Fahrverhalten im Winter mit ESP und ABS

Meine Frau hat seit diesem Sommer ein neues Auto mit ABS und ESP. Weder ich noch meine Frau haben bisher einen Winter mit diesen elektronsichen Helferlein hinter uns. Daher meine Frage an euch. Welche Dinge muss man mit ESP und ABS im Winter im Vergleich zu Autos ohne ESP und ABS beachten/nicht beachten?
Mir ist die Frage fasst peinlich, aber wenn man Jahrzente ohne diese Sachen gefahren ist, fällt es schwer, sich ohne Hilfe umzustellen.

Beste Antwort im Thema

Vorsicht Spaß:

Fahrspaß ade

Wenn ich in die Kurve geh'
wecke ich mein ESP
welches, weil es heute schneit,
übereifrig steht bereit.

Schnell zu fahren fällt mir schwer,
ach, wie gerne führ' ich quer
was jedoch mitnichten glückt,
weil das Ding dies unterdrückt

Auch das Bremsen glückt mir nicht,
immer flackert nur ein Licht
und es rattert ungeniert,
lieber bremste ich blockiert.

Ach, wie gerne gäb' ich Gas,
doch verdirbt mir heut den Spass
- wer zum Teufel ist hier Herr? -
dieses Scheiss-Dings: ASR

Zu viel Technik find' ich blöde
Langsam fahr'n ist mir zu öde
Und in mir ist Wut entbrannt:
"Hat die Karre mich entmannt!"

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Zitat:

Original geschrieben von razor23


Also auf Schnee und Eis habe ich das ESP noch nicht zum Regeln bekommen. ... vielleicht lags auch am zu niedrigen Tempo.

Beim G4 regelt das ESP erst ab ca. 20km/h (keine Ahnung, warum, aber das hab ich so festgestellt.

Aber sonst greift das System (gerade bei glatter Fahrbahn) sehr zuverlässig (Auf Schnee oder Eis reicht ein kleiner Schlenker, damit es reagiert).

Und dass es bei Schnee wegen dem geringen Grip sinnlos ist, würd ich nicht sagen.

Habe mich letzes Jahr mit den elektronischen Helferlein etwas vertraut gemacht (früh morgens aufm leeren, mit viel Neuschnee bedeckten Supermarktparkplatz): Gerade bei solch glatten Fahrbahnsituationen kannste, wenn dir das Heck ausbricht, manuell nicht mehr viel machen, auch wenn du noch so viel gegenlenkst. Das ESP bekommt es erstaunlich gut in den Griff (ohne viel Fahrerbeteiligung).

Beim "normalen" Autofahren bei Schnee hat mich das ESP einmal vorm rutschen gerettet, als ich in eine Straße abgebogen bin, wo unter dem Neuschnee eine Eisfläche war (und ich es natürlich nicht wusste). Hab nur gemerkt, wie das Heck ausbricht, aber noch bevor ich reagieren konnte, hat das ESP wie wild eingegriffen und das Auto in der Spur gehalten. Ohne ESP hätte ich da einiges zu tun gehabt und wäre gut ins rutschen/drehen gekommen. Aber so fühlte ich mich trotzdem sicher, weil das Auto stabil blieb. Ich find's super und empfehle jedem ein Auto mit ESP. Das hat nichts damit zu tun, ob man ein guter oder schlechter Autofahrer ist und ob man rasen kann, sondern hilft nur, wenn's brenzlig wird (sollte nicht zur einer rasanten Fahrweise verführen, denn die physikalischen Grenzen lassen sich nicht überlisten).

Einfach mal auf dem verschneiten Supermarktparkplatz das ESP abstellen, dann merkt man was so ein ESP alles kann. Dass man absolut neutral und gleich über alle Räder rutscht dürfte in der Praxis auch nicht vorkommen.

Also ich fahre auch wie mit einem Auto ohne ESP. Das Abschalten der ASR kann echt hilfreich sein. HAbe schon oft gehört, daß fahrer eines älteren 307 Probleme hatten weil die ASR so weit runter regelt das der Motor abstirbt. Allerdings mußte ich noch nie das ESP/ASR abschalten.

Zitat:

Wenn das ESP einsetzt nicht hektisch gegenlenken, sonst hat das ESP noch mehr zu tun.

Da wäre mal interessant von Fachleuten evtl auch Entwicklern eine Meinung zu hören.

Ich bin einmal bei geräumter AB im Winter 150 gefahren und links auf dem fahrstreifen gegen den geräumten Schnee gekommen. Das Fahrzeug ist sofort ausgebrochen und ich habe die volle Autobahnbreite gebraucht und bin drei mal hin und her bis der Wagen sich wieder gefangen hatte.

Natürlich hatte ich gegen gelenkt, in solch einer Situation denkt man nicht sondern reagiert nur.

Nach diesem Erlebnis hatte ich mich schon gewundert warum ich
1. die volle Breite brauchte (Geschwindigkeit? Gegenlenken?)
und 2. warum bin ich dreimal hin und her gependelt? (Gegenlenken?)

Zitat:

Original geschrieben von patti106


Nach diesem Erlebnis hatte ich mich schon gewundert warum ich
1. die volle Breite brauchte (Geschwindigkeit? Gegenlenken?)
und 2. warum bin ich dreimal hin und her gependelt? (Gegenlenken?)

Klar wenn der Wagen anfängt sich zu drehen, kann man nicht schnell genug reagieren und der Wagen stellt sich quer. Das hin- und her-pendeln kommt davon, dass Du jeweils zuviel gegengelenkt hast und dann wieder erneut korrigieren musst.

Bei Deinem Erlebnis hätte Dir ein ESP mit Sicherheit genutzt. und der Wagen wäre halbwegs in der Spur geblieben.

