Erstes E Auto, ein paar Fragen an Erfahrene.

Renault Zoe AG

Guten Morgen E Auto Freunde.
Ich besitze seit ein paar Wochen eine Zoe ( liebevoll Zöö ) genannt und bin schwer begeistert. Normalerweise fahren wir den Stern als Diesel, aber für die Stadt musste nun der GLK weichen und ich muss sagen, ich bereue bis jetzt keine Sekunde.

Ich hätte da zwei Fragen an Erfahrene Stromer 😉.
1. Die Berichte über die lang lebenden Akkus habe ich gelesen, aber wie sind Eure Erfahrungen, ich überlege den Akku ( Die Zöö ist aus 2019 mit 43.000km auf der Uhr ) zu kaufen ( jetzt gemietet).

2. Wie sind Eure Erfahrungen mit Ladekabeln aus dem Zubehör 230v für zuhause? Oder sollte es um Schäden zu vermeiden nur das originale sein.

Danke für Eure Antworten.

Viele Grüße
Hajo.x

36 Antworten

Unser erster ZOE hatte nach 3 Jahren und 45.000 km noch einen SOH-Wert von 98 %.

Der ZOE hat einen sog. Chamäleon-Lader.
Die Ladeverluste sind einphasig extrem hoch (bis zu 30 %) .

ADAC-Zitat:

"Die größten Verluste – zwischen 10 und 30 Prozent – entstanden an der Haushaltssteckdose. Besonders der Renault ZOE habe hier mit knapp 30 Prozent Verlust „extrem schlecht“ abgeschnitten, so die Tester. Mit eingerechnet ist beim heimischen Laden jedoch auch die Verkabelung zur Steckdose, hier sind laut dem ADAC bereits bis zu 4 Prozent Leitungsverlust möglich."

Man sollte am Besten eine Wallbox installieren und nicht unter 11 kW laden. Wenn möglich mit 22 kW, da sind die Verluste am Geringsten (etwas mehr als 5 % habe ich bei uns gemessen).
Die 22 kW entsprechen 0,42 C und das ist absolut unkritisch. Aktuelle E-Autos gehen bis über 3 C hoch.

Unser aktueller ZOE hat zusätzlich den 50-kW-DC-Lader an Bord.
Da ist es dann auch gerade mal 0,96 C.

ADAC-Test E-Auto Ladeverluste AC laden

„ Die 22 kW entsprechen 0,42 C und das ist absolut unkritisch. Aktuelle E-Autos gehen bis über 3 C hoch.
Unser aktueller ZOE hat zusätzlich den 50-kW-DC-Lader an Bord. Da ist es dann auch gerade mal 0,96 C.“

Was hat es mit dem „C“ Wert auf sich, was bedeutet der?

Übrigens, mit den sogenannten Ladeverlusten, das heißt doch nur, daß etwas länger Strom fließen muss, bis der Akku voll ist. Natürlich kostet Strom auch etwas, auch bei einer PV-Anlage. Trotzdem handelt es sich bei der ZOE um ein ziemlich effektives Fahrzeug. Wenn er bei mir z.B. einen Durchschnittsverbrauch von 13,5 kWh pro 100 km anzeigt, stört es mich nicht, wenn bei einphasigem Laden vielleicht am Ende 16 kWh pro 100 km Fahrstrecke nachgeladen werden. Es bleibt sehr effektiv. Es geht also im eigentlichen Sinne nichts verloren, man zahlt halt etwas mehr (aber trotzdem noch wenig)..

Erstmal ein herzliches Dankeschön für Eure rege Beteiligung.

Die Frage der doch ab und an defekten Ladung beim Zoe konnte mir noch keiner beantworten, meint ihr es ist ein Verschleiß und trifft früher oder später jeden Zoe? Oder wurden einfach Chargen in gewissen Baujahren verbaut die aus heutiger Sicht fehlerhaft waren.

Und noch etwas was mich interessieren würde. Wenn man ein sogenanntes Balkon Kraftwerk (Solar) in sein 230 V Hausnetz speist, müsste doch der Zoe je nach Effizienz der Einspeisung umsonst geladen werden ( abgesehen von der Anschaffung des Solarmodul)?

