Empfehlungen für eine mechanische Reifenpumpe?
Was habt Ihr im Kofferraum liegen an MECHANISCHEN Fußpumpen oder Standpumpen, um im worst case (Platten) wieder einen Reifen aufpumpen zu können?
Die Fußpumpen bei Amazon wirken allesamt nicht sonderlich hochwertig / vertrauenserweckend. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass man so etwas mal braucht, sollte es idealerweise schon funktionieren - auch wenn die Pumpe schon mal unbenutzt 10 Jahre im Kofferraum lag und viele Male bei 50 Grad Innenraumtemperatur gegrillt wurde...
33 Antworten
Fusspumpen sind heutzutage alle Murks. Reicht für Luftmatratzen, Kinderfahrrad und das wars dann. Für das Vorhaben vom Themenersteller rate ich zu einer Langhub Fahrradpumpe und nicht das billigste Zeug.
Zitat:
@Gummihoeker schrieb am 5. Mai 2024 um 13:57:29 Uhr:
@EbbleFür den Fall: „Ich brauche eine Notfall-Pumpe für den Fall, dass ich (wieder) zum Auto komme und es mich mit einem Plattfuß begrüßt.“, brauchst Du zunächst einmal Mittelchen, mit denen Du den Defekt abdichtest, sonst nützt Dir die zuverlässigste mechanische Pumpe nichts.
Das ist nicht - ganz - richtig, wie ich aus eigener Erfahrung und inzwischen auch Recherche weiß.
In sehr vielen Fällen eines reparablen Plattens handelt es sich um eine Schraube oder einen Nagel, der in die Lauffläche gefahren wurde.
Gute Reifen haben bei einer solchen Perforation oft nur einen sachten Druckverlust. Der Druck hält erst einmal über viele Stunden, unter Umständen Tage, bis der Reifen einen völligen Platten hat.
Natürlich sollte man mit einem Reifen, der Luft verliert, keine 300 km auf der AB mehr fahren.
Das vorsichtig-langsame Fahren zum nächstgelegen 10 km entfernten Reifenfachbetrieb kann aber ohne Weiteres möglich sein. Und zwar ohne Einsatz eines solchen Sprays. Es empfiehlt sich auch, nach Möglichkeit ein solche Spray NICHT zu verwenden, weil der Reifen damit definitiv irreparabel wird. Was aber unbedingt vorher erfolgen sollte: Ein Aufpumpen auf Normaldruck. Mit einem Platten sollte man möglichst keinen Meter mehr fahren - weil der Reifen (und ggf. auch noch mehr) sonst ebenfalls irreparabel kaputt ist.
Dann wünsche ich, dass der „sachte Druckverlust“ das Duell mit Deiner zuverlässigen mechanischen Handpumpe nicht für sich entscheidet.
Zitat:
@Genie21 schrieb am 5. Mai 2024 um 14:05:51 Uhr:
Fusspumpen sind heutzutage alle Murks. Reicht für Luftmatratzen, Kinderfahrrad und das wars dann. Für das Vorhaben vom Themenersteller rate ich zu einer Langhub Fahrradpumpe und nicht das billigste Zeug.
Das ist leider genau der Eindruck, den ich auch selbst gewonnen hatte 😠
Vielleicht bin ich da aber nur ein bißchen paranoid geworden, nachdem ich alle die schlechten Bewertungen bei den Fußpumpen gelesen habe und mich auch nach Foto keine so richtig überzeugt hat.... das Manometer sollte ja schon eine ordentliche Skala haben - idealerweise nach 0,1 Bar. Manche haben aber nur PSI als Skala oder eine 0,25 Bar-Skalierung. Ja, zur Not tut es das natürlich auch. Und das Ventil sollte nicht nur gesteckt werden können, sondern schon auch geklemmt... Das ist der Grund, warum ich nicht überzeugt bin von: https://www.amazon.de/.../
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Zitat:
@Gummihoeker schrieb am 5. Mai 2024 um 14:18:19 Uhr:
Dann wünsche ich, dass der „sachte Druckverlust“ das Duell mit Deiner zuverlässigen mechanischen Handpumpe nicht für sich entscheidet.
Das war zuletzt Null Problem. Reifen mit Schraube wurde auf 2,3 Bar aufgepumpt und hatte rund 16 Stunden später noch immer 2,1 Bar. Nach der Fahrt zum Fachbetrieb über 6 km waren es auch unverändert 2,1 Bar.
Das scheint ein recht häufiges Szenario zu sein (wenn es erst einmal einen Platten gibt).
P.S.:
Das Spray ohne Pumpe nützt Dir jedenfalls noch weniger. Ganz abgesehen davon, dass das Dichtspray wirklich nur als ultima ratio eingesetzt werden sollte, weil der Reifen dann jedenfalls hinüber ist. Aber in der Tat: Ich habe inzwischen auch ein solches Spray gekauft ;-) 12,-- Euro. Hersteller war auch Michelin, glaube ich...
