Fahrzeugverkauf mit Hürden?
Hallo zusammen,
ich weiß nicht ob ich hier ganz richtig bin aber wusste jetzt nicht so ganz wohin damit.
Ich brauche bitte mal euren Rat. Es geht darum, dass ich meinen Tiguan verkaufen möchte. Es hat sich ein Käufer aufgetan, jedoch haben wir so unsere Schwierigkeiten zusammen zu finden. Am Telefon ist er wirklich sehr seriös aber man weiß ja doch nie zu 100%.
Zwei Haken als Info vorab. Mein Auto ist finanziert und der Brief bei der Bank. Und: er kommt 8 Stunden mit der Bahn entfernt weit weg.
Hier die Optionen die wir besprochen haben:
- 2x fahren (1x gucken und Vertrag machen 1x abholen und zahlen) kommt nicht in Frage
- Überweisen (ungesehen) und später mit Brief zusammen abholen kommt nicht in Frage.
- Kommen, Auto mitnehmen, im Nachgang überweisen und danach den Brief senden kommt für mich nicht in Frage.
Schwierigkeit ist auch, dass er mit so viel Bargeld nicht durch die Gegend fahren will.
Ich will auch das Auto nicht rausgeben auch wenn ich dann den Brief habe. Der Wagen wird angemeldet übergeben und da hilft mir der Brief nicht viel wenn das Auto und die Schlüssel „weg“ sind.
Jetzt hat er noch was von Blitzüberweisung erzählt. Aber keine Ahnung wie lange das dauert und wie zuverlässig das ist?
Habt ihr nochmal einen heißen Tipp für mich??
Beste Antwort im Thema
Ganz ehrlich: Warte auf den nähsten Käufer, der aus der Nähe kommt.
41 Antworten
1.) die Bank wird Dir den Brief sowieso erst dann schicken, wenn das Auto ausgelöst, sprich bezahlt ist.
2.) niemals und niemals meine ich so....das Auto angemeldet übergeben
3.) er erzählt was von Blitzüberweisung...das kann er auch bei Variante 1 machen !? kommen, anschauen, Vertrag, Blitzüberweisung ( geht heute von jedem Handy oder Tablet ) - geht fix kann aber auch innerhalb paar Stunden widerrufen werden....Kohle weg ! Er müsste also nicht 2 mal kommen. Problem : Du hast keinen Brief weil Du das Auto ja erst mit dessen Geld auslösen kannst !? Abmelden kannst Du es aber er nicht richtig anmelden ohne Brief. Er kann aber mit einer Briefkopie ( soll die Bank machen und per Mail oder Fax zu Dir schicken ) eine Kurzzulassung bekommen. Damit kann er heim fahren. Du dann das Auto mit dem Geld auslösen und Ihm per Einschreiben den Brief schicken.
Ganz ohne Risiko und gegenseitiges Vertrauen gehen alle Varianten nicht.
Sofortüberweisung funktioniert, sofern beide Banken das unterstützen, was ja einfach rauszukriegen ist.
Ich habe letzte Woche meinen Tiger verkauft, das Geld wurde per Sofortüberweisung überwiesen, und ich habe direkt per Onlinebanking gesehen, dass es angekommen ist.
Sofort heißt in diesem Fall wirklich sofort, die 2 Minuten, bis ich gebraucht habe, um mich bei meiner Bank anzumelden, haben gereicht.
Und was die Sicherheit betrifft: Überweisungen kann man im Gegensatz zu Lastschriften auch nicht rückgängig machen, dass heißt, das Geld ist dann Deins.
Ja dass die Bank den Brief erst schickt wenn er bezahlt ist, ist klar.
Wenn der Käufer um die Ecke wohnen würde oder nicht sooo weit, wäre es leichter.
1. Termin kommt und guckt und machen Vertrag.
Danach löse ich den Brief aus.
