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Euro5-Benziner (DI): Zwangsverordnete Partikelfilternachruestung denkbar?

VW Golf
Themenstarteram 18. April 2012 um 12:57

Ich bin grade dabei mir einen Golf Variant 1.4 TSI 90kW (direkteinspritzender Turbobenziner) anzuschaffen. Den moechte ich auch sehr lange fahren (>10 Jahre geplant).

Gibt es denkbare Szenarien, dass solch einem Auto in seiner Laufzeit eine Partikelfilternachruestung quasi zwangsverordnet wird? Ich will auf jeden Fall in gruene Umweltzonen fahren duerfen.

Prinzipiell habe ich gegen einen Partikelfilter im Benziner nichts einzuwenden, solange das vernuenftig (wartungsarm und problemfrei) funktioniert und keine hohen Nachruest- Pflege und Wartungskosten verursacht. 200 Euro haette ich kein Problem. 500 Euro wirds langsam schmerzlich und bei 2000 Euro wuerd ich denen nen Vogel zeigen. Laut http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,808383,00.html (siehe Unterpunkt 'Technischer Aufwand ueberschaubar') koennte sich das ganze ja beim Benziner von der technischen Umsetzung her im ueberschaubaren Rahmen halten.

Gruss

Warndreieck

Beste Antwort im Thema

Bei den vielen Öko-Stalinisten, die sich in Deutschland und der EU in verantwortlicher Funktion rumtreiben und es ja alle nur gut mit uns und vor allem der Umwelt meinen, ist ALLES denkbar! ;)

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Das war einer der Hauptgründe weshalb ich zum Benziner gegriffen habe, um mir den Filter zu sparen den ihr Deutschen uns eingebrockt habt :p.

Haben die Amis in ihren deutschen (VW, BMW, Mercedes,....) Dieseln eigentlich den DPF, AGR und so Zeugs drin?

Bei den vielen Öko-Stalinisten, die sich in Deutschland und der EU in verantwortlicher Funktion rumtreiben und es ja alle nur gut mit uns und vor allem der Umwelt meinen, ist ALLES denkbar! ;)

Zitat:

Original geschrieben von chappy086

Haben die Amis in ihren deutschen (VW, BMW, Mercedes,....) Dieseln eigentlich den DPF, AGR und so Zeugs drin?

Das hoffe ich doch. Irgendeiner muss das ja ausbügeln, was die mit ihrem Umweltbewustsein verzapfen.

Zitat:

Original geschrieben von ollir0009

Zitat:

Original geschrieben von chappy086

Haben die Amis in ihren deutschen (VW, BMW, Mercedes,....) Dieseln eigentlich den DPF, AGR und so Zeugs drin?

Das hoffe ich doch. Irgendeiner muss das ja ausbügeln, was die mit ihrem Umweltbewustsein verzapfen.

 

 

Die Amis haben noch viel mehr drinnen, zumindest beim Diesel. Mercedes hat in seinen Diesel-PKW eine Harnstoffeinspritzung um die Stickoxyde zu senken, verbaut.

Stimmt, das ist die Version die hier in Deutschland Euro 6 erfüllt, nur kostet diese Version in den Staaten nix extra, aber dafür sind die Autos dort ja auch billiger...:D

Zitat:

Original geschrieben von Warndreieck

Ich bin grade dabei mir einen Golf Variant 1.4 TSI 90kW (direkteinspritzender Turbobenziner) anzuschaffen. Den moechte ich auch sehr lange fahren (>10 Jahre geplant).

Ob der Motor so lange hält?

Ich hab da so meine Bedenken, bezüglich dessen, was man hier so liest.

