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Erfahrungen mit Vergasern in der dünnen Luft in den Dolomiten

Themenstarteram 6. Mai 2015 um 6:34

Hallo Zusammen,

gern möchten wir im Juni in die Dolomiten, ein paar Pässe unsicher machen :-)

Hat jemand Erfahrungen, ob die Vergaser in der dünnen Luft da oben schlapp machen und das Motorrad nicht mehr richtig läuft? (dass ein paar PS auf der Strecke bleiben ist mir klar, aber ich hab Bedenken, dass das Moped unrund, stotternd oder gar nicht richtig läuft).

Ich wäre für Erfahrungen dankbar.

OKS_icke

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47 Antworten

Ich wohne unter 100m Meereshöhe, da auch das Fahrzeug gekauft, und habe auf dem Nufenenpaß (2478m) keine Probleme mit dem Xciting 500 (Vergaser) gehabt.

Themenstarteram 6. Mai 2015 um 9:58

Hi Thomas,

Hast Du schon mal gehört, dass es Probleme gibt oder sind meine Bedenken ungerechtfertigt?

VG OKS-icke

Hi,

ich war nur mit einem Einspritzer in den Dolomiten, aber anderswo in der Welt mal mit einem Vergasermopped in großen Höhen.

Du wirst bei den Höhen der Dolomitenpässen höchstens minimale Einbußen haben, die Du wahrscheinlich nicht mal bemerken wirst. Die "Kurzatmigkeit" des Antriebs geht nach meiner (überschaubaren) Erfahrung erst deutlich höher los (wie bei den Menschen :-) ).

Grüße

Christian

Themenstarteram 6. Mai 2015 um 11:41

Hi Christian,

genau solche Antworten wollte ich bekommen :-)

Mein Mann macht mich irre, will für mich extra für die Tour einen Einspritzer kaufen: nur weil ich gesagt habe, dass ich mich wenn es gar nicht läuft bei ihm hinten rauf setze :-)

LG OKS_icke

Hi,

ich würde es drauf ankommen lassen, 2.300m sind nicht wirklich viel. Ich erinnere mich gerade, daß ich die erste Dolomitentour teilweise mit einem Bekannten, der eine alte BMW GS mit Vergasern fuhr, absolviert habe. Bei dem war definitiv kein Leistungsverlust bemerkbar.

Aber wenn Du eh gern ein neues Motorrad hättest, dann mal ihm ruhig Horrorszenarien aus. :-)

C.

Zitat:

@OKS_icke schrieb am 6. Mai 2015 um 09:58:43 Uhr:

Hast Du schon mal gehört, dass es Probleme gibt oder sind meine Bedenken ungerechtfertigt?

Ich kannte früher jemanden, der Motoradtouren im Himalaya geführt hat.

Auf den Betrieb in über 5000m Meereshöhe ist so mancher Vergaser nicht ausgelegt.

Einspritzer aber auch nicht garantiert, selbst hier darf z.B. der Luftmassenmesser nicht einfach sagen "für so einen geringen Meßwert hat mein Mapping keine Einträge, ich werfe einen Fehlercode aus".

Sind halt keine Triebwerke mit Luftfahrtzulassung.

Aber im Gegensatz zum Himalaya gibt es nur wenige normale Alpenpässe, wo das zurückrollen ins Tal problematisch wäre.

Z.B. auf der Großglockner-Hochalpenstrasse wären zwischen Fuscherlacke und Fuschertörl gut 100 Höhenmeter zum hoch schieben. Das dauert dann schon mal eine Stunde.

Auf langen Schotterstrecken wie Assietta oder LGKS wäre ein Motorausfall schon sehr viel lästiger.

Themenstarteram 6. Mai 2015 um 12:40

Ich danke Euch, Ihr macht mir Mut :-)

Ich denke ja auch, dass es gehen müsste.....

Je nach Einstellung der Vergaser kann schon mal der Leerlauf weg sein. Oben am Timmelsjoch hab ich auch schon mal eine alte Kawa erlebt, die partout nicht mehr anspringen wollte. Vorteil ist, man ist immer oben und für runter braucht man keinen Motor.

Auf dem Col de la Bonnette wirds dann dünn, aber da sind wir auch bei 2800m. Da hatte die ZX9R gerade noch genug Leistung, um nicht wieder rückwärts zu rollen.

Bei Bedenken kann man den Vergaser auch einfach fetter einstellen. Verbraucht dann nur etwas mehr Sprit.

Vergaser muß man - wenn überhaupt - magerer einstellen, weil er in der Höhe automatisch verfettet. Da oben ist ja weniger Sauerstoff vorhanden.

Ja richtig. Andersrum. Ich hab in diesem Jahrtausend kein Vergasermopped mehr gehabt. Jedenfalls kann man entsprechend anpassen. Wenn man denn will.

am 7. Mai 2015 um 6:50

Moin, meine frühere Vergaser-Transalp 650, Bj.2000, hatte nur kurz mal oben am Stilfser Joch

kleine "Atemprobleme". So ich erinnere, etwas Leistungsverlust. War aber auch mit

Sozia recht unspektakulär. Hör´ nicht auf deinen Mann. Sollte trotzdem was passieren, na und.

Früher hat er dich über die Schwelle getragen. dann kann er dich zur Not auch über´n Berg...oder dein Mopped...;-)

Gruß

und sorgenfreie Fahrt

redburger

Man merkt den Leistungsverlust deutlich. Ab 2000 m - das ist in den Alpen etwa die Baumgrenze - wird die Luft dünn. Wenn man z.B. in Arabba auf 1.600 m im Hotel übernachtet, morgens beim Starten KEINEN Choke verwenden, weil sie dann absäuft - also zu fett ist.

Themenstarteram 7. Mai 2015 um 10:04

Bis eben dachte ich noch: Vergasermoped reicht locker, aber kandidtnr2 lässt mich wieder zweifeln? Lass ich mir doch lieber einen Einspritzer für die Tour kaufen?

Nein. Den Kauf musst Du davon nicht abhängig machen.

Vergaserfahrzeuge fahren seit Jahrzehnten über die Alpen. Es gibt da keine "Probleme", sondern nur "Eigenheiten", die manchmal überraschen.

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