Wenn Brief da ist:
2 Termin und dann Auto plus Brief gegen Bargeld.
Aber leider ist das nicht der Fall.
Warum das Auto nicht angemeldet übergeben? Habe ich schon öfter gemacht und bisher keine Probleme gehabt.
Ich möchte das Auto ungern abgeben ohne Geld zu haben denn der Brief hilft mir nicht viel wenn das Auto weg ist.
Mal zur Info, ist ja offensichtlich ein Irrtum der nach wie vor existiert.
Um dein Auto Abzumelden, benötigt man keine Zulassungsbescheinigung Teil II (ehemalig Brief)
Um dein Auto abzumelden, brauchst du lediglich
1. Zulassungsbescheinigung I (Fahrzeugschein)
2. Kennzeichen
3. Gebühren in Form von € zur Abmeldung
Ähnliche Themen
Hallo. Ich verkaufe meine Autos nur noch gegen Bargeld. Die Übergabe evtl. direkt in der Bank und dann sofort einzahlen auf mein Konto. Somit bin ich auch gegen Falschgeld abgesichert. Übergabe des Wagens nur mit den (gelben)Kurzzeit-Überführungskennzeichen. Das kostet rund € 100,00 incl. einer Haftpflichtversicherung für 5 Tage. Bekommen Sie bzw. der Käufer z.B. beim Schildermacher oder einer KFZ-Versicherung.
Der Käufer ist ja in gewisser Weise im Vorteil, da er zu Ihnen nach Hause kommt. Fotografieren Sie vor der Probefahrt seinen Führerschein und Ausweis und lassen Sie ihn nicht allein mit Ihrem Auto (davon) fahren.
Der ADAC hält auch gute Ratgeber bereit und bietet Kaufvertgäge zum Download.
Viel Spaß und trauen Sie niemandem beim Autoverkauf.
Er kommt schauen, Kaufvertrag, nennenswerte Anzahlung. Du löst den Brief aus. Dann meldest Du das Auto morgens ab, fährst es zu ihm (mit entstempelten KZ bis 24:00 erlaubt) und übergibst das Auto gegen Bargeld. Dann mit dem Zug zurück. So sind die Lasten gerecht verteilt.
Das wäre ne echt gute Idee 🙂
Muss aber sagen dass der Aufwand 700km zu fahren plus danach 8 Std mit der Bahn zurück schon enorm sind. Von den Kosten ganz abgesehen.
Zitat:
@whoareyou3004 schrieb am 11. Juni 2020 um 11:00:34 Uhr:
Das wäre ne echt gute Idee 🙂
Muss aber sagen dass der Aufwand 700km zu fahren plus danach 8 Std mit der Bahn zurück schon enorm sind. Von den Kosten ganz abgesehen.
mal ganz ehrlich: wer macht so einen Aufwand als Verkäufer?? Ich täts mit Sicherheit nicht.
Stimme dem Vorredner zu: warten, bis ein Interessent aus der Gegend kommt. Macht alles etwas einfacher.
Vorher mal mit der Bank reden wegen dem Brief, würde zusätzlich Druck aus der Sache nehmen.
Oder wie geschrieben FZ-Brief und Einzahlung in einem Banktermin im Beisein des Käufers zusammen abwickeln (hätte außerdem den Vorteil, dass Leute aus der Bank den Käufer gesehen haben - man weiß ja nie..)
