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Ein sehr subjektiver Vergleich zwischen Civic FK3 und BMW 520d

Themenstarteram 14. März 2007 um 9:23

Zugegeben, ein etwas ungewöhnlicher Vergleich. Ich hatte gestern mal Gelegenheit, den neuen BMW 520d zu fahren. Um es gleich vorwegzunehmen, der BMW ist sicher kein schlechtes Auto, aber mein Civic FK3 gefällt mir dann doch um einiges besser.

Schon bei der äußeren Erscheinung punktet für mich der Civic. Man kann nicht sagen, dass der BMW schlecht aussieht, aber aus meiner Sicht irgendwie gewöhnlich.

Zur Verarbeitungsqualität kann ich nicht viel sagen. In den drei Stunden, in denen ich mit dem BMW unterwegs war, haben mich andere Dinge beschäftigt. Aber ich unterstelle mal, dass die im BMW besser ist. Beim Interieur herrscht auch sehr viel Plastik vor und ich fand keinen Unterschied zum Civic-Plastik. Das ist in beiden Autos genauso schlecht oder genauso gut. Ob das Leder im BMW höherwertig ist, kann ich nicht beurteilen. Ich finde das Leder der Civic-Sitze aber besser. Das Multifunktionslenkrad und die Anzeigeinstrumente sehen billig und langweilig aus, so etwas hätte ich im Dacia Logan erwartet. Bei BMW und den Testern der deutschen Automagazine würde das wohl funktional heißen. Ich gebe ja zu, dass ich etwas spielerisch veranlagt bin und bunte Digitalanzeigen gut finde. Möglicherweise würde sich ein eingefleischter BMW-Fahrer beim Anblick Civic-Cockpits übergeben.

Nun zum Fahrverhalten. Der BMW hat zwar 163 PS aber auch ein höheres Gewicht. Auf dem Papier mögen zwar Beschleunigung und Durchzug von BMW und FK3 auf einem ähnlichen Niveau liegen, jedoch geht vom Gefühl her der Civic deutlich besser. Beim BMW hatte ich das Empfinden in einem schwerfälligen Dickschiff zu sitzen. Auch das Fahrgeräusch empfand ich deutlich „dieseliger“ als beim Civic. Wenn der Civic erst mal warmgefahren ist, dann ist da nicht mehr viel vom Diesel zu hören. Mein Civic fährt sich subjektiv sehr viel spritziger und sportlicher. Das Turboloch beim BMW erscheint mir schon mehr ein Turbokrater zu sein. Als es mir auf der Stadtautobahn wo Tempo 80 erlaubt ist, mit 30 auf der rechten Spur zu langsam wurde, bin ich auf die linke Spur, trat kräftig aufs Gas und – und Nichts! Es dauerte fast eine Ewigkeit bis der BMW in die Gänge kam. Im Rückspiegel sah ich dann auch schon einen Lieferwagen, der mir an der Stoßstange klebte. Der Civic FK3 ist der erste Diesel, den ich mir gekauft habe. Wenn ich früher mal Gelegenheit hatte einen Diesel zu fahren, konnte mich das nicht begeistern. Der Civic-Diesel ist jedoch der beste Diesel, den ich je gefahren bin. Das ist Fakt.

Über den Preis der beiden Autos muss wohl nicht viel gesagt werden. Der BMW kostet in der Grundausstattung schon 37.000 Euro. Bei den Extras, die in dem von mir gefahrenen BMW verbaut waren, muss man noch einiges drauflegen. Ich habe für meinen FK3 Executive inklusive Rußfilter, Winterräder, Lederausstattung, Einparksensoren, Einstiegsschutzleisten und Fußraumbeleuchtung 26.000 € bezahlt. Dafür habe ich ein Auto bekommen, dass mir besser gefällt als der BMW, der über 10.000 Euro mehr kostet.

Als ich gestern wieder im Civic saß, war ich so begeistert, dass ich noch eine kleine Spritztour gemacht habe, bevor ich nach Haus gefahren bin. Also die Freude am Fahren hatte ich im Civic und nicht im BMW. Der BMW ist für mich etwas für Leute über 60.

