Doch mal einen Neuen? (philosophische Fragen)

VW Passat B5/3BG

Da stehe ich nun vor meinem 3BG und frage mich, ob sich unsere Wege trennen sollten.

Was ist passiert?
Nun, ich komme gerade von einer Probefahrt mit einem Passat B8 Variant, Trendline, Leder, Weiss, 2,0 TDI 190 PS, DSG, 2 Jahre alt, volle Hütte für VB 22.000,-€. Ein toller Wagen! Leichtfüßig zu fahren, mal etwas Neues und das Geld habe ich mir gleich von Anfang an beim Kauf des 3BG immer artig zurückgelegt. Sollten wir uns einig werden, könne ich den Wagen ohne Kredit kaufen.

Nun stehe ich vor meinem alten "Baby", dem 3BG. Baujahr 2004, 136PS mit additivbasiertem DPF.
Mit dir habe ich 330.000 Km zurückgelegt! Wir waren in Polen, Österreich, Italien, Frankreich, Dänemark,...., mit dir habe ich 3 Umzüge gemacht und du bist niemals liegen geblieben.
Wenn ich "dich" so ansehe,... du hast fast keine Beulen, alles an dir funktioniert, nur die Kotflügel rosten schon arg und deine Scheinwerfer werden blind. Aber auch das könne man auswechseln.
Verarbeitet bist du auch richtig gut. Ein paar Schönheitsfehler gibt es.
Aber der "Neue"? Ob der so lange funktioniert? Mit der ganzen Technik?
Ich glaube, ich muss darüber noch mal schlafen.

Vielleicht geht es euch genau so. Ich würde mich über Kommentare freuen.
Gruß A.

Beste Antwort im Thema

Ich habe mich endgültig entschieden.
Der "Alte" wird weiter gefahren! Die Kotflügen werden über SmartRepair erst einmal aufgehübscht und ein Kumpel hilft mir nächstes Wochenende neue Frontscheinwerfer einzubauen. Polieren reicht leider nicht mehr, da sie auch von innen blind werden.
TÜV im nächsten Monat wird dann sicherlich auch kein Problem.

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Gratuliere...damit bist du hoffentlich auf der sicheren Seite und hast nicht die Probleme der Neuwagenbesitzer 🙂

Jetzt hast du aber die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn du den Motor(Total)schaden beim TDI durch ausgeschlagene Ölpumpenwelle und Fehlkonstruktion der Ausgleichswellenmechanik "verpasst".
Balancer shafts

Ich habe mich genauso entschieden und einen 20 Jahre alten Passat gekauft. Obwohl ich alles selber machen kann, habe ich auf diese eklatanten Probleme bei (TDI) TSI auch keine "Lust".

- Freie Brennräume, unverkokte Kolbenringe Ventile und Turbolader und niedrige Abgaswerte, das geht ab 2005 nicht mehr.

Hi Leute,
mittlerweile sind fast 3 Jahre vergangen und ich fahre "den Alten" noch immer.
Aber der Reihe nach.....
Letztes Jahr (2022) brauchte der Passi nochmals eine größere Revision. Radläufe hinten durchgerostet, Rostbeginn unter den Zierleisten, Kotflügel Beifahrerseite durchgerostet, Zahnriemen musste neu, Fahrzeug zieht beim Bremsen nach rechts, Klimakondensator undicht, Turbolader Verstellung klemmt, Kühlwasserverlust,...
Da ich nicht alles selbst machen kann, fragte ich bei über 10 freien Werkstätten nach, was das wohl kosten würde. Die Antworten lauteten von, "können wir nicht sagen", über "mindestens 3500",- bis zu "machen wir nicht mehr bei dem alten PKW".
Keiner wollte ihn reparieren.
Ich fuhr im Sommer 2022 mit "dem Alten" nach Neapel um eine Freundin zu besuchen und eine letzte große Fahrt zu machen, danach sollte er entsorgt werden.
Im Urlaub angekommen, meinte meine Freundin ich solle doch mal zu ihrer Kfz Werkstatt gehen und spaßeshalber fragen, ob sich die Reparatur lohnt. Dort angekommen, gab es eine wilde Diskussion und zum Abschluss Espresso. Verstanden habe ich nichts, aber ich solle ihn dort lassen und er würde das schon machen.
Ich mache es kurz:
Für 1500,- habe ich einen komplett durchreparierten und geschweißten, sowie in Teilen neu lackierten Passat bekommen. Mir wurde alle alten Ersatzteile (Zahnriemen, Wasserpumpe, Kondensator, Druckdose Turbo, Kleinteile aus Bremssätteln, usw.) gezeigt.
In D. angekommen bin ich gleich zum TÜV gefahren und wurde für das gut gewartete Auto gelobt.

