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Funktioniert das ESP beim Bremsen mit der Handbremse?

Gerade Galileo X.perience angeschaut, dort war ein Fall, wo ein Mann in Down Under ein Problem mit seinem Auto hatte. Es hat anscheinend die ganze Zeit Gas gegeben (Tempomat defekt??) und er das Auto nicht anhalten konnte. Zunächst einmal glaube ich nicht, dass so etwas überhaupt passieren könnte. Auch wenn der Tempomat spinnen sollte oder das Bremspedall klemmt, hat man immer noch die Kupplung oder N bei der Automatik.

Aber mal zurück zur eigentlichen Frage. Die Polizei hat dem Typen gesagt, er soll so stark bremsen, wie möglich + Handbremse ziehen. Handbremse ziehen bei 100km/h bedeutet, dass der Wagen nicht mehr steuerbar ist. Bei unseren mordernen Autos haben wir ja noch zusätzlich das ESP. Wie würde das ESP denn da eingreifen?

Bzw. wie Funktioniert eigentlich das ESP, wenn der Fahrer selbst aktiv bremst?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von LL0rd

Die Servounterstützung war sofort weg den Wagen konnte ich nicht lenken. Bremsen konnte ich auch nicht, auch das Bremspedal war sofort steif.

Eher unwahrscheinlich. Die Lenkung geht halt etwas schwerer, aber lässt sich aber trotzdem noch Bedienen, wenn man nicht gerade akute Muskelschwäche in beiden Armen hat. Ab 30-40 km/h wird das dann völlig unerheblich, ob die Servounterstützung an oder aus ist. Je höher die Geschwindigkeit, desto leichter geht die Lenkung. Wenn bei 100km/h die Servopumpe ausfällt, behaupte ich jetzt mal, würden 98% der Autofahrer dies garnicht bemerken.

Genauso ist das Bremspedal nicht sofort steif, sondern funktioniert noch für 2-3 Bremsbetätigungen ganz normal weiter. Kann jeder gerne mal an seinem Fahrzeug testen. Das geht auch wenn das Fahrzeug steht. Da muss man nicht durch irgendwelche komischen Experimente im Strassenverkehr andere in Gefahr bringen.

Solche reisserischen "Schlagzeilen" wie "da ging sofort garnichts mehr" sind es, die unnötig Ängste schüren und im Ernstfall die Leute in Panik versetzen.

Mfg Zille

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ESP wirkt auf das hydraulische Bremssystem. Sprich nimmt im Zweifelsfall wie das ABS einfach was von dem Druck weg, den du mit dem Fuß erzeugst, oder wahlweise auch andersrum, baut selbst Druck auf.

Bei der klassischen Handbremse per Seilzug hat das ESP nix zu melden. Du ziehst am Seil, machst die Bremse zu und das war's. Da kann das ESP regeln wie es will.

Is halt bisschen Gefühl nötig. Merkst ja wenn's blockiert, dann lässt halt wieder leicht nach.

Was "moderne" Handbremsen machen (die per Knöpfchen) hängt von der jeweiligen Programmierung ab.

Bei diesem ganzen Horrorgeschichten mit irgendwelchen klemmenden Gaspedalen usw. sitzt idR. das Problem hinterm Lenkrad.

Irgendeine Möglichkeit den Karren zum stehen zu bringen gibt's immer (Bremse, Handbremse, Leerlauf, Zündung aus...oder man greift einfach schnell in den Fußraum zu den 2-3 Lagen Fußmatten die sich unterm Pedal verheddert haben. ;)

Handbremse würde ich auf während einer schneleren Fahrt immer lassen.

Es passiert ganz schnell das man vom eigenen Heck überholt wird.

Galileo sorgt wie die Bildzeitung zur Volksverdummung. Klar ist es so, das man erst mal geschockt ist, wenn der Wagen nicht mehr bremst, aber nach wenigen Sekunden muss es halt "klick" machen und man kann wieder denken.

Beim klemmenden Gaspedal gibt es zwei Möglichkeiten.

Gibt der Wagen vollgas heißt es kupplung treten, auf den Standstreifen, bremsen und zum Schluss Motor aus.

Bleibt nur die Brehzahl gleich mit ein und auskupeln zur nächsten Ausfahrt fahren.

Beim Bremsversagen kann man in den meisten Fällen nix mehr machen, weil man nach wenigen Sekunden schon draufgeknallt ist. Da heißt es dem langsameren Vordermann mittig hintendrauf und nicht streifen. So verteilt sich die Energie gleichmäßig auf die gesammte Fahrzeugbreite. Steht der Vordermann geht das natürlich nicht mehr, da muss man gegen die Leitplanke halten und seitlich vorbei. Ist aber der Vordermann noch weit entfernt Motorbremse nutzen, und ab ca. 50KMH die Handbremse ziehen.

