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Escort Bj.92, Startprobleme (und mir geht langsam der „Startpilot“ aus)

Themenstarteram 11. Juli 2003 um 12:15

Hallo zusammen,

ich fahre einen Escort, Baujahr 92, 1.4L, CLX Turnier und habe folgende Probleme:

Wenn ich morgens, oder nach ein paar Stunden Standzeit versuche das Auto zu starten springt der Motor nicht an. Batterie ist gut, hält viele Anlaßversuche durch. Der Anlasser macht auch mit (zumindest nach meinem Gefühl). Durch einspritzen von „Startpilot“ (sprühe direkt in Vergaser) bekomme ich den Motor dann an. Zu Anfang konnte ich das alleine machen, aber in letzter Zeit brauche ich beim Einspritzen Hilfe (einer einspritzen der andere startet).

Nach dieser Prozedur schwankt der Leerlauf sehr stark und regelt sich nach ein paar Sekunden ein. Ich fahre ein paar Meter und beim nächsten stop geht der Motor, wenn ich kein Zwischengas gebe wieder aus. Ist aber kein Problem den Motor wieder zu starten. Danach dreht er weiter hoch und regelt sich wieder auf normales Niveau runter. Sobald ich dann ein paar Kilometer gefahren bin (warm) läuft er ganz normal. Startproblem ist unabhängig vom Wetter und Temperatur.

Folgendes habe ich schon unternommen:

Drosselklappenpoti habe ich ersetzt (Davor ging der Motor fast bei jedem halt aus)

Zündkerzen, Zündkabel und Luftfilter ist neu

Batterie abgeklemmt um Speicher zu löschen (Tipp habe ich in einem Forum gelesen)

und mir geht langsam der „Startpilot“ aus

Was kann ich sonst noch selbst tun?

 

Schon mal herzlichen Dank!!!!

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10 Antworten

Da hilft nur die systematische Suche ob

a) beim Orgeln der Motor Benzin bekommt (nach dem Orgeln die Kerzen prüfen ob naß),

b) ob es an zu schwacher Zündung liegt (wenn Kerzen naß), oder

c) die Kompression i.O. ist.

Wenn (a) und (c) i.O., dann die Zündung überprüfen.

Ich hatte mal bei meinem Ford die gleichen Sympthome, bei mir war es ein verbrannter Verteilerfinger im Zündverteiler, von aussen unsichtbar, evtl. kann durch einen Haarriß an der Zündverteilerkappe auch Feuchtigkeit in den Zündverteiler eindringen.

am 11. Juli 2003 um 21:58

startprobs

 

Hi

Welche Einpritzanlage hast du denn? Cfi, Weber oder K-Jetronik?

Deiner Beschreibung zufolge (Startpilot in Vergaser sprühen, vieleicht CFI?) klingt es nach dem Kaltstartventil oder dem Thermozeitschalter bei einer K-Jetronikanlage.

Bei einer CFI-Anlage wäre der Ansaugluft-Temperaturfühler defekt.

Welche Anlage dein Ford hat steht in der Betriebsanleitung.

Antworte hier oder schreib eine Mail

Bis denne Mike

Hier sind wieder Fachleute unterwegs:

Startpilot hat einen Vergaser und mikemolto gibt Tipps für ne Einspritzanlage.

am 12. Juli 2003 um 15:16

äußerst kreativer Beitrag :-)

wie wärs mit wirklicher Hilfe??

Hi folks,

wer wird denn gleich in die Luft gehen... ;)

Immer locker bleiben, ist noch kein (Frage- oder Antwort-)Meister von Himmel gefallen und wenn haben's die Landung nicht überlebt :D.

Escort's ab Bj 91 haben grundsätzlich nur noch Einspritzanlagen. Bis 01/94 hatte der 1.4er eine Zentraleinspritzung, die ein Laie durchaus mal mit einem Vergaser verwechselt. Alle diese Escorts haben eine kontaktlose, elektronische Zündanlage (also keinen Verteiler / Verteilerläufer mehr).