Soweit mein sehr subjektiver Bericht. Mir ist bewusst, dass das andere Leute wahrscheinlich und mit gutem Recht ganz anders sehen. Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Ich kann jedenfalls ehrlich sagen: Selbst wenn der BMW nur 26.000 Euro kostete, würde ich mich wieder für den Civic entscheiden.

Viel Grüße an die Honda-Fans und natürlich auch an die von BMW!

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15 Antworten

Nun, der Civic und der 5er sind ein gänzlich andere Klasse mit komplett anderer Zielgruppe. Toll wäre ein Vergleich zwischen Civic und 1er gewesen.

Grüße,

Zeph

Themenstarteram 14. März 2007 um 9:49

Hallo Zeph,

Das ist mir vollkommen klar. Es ging mir ja auch weniger darum jemanden die Kaufentscheidung zwischen FK3 und 520d zu erleichtern, sondern nur darum, dass ich mir von BMW immer etwas mehr erwartet habe, was in diesem Fall nicht erfüllt wurde.

am 14. März 2007 um 9:52

Hast Du mal die Größe des Kofferraums verglichen? (Obwohl es ganz klar zwei verschiedene Autoklassen sind)

Zitat:

Original geschrieben von Zephyroth

Toll wäre ein Vergleich zwischen Civic und 1er gewesen.

Grüße,

Zeph

1er? Spielt der Civic nicht eher (von der Größe her) in der Klasse von 3er-BMW?

Definitiv nicht. Der Civic als auch der 1er BMW sind beide Kompaktklasse. Das der Civic aufgrund seiner besseren Raumnutzung mehr Platz hat ist nebensächlich.

Grüße,

Zeph

1'er und Civic

3'er und Accord

5'er und Legend

7'er und nix von Honda

Der Vergleich (vor allem der Preise) ist höchst subjektiv. Eine zwei Klassen höher angesiedelte Obere Mittelklasse mit einem Kompaktwagen zu Vergleichen und die 10000Euro Unterschied herauszuheben - ist lachhaft. Wenn es wirklich nur 10000Euro sind, dann wäre der 5'er ein Schnäppchen!

Das angesprochene 'Turboloch', so meine ich, ist auch auf Grund der hohen Gewichtsunterschiede zu Begründen - auch im Accord Tourer i-CTDi (gleicher Motor, wie im FK3) habe ich in einem zu niedrigen Gang eine Art Turboloch - der Tourer wiegt allerdings auch fast 1.7 Tonnen. Zudem spielt die Getriebeabstufung eine immens wichtige Rolle - man kann z.B. den 5.Gang zweier verschiedener Fahrzeuge einfach nicht miteinander Vergleichen - vielleicht muß man im 5'er einfach im 4. Gang fahren, wärend mit der gleichen Geschwindigkeit der FK3 im 5. Gang bereits gut in Drehzahl steht.

Ich denke, dass Du den Test nochmal mit einem 1'er BMW 120D wiederholen solltest! Du machst Dir ansonsten ein völlig falsches und verdrehtes Bild!

Ich ich fahre ab und an mal im Firmen A6 Avant 'fremd'. Im Gegensatz zu Deinen Erfahrungen mit dem 5'er, behaupte ich, dass der A6 dem Accord in jeglicher Beziehung (beim Verbrauch muß man dies allerdings etwas verneinen) überlegen ist. Ist ja immerhin auch noch eine Klasse über dem Accord.

Zudem kommt in Deinen subjektiven Test leider auch nicht die Tatsache herüber, dass Du Deinen Civic mit dem Top-Diesel (ok, es gibt keinen anderen) zumindest in der gehobenen Leistungsklasse für Civic's gewählt hast und mit dem 5'er in der Basismotorisierung verglichen hast. Wenn Du den 5'er mit einem 2.x (wobei x weit größer als 0) oder 3.0l Dieselaggregat, was angemessen wäre für ein Fahrzeug dieser (Gewichts-)Klasse gefahren währest, dann hättest Du bestimmt kein Wort von Opa-Auto in den Mund genommen!

Unser Firmen A6 besitzt übrigens einen 180PS 2.7l Diesel - eine geile Motorisierung!

Netter Vergleich, aber leider auch unzulässig.

