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Deaktivieren Connected Drive

BMW 4er
Themenstarteram 13. August 2017 um 4:57

Connected Drive ist ja schön und gut, ich finde das nur nicht so lustig, dass in irgendeiner Datenbank gespeichert wird, wann ich wo war. Denn genau das muss es ja geben, sonst würde mich nicht jedes Dorf mit seinem Wetterbericht begrüßen.

Kann man das deaktivieren, ohne die Notruffunktion auch lahmzulegen? Die brauch ich eigentlich auch nicht...

Als Ing. betreibe ich ja gerne Reverse Engíneering - was für Konsequenzen hat das Abklemmen des dazu schon gefundenen Senders?

Beste Antwort im Thema

Leider musst du dann dein Handy auch daheim lassen wenn du im Auto sitzt....

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Leider musst du dann dein Handy auch daheim lassen wenn du im Auto sitzt....

Was aus der Frage nicht hervor geht, ob es um die direkt sichtbaren Daten auch für andere Nutzer des Fahrzeugs geht oder das BMW diese auch später nicht auslesen kann.

Bei letzterem würde ich neben GSM auch alle GPS relevanten Komponenten deaktivieren oder ausbauen.

Mir hatte BMW bei Problemen mit der Batterie vor Jahren direkt meine zuletzt gefahrenen Fahrstrecken (km) präsentiert. Die passten aus meiner Sicht zwar nicht, dennoch war ich überrascht.

Wer heutzutage keine Daten hinterlassen möchte, der kann sich nur ein altes Fahrzeug zulegen. Denn selbst ohne Navi haben alle BMWs schon seit Jahren eine SIM Karte verbaut.

Ich finde die Frage des TE sehr interessant. Leider zeigen Antworten wie "Leider musst du dann dein Handy auch daheim lassen wenn du im Auto sitzt....", wie unwissend die meisten Autofahrer sind oder dass hier pure Ignoranz an den Tag gelegt wird. Ich habe 2015 einen Bericht in der ams gelesen, den ich mir aufgehoben habe. Darin ging es darum, was ein BMW unter anderem so speichert. Die Liste ist lang:

- erreichte Maximaldrehzahl des Motors inkl. jeweiligem Kilometerstand

- Anzahl der Fahrstrecken gestaffelt nach: bis 5, bis 20, bis 100 und über 100 Kilometer

- wie lange wurde welcher Modus des Getriebes genutzt

- je nach Telefonmodul: Namen, Adressen, Telefonnummern, eMail-Adressen und Bilder der der Handy-Kontakte

- die letzten Ziele im Navi

- Beschleunigung, Geschwindigkeit, Gas- und Bremspedalstellung vor einem Unfall mit Airbagauslösung

- Betriebsstunden der Fahrzeugbeleuchtung (nach Lichtquellen getrennt)

- Zahl der Sitzverstellungen (Fahrerwechsel)

- Anzahl der eingelegten Medien des CD-Players

- Zahl der elektronischen Gurtstraffungen. z. B. bei starken Bremsungen

Bei den i-Modellen kommt noch hinzu - und vor allem werden dort die meisten Daten auch noch automatisch bei jedem Parkvorgang direkt an BMW übertragen:

- die letzten 100 Abstellpositionen des Autos

- die Position der 16 letzten Ladestationen

- Inhalt des Fehlerspeichers

- Ladezustand und Zelltemperatur der Antriebsbatterie

- Intermodale Verbindungspunkte (Wo Umstieg auf ein anderes Verkehrsmittel)

- Fahrmodus

- Einsatzdaten Range Extender

- aktuelle Parkposition

- Batterieladezustand, Ladestrombegrenzung, Prognose Restlebensdauer Batterie

- Status Türen und Fenster (offen/geschlossen)

- Status Beleuchtung

Und das ist Stand 2015! Wer weiß, was da inzwischen hinzu gekommen ist.....

Ich bin wirklich ein großer Datenschutz-Verfechter. Sicher wird nun wieder der eine oder andere Nutzer sagen, dass ihm das alles egal ist. Ich sehe das jedoch etwas anders - denn ich frage mich, was BMW z. B. mit den ganzen Handydaten will. Oder wo ich die letzten 100 mal geparkt habe. Noch besser: Die Stellung von Gas- und Bremspedal bei einem Unfall. Sowas interessiert jede Versicherung. Woher kann ich wissen, dass nicht irgendwann irgendwelche Versicherungen solche Daten von BMW kaufen?!