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Ich habe ESP/ ASR und EBV.

Ach so, da hab ich falsch gelesen, Dein Wagen hat bereits ESP. Dann wird Deine Rutschpartie schon außerhalb der regelmöglichkeiten gelegen haben. Klar irgendwann ist Schluss. Trotz ESP werde ich bei Glatteis auch nicht mit 200 km/h die 180° Spitzkehren schaffen.

Das der Wagen gependelt hat könnte man zumindest teilweise aufs Gegenlenken schieben. Das Lenkrad gehört immer grob in die Richtung in die man Fahren will. Zumindest hab ich das in Selbstversuchen auf Glatteis festgestellt, dass der Spurversatz größer ist, wenn ich gegenlenke. Allerdings ist mein Wagen ein Hecktriebler und neigt bei Glatteis zum Übersteuern.

Auf Schnee und auch bei starken Regen bekomm ich z.b im Ocatvia schnell hin das ESP regelt. Vor allem auf den Schnee bergauf merkt man schnell wenn der Wagen auf die Seiten oder dann in den Kurven leicht ausbricht. Den einzigen Nachteil den ich da bereits festgestellt ist wenn man zu langsam wir muß man ESP ausschalten um anzufahren. Evtl ist da auch was von ASR/TC eingebaut.

Wenn man so fährt wie ohne ESP kann man nix falsch machen.

@Hankofer

Deine Beschreibung passt zur Antischlupfregelung und es ist von Vorteil sie in diesem Moment abzuschalten.

@400.000km

unter Gegenlenken verstehe ich das wenn mein Arsch nach links ausbricht (und sich das Fahrzeug dadurch nach rechts dreht) ich auch nach links lenke.
Alles andere ist Mitlenken und eher kontraproduktiv.

Fürs Anfahren ist ja die Antischlupfregelung zuständig und nicht das ESP. Bei mir kann ich das ASR umstellen, dass mehr Schlupf zugelassen wird beim Anfahren.Laut Gebrauchsanweisung für extreme Glatteis- oder Schneebedingungen. In der (schnellregelnden) Grundeinstellung war es aber immer möglich auch bei Glatteis an Steigungen anzufahren, was mir ohne elektronische Helfer nicht möglich gewesen wäre. Wenns nicht klappt ist es vielleicht auch ein schlechtes ASR.

Zitat:

Original geschrieben von patti106


[B
unter Gegenlenken verstehe ich das wenn mein Arsch nach links ausbricht (und sich das Fahrzeug dadurch nach rechts dreht) ich auch nach links lenke.
Alles andere ist Mitlenken und eher kontraproduktiv.

Wenn das ESP vernünftig regelt, bricht Dein Fahrzeugheck (Arsch) nicht, bzw. kaum aus. Wenn man dann intuitiv gegenlenkt, dann bricht der Wagen durch die Gegenlenkbewegung erneut aus, obwohl das ESP bereits alles im Griff hatte.

Zitat:

Original geschrieben von patti106


@Hankofer

Deine Beschreibung passt zur Antischlupfregelung und es ist von Vorteil sie in diesem Moment abzuschalten.

Sag ich ja evtl haben die das kombiniert. Den es gibt nur einen ESP off Schalter und das wars. Erfahrungen sind z.b er nimmt den Schub ganz zurück am Berg, man gibt Vollgas und die Reifen drehen sich nicht. Wenn man dann den ESP-Schalter drückt drehen die Reifen durch. Das läst für mich den Schluss ziehen das es nicht ESP alleine ist was man da ausschaltet. Denn auch beim Anfahren wenn die Reifen langsam das Druchdrehen anfangen würden kommt die ESP Leuchte und das ist für mich eigentlich noch kein ESP.

Den bei andern Autos gibts einen TC Knopf und da ist folgends Problem nicht da. Das schlimmste es TC unabschaltbar im Winter.

Bei meinem Auto sind ESP und ASR auch kombiniert. Wenn ich das ESP aus schalte, kann ich auch mit durchdrehenden Rädern anfahren.

@400.000 km

Mir fällt gerade ein, daß ich zu diesem Zeitpunkt evtl noch auf allen 4 Rädern beschissene Winterreifen hatte. Nachdem ich mir in einer Kurve vorne links die Felge samt Reifen wegen einem Glatteisfleck zerkloppt hatte, wurden auf der Vorderachse neue Winterreifen montiert. Die neuen Reifen haben definitiv mehr Haftung als die alten. Werde diesen Winter noch die zwei anderen Reifen tauschen damit ich auf beiden Achsen Haftung habe.

Das mit dem Ausschalten ist wohl bei jedem Auto anders. Wenn ich ESP ausschalte ist das ASR noch weiter aktiviert.

Ich denke in ein paar Jahren wird ESP nicht mehr abschaltbar sein. Anfangs hatten viele Autos auch das ABS abschaltbar, dass gibt es ja heute auch nicht mehr.

Schlimmer als 4 schlechte Winterreifen sind wohl unterschiedliche Bereifungen. Da kommt das ESP durcheinander, auch z.B. wenn der Reifenumfang nicht exakt gleich groß ist (weil abgefahren) wird zu früh geregelt.

Das ESP regelt doch im Millisekundenbereich und erhält von etlichen Sensoren seine Informationen. Ich denke nicht, daß das ESP durch unterschiedliche Reifenumfänge verwirrt wird.

Allerdings wird wohl eher die Unterschiedliche Haftung verschiedener Reifen zu unterschiedlichen Regulierungserfolgen des ESP führen.

ESP abschaltbar wäre zwar net. Aber TC/ASR nichtabschalter ist sehr nervig.

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