Der 5er BMW spielt halt doch in einer völlig anderen Liga.

Zu den reinen Fahrleistungen kann ich sagen: Der BMW 520d hat 23 PS mehr als der FK3, bringt aber auch ~ 160 kg mehr auf die Waage.

In der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h sind beide gleich, nämlich 8,6 sec und beim maximalen Drehmoment sind sie sich auch einig, da beide bei 2.000 Umdrehungen 340 Nm parat haben. Bei der Endgeschwindigkeit siegt der BMW 520d allerdings mit 223 km/h laut Werk, beim FK3 sind's 205 km/h.

Aber irgendwie müssen sich 23 PS mehr auch bemerkbar machen.

Interessant wäre tatsächlich ein Vergleich mit einem 1er BMW, wobei es da von den Modellen her schwer wird (Motorisierung).

Der 118d bringt vor dem Facelift "nur" 121 PS auf die Waage (irgendwie unfair im Vergleich zum FK3), der nächstgrößere - nämlich der 120d - hat allerdings 163 PS, was sich wiederum nicht ganz mit dem FK3 vergleichen läßt.

Zitat:

Original geschrieben von Mike_083

Netter Vergleich, aber leider auch unzulässig.

Der 5er BMW spielt halt doch in einer völlig anderen Liga.

Zu den reinen Fahrleistungen kann ich sagen: Der BMW 520d hat 23 PS mehr als der FK3, bringt aber auch ~ 160 kg mehr auf die Waage.

In der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h sind beide gleich, nämlich 8,6 sec und beim maximalen Drehmoment sind sie sich auch einig, da beide bei 2.000 Umdrehungen 340 Nm parat haben. Bei der Endgeschwindigkeit siegt der BMW 520d allerdings mit 223 km/h laut Werk, beim FK3 sind's 205 km/h.

Aber irgendwie müssen sich 23 PS mehr auch bemerkbar machen.

Interessant wäre tatsächlich ein Vergleich mit einem 1er BMW, wobei es da von den Modellen her schwer wird (Motorisierung).

Der 118d bringt vor dem Facelift "nur" 121 PS auf die Waage (irgendwie unfair im Vergleich zum FK3), der nächstgrößere - nämlich der 120d - hat allerdings 163 PS, was sich wiederum nicht ganz mit dem FK3 vergleichen läßt.

Wieso wäre letzterer Vergleich unzulässig? Man nehme den stärksten Diesel Civic von Honda und vergleiche mit einem relativ starken 1'er BMW (gibt es den eigentlich auch als 130d ?). Wenn Honda halt keinen stärkeren Diesel zur Verfügung hat, so liegt halt BMW leistungsmäßig vorne - wäre in der Formel 1 auch nicht anders, doch diese Boliden werden halt direkt miteinander verglichen.

Zitat:

Original geschrieben von Gotsche

1'er und Civic

3'er und Accord

5'er und Legend

7'er und nix von Honda

Der Accord ist zwischen 3er und 5er anzusehen.

Legend liegt zwischen 5er und 7er.

Bei Honda ist das halt ein wenig anders.

gruss

Zitat:

Original geschrieben von Gotsche

Wieso wäre letzterer Vergleich unzulässig? Man nehme den stärksten Diesel Civic von Honda und vergleiche mit einem relativ starken 1'er BMW (gibt es den eigentlich auch als 130d ?). Wenn Honda halt keinen stärkeren Diesel zur Verfügung hat, so liegt halt BMW leistungsmäßig vorne - wäre in der Formel 1 auch nicht anders, doch diese Boliden werden halt direkt miteinander verglichen.

Da hast du auch wieder Recht.

Übrigens, es gibt einen Vergleichstest (Honda Civic 2.2 i-CTDi Sport vs. VW Golf V 2.0 TDI vs. BMW 118d), der von der Autozeitschrift "Alles Auto", seines Zeichens die größte Automobilzeitschrift Österreichs, durchgeführt worden ist.

Gewonnen hat der Civic!

Die Ausgabe habe ich leider irgendwo verlegt.

Moment mal, ich hab den Text schon mal abgetippt und kurzfristig ausgegraben.