Ich finde das wirklich ziemlich erschreckend. Und dabei sage ich noch nichtmal, dass sowas nicht möglich sein soll, aber was bei Autos einfach fehlt ist, dass ich die Wahl habe, ob ich das will oder nicht. Und zwar proaktiv - denn 99% der BMW-Fahrer wissen wahrscheinlich gar nichts von ihrem "Glück". Wo man heute im Internet auf jeder Seite anklicken muss, dass man Cookies akzeptiert, machen Autos scheinbar, was sie wollen und werden unbemerkt zu wahren Daten-Kraken. Und so einen rechtsfreien Raum kann und darf es eigentlich nicht geben.

 

Mmmh, ganz so negativ würde ich das nicht sehen. Auch in anderen Bereichen des Lebens werden Daten gesammelt, ABER nicht alle Daten die gesammelt werden, dürfen personalisiert erhoben werden.

So gesehen wird auch BMW vieles für die Weiterentwicklung etc. sammeln. Zu welchem Fahrzeug diese Daten gehören ist vermutlich gar nicht transparent und wg. Datenschutz sauber geregelt was wie und wo erfasst bzw. gespeichert wird.

In der EU und Deutschland sind die Hürden schon sehr hoch.

Aber auf jeden Fall interessant zu lesen!

Ich sagte ja, dass ich es nicht negativ sehe, dass das möglich ist. Dennoch wäre es doch das Mindeste, dass man dem als Nutzer/Besitzer/Fahrer zustimmen muss (oder es eben ablehnt) und nicht, dass heimlich so eine Datenflut angehäuft wird.

Was es Hürden in der EU und in Deutschland angeht, habe ich da so meine eigene Meinung. Wo kein Kläger, da kein Richter...... Stichwort: Diesel-Gate.

Und ich bin mir sicher, dass fast alle diese (sicher nicht abschließende) Liste hier heute das erste Mal sehen.

Zitat:

@Pasha78 schrieb am 13. August 2017 um 21:36:43 Uhr:

Ich finde die Frage des TE sehr interessant. Leider zeigen Antworten wie "Leider musst du dann dein Handy auch daheim lassen wenn du im Auto sitzt....", wie unwissend die meisten Autofahrer sind oder dass hier pure Ignoranz an den Tag gelegt wird.

Muss man nicht verstehen, oder? Es geht doch gerade darum! Jeder schleppt sein Smartphone mit sich herum und gibt zig Daten von sich preis, ohne sich Gedanken zu machen. Beim Auto fängt man an zu überlegen, wie viele Daten man preisgibt, dabei sind es hier viel weniger Informationen. Da ist die Folgerung absolut richtig, dass man zuerst sein Handy nicht mehr mitnehmen und nutzen sollte, bevor man sich darüber Gedanken macht. Wer das tut, der darf dann gerne den nächsten Schritt machen.

Willst du mir damit sagen, dass das Auto ein rollendes Handy ist und dass es deswegen ok ist, dass ein Autohersteller einfach mal so ohne Zustimmung äußerst private Daten abfängt und speichert (und womöglich weitergibt)? Ich glaube ich träume grad - und zwar ziemlich schlecht!

Es soll nämlich auch noch Menschen geben, die erstens kein Smartphone haben, die zweitens selbst wenn sie eines haben, es nicht überall mit hinnehmen (dazu zähle ich) und selbst wenn ich mein Handy pausenlos mit mir herumtrage, wünsche ich nicht, dass meine ganzen Kontaktdaten einfach an einen Automobilhersteller übertragen werden. Ich habe dem zumindest nicht zugestimmt.

Aber deine Antwort zeigt nur einmal mehr, wie unbedarft Menschen mit ihrem Privatleben umgehen. Und dann wundert man sich irgendwann......

Beim Autokauf werden einige Unterschriften geleistet. ;) unter anderen wird da den Connected drive Datenschutzregelungen zugestimmt! :)

Steht da das oben Genannte auch so dezidiert drinnen? Und was ist, wenn ich den Wagen als Vorführ-/Geschäfts-/Jahres-/Gebrauchtwagen - z. B. auch bei einem Nicht-BMW-Händler - kaufe?! Lücken über Lücken.....

Ich habs mir nicht so genau durchgelesen! Ist mir auch nicht so wichtig! ;) beim Kauf des 1.Eierphones habe ich mich entschieden...

Von daher machen mir dir paar Daten keine Angst mehr! Von mir aus können sie alle öffentlichen Plätze mit Kameras bestücken! Hochauflösend und speichernd! So wichtig nehm ich mich nicht! Auch wenn ich kein fratzenbuch usw befeuere.

@Pasha78 das negative bezog sich auf 'personalisierte Daten' und die werden hier sicherlich nicht erhoben und dazu muss dann auch kein Nutzer zustimmen.

Wenn mit Daten so einfach umgegangen werden dürfte, dann könnte BMW auch nach Diebstahl sagen, wo das Auto zuletzt stand oder TollCollect, wo das Kennzeichen zuletzt die Autobahn passiert hat.