Selbstverständlich ist die Fußpumpe im Kofferraum kein Allheilmittel gegen Reifenpanne. Wenn der Reifen "explodiert" nützt die beste Pumpe nichts. Es hatte seinen Grund, warum die Leute früher im Kofferraum einen Ersatzreifen spazieren fuhren... In meiner Situation jetzt wäre ich aber froh gewesen, wenn ich eine Pumpe im Auto gehabt hätte....
In einem unserer Wagen liegt auch eine Fußpumpe. Die ist aus billigem chinesischen Weichstahl, ziemlich fragil und muss vorsichtig getreten werden, aber immer noch besser als keine. Pumpleistung genau wie die Standpumpe, aber wegen der Empfindlichkeit erreicht man damit nicht die gleiche Taktzahl.
Grundsätzlich kann ich jedem eine Topeak Standpumpe (z.B. JOEBLOW) mit einem TwinHead Kopf empfehlen.
Ich weiß, das ist keine Autopumpe, weshalb das Aufpumpen, ja nach Reifenvolumen, etwas länger dauern könnte... Dafür aber unzerstörbar, easy zu bedienen und man kann so ziemlich alles damit aufpumpen. So eine Pumpe kauft man 1x im Leben.
Zitat:
@Ebble schrieb am 5. Mai 2024 um 13:34:35 Uhr:
@windelexpress Weil mir mechanische Pumpen ohne erkennbaren Nachteil deutlich ausfallsicherer erscheinen.Ich will und brauche ja keine Pumpe, um komfortabel alle Augenblicke selbst Reifendruck justieren zu können.
Ich schätze mal, dass ich 1 bis 2 Mal im Jahr Reifendruck nachfüllen muss. Das erledige ich mal an der Tankstelle mit, wenn er es grade passt. Ich brauche eine Notfall-Pumpe für den Fall, dass ich (wieder) zum Auto komme und es mich mit einem Plattfuß begrüßt.
Gegen eine elektrische Pumpe spricht:
- bei Akku-Pumpen: Risiko eines leeren Akkus bzw. regelmäßiger Nachladezwang und außerdem Selbstentzündungsrisiiko wegen genau der Sorte Lithium-Ionen-Akku, die man eigentlich nicht in einem Auto spazieren fahren sollte
- bei Kabel-Pumpen: etwas umständlich in der Bedienung, auch hier deutlich höhere Ausfallgefahr durch Komplexität und Systemumgebungsabhängigkeit (Verfügbarkeit einer gut geladenen Starterbatterie). Ich habe nicht so Lust darauf, dass ich erst zwar den Reifen aufzupumpen schaffe, dann aber der Wagen nicht anspringt, weil die Kapazität der Batterie schon nicht gut war...
Das was du schreibst finde ich blödsinnig
1 Handy mit Lithium Ionen Akku hast du im Handy
2. Wann brauchst du die mal wirklich die Luftpumpe, meine aus einem alten VW hatte ich draussen 2x benutzt, innerhalb von 17 jahren, diese habe ich dann auseinander gebaut und für meinen ebenfalls 17 Jahre alten Kompressor genommen, damit ich auch mein Fahrrad / Roller aufpumpen kann, jetzt habe ich die von Ford drin, die auch beim Kauf dabei war.
3. Habe ich noch ein vollwertiges Ersatzrad dabei von meinem alten Escort, mit fast 25 Jahre altem Reifen, den habe ich 2x gebraucht seit ich mein erstes Auto hatte.
4. Wenn du deinen Platten Reifen dann aufpumpen willst und Angst hast das die Batterie Platz geht, einfach Motor anmachen und laufen lassen, der Kompressor braucht für 2 bar nicht mal 2 Minuten
Zitat:
@Dirk9981 schrieb am 5. Mai 2024 um 15:56:01 Uhr:
Das was du schreibst finde ich blödsinnig
1 Handy mit Lithium Ionen Akku hast du im Handy
2. Wann brauchst du die mal wirklich die Luftpumpe, meine aus einem alten VW hatte ich draussen 2x benutzt, innerhalb von 17 jahren, diese habe ich dann auseinander gebaut und für meinen ebenfalls 17 Jahre alten Kompressor genommen, damit ich auch mein Fahrrad / Roller aufpumpen kann, jetzt habe ich die von Ford drin, die auch beim Kauf dabei war.
3. Habe ich noch ein vollwertiges Ersatzrad dabei von meinem alten Escort, mit fast 25 Jahre altem Reifen, den habe ich 2x gebraucht seit ich mein erstes Auto hatte.4. Wenn du deinen Platten Reifen dann aufpumpen willst und Angst hast das die Batterie Platz geht, einfach Motor anmachen und laufen lassen, der Kompressor braucht für 2 bar nicht mal 2 Minuten
Erstmal herzlichen Dank für das nette Kompliment und sachliche Argument.