Also hier der Vergleich der Autozeitschrift "Alles Auto":

Angriff aus dem All

Optisch wirkt der neue Honda Civic wie von einem anderen Stern. Seine irdischen Qualitäten maßen wir am sportlichen 1er BMW und am Dauer-Bestseller VW Golf.

Mit dem neuen Civic beweist Honda in dreierlei Hinsicht Mut: Entgegen dem allgemeinen Trend schrumpfte der Kompakt-Japaner der achten Generation gegenüber seinem Vorgänger in Länge (minus vier Zentimeter) und Höhe (minus dreieinhalb).

Zweitens wendet sich das innen wie außen futuristische Design an völlig andere Käuferschichten als das brave Auslaufmodell.

Und drittens steht als einzige Diesel-Motorisierung ein 140 PS starkes 2,2-Liter-Triebwerk am Programm.

Als Vergleichs-Gegner wählten wir BMW 118d (121 PS) und VW Golf 2,0 TDI (140 PS) - den Bayern als Maßstab für den lautstark erhobenen Sport-Anspruch des Japaners, den Wolfsburger sozusagen als Kompaktklasse-Urmeter.

Fahren & Fühlen

Am Honda-Motor gefallen der seidige Lauf und das breite nutzbare Drehzahlband.

Nicht ganz so geschmeidig läuft der BMW, rau und bissig der (mit Partikelfilter nach wie vor nur mit zwei Ventilen pro Zylinder bestückte) Pumpe-Düse-TDI von VW.

Der Golf schlägt dafür mit brachialem Durchzug zurück, die geringste Turbo-Verzögerung zeigt der mit 121 PS schwächste und entgegen der Typenbezeichnung zwei Liter große 118d. Doch auch seine Fahrleistungen - Null bis 100 in exakt zehn Sekunden, Spitze über 200 - sorgen in der Praxis für flottes Vorankommen.

Die getesteten Motorisierungen kombinieren BMW, Honda und VW jeweils mit sechs Gängen. Im Golf wechselt man sie beinahe mit zwei Fingern, eine Spur schwerer, jedoch nicht weniger exakt schaltet sich's im Civic, knochig zäh im 118d. Die lange Übersetzung des BMW senkt Verbrauch und Geräusch, vor allem auf der Autobahn.

Beim Handling dominiert wie schon in früheren Tests der hinterradgetriebene 1er. Doch auch die sportliche und schwergängige Civic-Lenkung vermittelt trotz rein elektrischer Servounterstützung stets ein gutes Gefühl für die Straße. Leichter und spielerischer, allerdings nicht so direkt lenkt sich der Golf. Voller Leistungseinsatz zerrt bei beiden Fronttrieblern ein wenig am Volant.

Im Kurven-Grenzbereich verhalten sich Honda und VW neutral, das bei plötzlichen Lastwechseln nach außen drängende Heck korrigieren elektronische Hilfen bei beiden sanft und rechtzeitig. BMW hat den 1er leicht untersteuernd ausgelegt. Sein ESP ist vor allem auf glatten Straßen gefordert, wo Traktion und Fahrstabilität des Heckantriebs rasch an ihre Grenzen stoßen. Die Stabilitätskontrollen sind übrigens im VW teilweise, im Honda und BMW ganz deaktivierbar - bei letzterem wie gewohnt in zwei Stufen.

Alle drei Kandidaten sind recht straff gefedert, am elegantesten bügelt der 1er Unebenheiten. Das im Golf "Sportline" serienmäßige Sportfahrwerk steht dem Bayern in Sachen Komfort aber nur wenig nach - gegen Aufpreis kann man diesen sportlich härter ordern.

Etwas stoßiger quittiert der Civic schlechte Straßen.

An Verzögerung und Standfestigkeit der Bremsanlagen gibt es bei keinem der drei etwas auszusetzen. Die kleinen Bremsweg-Differenzen aus 100 km/h sind am ehesten auf unterschiedliche Reifen und winterlich tiefe Temperaturen während der Messung zurückzuführen. Alle Eisen lassen sich gut dosieren, ein wenig irritierend war allein der lange, weiche Pedalweg im VW-Testwagen.