BeIm Einschalten des Computers oder der Nutzung des Internet gibt es auch keinen Hinweis, dass eigentlich die gesamte Nutzung durch die IP-Adresse technisch mehr Aufchluss über die Person geben könnte, als die paar Daten vom Fahrzeug. Vermutlich kann der Energieversorger / Wasserversorger auch bei den zum Tieil vernetzten Zählern sagen, wann zuletzt z.B. Wasser entnommen wurde oder auch das wäre einfach möglich.

Zitat:

@Pasha78 schrieb am 13. August 2017 um 23:22:44 Uhr:

Willst du mir damit sagen, dass das Auto ein rollendes Handy ist und dass es deswegen ok ist, dass ein Autohersteller einfach mal so ohne Zustimmung äußerst private Daten abfängt und speichert (und womöglich weitergibt)? Ich glaube ich träume grad - und zwar ziemlich schlecht!

Es soll nämlich auch noch Menschen geben, die erstens kein Smartphone haben, die zweitens selbst wenn sie eines haben, es nicht überall mit hinnehmen (dazu zähle ich) und selbst wenn ich mein Handy pausenlos mit mir herumtrage, wünsche ich nicht, dass meine ganzen Kontaktdaten einfach an einen Automobilhersteller übertragen werden. Ich habe dem zumindest nicht zugestimmt.

Aber deine Antwort zeigt nur einmal mehr, wie unbedarft Menschen mit ihrem Privatleben umgehen. Und dann wundert man sich irgendwann......

@Pasha78

Ich finde es wirklich langsam unverschämt, wenn Du hier solche Dinge unterstellst, obwohl Du den Text, den ich geschrieben habe, scheinbar nicht verstehst oder nicht richtig gelesen hast. Bitte doch mal sachlich bleiben!! Bitte nicht einfach mit so einer Stammtischbehauptung unterstellen, dass es Menschen mit anderer Meinung und Einwänden egal ist, was Sie mit ihren Daten machen.

Es geht einzig darum, dass das mit dem Handy schon eine berechtigte Anmerkung ist! Du hast scheinbar keine Idee davon, was für eine Datenkrake ein modernes Smartphone ist - speziell Android. Dagegen ist das Auto (nicht nur BMW), fast nicht erwähnenswert.

Smartphones geben ein zigfaches von jedem Preis und darüber beschwert sich hier keiner. Wenn man aber einen BMW kauft, dann geht es sofort los. Natürlich werden Daten erhoben und man kann darüber diskutieren (was hier im Forum schon mehrfach geschehen ist - siehe Suchfunktion), wie weit das okay ist und wie weit nicht. Es gibt aber auch Verträge, die man unterschreibt und in denen steht, was man für Daten von sich freigibt.

Trotzdem ist es lächerlich, wenn man darüber diskutiert und gleichzeitig ein Smartphone besitzt und viel mehr Daten von sich preisgibt. Um nichts anderes ging die Anmerkung und war völlig zurecht: Wenn man ein Smartphone besitzt, sollte man sich lieber darüber vor dem BMW Gedanken machen, was man so an Informationen von sich preisgibt.

Und ja: Es gibt Menschen, die ihre Smartphones nicht überall dabei haben - auch Menschen mit anderer Meinung als Du über das Thema "Daten und BWM"; aber wahrscheinlich besitzen 99% aller BMW-Fahrer ein Handy oder Smartphone und darum sind solche Argumente, dass manchem Menschen vielleicht kein Smartphone besitzen und Daten von sich preisgeben zwar okay - aber doch eher die Ausnahme. Auch wenn man sein Smartphone nur 50% der Zeit bei sich hätte, so geben Apps und Surfgewohnheiten weitaus mehr preis von sich, als BMW jemals erfahren wird.

Wie gesagt: Geht nur darum, dass man sich um andere Dinge mehr Gedanken machen sollte, bevor man BMW angeht - mehr nicht. Und das berechtigte Argument sollte man doch mindestens mal stehen lassen.

Und irgendwie ist hier doch das Thema verfehlt: Geht doch nur um die Abschaltung, oder?

Um hier vielleicht mal für etwas Beruhigung in Sachen Datenschutz zu sorgen, bei BMW Connected Drive könnt ihr die gespeicherten Daten als Archiv anfordern und einsehen oder sogar einen RESET machen, wenn ihr das wünscht.

Geht alles bequem über die Connected Drive Website. Dort kann man zum Beispiel die Daten ganz einfach anfordern, wie auf meinem Screenshot zu sehen ist...

Das ganze nennt sich "BMW CarData"

Bmw-cardata
Bmw-cardata2
Bmw-cardata3

Und das versuche mal für Dein Smartphone zu bekommen!

;)

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