Hinsichtlich der Einführung der EU 6 Abgasnorm im Jahr 2014 genießt der Benziner noch eine Schonfrist, da zahlreiche Hersteller interveniert haben. Mit Erscheinen des neuen Golf VII soll es eine Motorvariante für den 1,4 l geben, der die Norm 6 erfüllt. Künftige Senkungen des CO2-Gehalts für eine dann künftige EU 7 Abgasnorm sind wegen ihres nicht mehr zu vertretenden Entwicklungsaufwandes nicht mehr nur über neuartige Partikelfilter erreichbar. Diese sind dann im wesentlichen nur noch über Hybrid-Lösungen oder reinen E-Antrieb zu schaffen. Eine Partikelnachrüstung, um die EU 6 Norm zu erreichen, dürfte über Nachrüstung neuer Filter nicht mehr erzielbar sein.

Steuerlich gefördet werden, wie bisher auch, stets Fahrzeuge, die den neuen EU-Abgasvorschriften erfüllen und besonders sparsam sind.

Ein Anstieg der Kfz-Steuer wird ja bereits 2014 bei den Benzinern vorgenommen, auch bei denen, die jetzt EU 5 einhalten, praktisch also alle TSI.

Zitat:

Original geschrieben von chappy086

Haben die Amis in ihren deutschen (VW, BMW, Mercedes,....) Dieseln eigentlich den DPF, AGR und so Zeugs drin?

Die durften in einigen Staaten lange Zeit gar nicht verkauft werden, weil sie zu dreckig waren. Allzu viele Dieselmodelle gibts da immer noch nicht. Unsere Abgasgrenzwerte sind viel großzügiger für Diesel, vor allem vor Euro 6.

Angesichts der Tatsache, dass z.B. der VW 1.8 TFSI sowohl über eine Saugrohreinspritzung wie eine Direkteinspritzung verfügt ist es problemlos vorstellbar, dass der Motor im NEFZ Zyklus überwiegend Teillast per Saugrohreinspritzung (quasi partikelfrei) läuft und erst bei Vollgas die Direkteinspritzung nutzt. Partikel aus diesen Lastzuständen werden halt nicht im Zyklus gemessen.

Ist wie beim Diesel: Obenrum ne NOx Schleuder, aber da nicht gemessen vollkommen legal.

Mach dir da mal keinen Kopf, bei so einem Brot und Butter Auto wird es (falls es überhaupt passiert) etwa so kommen:

Es wird angekündigt das Benzinpkws ab 2020 auch nen Partikelfilter haben muss.

Dann ist die Technik aber bei Dieseln schon so alt das die Dinger schon für Diesel nur noch 20Euro in der Produktion kosten, Benziner müssen nicht "Freibrennen" und Künstlich die Abgastemperaturen erhöhen usw.

Also kostet son Ding fürn Benziner noch die Hälfte.

DA Golf ja ein Brot und Butter auto ist, wirst du dann mit den Dinger tod geschmissen und kaufst sie wie heute einen Minikat zum Umrüsten der Abgasnorm für ~50euro bei ebay.

Zitat:

Original geschrieben von GaryK

Angesichts der Tatsache, dass z.B. der VW 1.8 TFSI sowohl über eine Saugrohreinspritzung wie eine Direkteinspritzung verfügt ist es problemlos vorstellbar, dass der Motor im NEFZ Zyklus überwiegend Teillast per Saugrohreinspritzung (quasi partikelfrei) läuft und erst bei Vollgas die Direkteinspritzung nutzt. Partikel aus diesen Lastzuständen werden halt nicht im Zyklus gemessen.

Ist wie beim Diesel: Obenrum ne NOx Schleuder, aber da nicht gemessen vollkommen legal.

Und genau aus dem Grund wird es Zeit, dass der Zyklus anspruchsvoller wird. Das würde zweierlei bewirken:

1. Die Angaben zum Werksverbrauch würden dem Praxisverbrauch deutlich näher kommen, die Verarscherei würde gemildert.

2. Man würde endlich mehr Wert darauf legen, dass der Verbrauch (und natürlich auch die Schadstoffemissionen) auch bei höherer Last nicht ausufert.