Zu 1:
Erstens - auch wenn es Dir offensichtlich nicht passt - stellen in der Tat schon normale Akkus ein gewisses Brandrisiko dar. Man soll aus genau diesem Grund beispielsweise Handys NICHT nachts unbeaufsichtigt laden. Hält sich niemand dran - ich weiß. Aber manchmal verbrennt oder erstickt halt auch der eine oder andere bei dem einen oder anderen Wohnungs- oder Hausbrand daran.
Zweitens sprechen wir hier über Akkus mit einer weit, weit höheren Kapazität - 10 oder mehre 10 Male höher als in Deinem Pockettelefon. Und das Risiko steigt nun mal mindestens proportional mit der Anzahl an Akkuzellen.
Drittens - hier war ich etwas unpräzise - handelt es sich bei diesen Akkus oft nicht um das 08/15-Lithium-Ionen-Pack, welches Du in der Hosentasche herumträgst, sondern eine Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Akkus, nämlich um Lithium-Polymer-Akkus ("LiPo"😉 Diese sind weit gefährlicher als der klassische Lithium-Ionen-Akku.
Und viertens vermute ich, dass es in Deiner Hosentasche nicht so heiß wird, wie in einem Auto, das im Sommer stundenlang in der prallen Hitze steht (60 Grad + x)?
Zu 2: ??? Deinen Gedankengang hier verstehe ich leider nicht. Zu Deiner Frage: Ich hoffe, dass ich die Pumpe nie brauchen werde. Wenn ich sie aber brauche, hätte ich gerne, dass sie funktioniert. Andernfalls nützt sie nämlich nichts.
Zu 3: Tja, schön für Dich. Das trifft aber eben nicht für mich zu. Ich habe leider - wie fast alle heute - keinen Ersatzreifen in meiner Niuckelpinne
Zu 4: Den Punkt lasse ich ein bißchen gelten. Nur ein bißchen, denn er berücksichtigt nicht, dass die meisten Menschen in so einer Situation nicht immer ganz überlegt handeln, sondern sich darauf konzentrieren, das Problem zu lösen. Und schwupps hat man den Reifen über die Batterie aufgepumpt und danach das nächste Problem: eine leere Starterbatterie.
Vor allem passt Dein Einwand nur für halbe Argument. Ich sprach von genereller Ausfallanfälligkeit. Und eine Akku-Pumpe ist das Maximum an Ausfallrisiko, das man haben kann - das Hauptrisiko betrifft hier die Selbstentladung und den damit leeren Akku. Bei einem per Autobatterie versorgten E-Motor fällt das zwar weg. Dann ist aber eine E-Motor-Pumpe immer noch ausfallsanfälliger als eine gute alte mechanische Pumpe. Warum sollte man in diesem Fall eine Pumpe mit E-Motor kaufen, wenn es per Fuß oder Hand weitaus zuverlässiger geht? Nur, weil es drei Minuten länger dauert? Oder man 2 Schweißtropfen verlieren könnte?
Es mag sein, dass das Ausfallrisiko bei bestimmten hochwertigen elektrischen Pumpen sogar noch niedriger ist als bei einer qualitativ minderwertigen mechanischen. Aber im Normalfall wird es umgekehrt sein.
Zitat:
@Ebble schrieb am 5. Mai 2024 um 16:34:51 Uhr:
Lithium-Polonium-Akkus Diese sind weit gefährlicher als der klassische Lithium-Ionen-Akku.
Das stimmt, aber zum Glück sind diese Akkus nicht frei verkäuflich. Der russische Geheimdienst wird sie vielleicht besitzen, aber der Normalbürger nicht.
😁 Ich war gerade in Gedanken bei einer anderen "Sache". Hier also die richtige strahlenfreie Bezeichnung: Lithium-Polymer-Akkus
Ich bin mit der Bosch EasyPump rundum zufrieden. Klein, kräftig, ergonomisch. Ich möchte unabhängig von Tankstellen sein und den Luftdruck z. B. nach mehrwöchiger Standzeit gleich selbst in der Garage vor der Abfahrt prüfen, ebenso nach dem saisonalen Radwechsel. Die Akkupumpe nutze ich fürs Fahrrad und habe sie auf Autoreisen dabei, allerdings parke ich den Wagen sehr selten in der prallen Sonne - falls doch, kommt die Pumpe eben raus. Der Aufsatz wird aufs Ventil geschraubt, das Ding hat ein Licht und skaliert auf 0,05 bar. Was will ich weniger ;-)
Wenn schon im Betreff eine mechanische Pumpe erwähnt wird im Text dann in Großbuchstaben hervorgehoben nach einer MECHANISCHEN Fuß- oder Standpumpe gefragt wird, dann ist die Bosch EasyPump einfach keine passende Empfehlung.
Hallo,
meine fast 40Jahre alter 12Volt Kompressor, gibs heute noch bei Ebay ca.15€, hat mir schon öfter bis zur nächsten Werkstatt geholfen.