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Erfahrung mit CARexpert?

Themenstarteram 24. Oktober 2008 um 12:32

Hat jemand hier Erfahrungen mit oder Hinweise zur Gutachtensfirma CARexpert?

Sind hier jemand die Eigentumsverhältnisse klar?

 

Die Internetsite www.carexpert.de verrät:

Ist 1994 von Versicherungen gegründet worden.

Als Referenzkunden werden dort Teile der Allianz-Famillie (Ergo-Konzern und weitere), Genossenschafts- (RV + Kravag) sowie div. Sparkassenversicherer aufgeführt.

Sind diese Firmen alle auch auch Teileigner?

Scheint jedenfalls eine ganz offensichtlich für Versicherungen arbeitende und damit nicht gerade eine unabhängige Gutachter-GmbH zu sein.

Sachdienliche Infos gerne auch per PN.

Ich werde diese dann anonymisiert veröffentlichen.

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122 Antworten

Bei mir wurde vor 3 Monaten ein Hagelschaden von Carexpert im Auftrag der Versicherung begutachtet.

Schaden laut Gutachten ca. 900,- Euro, die tatsächlichen Kosten betrugen am Ende 1650,- Euro.

Zitat:

Original geschrieben von hippofant

Bei mir wurde vor 3 Monaten ein Hagelschaden von Carexpert im Auftrag der Versicherung begutachtet.

Schaden laut Gutachten ca. 900,- Euro, die tatsächlichen Kosten betrugen am Ende 1650,- Euro.

die du ja auch erstattet bekommen hast? wohl auch problemfrei?

(nur um missverstaendnissen vorzubeugen)

die suche muesste eigentlich auch was hergeben zu carexpert... da war doch erst die tage was?

Harry

Hallo Mad,

 

Carexpert sind die ehemaligen outgesourcten Sachverständigen der Räuber + Verbrecher Versicherung... :D

 

Wenn du da weitere Infos haben möchtest, kann ich dir die gerne Besorgen. Geht aber erst ab der 47 KW. Da treffe ich einen Insider, den ich dazu ausfühlich befragen kann..... :cool:

 

Aber in der Tat ist diese GmbH eine Unternehmung die auschließlich von Versicherungsaufträgen lebt.

natürlich fahren die auch freie Aufträge, aber nur auf dem Papier. 

 

Gruß 

 

Delle

 

 

 

 

Yo, Carexert ist ein Unternehmen der R+V Gruppe und arbeitet inzwischen auch für eine Reihe andere Gesellschaften. Ist aber kein Geheimnis sondern hier auch auf der 1. Seite zu lesen. Und ob ein Gutachter gut oder schlecht ist, bzw. ob das Gutachten gut oder schlecht wird hängt nicht von der Dachorganisation des GA's sondern von jedem GA einzeln ab. Es gibt ein Riesenspektrum von GA's, von "grottenschlecht" bis "genial". Ich bin meine GA's bisher immer mit dem KFZ Meister meiner Werkstatt durchgegangen und wenn der dort Probleme festgestellt hätte, dann hätte ich diese aus der Welt geräumt. War bisher noch nie der Fall und da waren auch schon GA's von versicherungseigenen GA's bei die es aber immer weniger gibt, ist eine aussterbende Rasse, wird fast überall wie bei Carexpert "outgesourced".

Themenstarteram 24. Oktober 2008 um 21:29

Danke für die Feedbacks - für die,die bereits gekommen sind und für die, die noch kommen.

Zumindest R+V, Kravag und die Victoria halten Unternehmensanteile.

Hier arbeitet somit ein abhängiges Unternehmen für den Versicherer der Gegenseite.

Klassische Interessenkollussion verhindert damit die Unabhängigkeit des Gutachters.

Aufträge können auf der Website nach Login erteilt werden, Einzelkunden scheinen ganz offensichtlich nicht Zielgruppe zu sein und werden vermutlich nicht einmal bedient.

Zur hier mitgeteilten Schadenserfahrung.

900 EUR sind für einen Hagelschaden genauso wie 1.600 EUR nicht viel. In der Relation allerdings ein Unterschied von 77 Prozent Mehrkosten für die tatsächliche Schadenshöhe.

Der Gutachter scheint eine Menge Posten offensichtlich nicht gesehen und kalkuliert zu haben.

 

Zu meiner Schadenssache:

Es wurde im Schadenbereich unter 2.000 EUR eine saubere Kalkulation durch ein ordentliches Sachverständigenbüro vorgelegt.

Die Victoria als Versicherung des Gegners möchte einen eigenen Zweitgutachter schicken, was auch ihr gutes Recht ist.

Zeitlich ist die Victoria schon lange hintendran.