Der Golf "Sportline" wartet serienmäßig mit optimal konturierten Sportsitzen auf, alle drei Fauteuils bieten gute Rückgrat-Unterstützung sowie ausreichend Schenkelauflage. Im Civic würde man sich allerdings mehr Seitenhalt wünschen, ebenso einen nach allen Richtungen größeren Lenkrad-Verstellbereich - und im Bayern einfacher in der Höhe zu justierende Sitze.

Platz & Nutz

So coupé-haft schnittig der Honda Civic auch aussieht, er ist dennoch vier Zentimeter länger als der Golf.

Dem Innenraum konnten die Japaner im Vergleich zum Bestseller sogar acht Zentimeter abringen, was den Fondpassagieren großzügige Beinfreiheit verschafft. Knapp könnte für hinten Sitzende nur die Dachhöhe im Honda werden.

Am wenigsten Länge bietet die zweite Reihe des BMW, dessen längs liegende Motor-Getriebe-Einheit viel Platz kostet - trotz längster Karosserie fehlen ihm innen nicht weniger als 14 Zentimeter auf den Civic. Unentschieden bilanziert das Trio bei der Bewegungsfreiheit auf den Vordersitzen.

Das mit Abstand größte Gepäckabteil hat der Civic, zudem wartet er mit den schlauesten Lade-Features auf: So senken sich die Sitzflächen beim Verklappen der 2:1 geteilten Fondlehnen automatisch ab, wodurch ein so gut wie ebener Boden entsteht. Man kann die Rücksitz-Flächen aber auch wie Kinosessel hochklappen, um sperrige Gegenstände stehend im Fond zu verstauen. Außerdem schlummert unter dem Kofferraum-Boden ein großes, glattflächiges Staufach mit versenkbarem Deckel.

In 1er und Golf sind nur die Fondlehnen umlegbar, und zwar ebenfalls 2:1 geteilt und ohne die Kopfstützen abzunehmen. Im Kofferraumboden des VW entsteht dabei allerdings eine fast zehn Zentimeter hohe Stufe. Die bei weitem niedrigste Ladekante weist übrigens der Civic auf.

Die meisten Ablagen findet man im Honda, darunter ein riesiges Handschuhfach und brauchbare Türfächer auch im Fond. Nicht viel schlechter bedient ist man beim Golf, in dessen vordere Türen selbst 1,5 Liter große Trinkflaschen passen. Das Handschuhfach im 1er ist zwar klein, dafür weist die Mittelkonsole geräumige Ablagen auf, sofern man auf Navigation mit iDrive verzichtet.

Die Karosserie-Übersicht in BMW und VW ist schon nicht berühmt, im Honda kann man sie getrost als miserabel bezeichnen. Die stark abfallende Motorhaube des Civic entzieht sich dem Fahrerblick, und der unter dem eigenwilligen Spoiler liegende Teil der Heckscheibe ist nicht beheizbar und meist verschmutzt. Zudem behindern die massiven C-Säulen die Sicht nach schräg hinten.

Die Cockpits von 1er und Golf sind bekannt ergonomisch, am Bayern könnten höchstens die nicht einrastenden Lenkstock-Hebel und das Fehlen eines Kühlwasser-Thermometers stören. Doch auch die spacigen Armaturen des Civic sind gut ablesbar, seine Einheiten für Licht, Klima und Radio sauber getrennt und einfach zu bedienen.

Das dreimalige Blinken beim Antippen des Hebels übernahmen die Japaner von den Deutschen, Tagfahrlicht-Schaltung gibt es leider keine im Honda.

Und den links vom Volant platzierten roten Startknopf lassen wir als Gag durchgehen.

Dran & Drin

Obwohl billigster des Trios, ist der Honda Civic schon in der mittleren Austattungsstufe "Sport" weit besser bestückt als der VW Golf in der Topversion "Sportline".

Alarmanlage, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Licht- und Regensensor, Tempomat oder Multifunktions-Lenkrad sind nur einige Features, die im Japaner Serie sind, bei VW jedoch Aufpreis kosten.

Eher nackt steht der BMW 118d da, obwohl ihm das fair kalkulierte und entsprechend beliebte Ö-Paket bereits zu Klimaautomatik, CD-Radio und Nebelscheinwerfern verhilft. Er rollt immer noch auf Stahlfelgen, hat im Fond Fensterkurbeln und weder Lederlenkrad noch Außenspiegel-Heizung.

