Crash mit SUV+Geländewagen: Laut SPIEGEL sterben immer mehr Kinder
Fußgänger und Fahrradfahrer tragen bei Unfällen mit SUV und Geländewagen besonders hohe Schäden davon, für Kinder endet der Crash immer öfters tödlich, wie der SPIEGEL berichtet. Die Gefahren steigen mit der zunehmenden Höhe der Motorhauben.
Wieso haben SUV und Geländewagen überhaupt eine Zulassung für Deutschland bekommen? Sie sind potentiell tödliche Waffen, die auch noch unverhältnismäßig viel Platz auf der Straße, auf dem Parkplatz und im Parkhaus rauben. Sie verbrauchen in der Produktion zu viel Material und Rohstoffe, sind außerdem Energiefresser.
157 Antworten
Ich beobachte immer wieder Zweiradfahrer, die sich im Straßenverkehr sehr unverantwortlich verhalten und dabei sich und andere Teilnehmer gefährden. Zudem nerven mich gerade im Sommer, wenn ich mit meinem Cabrio offen fahre, die oft sehr lauten Motorräder. Nun ich es aber so, dass alle Verkehrsmittel ihre Daseinsberechtigung haben und Jeder dies auch respektieren sollte. Wer sich für das Verbot von bestimmten Verkehrsmitteln ausspricht, ist also intolerant und sollte dringend überlegen, ob er wirklich auf dem richtigen Weg ist.
Die Gefahr geht übrigens nicht vom jeweiligen Verkehrsmittel aus, sondern vom Fahrer... Wer sich mit einem Kleinwagen oder einem Motorrad nicht an die Verkehrsregeln hält, gefährdet andere Verkehrsteilnehmer genauso wie ein rücksichtsloser SUV-Fahrer.
Zitat:
@windelexpress schrieb am 12. Juni 2025 um 19:58:52 Uhr:
Na zum Glück darf das in D noch jeder für sich selbst entscheiden!
Ist das so?
Nicht wirklcih, auch heute gibt es Grenzen und nicht jeder kann machen was er möchte.. z.B. Schein B da ist bei 3,5t Schluss.. könnte jeder machen was er möchte, hätten wir wohl auch Leute die was auch immer kompensieren 😁müssen und würden mit einem 5t Cybertruck ins Großstadbüro pendeln...
Grenzen machen schon Sinn, ansonsten würden einige Egoisten komplett ohne Rücksicht auf Verluste ...
Irgendwie klingt das alles ein bisschen nach Kritiklosigkeit und nach Schönreden.
Ich fahre jetzt seit 2 Jahren ein SUV-Modell, es ist das erste dieser Art in mittlerweile fast 45 Jahren. Noch dazu handelt es sich um ein "kleines" SUV (Toyota Yaris Cross). Es wird aber mit Sicherheit mein einziges Fahrzeug dieser Art bleiben. Das nächste Auto wird wieder kleiner, eben die Größe, die ich bisher immer gefahren habe, vor 30 Jahren VW Golf II und III, in den letzten Jahren Fahrzeuge aus der mittlerweile auf Golf-Größe angewachsene Kleinwagenklasse (Renault Clio, VW Polo, Seat Ibiza)..., VW ID.2/Cupra Raval oder Renault 5 wären daher wohl meine Wahl für den anstehenden Ruhestand 😎...
Der Yaris Cross ist so groß wie ein Golf, richtig. Die aber auch da vorhandene hohe Motorhaube nimmt einem ganz klar in vielen Alltagsituationen die Sicht. Trotz höherer Sitzposition. Wer das nicht einsieht, redet sich etwas schön. Beispiele? Vorwärts einparken zum Beispiel; die seitlichen Markierungen des Stellplatzes sind wegen der hohen Motorhaube nur schwer einzusehen. Das gleiche gilt beim Befahren von Rampen in Tiefgaragen. Oder in engen Wohngebieten: Beim vorwärts einparken übersieht man ganz schnell eine niedrige Hecke oder ein flache Mauer, die als Grundstückseinfassung dient. Mein Yaris hat vorne keine Kamera, nur Pieper. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Situationen mit einem richtig fetten SUV, neuer Tiguan, Skoda Kodiaq, BMW X3 aufwärts etc. pp. entspannter sein werden... im Leben nicht. Mein Fazit also: Das Fahrzeugwachstum muss aufhören. Ich kann auch die Spezialisten nicht verstehen, die in Autobahnbaustellen von 2,10 Breite links mit einem amtlichen SUV das übliche Tempolimit von 80 km/h ignorieren und mit 10 cm Seitenabstand und 20 km/h Geschwindigkeitsdifferenz an Lkw vorbeifahren... auf so eine Idee würde ich persönlich nie kommen. Das Risiko, doch einen schwachen Moment zu haben, wäre mir viel zu hoch... ein Fahrstreifen von 2,10 Meter Breite ist für einen der mittlerweile "erwachsenen" Kleinwagen, die mit Spiegeln alle fast 2 Meter breit sind schon knapp...
Wie gesagt, ich hoffe, dass der Trend den Nachfolger zwingend größer zu entwerfen als den Vorgänger in naher Zukunft ein Ende hat. Es fahren genug von den ganzen dicken Brummern herum...