Der Anspruch wurde dem Schädiger gegenüber vor 6 Wochen nebst Gutachten vorgelegt, das vom Versicherer verlangte Zweitgutachten mußte erst bei diesem angemahnt werden (!) um endlich terminiert zu werden.

Der Gutachter braucht seinerseits wiederum 4 Tage Vorlaufzeit um einen Termin zu vergeben, d.h. er hat drei Angebote (Tage) abgelehnt.

Den Besichtigungstermin (Taxe mit Fotos max. 15 Minuten) hat er auf eine Zeitspanne von 3 Stunden vereinbart. Das ist ein halber Arbeitstag der dem Geschädigten mit Warten verloren geht.

Der Wunsch auf eine schriftliche Terminbestätigung per eMail wurde ignoriert. Man rufe vorher nochmals an.

Werbliche Aussage von carexpert:

24 Stunden Service auch an Sonn- und Feiertagen.

Eine Gutachtenskopie wird auf Wunsch direkt nach der Besichtigung an den Geschädigten ausgehändigt.

Zum Vergleich:

Bei Eigenschäden von Versicherten sind Gutachter zu weit über 90 Prozent binnen zwei Tagen ab Schadensmeldung vor Ort.

Bei Fremdschäden versuchen Versicherer oft Ihren eigenen Gutachter zu placieren und da wird noch schneller agiert.

Gespannt bin ich darauf, ob ein Angestellter des Unternehmens oder ein "selbstständiger", d.h beauftragter Gutachter kommt.

Ein solches Gutachten kostet mit Anfahrt und allen Kosten 400 EUR oder mehr als 20 Prozent der Schadenssumme. Die will die Versicherung ja nicht herauswerfen, sondern es soll ja nach Kosten noch ein "Schnitt" für den Versicherer herausspringen.

Kein Wunder, wenn dann aus 1.600 nur 900 EUR werden.

Das wird bestimmt heiter.

Ich werde weiter berichten.

Die Rechnung über 1600,- Euro wurde von der Versicherung, nach Rücksprache mit dem Gutachter, vollständig bezahlt.

Nach Auskunft meines Freundlichen, hatte der Gutachter einen zu niedrigen Stundensatz für den Dellendrücker angesetzt

und nur ca. 60% der vorhandenen Einschläge gezählt

Ich habe gerade im Rahmen eines Gerichtsverfahrens mit einem Gutachter der Fa. Carexpert zu tun. Dass der Laden der R+V gehört, wusste ich bis dato nicht, aber das erklärt einiges.

Es geht um einen Wildschaden. Mdt. behauptet, es sei ihm auf der Autobahn ein Wildschwein vors Auto gelaufen. Er habe noch versucht, auszuweisen, habe das Tier aber dennoch getroffen, sei ins Schleudern geraten und in die Leitplanke gefahren.

Polizei war da (im dunkeln), hat den Schaden halbherzig aufgenommen und hat außer einem Abschleppdienst nichts weiter veranlasst.

Mdt. ruft seine Versicherung wg. TK an (besagte Räuber und Verbrecher), die dann einen Gutachter der Fa. Carexpert schicken.

Dieser sieht sich das Fahrzeug an, macht ein paar Bilder und teilt mit, dass er ja Tierhaare gefunden habe. Weiter äußert er sich nicht dazu. Die Tierhaare entfernt er.

Mdt. geht davon aus, dass alles seine Richtigkeit hat und verkauft den kümmerlichen Rest des Fahrzeugs.

6 Monate später, auf wiederholtes Drängen des Mdt. teilt die Versicherung mit, dass sie nicht zahle, weil kein Wildunfall vorliege.

Auf meine Bitte um Überlassung des Gutachtes werde ich darauf verwiesen, dass dieses nur einem Gericht zur Verfügung gestellt werde. Also wurde Klage erhoben.

Das Gutachten wird im Verfahren vorgelegt und der Gutachter gehört. Es handelt sich dabei um einen gelernten Kaufmann, der vor Gericht vorträgt, er "glaube" nicht an einen Wildschaden, er gehe von einer Manipulation aus. Mehr als bloße Vermutungen hat er jedoch nicht.

Mdt. hat Zeugen dabei gehabt, der einen Wildunfall bestätigt.

Der eigentliche Witz an der Geschichte ist letztlich der, dass der Gutachter seine Bilder mit einer Auflösung von einem Megapixel gemacht hat. Darüber hinaus hat er sämtliche Haarspuren beseitigt und zwar in der Form, dass er die Haare weggeworfen hat.

Ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger hat festgestellt, dass der Gutachter aufgrund seiner mangelhaften Arbeit eine klare Aussage ob Wildunfall oder nicht völlig ausgeschlossen hat.