Viele Grüße Hajo.x

Mit Balkonkraftwerk bekommst du im Jahr vielleicht 600-800 kWh zusammen. Das musst du aber zeitgleich verbrauchen, sonst geht der Rest umsonst ins Stromnetz. Wenn du diesen Betrag komplett in deine ZOE laden könntest, kämest du damit vielleicht 4000 km weit. Das klingt schon mal nicht schlecht, nur:
Die ZOE müsste genau dann am Ladepunkt sein, wenn das Balkonkraftwerk Überschuss produziert, und du müsstest gleichzeitig immer Strom aus dem Netz dazunehmen. Die ZOE lädt erst ab Stromstärken von etwa 8A zuverlässig. Ein Balkonkraftwerk liefert maximal im günstigsten Fall etwa 3A (bitte verbessert mich, wenn ich mich verrechnet habe). Das auch nur zu Zeiten des besten Sonnenstandes.

Zur „defekten“ Ladung: wie in vorigen Beiträgen mehrfach erwähnt, wenn die elektrische Anlage schlecht geerdet ist, zeigt die ZOE (aus Sicherheitsgründen) einen Fehler an und lädt nicht. Abhilfe elektrische Hausanlage auf neuen Stand bringen, vernünftige Erdung legen.

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Ich dachte ein Balkonkraftwerk ist in der Lage spielend die Zoe zu laden. Bei uns würde es an einem sonnigen Tag 4-5 Stunden in praller Sonne stehen. Wenn man genau in dieser Zeit Laden könnte, wäre das doch super.

Die defekte Ladung bezog sich nicht auf eine defekte Erdung, vielmehr liest man über defekte Ladegerät oder Wallboxen am Zoe direkt. Da würde mich eben interessieren ob dies nur die 22kw Modelle in bestimmten Baujahren betroffen hat oder ob es andere Gründe wie falsches Laden sein könnte?

Zitat:

Ich dachte ein Balkonkraftwerk ist in der Lage spielend die Zoe zu laden. Bei uns würde es an einem sonnigen Tag 4-5 Stunden in praller Sonne stehen. Wenn man genau in dieser Zeit Laden könnte, wäre das doch super.

4-5 Stunden Sonne klingt gut, deine PV Anlage müsste dann eine genügende Größe haben, um die ZOE dann laden zu können. Die Größe (2 Panele à 300W) reicht in diesem Fall nicht. Du bräuchtest wahrscheinlich eine Anlage mit mindestens 10 Panelen. Besser wäre eine noch größere Anlage.

Trotzdem hilft dir ein Balkonkraftwerk, die Stromrechnung etwas abzufedern..

Mit einer 800W-Anlage kann man ohne sehr deutliche Zuladung aus dem Netz nichts anfangen.

Zitat:

@Hajo.x schrieb am 4. Oktober 2023 um 14:12:55 Uhr:


Ich dachte ein Balkonkraftwerk ist in der Lage spielend die Zoe zu laden.

Der Mindest-Ladestrom beim Zoe ist IIRC 8A * 230V = 1,8kW. Ein Balkonkraftwerk kann nicht mal die Hälfte davon.

Zitat:

Bei uns würde es an einem sonnigen Tag 4-5 Stunden in praller Sonne stehen.

4h * 600W = 2,4kWh. Jetzt schau mal wie weit du damit kommst...

notting

Als Fazit kann man dann sagen, eine alleinige Ladung wäre nicht möglich. Aber die Stromrechnung könnte man schon schmälern.

Zitat:

@k_b schrieb am 4. Oktober 2023 um 07:25:12 Uhr:


„ Die 22 kW entsprechen 0,42 C und das ist absolut unkritisch. Aktuelle E-Autos gehen bis über 3 C hoch.
Unser aktueller ZOE hat zusätzlich den 50-kW-DC-Lader an Bord. Da ist es dann auch gerade mal 0,96 C.“

Was hat es mit dem „C“ Wert auf sich, was bedeutet der?

Übrigens, mit den sogenannten Ladeverlusten, das heißt doch nur, daß etwas länger Strom fließen muss, bis der Akku voll ist. Natürlich kostet Strom auch etwas, auch bei einer PV-Anlage. Trotzdem handelt es sich bei der ZOE um ein ziemlich effektives Fahrzeug. Wenn er bei mir z.B. einen Durchschnittsverbrauch von 13,5 kWh pro 100 km anzeigt, stört es mich nicht, wenn bei einphasigem Laden vielleicht am Ende 16 kWh pro 100 km Fahrstrecke nachgeladen werden. Es bleibt sehr effektiv. Es geht also im eigentlichen Sinne nichts verloren, man zahlt halt etwas mehr (aber trotzdem noch wenig)..

