Falsch tanken
Hallo!
Ich habe den Golf 4 von meinem Kumpel anstatt mit Diesel mit Super betankt. Der Tank war fast vollständig leer. ich bin danach auch noch etwa 14 km gefahren. Als das Auto am nächsten Tag wieder gestartet werden sollte, sprang er nicht an. Daraufhin hab ich ihn mit der kaputten Karre zu einer privaten Werkstatt abgeschleppt. Dort wurde dann die Falschbetankung festgestellt.
Der Mechaniker meinte, dass es sich bei der Reparatur um einen Schaden in Höhe von 1500-2000 Eus handeln kann. Ist das Realistisch?
Bei dem Wagen handelt es sich um einen Golf 4, Bj 97, 90 PS.
Vielen Dank für die Antworten.
Beste Antwort im Thema
Ich würde den KS-Filter ersetzen, Tank entleeren und mit Diesel füllen zum starten die Leitungen an den Einspritzdüsen öffnen bis Diesel austritt, diese dann wieder schließen und schauen ob der Motor anspringt.
Beim Kumpel in der Werkstatt hatte ein Kunde mit seinem Polo TDI auch falsch getankt und ist gefahren bis der Motor ausging. Nach dem wir das so wie oben beschrieben gemacht haben läuft der Motor heute noch ohne Probleme.
20 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Schyschka
Echt erstaunlich das er noch 14 km gekommen ist, hast du dich nicht gewundert warum du soviel an der Kasse bezahlen musstest^^
Wieso, bei meiner Tankstelle sind schon seit einiger Zeit die Preise für Super und Diesel in etwa gleich. Klar, Super verbraucht sich schneller, aber das merkt man ja an der Tankstellenkasse nicht.
Was mich interessieren würde ist, was im Motor durch den falschen Kraftstoff eigentlich passiert. Bleibt er einfach nur stehen, weil er den falschen Kraftstoff nicht zünden kann, oder geht da auch etwas kaputt? (14km Super ohne Zündkerzen fahren finde ich auch nicht schlecht, aber das meine ich hier im Forum schon mehr als einmal gelesen zu haben, dass es erst ein Problem gab, nachdem der Motor ausgeschaltet worden ist). Wenn er einfach nur stehenbleibt, kann man dann den falschen Kraftstoff nicht einfach auf dieselbe Weise entfernen, wie er auch reingekommen ist: mit Hilfe der Kraftstoffpumpe? (natürlich vorher Tankinhalt austauschen). Über den Kraftstofffilter kommt man ja ziemlich bequem motornah an das Geschehen heran. In meiner Naivität würde ich sagen, einfach mit dem Anlasser orgeln, bis der Diesel im Motor angekommen ist (oder vielleicht erst mal bei abgezogenem Kraftstofffilterschlauch bis dahin rausorgeln, und dann geht es weiter).
Zitat:
Original geschrieben von Slayer16
Wenn der Polo ein Pumpe-Düse-TDI war, ist das nicht vergleichbar. Die Verteilerpumpe bei dem "alten" TDI könnte da empfindlicher sein..
Ach, nicht eher umgekehrt?
Ne VEP dürfte sicher auch günstiger sein alx 4x neue PD-Elemente...
Günstiger, wenn es kaputt ist, schon, die Frage ist, was geht eher kaputt.
Bei der VEP ist ALLES vom Diesel geschmiert, die PD-Elemente sind noch in den Motoröl-Kreislauf eingebunden. D.h. kommt es an der VEP viel eher zu Fressschäden durch Mangelschmierung. (so zumindest meine Vermutung...)
http://www.ebay.de/.../i.html?...
Ne VEP wird über den Diesel mit geschmiert. Wenn diese nur Super bekommen hat, kann sie Schaden genommen haben. Wohlgemerkt KANN muß aber nicht. Ich würde es wie Tomy schon geschrieben hat erstmal so probiern. Wenn der Motor danach immer noch Macken hat und nicht richtig rund läuft, geht wohl kein Weg an ner neuen VEP dran vorbei. Den das Mengenstellwerk zu zerlegen und zu reinigen, und danach wieder genau einzustellen ist schon nen größerer Aufwand.
Die Kosten von 1000-1500€ sind realistisch, wenn man bedenkt, das ne VEP ca.500€ kostet ein Zahnriemenset von Conti ca.300€ das ganze dann noch eingebaut werden muß, kommt das mit dem Betrag schon recht gut hin. Außer man hat günstige Beziehungen, wo man den Arbeitslohn billiger bekommt.
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Zitat:
Original geschrieben von Slayer16
die PD-Elemente sind noch in den Motoröl-Kreislauf eingebunden
So?
Wo denn?
Außer dass sie Bestandteil des Nockenwellentriebs sind (insofern ist der Betätigungsmechanismus des PD-Kolbens natürlich Teil des ölgeschmierten ZK-Oberteils) hat das PD-Element selbst meines Wissens keine separate Ölschmierung jenseits der Dieselkanäle (siehe Bild).
Genau, d.h. je PD-Element ein einziger Hubkolben mit relativ geringem Hub und damit geringen Geschwindigkeiten.
Kein mit halber Motordrehzahl rotierender Kolben, kein Mengenstellwerk, kein Spitzversteller, keine Hubscheibe.
Mein Bauchgefühl sagt mir einfach, dass bei Ausfall der Schmierung ein schnell rotieren UND Hubbewegungen ausführender Kolben schneller Verschleißt, als die PD-Hubkolben, die nur sehr kurze Wege zurücklegen ohne dabei zu rotieren.