Aber zum Problem (neben den Tipps von axsimuc):

- Zündung einschalten und auf Benzinpumpengeräusch aus dem Tank achten. Sie sollte für etwa 2-4 Sekunden laufen und danach abschalten, wenn der Betriebsdruck erreicht ist. Läuft sie nicht, Sicherung kontrollieren (mit aktiviertem Crashschalter tut sich überhaupt nichts mehr). Braucht sie deutlich länger bis sie abschaltet, hat der Benzin-Druckregler ein Problem. Läuft sie dauernd ist das Notlaufprogramm aktiv oder der Benzindruckregler hat 'ne komplette Macke.

- Bei abmontiertem Luftfilter in die Einspritzdüse schauen bzw. hören: Während das Startens (und auch während das Motorlaufs) muß Benzineinspritzung sichtbar sein (Benzinschlieren auf der Drosselklappe) und ein deutliches, regelmäßiges klackern hörbar sein. (viele Klacks pro Sekunde). Beim Anfassen fühlt sich's an wie ein Handy mit starkem Vibrationsalarm.

- Falls Ohmmeter zur Hand: Widerstand des Temperaturfühlers messen (der dicke zweipolige Stecker direkt hinter dem Ansaugtrichter). Sollwert bei 20° Lufttemperatur: 35-40 kOhm. Messwert sollte davon nicht allzuweit weg sein.

- Alle Kerzen rausschrauben (merken, welche Kerze in welchem Zylinder war) und anschauen. Der Keramikkörper sollte hellgrau-braun sein. Nicht schwarz oder feucht. Wichtiger ist aber fast noch, daß alle Kerzen in etwa gleich aussehen. Ist nur eine rußschwarz, hat dieser Zylinder, diese Kerze oder dieses Zündkabel ein Problem.

- Kompression prüfen (möglichst bei warmem Motor, da ist etwas genauer). Kann man auch indirekt auf der Autobahn. Was läuft er im 4. Gang vollgas ? Sollte mindestens 165-170 Tacho sein.

- Wie verhält sich der Stellmotor der Drosselklappe beim Anlassen ? Der sitzt entgegen der Fahrtrichtung rechts neben der Einspritzeinheit. Vorne schaut ein kleiner Stift raus und bewegt über einen Hebel ebenfalls die Drosselklappe. Kommt er beim starten weit raus oder tut sich da nix ?

Allgemein: Alle Ford leiden mit zunehmendem Alter an Kontaktproblemen der Elektrik / Elektronik. Deshalb alle Stecker im motorraum mal ziehen und auf Korrosion bzw. guten Kontakt prüfen. Mit Kontaktspray oder Kontaktfett behandeln und mehrfach aufstecken und abziehen um wieder einen sicheren Kontakt für die nächste Zeit zu bekommen. Hat schon oft "Wunder" bewirkt.

Gruß

BLamm

Themenstarteram 15. Juli 2003 um 9:10

Erst mal Danke, aber jetzt kommt der Hammer

 

Erst ein mal danke für die guten Beiträge.

War natürlich mein Fehler, das mit dem Vergaser.

- Ist eine CFI –Anlage.

- Zur Benzinpumpe

Sie läuft ein paar Sekunden und schaltet sich dann ab.

- Kerzen und Zündkabel sind neu.

- Zur Kompression

Das Auto fährt, laut Tacho ca. 180 km/h (ohne Rückenwind)

- Zum Stellmotor der Drosselklappe

Der macht seinen Job, fährt rein und raus.

Aber jetzt habe ich eine richtige Leckerei für euch. Ihr könnt euch schon mal anschnallen, sonst fetzt es euch vor Lachen vom Stuhl.