Denkbar wäre auch mit einem bestätigten Bundesbankscheck zu arbeiten (früher auch LZB-Scheck genannt). Ich kenne dies von früher bei Zwangsversteigerungen von Immobilien zur Hinterlegung der Bietsicherheit. Auch der ADAC empfiehlt das für den Gebrauchtwagenverkauf und gibt zu, dass dieses Instrument weitgehend unbekannt ist und selten genutzt wird. Einfach mal googeln. Man kommt dann auf eine ADAC-Seite mit einer PDF, wo das genau erklärt wird. Ein solcher Scheck hat eine Einlösegarantie von 8 Tagen. Wenn man den sofort einreicht kann nichts passieren. Fahrzeug abmelden und Käufer bringt sich Tageskennzeichen mit. Brief wird dann nachgeliefert wenn bei der Bank bezahlt ist. Die Bank könnte den Brief sogar direkt dem Käufer schicken und ihm dies auch bestätigen. Wenn der Käufer aber misstrauisch ist, könnte er Bedenken haben, dass du mit dem Geld durchbrennst, statt den Brief damit auszulösen. Aber der Käufer hat ja immer noch das Auto. Man sollte den Ablauf, wie es laufen soll, vertraglich genau regeln. Den Vertrag solltest du vorher entwerfen, damit es darum am Tage der Fahrzeugabholung keine Diskussionen gibt. Wenn Käufer auf den Vorschlag, es so zu lösen, nicht eingeht, Finger weg, denn dann ist was faul. Bei dem ganzen Hin und Her darf man aber auch nicht verkennen, dass Ausgangsgrund deine Finanzierung ist. Deshalb musst du es auch erst mal einem anderen Interessenten "verkaufen", den Verkauf zunächst ohne Brief abzuwickeln. Deshalb ist es leicht gesagt, den Käufer in die Wüste zu schicken und auf den Nächsten zu warten. In der heutigen Zeit ist es schwierig beim Gebrauchtwagenverkauf. Ich habe nach dem Kauf meines Tiguan immer noch einen Sportsvan vor der Tür, weil der sich einfach nicht zu meinen Vorstellungen verkaufen lässt.
Ich würde mit der finanzierenden Bank Kontakt aufnehmen, dass Sie nach dem Erhalt der Überweisung den Brief direkt an den Käufer senden.
Der Käufer schaut sich das Auto an, macht im Beisein des Verkäufers die Sofortüberweisung an die Bank und kann es dann mitnehmen. Im Kaufvertrag wird geregelt, dass das Fahrzeug umgehen umzumelden ist. Ein Restrisiko bleibt bei einem Unfall. Das ist eine Vertrauenssache
Zitat:
@Kai R. schrieb am 11. Juni 2020 um 10:58:36 Uhr:
Er kommt schauen, Kaufvertrag, nennenswerte Anzahlung. Du löst den Brief aus. Dann meldest Du das Auto morgens ab, fährst es zu ihm (mit entstempelten KZ bis 24:00 erlaubt) und übergibst das Auto gegen Bargeld. Dann mit dem Zug zurück. So sind die Lasten gerecht verteilt.
Das ist so nicht ganz richtig, Du kannst von der Zulassungsstelle nach Hsuse fahren, Max noch zum Käufer, wenn er sich in Deinem Zulassungsbezirk befindet, nicht aber stundenlang duch Bundesdeutschland.
Gruß jaro
Einfach mal ins Gesetz schauen,da steht klar beschrieben das man laut Gesetzgeber den ganzen Tag fahren darf.
Die KFZ Versicherung muss darüber nur informiert sein,es liegt also nur an der Zustimmung der Versicherung.
http://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2011/__10.html
Zitat:
@anwa24 schrieb am 11. Juni 2020 um 13:09:41 Uhr:
Deshalb ist es leicht gesagt, den Käufer in die Wüste zu schicken und auf den Nächsten zu warten. In der heutigen Zeit ist es schwierig beim Gebrauchtwagenverkauf. Ich habe nach dem Kauf meines Tiguan immer noch einen Sportsvan vor der Tür, weil der sich einfach nicht zu meinen Vorstellungen verkaufen lässt.
etwas Geduld brauchts schon, schwierig ist das aber i.d.R. nicht und wenn keiner anbeißt, liegts vielleicht an deinen "Vorstellungen" (warum sagst du eigentlich nicht gleich "Preis"?).
Jedenfalls gibts immer mehr, als nur einen Interessenten.