DAS nenne ich Service! In D. ist sicherlich vieles teurer, aber ich merke immer öfters dass viele Werkstätten (damit meine ich nicht die einzelnen Mitarbeiter) nur noch Öl- und Reifenwechsel machen wollen.
Eigentlich schade, sprich man doch so viel von Nachhaltigkeit......

Zitat:

@Antje1979 schrieb am 13. Sept. 2023 um 16:50:34 Uhr:


Eigentlich schade, sprich man doch so viel von Nachhaltigkeit......

Aber doch nicht beim Auto!
Da bist Du doch eine Umweltsau, wenn Du nicht spätestens alle fünf Jahre ein neues kaufst und die alte Dreckschleuder (die vor fünf Jahren ja sooo umweltfreundlich war) entsorgst...

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😉

Zitat:

@GLI schrieb am 13. September 2023 um 21:17:40 Uhr:



Zitat:

@Antje1979 schrieb am 13. Sept. 2023 um 16:50:34 Uhr:


Eigentlich schade, sprich man doch so viel von Nachhaltigkeit......

Aber doch nicht beim Auto!
Da bist Du doch eine Umweltsau, wenn Du nicht spätestens alle fünf Jahre ein neues kaufst und die alte Dreckschleuder (die vor fünf Jahren ja sooo umweltfreundlich war) entsorgst...

Ganz herzlichen Glückwunsch und viele weitere glückliche und knitterfreie Kilometer euch!!!🙂

Zitat:

@Antje1979 schrieb am 13. September 2023 um 16:50:34 Uhr:


Radläufe hinten durchgerostet

Da würde mich mal der Reparaturaufwand interessieren. Bei mir ist rechts die Bördelkante am wegbröseln, ich hab überlegt, für Tüff nächstes jahr einfach bisschen Dickharz drauf zu machen, Gewebe drüber und dann schleifen und überlackieren. Andererseits könnte man es ordentlich machen und ein Blech einschweißen lassen. Ich kann mir nur kein bisschrn vorstellen, wie aufwendig das ist...

Zitat:

dass viele Werkstätten (damit meine ich nicht die einzelnen Mitarbeiter) nur noch Öl- und Reifenwechsel machen wollen.

Du bringst es damit bestimmt auf den Punkt. Obendrein kennt sich mit den alten Autos ja keiner mehr richtig aus.
Bei Karosseriearbeiten ist es natürlich anders.

Wenn die Bördelkante wegbricht, geht schweissen doch noch scheller als Gewebekleister. Man kommt ja prima dran. Reparaturblech zurechtschneiden, vielleicht (zunächst) einnieten und (evtl) drüberschweissen.

Also hier muss ich tatsächlich eine Lanze brechen.

Lohnkosten, Energiekosten, Steuerlast etc. sind alles Faktoren, die hier in DE einem keinen wirklichen Heimvorteil bringen.

Sicherlich werden paar faule Äpfel dabei gewesen sein, die keinen Bock hatten oder die Auftragsbücher waren voll...aber ich spreche jedem Schrauber aus dem Herz, dass er zehn Mal lieber an einem 3B-Passat schraubt, als an einem neueren Fahrzeug voll mit Fehlkonstruktionen.

Ich denke doch auch das eine vernünftige Werkstatt bspw. mit einem 3BG keine Probleme haben dürfte aber dafür um so mehr wenn man mit einem computergesteuerten 2023er 5er BMW G30 auf dem Hof fährt 🙂

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