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Datenübertragung in neueren Fahrzeugen

Themenstarteram 28. Februar 2020 um 14:06

Wie kann man vermeiden, dass sich ein Auto von selbst mit dem Internet verbindet und z. B. Verlaufsdaten, von Mikros aufgenommene Gespräche im Auto, Kamerabilder und weiß Gott was noch an den Hersteller, google usw. sendet?

Naiv gefragt: Gibt es vielleicht irgendwo einen WLAN-Adapter, den man herausziehen kann, oder eine SIM-Karte für die Verbindung mit dem Mobilfunknetz?

Ich befürchte, die Hersteller werden einem bald keine Wahl mehr lassen, ob man Betriebsdaten für sich behalten möchte oder nicht. Oder die Karre funktioniert ohne Internet gar nicht mehr...

Beste Antwort im Thema

Komisch, wenn beim Auto der Hersteller alles mithört und mitschreibt, regt man sich auf. Wenn beim Handy Google und der Rest der Welt alles mithört, finden das alle cool. Und selbst Alexa zwingt man ja gerade dazu, dass die intimsten Geheimnisse auf dem Amazon Server übertragen werden.

Irgendwie verstehe ich das nicht

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Zitat:

@Provaider schrieb am 28. Februar 2020 um 16:20:36 Uhr:

ecall ist ja Pflicht,

Nein.

Vorgeschrieben nur für neue Typen (ab 2018 irgendwann?). Fahrzeuge die auf älteren Typgenehmigungen basieren sind weiterhin ohne eCall zulassungsfähig, auch wenn es sich um neuere Nachträge zur Typgenehmigung handelt.

Per Fernzugriff das Auto zu deaktivieren dürfte bei Mietbatterie nahezu bei allen Marken zutreffen .

Diese Option wird sich kein Batterieverleiher nehmen lassen um sicher zu stellen das der Rubel regelmäßig rollt .

Klar , man kann beim ZOE auch mal einfach zusätzlich 8000 Euro auf den Tisch legen um die Batterie zu kaufen , aber das garantiert nicht das die Möglichkeit des Fernzugriffs komplett unmöglich ist , die Technik dafür ist im Auto .

Wenn man sich mal etwas genauer mit dem E-Auto beschäftigt , wird man fest stellen das die Dinger nur eine große Mogelpackung ist , wo Vorteile teuer mit deutlich mehr Nachteilen erkauft wird .

Der ZOE fährt maximal 140 km/h , mehr lässt der nicht zu , nutzt man das regelmäßig aus , geht die Reichweite gnadenlos in den Keller , wer braucht da noch ein Tempolimit wenn die Dinger so zwangsgedrosselt sind .

Egal ob Ladezeit oder andere Einschränkungen , man ist nicht mehr Herr über sein eigenes Auto , einfach einsteigen wann man will und soweit fahren wie man will , ist ohne Nachteile im Vergleich zum Verbrenner nicht mehr möglich , an Tankstops von 5-10 Minuten wie beim Verbrenner , braucht man beim E-Auto nicht mal dran zu denken , das dekradiert die rollende Batterie zum Zweitwagen für den Nahverkehr , nicht Jeder kann sich einen Tesla leisten .

Speichermedien die deutlich mehr leisten können als die derzeit verbauten Batterien sind vorhanden und könnten die Reichweiten deutlich erhöhen , wird aber nicht genutzt .

Ist ein sehr komplexes Thema , hauptsächlich interessant für Leute denen das alles total egal ist beim Kauf , für die Anderen die sich damit kritisch auseinander setzen , kann das durchaus kaufentscheidend sein .

Ich jedenfalls werde mit den mir derzeitig bekannten Infos einen großen Bogen um E-Autos machen .

Sorry, aber die Antriebsart hat überhaupt nichts damit zu tun, was ein Auto an Daten sammelt oder nicht. Egal ob Elektro oder Verbrenner, das kann man unter anderem auch hier sehen, da ist alles vertreten, entscheidend ist vielmehr das Baujahr und die Ausstattung: Diese Daten sammelt ein modernes Autos

Dass Daten gesammelt werden ist auch nicht neu, sie wurden meist nur beim Serviceaufenthalt ausgelesen und dafür in den Steuergeräten zwischengespeichert. Mittlerweile übertragen die Fahrzeuge durch die mittlerweile oft (serienmäßig) vorhandene Datenverbindung direkt zum Hersteller. Wer das nicht möchte, darf sich kein neues Fahrzeug mehr kaufen.

