ForumFahrzeugtechnik
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Dieselpartikelfilter; hier Ermittlung des Aschefüllstandes

Dieselpartikelfilter; hier Ermittlung des Aschefüllstandes

Themenstarteram 23. August 2017 um 12:11

Folgende Fragen zum Dieselpartikelfilter bewegen mich.

Als erstes Mal zu meinem Verständnis, mit Bitte um Korrektur wenn ich einen Denkfehler habe.

Im Dieselspartikelfilter (ab sofort DPF) lagert sich je nach Einsatzbedingung schneller (Kurzstrecken) oder langsamer (Langstrecken) Ruß ab, der auf Grund des vom Gegendrucksensor ermittelten Wertes durch die Regenerationsfahrt in Asche verbrannt wird.

Das Problem dabei ist, dass die Asche im Filter verbleibt und damit nach einer Laufleistung (ca 110.000 km) den DPF soweit zusetzt, dass der Gegendruck auf der Abgasseite des Turboladers soweit steigt, das es zu axialen Verschiebungen des Turboladerlaufrades und schleifen des selbigen am Gehäuse mit nachfolgendem Totalausfall führt.

Der Ascheanfall durch die Regenerationsfahrten scheint ja abhängig von den Einsatzbedingungen zu sein. Das bedeutet bei Langstreckenfahrzeugen fällt durch den geringeren Kurzstreckenanteil weniger Ruß und damit Asche an.

 

Nun meine Fragen zu diesem Thema:

1. Lässt sich beziffern wie sich die durchschnittliche Laufleistung bis zum Austausch (bzw. dem Ausbau mit Freibrennen) des DPF zwischen Kurzstrecken- und Langstreckenfahrzeugen unterscheidet.

2. Lässt sich über ein Diagnosetool irgendwie einigermaßen zuverlässig der Aschefüllgrad des DPF ermittelt. Eigentlich dürfte ja der vom Gegendrucksensor (Druck zwischen Ein- und Auslassseite DPF) ermittelte Wert ein Indikator für den Aschefüllstand des DPF sein, da sich ja der Differenzdruck bei hohen Ascheanteil im Filter stark erhöhen müsste.

Netter Gruß Clive

Ähnliche Themen
40 Antworten
Themenstarteram 30. August 2017 um 7:00

Zitat:

@206driver schrieb am 30. August 2017 um 06:10:56 Uhr:

Zitat:

@rommulaner schrieb am 29. August 2017 um 13:48:25 Uhr:

Wieso sollte der nicht regenerieren? Der Ruß muss doch auch abgebrannt werden...

PSA hat in ersten Informationen zum Thema Benziner mit Partikelfilter veröffentlich. Man wird einen passiven Partikelfilter einsetzen. Diese speichern den Ruß nicht, um ihn dann in bestimmten Intervallen abzubauen, sondern sie wandeln den Ruß direkt beim Durchströmen um. Dabei entsteht keine Asche.

Umwandeln.... öhmmmm... in was bitte... wenns Goldstaub wird dann hole ich mir sofort wieder einen Franzosen.

Ne mal im Ernst umwandeln geht ja nur von Ruß in Asche. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Asche aus dem Auspuff geblasen wird.

Asche hat ein viel geringeres Volumen als Ruß, aber irgendwann dürfte der OPF auch voll sein und der Gegendruck problematisch werden.

Netter Gruß Clive

Bei einem aktivem Partikelfilter ist das so. Wie gesagt: passive Partikelfilter haben ein anderes Funktionsprinzip.

Zitat:

@C.Cussler schrieb am 30. August 2017 um 07:00:41 Uhr:

Zitat:

@206driver schrieb am 30. August 2017 um 06:10:56 Uhr:

 

Ne mal im Ernst umwandeln geht ja nur von Ruß in Asche. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Asche aus dem Auspuff geblasen wird.

Asche hat ein viel geringeres Volumen als Ruß, aber irgendwann dürfte der OPF auch voll sein und der Gegendruck problematisch werden.

Bei so einem passiven Filter (ich sag mal Placebofilter :D ) erwarte ich bei vernünftiger Auslegung keine Probleme,

weil: Solange neu und alles ok reinigt er auch ein bischen und die Werte sind ein bischen besser als ohne

Wenn er später mal verstopft sein sollte, ist es auch nicht so schlimm, wird ja nicht mehr gemssen :D

und der Abgasstrom (mit Russ und Asche) geht halt ungereinigt raus, Filter wird ja nicht durchströmt sondern es wird "vorbeigeströmt".

Du fährt halt immer mit einem geringfügig höhren Gegendruck (und demzufolge geringfügig höheren Verbrauch), macht aber nichts die Werte für die Einstufung waren ja ok - und was nach nach einigen zigtausend km passiert macht nichts, notfalls kaufst du halt eine neues Auto

Schau doch mal Video ab Minute 8 an https://youtu.be/5lcrq47XNaQ

Abgasrelevante Bauteile sind auf 160tkm auszulegen und werden nach dieser Laufleistung überprüfen ob sis die Werte noch einhalten. Das ist eine Vorschrift die es schon lange gibt.

dann sollte man bei 159999 km das Auto verschrotten, siehe auch mein o.g. Video:D

Benziner haben höhere Abgastemperaturen als Diesel, was bedeutet das "Speichern" entfällt und der ist wie ein Langstreckendiesel eigentlich immer im Temperaturfenster, wo der gefilterte Ruß mit (Rest)Sauerstoff aus der schwingenden Lambdaregelung bzw. bei Schubbetrieb abgebrannt werden kann. Zudem haben Benziner von Grundauf weniger Partikel als jeder Diesel, die Filter werden daher nicht hoch belastet.

Wenn der Russ aufgrund der höheren Temperatur doch verbrennt, warum diskutiert ihr dann über den OPF?

Zitat:

@Provaider schrieb am 30. August 2017 um 08:17:35 Uhr:

Abgasrelevante Bauteile sind auf 160tkm auszulegen und werden nach dieser Laufleistung überprüfen ob sis die Werte noch einhalten. Das ist eine Vorschrift die es schon lange gibt.

Wer überprüft das?

Die Zulassungsbehörden

Gab es von denen schon mal einen Bericht über die Ergebnisse?

Kannst die gerne anschreiben.

EU 715/2007 Artikel 4 Absatz 2:

Zitat:

Der Hersteller stellt sicher, dass die Typgenehmigungsverfahren zur Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion, der Dauerhaltbarkeit der emissionsmindernden Einrichtungen und der Übereinstimmung in Betrieb befindlicher Fahrzeuge beachtet werden.

Die von dem Hersteller ergriffenen technischen Maßnahmen müssen außerdem sicherstellen, dass die Auspuff- und Verdunstungsemissionen während der gesamten normalen Lebensdauer eines Fahrzeuges bei normalen Nutzungsbedingungen entsprechend dieser Verordnung wirkungsvoll begrenzt werden. Daher ist die Übereinstimmung in Betrieb befindlicher Fahrzeuge über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren oder 100 000 km zu kontrollieren; es gilt der Wert, der zuerst erreicht wird. Die Dauerhaltbarkeit emissionsmindernder Einrichtungen ist über eine Laufleistung von 160 000 km zu prüfen. Zu diesem Zweck sollten die Hersteller die Möglichkeit haben, Alterungsprüfungen auf dem Prüfstand durchzuführen, die den in Absatz 4 genannten Durchführungsmaßnahmen unterliegen."

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Dieselpartikelfilter; hier Ermittlung des Aschefüllstandes