Die C-Rate ist ein Maß für die Belastung eines Akkus.
Beim Beispiel ZOE ergibt das bei den aktuellen Z.E. 50 mit dem 52 kWh Akku und beispielsweise 50 kW Ladeleistung eine C-Rate von 1. Bei den alten ZOE mit 22 kWh, die entweder mit 22 kW oder teils auch mit 43 kW laden konnten, ergibt das auch 1 bzw. 1,95.

Ein niedriger Wert bedeutet i. A. eine geringere Belastung des Akkus.

Strom ist ein kostbares Gut (das nicht nur auf das Monetäre bezogen). Der sparsame Umgang damit sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Er muss noch immer zu einem grossen Teil per mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerken erzeugt werden.
Auch per PV-Anlage erzeugt, ist das kein Freibrief für Energievergeudung.
Jede kWh die unnötigerweise vergeudet wird, fehlt zur Verwendung im öffentlichen Netz.

Ob ein Kleinstwagen 13,5 kWh/100 km gem. Bordcomputer oder nach z. B. 25 % Ladeverlusten effektiv 16,9 kWh/100 km verbraucht, macht einen bedeutenden Unterschied.

Um das zu verdeutlichen - ein größeres E-Auto mit z. B. 15,5 kWh/100 km und 10 % Ladeverlust verbraucht dann effektiv knapp genauso viel.

hallo

mein q210 mit bj 2015 lief 100.000 km und der Akku hatte 96%
meine Q90 mit BJ 2019 lief 55.000 km und der Akku hatte 94%

Die 2 % sind Streuung würde ich mla behaupten

Als lader würde ich die Go e https://go-e.com/de-de
mit Awattar https://www.awattar.de/services/goe als Stromanbieter empfehlen.

oder den NRg Kick https://www.nrgkick.com/nrgkick-ladeeinheit/

Beide können auch bei Bedarf auch 3 Phasig genutzt werden damit bist du also auch auf einen Eventuellen umbau deiner Elektrik vorbereitet.

Eine 230 V Steckdose würde ich aber aus Sicherheitsgründen auf eine Blaue umbauen lassen bzw eine Dauerlastfähige einbauen lassen.

LG Christian

Ich spiele mit dem Gedanken von meinen aktuellen Auto auf eine Zoe Facelift Modell zu wechseln.

Und hätte auch mal eine frage zum laden im unserer Garage ist eine Starkstrom Steckdose und ich würde diese gerne zum Laden benutzen.

Würde das funktionieren das heißt könnte ich mir dann die wallbox sparen.

Die Wallbox schon, aber einen "Ladeziegel" braucht man.
Wenn es eine 32A-CEE-Dose ist (3-phasig, grosse rote), dann einen der 22 kW kann (so einen haben wir), ansonsten die 11 kW Variante.

Anbei ein Beispiel.

Mobiles Ladegerät bis zu 22 kW

Danke für die Antwort. Ja ist eine große rote Steckdose sparen und komme mit den ladeziegel günstiger hin.
Muss jetzt mal eine Probefahrt organisieren mit der Zoe.

Der Ladeziegel/die Wallbox ist das Kommunikationsgerät zwischen Stromanschluss und Ladegerät im Fahrzeug.
Du könntest dir einen go-e „charger“ oder NRKick (oder ein ähnliches Gerät, wie oben auf den Bild) besorgen und diese direkt an die Starkstromdose anschließen. Das wäre die optimale Lösung.
Den sogenannten Ladeziegel würdest du an eine normale Schukosteckdose anschließen. Das würde auch gehen. Wenn allerdings die rote CEE Dose vorhanden ist, würde ich diese unbedingt vorziehen, denn dann kannst du mit 11kW (oder sogar 22kW) laden. Beides kann die ZOE (als eines der wenigen E-Fahrzeuge).
Mit dem Schuko-Ladeziegel gehen realistisch vielleicht 2,3kW.

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