War mal wieder im Motorraum meines Autos zugange. Hatte noch keinen Startpilot eingesetzt. Hab den Luftfilter runter gemacht und bin kräftig mit Schraubenziehergriff gegen den Aufsatz gekommen. Wollte das Auto noch mal ohne Startpilot starten und siehe da, die Karre läuft an. Daraus lässt sich natürlich noch gar nichts schließen, war mir auch klar!! Hab also am Samstag wieder alles abgeschraubt (als der Motor mal wieder nicht anlief) und mit dem Schraubenziehergriff gegen die Anlage geklopft. Rein ins Auto und angelassen, wie eine eins ging der Motor an. Das durfte ich (da der Motor ja öfters nicht anläuft) noch zwei mal versuchen. Bei den nächsten zwei Versuchen ging es auch. Übrigens habe ich die Zündung dabei an, weis aber nicht ob das dabei hilfreich ist.

Falls ihr noch nicht Ohnmächtig vor Lachen seid, könnt ihr mir da weiter Helfen?

Also vor der Prügel dürfte eigentlich nur die Einspritzdüse oder das Drosselklappenpoti beeindruckt sein. :D

Der Rest ist massiv unbeweglich (von der Drosselklappe jetzt mal abgesehen) oder rein elektronisch (Tempfühler).

Drosselklappenpoti scheidet dann aus, wenn du sonst keine Probleme mit stabilem Leerlauf oder unruhigem Motorlauf hast. Würde mal vom Schrott eine andere Einspritzdüse holen und ausprobieren.

Gruß

BLamm

Themenstarteram 16. Juli 2003 um 8:57

Was kostet die Einspritzdüse ungefähr?

 

Ok dann werde ich mir die Einspritzdüse mal vor nehmen.

Was meint ihr, was kostet die Einspritzdüse ungefähr, nur ganz grob?

Was ich noch nicht ganz verstehe, wenn das Auto mal läuft, kann ich es ohne Probleme wieder starten.

Sind übrigens sehr vernünftige Vorschläge von euch gekommen. Besser als in der Fachwerkstatt („irgendwas an der Elektronik“) und die haben das Auto vor der Nase. Dort müsste man die eigenen Markenprobleme doch kennen (D-Poti., usw.)

Hab' keine Ahnung, was eine neue Düse kostet. Um die 200 Euro's würden mich nicht überraschen, aber frag doch mal einfach bei Ford.

Zur Erklärung was bei dir sein könnte: Die Nadel der Einspritzdüse verkantet sich im Sitz. Sie öffnet durch einen Spannungsimpuls (magnetisch) und wird von einer Feder wieder geschlossen. Bei warmem Motor dehnt sich das Metall geringfügig aus, damit ändern sich die Toleranzen und die Nadel hakt dann nicht mehr (ist aber bloße Vermutung !)

Im kalten Zustand hilft dir der Startpilot vielleicht nur, um den Motor kurz auf Drehzahl zu bringen. Dadurch werden mehr Strom-Impulse zur Düse geschickt wodurch sich die Düsennadel irgendwann löst und das tut was sie soll (öffnen und schließen).

So nebenbei: Die Benzinleitung zur Einspritzdüse hat normalerweise 3 Bar Druck drauf. Zum Selberwechseln der Düse sollte man da entsprechend vorsichtig hantieren und keinesfalls einfach die Leitung öffnen. Wenn Du wenig Erfahrung hast, lass es ruhig die Werkstatt machen. Es ist eine Kleinigkeit, die brauchen dazu höchstens 20 minuten und nehmen dir dafür auch nur 20-30 Euro's ab (na ja "sollte").

Gruß

BLamm

P.S.: Den Temperaturfühler solltest Du trotzdem noch durchmessen, nicht das es tatsächlich ein Wackelkontakt im Stecker ist. Hast Du eigentlich mal die Stecker auf Korrosion geprüft wie oben beschrieben ?

Themenstarteram 17. Juli 2003 um 8:29

Hallo Blamm,

muß leider eingestehen, dass ich am Temp.fühler noch nichts gemacht habe. Ist aber das erste was ich heute abend mal anfasse. An der Düse kann ich auf die Schnelle sowieso nichts machen.

Werde mich, wenn es die Düse betrifft an die Werkstatt meines Vertrauens richten (Ha, Ha).

Danke noch für die Beschreibung wie die Düse funktioniert. Erklärt auch warum die „Klopfmethode“ funktioniert, wenn die Zündung an ist.

Gruss

Startpilot

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