Das Gericht hat nunmehr aufgrund des erstklassigen Gutachters der Fa. Carexpert der Gegenseite die Beweislast dafür aufgedrückt, dass hier kein Wildunfall vorgelegen hat. Ich bin gespannt, wie die R+V diesen Nachweis führen will.

Grüße

Jan

Hallo Jahn,

 

ich würde mal behaupten, dass ist ein klassicher Fall von Beweisvernichtung.

 

Noch dazu von einem unqualifizierten Sachverständigen.

 

Wenn einem dritten ein Schaden erwächst, weil er auf das Fachwissen eines Sachverständigen vertraut, macht er sich Schadenersatzpflichtig, oder ?

 

Und wenn er im Gericht auch noch eine Straftat unterstellt, wüsste ich was ich mit dem Männecken nachden Prozess anstellen würde.

 

Aber du sicher auch ..............:D:cool:

 

Gruß

 

Delle

Themenstarteram 28. Oktober 2008 um 10:59

Heute war Gutachtenstermin.

Bei dem Gutachter handelte es sich ausweislich der Visitenkarte um einen selbstständigen Gutachter mit der Qualifikation Kfz-Meister.

Den Gutachtensauftrag hat er laut eigener Aussage erst Gestern erhalten.

Die Fahrzeugbesichtigung nebst Fotos verlief in nicht ganz 15 Minuten.

Fotografiert wurde mit einer gehobenen x-fach ZOOM-Kompakt-Kamera.

Der Sachverständige überreichte erst nach mehrmaliger Nachfrage seine Visitenkarte.

Eine vertiefende Beschäftigung mit dem Fahrzeug war nicht zu erkennen.

Ein Protokoll nebst Erhaltsquittung (in der Anlage waren alle relevanten Angaben zum Fahrzeug kopiert) wurde höchst widerwillig und in Teilen falsch (!) quittiert.

Nun entscheidet im Endeffekt das Ergebnis über die Qualität des Gutachtens.

Und das liegt nicht vor.

Dennoch bleibt festzustellen:

Von den Aussagen, die CAREXPERT auf der Homepage getroffen hat ist im konkreten Fall wenig übrig geblieben:

-Kein 24-Service (Selbst an Sonn- und Feiertagen), sondern ohne Sonntag vier Arbeitstage.

- Keine Vorortübergabe des Gutachtens

- Keine moderne Technik Vorort.

Freitag wird der RA das Gutachten anfordern.

Zitat:

Original geschrieben von Dellenzaehler

Hallo Jahn,

ich würde mal behaupten, dass ist ein klassicher Fall von Beweisvernichtung.

Noch dazu von einem unqualifizierten Sachverständigen.

Ja, ein ziemlich eindeutiger Fall von Beweisvereitelung. Daher auch die Beweislastumkehr.

Mich hat nur verwundert, das jemand im Jahre 2007 tatsächlich noch Bilder mit einer Auflösung von einem Megapixel macht. Selbst mein Handy bietet da schon mehr als die dreifache Auflösung.

Grüße

Jan

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser

 

Freitag wird der RA das Gutachten anfordern.

Mal sehen, ob er es bekommt. Mir hat es die Versicherung nicht zugeschickt. Warum auch immer.

Grüße

Jan

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser

Heute war Gutachtenstermin.

Nun entscheidet im Endeffekt das Ergebnis über die Qualität des Gutachtens.

Und das liegt nicht vor.

- Keine moderne Technik Vorort.

 

Schaden mit dem "Klemmbrett" aufgenommen ohne Pad ? Was für ein Fahrzeugtyp war denn das ?

 

Gruß

 

Delle

Themenstarteram 28. Oktober 2008 um 12:23

PKW.

Zu begutachten waren zwei Schadensstellen an Kotflügel und Tür.

Das Gutachten könnte man auch kostengünstig durch Einscannen des Erstgutachtens fertigen.

Man muß dann nur noch streichen / ergänzen, eigene Fotos drankleben sowie km-Stand und Reifenprofil ablesen.

Da reicht ein kurzer Ortstermin von knapp 15 Min. ...

Themenstarteram 28. Oktober 2008 um 12:27

@honizi,

hier liegt ein KH-Schaden vor, der durch Erstgutachten dokumentiert ist und zusätzlich durch reichlich Fotos mit meiner DSLR noch am Schadenstag sehr präzise festgehalten wurde.

Da muß der Versicherer die Karten für den Gegenbeweis schon auf den Tisch legen.

Kleine Spielerei am Rande.

Der Gutachter hat Spaß mit seiner Kamera gehabt:

"Die kann mehr als das Auge sieht."

Sag ich ihm, ist mir klar.

Ich bin Hobbyfotograf.

Meine preiswerteste Linse hat mehr gekostet als ihre ganze Kamera.

Da war Ruhe im Karton.

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