von ihnen müsste sich den Fall vor Ort anschauen. Bevor ich also die Werkstätten abklappere, hätte ich die Bitte an diejenigen, deren Fahrzeuge im nahezu perfekten Zustand sind, mir ein Foto zur Verfügung zu stellen.

Denn in den Telefonaten kam schon raus, dass auch die Lackierer hier eine Herausforderung bei der Erzielung eines farbunterschiedfreien Übergangs zwischen Konstoff und Blech sehen.

Und wie bereits beschrieben bestätigen meine Recherchen das auch (siehe die folgenden Bilder von unfallfreien, silbernen S205 MoPfs - Quelle: mobile.de):

Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3

Es wäre also hilfreich dem Lackierer anhand eines Bildes zeigen zu könnte, was im Optimalfall machbar ist und was ich vom Ergebnis her auch entsprechend erwarte. Und wenn derjenige ein solches Ergebnis, wie es bei euch der Fall ist, nicht garantieren kann, würde ich die Lackierung nicht durchführen lassen.

EDIT: Vielleicht noch einmal zur Erläuterung: Ich habe mir mittlweile fast alle hier aufgeführten Fahrzeuge angeschaut, die nicht im Hochglanz-Licht sondern bei normalen Tageslichtbedingungen fotografiert wurden. Und bislang habe ich kein Bild gefunden, bei dem kein Farbunterschied zu erkennen war...

Wollte noch einmal nachfragen, ob mir jemand ein Blid der seitlichen Heckansicht seines S205 in iridiumsilber zur Verfügung stellen könnte oder ob jemand sonst vielleicht einen Link zu einem Bild hätte, bei dem der Übergang am Fahrzeug bei normalem Tageslicht einwandfrei aussieht

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