Allerdings ist die Diskussion auch etwas oberflächlich betrachtet und aus meiner Sicht auch in gewisser Weise scheinheilig, denn beim (bei der großen Mehrheit) immer am Körper getragenen (und im Fahrzeug mitfahrenden) Smartphone, das man gerne auch im Fahrzeug zur Navigation nutzt, macht sich kaum einer ähnliche Gedanken - das überträgt auch ständig neben der Position diverse (persönliche) Nutzungsdaten, teilweise noch viel persönlichere, als es ein Auto tun könnte und zudem nicht nur zum Gerätehersteller zur Produktverbesserung, sondern zu allen möglichen App-Firmen, deren Herkunft und Seriosität man kaum kontrollieren kann.

Nebenbei bemerkt besteht - wie bei Smartphones - auch in modernen Fahrzeugen die Möglichkeit, zumindest einem Teil der Datenübertragung zu widersprechen (für Produktverbesserungen z.B.).

Beim Focus habe ich die Sicherung für das Modem gezogen (hatte sich regelmäßig aufgehängt und den Wagen am Schlafen gehindert, Batterie nach 3 Tagen leer). Damit hätte ich leben können, unter der Voraussetzung, dass nur ecall und App-Fernsteuerung nicht gehen. Leider ist das Modem so tief eingebunden, dass damit auch die vorderen Lautsprecher ausgeschaltet waren. Damit kein Freisprechen via Bluetooth und sehr leises Radio. Sprich: deaktivieren nicht einfach möglich.

Einen Mobilfunkjammer zu verwenden, kann ich auch nicht empfehlen. Die Sendemasten betreiben kontinuierliches Monitoring und können Störquellen recht genau orten und Bewegungsprofile erstellen. Ich gebe Dir eine Woche bis auf einer Autobahnbrücke ein Bus der Bundesnetzagentur steht und Dein Auto als Störsender identifiziert. Und dann wirds teuer.

Jammer

Abgesehen davon, dass eigene, erwünschte Funktechnik (Handy, GPS-Tracker) ebenfalls nicht funktionieren würden.

Alleine daran sieht man doch schon welcher Aufwand da betrieben wird um Nutzerbezogene Daten zu bekommen .

Wer will da noch von Datenschutz reden , wenn es legal betrieben werden darf ?

Datenschutz heißt ja nicht das keine Daten erhoben werden dürfen. Der Kunde bzw. der Datenlieferant muss nur unterschreiben daß er es erlaubt.

 

Wird beim Neuwagenkauf sicher automatisch mit erledigt.

 

Wird dann höchstens Mal beim Gebrauchtwagenkauf interessant, muss man sich da beim Hersteller als neuer Besitzer registrieren?

Klar muss der Kunde dafür unterschreiben , aber wie viele wissen wirklich genau für was die damit alles zustimmen .

Beim E-Auto ist ein Verkauf nicht so einfach bei Mietbatterie , da muss der Vermieter auch mitspielen .

...das wird am Ende der gleiche Affenzirkus wie bei Microsoft... lieber Kunde ihr Auto wird demnächst 10 Jahre alt, wir haben uns entschlossen die Softwareupdates auslaufen zu lassen d.h. ihr Auto wird demnächst zu einem Sicherheitsrisiko und daher am XX.XX.XXXX deaktiviert - also geben sie es bitte bis dahin bei einem unserer authorisierten Schrottplätze ab.

@ttru74 ...ich glaube nicht daran, dass ein paar nicht gesetzte Kreuze auf der Bestellliste verhindern, dass der Mist nicht trotzdem verbaut wird. Das Zeug läuft dann für dich unsichtbar / deaktiviert im Hintergrund... d.h. die Daten werden trotzdem abgegriffen / in irgendwelchen Blackboxen gespeichert.

Nur mal so als Beispiel... bei Baumaschinen ist das schon voll verwirklicht. Eine Liebherr-Maschine hat z.B. generell Lidat an Bord, da wirst du als Käufer nur gefragt, ob du Zugang (kostenpflichtig) haben willt und ob zu erlaubst, dass dein zuständiger Vertragshändler Zugang haben darf... Liebherr selbst hat da mit Sicherheit Zugang und spätestens, wenn es um irgendwelche Gewährleistungsansprüche, Unfälle, wie z.B. den großen Kran-Crash damals in Mekka (ja, das war eine Liebherr Maschine), etc. etc. geht gucken die da rein.

Damit kannst du übers Internet sämtliche Betriebszustände, Daten abfragen... bei z.B. einem Bagger Temperaturen, Drehzahlen, Hydraulikdrücke, Füllstände, Betriebsstunden, Servicestände, usw. usw. oder bei einem Kran, kannst aus der Ferne genau abfragen welche Last der gerade hebt, bei welcher Ausladung der angehoben hat, wo er sie absetzt, welche Motoren / Winschen / Getriebe gerade laufen, die Windstärken am verbauten Windmesser -diese Daten werden auch mitprotokolliert... is z.B. für den Sachverständigen bei einem Unfall interessant.