Dafür halten die Bayern traditionellerweise die umfangreichste Extraliste bereit. Kurvenlicht, schlüssellosen Zugang, E-Sitze mit Memory oder vordere Einparkhilfe kann man nur für den Bayern ordern.

Das andere Extrem ist Honda, bei dem sich die werksseitigen Optionen auf Navigation, Xenon-Licht und Metallic-Lack beschränken. Ein paar weitere Goodies wie Einparkhilfe oder CD-Wechsler kann man immerhin nachträglich übers Zubehör-Prgramm einbauen lassen.

Der Golf liegt bei der Extra-Auswahl dazwischen, ist aber derzeit als Einziger mit Automatik - und zwar dem gelungenen Doppelkupplungs-Getriebe DSG - zu haben. Honda wird für den Civic allerdings noch vor dem Sommer ein automatisiertes Schaltgetriebe anbieten.

Die Verarbeitung machte bei allen drei Kandidaten einen soliden Eindruck, auch wenn man im Golf den Schalthebel aus seiner Verankerung heben konnte und das Armaturenbrett des Civic bei klirrender Kälte Knarr-Geräusche von sich gab. Als ausgesprochene Fussel-Fänger entpuppten sich die Polsterstoffe des Honda, die hochwertigsten Kunststoffe findet man im BMW.

Sicher & Grün

Im NCAP-Crashtest errangen 1er und Golf jeweils das Maximum von fünf Sternen, Honda verspricht für den neuen Civic dasselbe Ergebnis.

Sechs Airbags findet man jedenfalls bei allen dreien, ebenso wie Stabilitätskontrolle und Bremsassistent. Bei VW kann man dazu noch Seitenkissen für den Fond ordern, BMW kontert mit serienmäßigen Runflat-Pneus (samt Reifendruckkontrolle), die im Pannenfall bedingtes Weiterfahren erlauben.

Abgasmäßig erfüllen alle drei Dieselmotoren die Euro 4-Norm, auf einen Partikelfilter heißt es beim Civic aber noch ein knappes Jahr warten.

Den geringsten Testverbrauch erzielte wieder einmal der Golf TDI, immerhin fast einen Liter weniger als der Civic.

Preis & Kosten

Trotz geringster Leistung und magerster Ausstattung kostet der BMW 118d mit Ö-Paket gut 1300 Euro mehr als der komplett bestückte Honda Civic Sport und immer noch 700 Euro mehr als der Golf Sportline.

Weiteren Vorsprung holt sich der Japaner mit fernostüblichen drei Jahren Garantie, gegen Durchrosten lautet das Versprechen wie bei den Deutschen auf zwölf Jahre.

Zur Inspektion muss der Honda alle 20.000 Kilometer, BMW und VW rufen verschleißabhängig in die Werkstatt - fast schon legendär ist die Anzahl der heimischen Volkswagen-Stützpunkte.

Der Bayer speichert übrigens alle service-relevanten Daten wie Kilometerstand, Fahrgestellnummer etc. im Schlüssel ab, der an der Reperaturannahme ausgelesen wird.

Ein Fragezeichen steht hinter der Wertbeständigkeit des Japaners im außerirdischen Look: Selbst der konservative Vorgänger war als Gebrauchter weit weniger gefragt als ein BMW oder Golf.

TESTURTEIL

Der Honda Civic hält bei Fahren & Fühlen mit den beiden Deutschen mit, bei Platzangebot und Ausstattung schlägt er sie deutlich. Damit sichert er sich seinen Sieg schon vor Betrachtung der Kosten, bei denen er seinen Vorsprung sogar noch vergrößert.

Knapp auf den Fersen folgen VW Golf und BMW 1er, der Wolfsburger Bestseller erringt am Ende Platz zwei mit seiner besseren Kostenbilanz.

Prestige & Fahrspaß des Bayern schaffen Begehrlichkeit, bringen im Test aber keine Punkte.

Als ehemaliger Fahrer eines Autos der Klasse des 520d kann ich mir auch ein gutes Bild machen, das nicht nur von einer Probefahrt beherrscht wird.