In der Firma gibt es drei aktuelle Pkw´s, mit kleinem, vierzylindrigen und 1.2 Liter großem Ottomotor ohne Turbolader, auf dem Papier und im Zyklus blitzsauber nach Euro 5. Weniger Schadstoffe, sowohl CO, HC, NOx und auch Rußpartikel gehen zur Zeit nicht, auch CO2 ist sehr niedrig (um die 100 g / km).

Das Problem nur: Diese Motoren sind so bekloppt abgestimmt, dass man wirklich nur herumschleichen darf, damit sie sparsam und sauber bleiben. Fährt man so, bleibt das Endrohr sauber und es ist keinerlei Abgasgeruch wahrnehmbar, wie bei einem Erdgasauto.

Gibt man jedoch Vollgas, egal bei welcher Drehzahl, wird saftig angefettet. Eine pechartige Rußschicht legt sich auf das dürre Endröhrchen und beim nächsten Ampelhalt stinkt es dermaßen, dass man meint, irgendwo würde ein Haus brennen.

Bei einem uralten Euro 1 - Motor ist mir das nie so extrem aufgefallen.

Und zum Thema noch etwas: Genaus wie es beim Diesel war (galt in den 90er Jahren als sehr umweltfreundlich, heute kommt man mit einem Diesel aus den 90ern serienmäßig nicht mehr in die Umweltzone), könnte ich mir gut vorstellen, dass der (zugegebenermaßen für einen Benziner sehr hohe Partikelausstoß) Probleme machen könnte.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Mach dir da mal keinen Kopf, bei so einem Brot und Butter Auto wird es (falls es überhaupt passiert) etwa so kommen:

Es wird angekündigt das Benzinpkws ab 2020 auch nen Partikelfilter haben muss.

Dann ist die Technik aber bei Dieseln schon so alt das die Dinger schon für Diesel nur noch 20Euro in der Produktion kosten, Benziner müssen nicht "Freibrennen" und Künstlich die Abgastemperaturen erhöhen usw.

Also kostet son Ding fürn Benziner noch die Hälfte.

DA Golf ja ein Brot und Butter auto ist, wirst du dann mit den Dinger tod geschmissen und kaufst sie wie heute einen Minikat zum Umrüsten der Abgasnorm für ~50euro bei ebay.

Nun ja, man darf auch nicht vergessen, daß der Partikelfilter bei reinen Saugrohreinspritzern überflüssig ist. Nur die Direkteinspritzerdreckschleudern bräuchten so etwas.

Und Gasmotoren brauchen ebenfalls keine. Was bei ca 1€ für 1 kg CNG (ersetzt 1.4l Super) interessant ist. Siehe Passat 1.4 TSI mit CNG ab Werk. Benzin wird im Laufe der nächsten 20 Jahre sicher nicht billiger, Erdgas ist bezüglich der Verfügbarkeit kein Thema.

Zusammen mit einem Hybrid als Range Extender ist auch die geringe Speicherdichte des CNG kein Ding mehr. Generator als Stationärmotor, hoher Wirkungsgrad. Der Verbrauch hält sich also im Rahmen, damit ist die Reichweite am Ende in Summe ok. Und billiger wie ein aus Sparsamkeitsgründen großer Li-Akku ist CNG allemal. Mehr wie 30kW im Mittel braucht eigentlich kein Mensch, das reicht für Durchschnitt 130 km/h.

Zitat:

Original geschrieben von meehster

Nun ja, man darf auch nicht vergessen, daß der Partikelfilter bei reinen Saugrohreinspritzern überflüssig ist. Nur die Direkteinspritzerdreckschleudern bräuchten so etwas.

Der genannte Wagen mit 1.2 - Liter (ohne Direkteinspritzung) könnte bei höherer Last auch gut einen Filter gebrauchen. Das ist schon Golf II - Saugdiesel - verdächtig, was der dann hinten rausrotzt.

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