Außerdem kannste die Maschinen sperren... sowohl zeitlich, dass die wirklich nur zu den Arbeitszeiten laufen -interessant für Vermieter, dass die Maschine wirklich nur die 10 kalkulierten Stunden / Tag läuft und keine Überstunde- oder du kannst sie auch auf ein Gebiet einschränken (Geofencing)... damit der Baggerfahrer nicht mal eben aufm Nachbargrundstück ne Schwarzbaustelle macht.

Oder auch praktisch... man kann die Daten mehrerer Maschinen vergleichen und so Maschinenbediener aussortieren, die nicht die Arbeitsgeschwindigkeiten / Umschlagmengen erreichen, wie z.B. der Durchschnitt der Kollegen.

Da wird ja nicht gesagt "Wir wollen Deine Daten, unterschreib mal hier". Sondern:

"Gratis: 5 Jahre Garantie bei Registrierung des Fahrzeugs in der Fordpass-App".

Und der Verkäufer sagt: "Sie können die App ja nach ein paar Wochen wieder löschen."

Und im Garantiefall: "Ja, sie haben 5 Jahre Garantie, aber wir können hier sehen, dass sie an der Autobahnauffahrt wohnen und dem Motor kalt immer voll ausbeschleunigt und ihn Abends mit glühendem Turbo zu Hause abgestellt haben, wir sind raus."

Themenstarteram 29. Februar 2020 um 16:47

Wenn genug Leuten der Mist zu weit geht, wird es auch Hersteller geben, die Alternativen anbieten. Dass man durchaus gegen die Giganten auf dem Markt auftreten kann, zeigt der elektrische Post-Lieferwagen.

Bei den Handys ging es ja auch, wie schon erwähnt. Es gibt Pioniere, die erfolgreich ein alternatives System entwickeln, das sich an den Benutzern orientiert, und nicht an den Wünschen der globalen Riesen.

Zitat:

@Sriracha schrieb am 29. Februar 2020 um 16:47:03 Uhr:

Dass man durchaus gegen die Giganten auf dem Markt auftreten kann, zeigt der elektrische Post-Lieferwagen.

Der gerade seinen Abschied bekannt gegeben hat.

Komisch, wenn beim Auto der Hersteller alles mithört und mitschreibt, regt man sich auf. Wenn beim Handy Google und der Rest der Welt alles mithört, finden das alle cool. Und selbst Alexa zwingt man ja gerade dazu, dass die intimsten Geheimnisse auf dem Amazon Server übertragen werden.

Irgendwie verstehe ich das nicht

Zitat:

@Sriracha schrieb am 28. Februar 2020 um 14:06:55 Uhr:

Wie kann man vermeiden, dass sich ein Auto von selbst mit dem Internet verbindet und z. B. Verlaufsdaten, von Mikros aufgenommene Gespräche im Auto, Kamerabilder und weiß Gott was noch an den Hersteller, google usw. sendet?

Naiv gefragt: Gibt es vielleicht irgendwo einen WLAN-Adapter, den man herausziehen kann, oder eine SIM-Karte für die Verbindung mit dem Mobilfunknetz?

Ich befürchte, die Hersteller werden einem bald keine Wahl mehr lassen, ob man Betriebsdaten für sich behalten möchte oder nicht. Oder die Karre funktioniert ohne Internet gar nicht mehr...

Das kommt sehr auf das jeweilige Auto an. Die Mercedes haben 4 Antennen (Spiegel, Dach, irgendwo im inneren) verbaut verbunden an einem Steuergerät, dort könnte man die Kabel abziehen.

Bei Opel gibt es das Onstar System, das je nach Baujahr unterschiedlich deaktiviert werden kann, in USA Foren dazu suchen. Onstar funkt immer auch ohne Abo. Wichtig ist die GPS Antenne zu finden, dann ist vieles offline. Bei Ford läuft auch Alles in einem Steuergerät zusammen, das kann man ausstecken.

Seit diesem Jahr müssen alle Auto die verbrauchte Benzinmenge speichern, das wird man kaum unterbinden können.

 

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 29. Februar 2020 um 20:39:12 Uhr:

Komisch, wenn beim Auto der Hersteller alles mithört und mitschreibt, regt man sich auf. Wenn beim Handy Google und der Rest der Welt alles mithört, finden das alle cool. Und selbst Alexa zwingt man ja gerade dazu, dass die intimsten Geheimnisse auf dem Amazon Server übertragen werden.

Irgendwie verstehe ich das nicht

Tja, wenn Alexa und Siri nun mal bei einigen zur Familie gehören, bei uns jedenfalls nicht. :D

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