Zu den Klassen: ja der 120d wäre der unmittelbare Gegner.

Innenraum und Kofferraum entsprechen trotzdem einem 320d touring. Klingt komisch, ist aber so.

Der 5er ist natürlich innen größer, Kofferraum unverlgeichbar, weil beim touring deutlich größer, nonanet, wie man in Wien sagt, der der Limousine auch deutlich größer, aber im Civic besser nutzbar.

Trotzdem muss ich Tastaturbefehl insofern recht geben, weil mir der Civic weit mehr Spaß macht, als mein Volvo.

Lautstärke: hoch interessant, der Civic ist vom Motor leiser, Windgeräusche sind gleich, der Civic rollt aber lauter ab, was auch vom Fahrbahnbelag abhängt.

Innenraum: DIE ÜBERRASCHUNG:

natürlich ist der Volvo innen breiter. Aber der Fussraum ist vorne und vor allem HINTEN deutlich größer. Die hinteren türen gehen beim Civic viel weiter auf, und sowohl einstieg, als auch das Angurten meiner Kinder gelingt im Civic deutlich besser. Der volvo ist hinten eine echte Quetschn.

Fahrverhalten: abgesehen vom leidigen Thema Wendekreis, sind Fahrverhalten und Traktion im Civic so viel besser, dass man es mit Worten kaum beschreiben kann.

Bei mir standen nicht rationelle Überlegungen, oder das Prestige im Vordergrund, sondern der Fahrspaß gab dann den Ausschlag den Civic zu nehmen. Ich habe in der Vergangenheit ausgezeichnete Erfahrungen mit Honda generell gemacht, und eigentlich wollte ich einen Accord kaufen. Mir hat der Civic viel besser gafallen. auch ein 3er stand zur Diskussion, ja ich mir auch allen ernstes eine E-Klasse angesehen. sicher wird der geneigte Leser sagen, dass das eben ganz unterscheidliche Autos sind. NUR, mich interessieren keine Klassen, sondern wie ich mich in dem Wagen fühle, ob er Spaß macht.

Der Preis war nicht so entscheidend, den Civic habe ich bar gekauft, einen teureren Wagen hätte ich mir halt geleast, da die Firma zusätzlich zum Kilometergeld eine Leasingbeihilfe ohnehin zahlt. Natürlich freue ich mich über das eingesparte Geld, aber das stand nicht im Vordergrund.

Für mich war auch entscheidend, dass ich meine beiden Kleinkinder hinten problemlos unterbringe, da ist der Civic Spitze, tortz seiner Kompaktheit. Wenn ich wirklich große Gegenstände zu führen habe, steht mir ja noch ein CR-V zur Verfügung. Trotzdem nehme ich inzwischen den Civic auch am Wochende, weil er uns allen so Freude macht. Der Wagen zaubert mir jeden Tag ein Lächeln auf die Lippen. Selsbt wenn der Tag in der Firma knüppelhart war, ich müde bin, ich freue mich jedesmal, wenn ich in diesem Wagen sitze.

Ich kenne keinen Kompaktwagen, der trotz seiner bescheidenen außenmasse, so unglaublich viel Platz innen bietet, so einen raffinierten Kofferraum, so gut liegt, und trotzdem so einen guten Langstreckenkomfort bietet. Ich fuhr schon 750km auf einm Stück und kam um nichts weniger ausgeruht, als mit dem V70 an.

Ja, ich finde auch, dass man FÜR SICH ganz persönlich auch ohen Scham ganz unterschiedliche Autos vergleichen kann und soll, solange einem das auch klar ist.

@mike_083

Bist Du narrisch! Da hast Du viel Mühe auf Dich genommen! Vielen Dank, war ein guter Bericht, ich kannt eichn aber schon.

Das dreimalige Blinken beim Antippen des Hebels übernahmen die Japaner von den Deutschen

Stimmt das? Ist mir bei der letzten Probefahrt nämlich nicht aufgefallen. Und ich finde das ein klasse Feature. Bin's von meinem alten Seat Ibiza nämlich gewöhnt und möchte das nicht unbedingt missen.

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