Am aller wichtigsten aber... Tief durchathmen, denn im schockzustand brettert man ungebremst geradeaus. Auch nicht sofort den Motor ausschalten, denn dann ist bei den meisten Modellen die Servounterstützung und Bremskraftunterstützung nicht mehr da.

Zitat:

Bei der klassischen Handbremse per Seilzug hat das ESP nix zu melden. Du ziehst am Seil, machst die Bremse zu und das war's. Da kann das ESP regeln wie es will.

Das Problem könnte aber sein, dass das ESP zusätzlich dazu beiträgt, dass das Auto instabil wird, wenn man die Handbremse zieht, wenn es versucht Vorne zu bremsen.

Zitat:

Galileo sorgt wie die Bildzeitung zur Volksverdummung.

Naja, es war die Polizei, die dem Fahrer diese Anweisung gegeben hat. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass man einen Wagen zum Stehen bringen kann, ohne Handbremse. Und zur Not ausrollen lassen. Aber nehmen wir mal z.B. meine Mutter. Wenn bei Ihr das Gas Pedal klemmen würde, dann würde Sie auch die Kuplung drücken - so viel erwarte ich von Ihr. Aber dann heult der Motor auf, da die Last fehlt und damit die Drehzahl steigt. Sie denkt dann, dass es noch schlimmer wird und lässt die Kupplung wieder los.

Die Zündung auszuschalten ist aber eine ganz dumme Idee. Ich habe es mal bei meinem Wagen gemacht, da ich vermutet habe, dass bei mir die hinteren Bremsbacken klemmten. (Es hat ab und an hinten gestunken, war in Wirklichkeit der DPF.) Ein Kumpel hat mir dann empfohlen, loszufahren, Fenster runter und dann Motor aus und eben lauschen, was hinten los ist.

Ich hab es gemacht, bei vll. 15-20 km/h auf einer freien Strecke wo nichts passieren konnte. Habe nichts gehört, aber....

Die Servounterstützung war sofort weg den Wagen konnte ich nicht lenken. Bremsen konnte ich auch nicht, auch das Bremspedal war sofort steif. Und aus irgendeinem Grund habe ich den Motor auch nicht anlassen können. Man dreht den Schlüssel um und es passiert NICHTS. Dann habe ich auch die Handbremse gezogen.

Aber ich muss sagen, dass ich in so einem Moment tatsächlich in Panik geraten bin, obwohl nichts hätte passieren können, freie Straße mit noch mind. 1km grade Strecke und am Seitenrand Fahrradweg + Wiese.

Die Panik ist meistens schlimmer als das eigentliche Problem, denn Möglichkeiten den Wagen unverletzt zum stehen zu bringen gibts genug, nur sind die Gedanken blokiert um logisch zu denken. Oft riskiert man sein Leben nur das der Wagen keine Kratzer (z.B. von der Leitplanke) bekommt. Das Auto kann man leichter ersetzen als seinen Körper.

am 13. November 2010 um 1:44

Mit Handbremse sollte man nur eine Notbremsung machen wenn man ein Stuntman ist, nen Helm auf hat - oder man kann wirklich gut die Handbremse mit der Normalen bremse dosieren. Ist aber höllisch schwer. Ich habe mal auf einem Parkplatz bei SChnee getestet was mein Wagen so macht.

Testet es am besten im WInter bei Schnee auf einem GROOOOßEN Parkplatz.

Meine A-Klasse z.B. lässt sich wunderbar mit Handbremse und bremse abbremsen

Zitat:

Original geschrieben von LL0rd

Die Servounterstützung war sofort weg den Wagen konnte ich nicht lenken. Bremsen konnte ich auch nicht, auch das Bremspedal war sofort steif.

Eher unwahrscheinlich. Die Lenkung geht halt etwas schwerer, aber lässt sich aber trotzdem noch Bedienen, wenn man nicht gerade akute Muskelschwäche in beiden Armen hat. Ab 30-40 km/h wird das dann völlig unerheblich, ob die Servounterstützung an oder aus ist. Je höher die Geschwindigkeit, desto leichter geht die Lenkung. Wenn bei 100km/h die Servopumpe ausfällt, behaupte ich jetzt mal, würden 98% der Autofahrer dies garnicht bemerken.

Genauso ist das Bremspedal nicht sofort steif, sondern funktioniert noch für 2-3 Bremsbetätigungen ganz normal weiter. Kann jeder gerne mal an seinem Fahrzeug testen. Das geht auch wenn das Fahrzeug steht. Da muss man nicht durch irgendwelche komischen Experimente im Strassenverkehr andere in Gefahr bringen.

Solche reisserischen "Schlagzeilen" wie "da ging sofort garnichts mehr" sind es, die unnötig Ängste schüren und im Ernstfall die Leute in Panik versetzen.

Mfg Zille

am 13. November 2010 um 4:21

Zitat:

Original geschrieben von LL0rd

Die Servounterstützung war sofort weg den Wagen konnte ich nicht lenken. Bremsen konnte ich auch nicht, auch das Bremspedal war sofort steif.

Genau so wie eine Servolenkung beim Ausfall der Unterstützung noch funktioniert, ist eine Servobremse nicht "tot" - es bedarf lediglich höherer Kräfte, um die fehlende Unterstützung zu kompensieren.

Handbremse und Fußbremse gleichzeitig halte ich für Unfug, da die Handbremse eine schwächere Bremsleistung hat und die Bremsleistungen sich bei den meisten Autos (Außer mit separater Handbremse) nicht ergänzen können.

Bei meinem Auto regelt das ESP gegen ein Ausbrechen bei gezogener Handbremse - kein U-Turn möglich, bei abgeschaltetem ESP schon. Heck instabil machen zum Eindrehen in die Kurve ist allerdings auch mit ESP möglich. (Mach ich natürlich nicht auf öffentlicher Straße!)

Vielleicht hatte ich bisher die falschen Autos ;) aber meine Handbremse blockiert die Räder nicht, nur auf Glatteis eigentlich, sonst bremst der Wagen gemütlich runter.

Zitat:

Original geschrieben von zille1976

Solche reisserischen "Schlagzeilen" wie "da ging sofort garnichts mehr" sind es, die unnötig Ängste schüren und im Ernstfall die Leute in Panik versetzen.

Diese Schlagzeilen stimmen mehr als man denkt, auch wenn sie zeitgleich nicht der wahrheit entsprechen. Wenn man mit Verstand ran geht weiß man, das die Servolenkung nur schwerer geht, die Bremse noch greift aber nicht so stark. Dieser verstand ist aber im Schock Zustand einfach nicht vorhanden. Dann lenkt man mit gewohnter Kraft und stellt fest, das die Lenkung nicht funktioniert.

Es gibt ganz einfache Gedankengänge die einfach nicht mehr funktionieren. Dein Kind fällt die Treppe runter, du rufst 112 und bekommst die Frage wo du wohnst. Diese Frage kannst du meistens nicht beantworten weil du es zu dem Zeitpunkt nicht mehr weißt. Das gleiche ist auch bei einem Unfall auf der Autobahn, wo du keine ahnung hast wo du bist und wo du überhaupt hin wolltest, selbst wenn du die Strecke täglich fährst.

Wenn der Motor aus ist, ist ermal die Servounterstützung weg, man kann aber trotzdem noch lenken und Bremsen, mir ist selber auf einer Autobahnabfahrt bei ca 120km/h beim Anbremsen zur folgenden T-Kreuzung die Maschine und somit jegliche Servounterstützung ausgefallen, ein interessantes erlebnis, aber eigentlich kein Grund sich sofort einzukasteln. Das gar nichts geht ist falsch.

und ich schaff es mit der HB auch nicht wirklich die Räder zu blockieren, solange die Straße trocken ist inspfern hätte ich mir dazu mal gar kein Gedanken gemacht.

Zitat:

Original geschrieben von Qarks

, mir ist selber auf einer Autobahnabfahrt bei ca 120km/h beim Anbremsen zur folgenden T-Kreuzung die Maschine und somit jegliche Servounterstützung ausgefallen,

Es ist dir, bei deiner Fahrerfahrung, deiner Muskelkraft, bei deinem Wagen aufgefallen, das es so ist. Alle Autos sind anders, alle Fahrer sind unterschiedlich stark, und haben unterschiedlich erfahrung. Das ist ein riesen Unterschied. Einige denken sich im nachinein, das es ein klacks ist ohne Lenkung und Bremsen zu fahren, aber andere waren total überfordert, und wollen es nicht nochmal erleben.

Zitat:

Original geschrieben von MvM

Einige denken sich im nachinein, das es ein klacks ist ohne Lenkung und Bremsen zu fahren, aber andere waren total überfordert, und wollen es nicht nochmal erleben.

Also bei der Servolenkung ist das bei 120km/h völlig egal. Wie schon geschrieben würden 98% der Autofahrer es garnicht merken wenn die Unterstützung der Lenkung ausfällt.

Das hat nichts mit Fahrzeug oder Fahrer zu tun, sondern ist eine physikalische Tatsache.

Nicht umsonst wird mit steigender Geschwindigkeit die Servounterstützung immer weiter zurückgenommen.

Beim bremsen geb ich dir recht. Da kann ich verstehen wenn man in einer solchen Situation irrational reagiert.

Mfg Zille

Zitat:

Original geschrieben von zille1976

Also bei der Servolenkung ist das bei 120km/h völlig egal. Wie schon geschrieben würden 98% der Autofahrer es garnicht merken wenn die Unterstützung der Lenkung ausfällt.

Wenn man lange genug bremst ist man schnell unter den 120. ;)

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