Bezeichnend auch, dass in der Motorpresse sowie bei den Fahrzeugvorstellungen auf YouTube mittlerweile bei Fahrzeuglängen von 4,40 Meter aufwärts immer noch von "kompakt" die Rede ist. Kann ich nicht nachvollziehen... aber okay, für die ist ein Fahrzeugendpreis von 25k Euro ja auch immer "für jeden bezahlbar"... verrückte Welt 😕...
Vieles ist hier schon gesagt/geschrieben worden. Dieses >Thema dürfte zu keinen Ende führen, nur weil
sich ein paar angebliche Experten aus Zeitung/Politik oder sonstwoher, Thesen aufstellen, die nicht haltbar und umsetzbar sind. Um ihre Irrsinnigkeit erkennbar zu machen, sollten diese doch den gesamten Autoverkehr verbieten wollen, dann würde deutlich, in welchem geistigen Klima sich sich aufwärmen.
Es gibt heutzutage wirklich wichtigere Themen/Geschehnisse, wo es sich lohnen würde, diese mit einer
kritischen Überschrift zu versehen/ zu hinterfragen / zu analysieren.
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Wenn es um Kinder geht ist es nicht die Frage wer was wie fährt sondern eine wirksame Entflechtung der Verkehrsräume. Das wären z. B. Fahrverbote für alle Kfz. während der typischen Bring- und Hol-Zeiten, die dann auch durchgesetzt werden. Blech am Stiel ist geduldig und 500 m Fußweg scheint nach Ansicht vieler Eltern Kinder ganz grundsätzlich zu überfordern. Am Ort sind die Eltern derart kreativ und rotten sich zusammen um eine Schrankenanlage auszutricksen.
Erstaunlich, dem SUV-Fahrer wird Egoismus vorgeworfen, weil seine Sicherheit zu Lasten der schwächeren Verkehrsteilnehmer geht. Ist das nicht bei so ziemlich jedem Fahrzeug der Fall? Selbst der Radfahrer stellt für den Fußgänger eine Gefahr dar.
Wer im Falle eines Unfalles die Wahl hat, ob sein "Unfallgegner" die Verletzungen erleidet oder sein Leben verliert oder ob er das selbst ist, wen wird er dann wohl wählen?
Man kann sich da vieles zurecht drehen, unbestritten ist wohl um so größer die Maße und Masse um so höher wird der schaden bei Schadenereignis... kann mir schwer vorstellen das ein zusammenstoß mit Biofahrrad den gleichen Schaden anrichten wie wenn der KingSize SUV von seinem Weg abkommt...
Aber ja, bei Fahrrad sieht man den Größenwahnsinn auch... Was wiegt ein normales Fahrrad um 10-20 kg + Fahrer, die E-Bike Boom da sind Geräte dabei, das sind für mich halbe Motorräder + Fahrer, da weiß man nicht ob die wirklich mit umgehen können, oder wirklcih gefährliche Fharmanöver mit sackschweren Lastenrädern .. auch eine Art SUV unter Fahrrädern
Zitat:
@tartra schrieb am 13. Juni 2025 um 12:15:07 Uhr:
Man kann sich da vieles zurecht drehen, unbestritten ist wohl um so größer die Maße und Masse um so höher wird der schaden bei Schadenereignis... kann mir schwer vorstellen das ein zusammenstoß mit Biofahrrad den gleichen Schaden anrichten wie wenn der KingSize SUV von seinem Weg abkommt...
und wie viele Kingsize-SUV fahren herum? Höchste Verkaufszahlen hat der VW T-Roc, Gewicht 1300-1600kg. Ein Golf dagegen wiegt ... das gleiche. Also vom Gewicht her kein Unterschied.
Und weil die Verkehrsfläche auch so ein Grund war weiter vorne: T-Roc L4236 B1819 = 7,70qm. Golf L4284 B1789 = 7,66qm, als Variant L4633 B1789 = 8,30qm. Und ein MB GLC L4716 B1890 = 8,91qm, Passat L4917 B1849 = 9,10qm. Also das mit der Verkehrsfläche ist soweit schon mal ... naja ...
Die Kassette wird immer wieder abgespielt... wie oft den noch.. klar sollte sein, es geht im Diskurs nicht um den VW Tiago, sondern eher um Kaliber wie X7, oder Q8...
Ich fahre recht viel und verfüge über drei verschiedene Autos (BMW 2er Cabrio, Audi Q3 und Audi Q7). Dabei fahre ich eher defensiv und vorausschauend und so halte ich das Risiko für mich und alle anderen möglichst gering. Das gilt längst nicht für alle Verkehrsteilnehmer. Insbesondere die Vertreterautos à la Skoda Octavia und VW Passat fahren oft auf der letzten Rille und stellen damit eine größere Gefahr dar als ich in meinem gemütlich gefahrenen Q7.
Das soll nicht heißen, dass jeder Fahrer eines Octavias ein Rowdy ist. Es soll aber heißen, dass nicht jeder SUV automatisch eine erhöhte Gefahr für alle anderen sein muss.
Wenn alle Systeme korrekt funktionieren bremst ein modernes SUV bevor es den Fussgänger trifft. Umso mehr alte Autos verschwinden, umso mehr werden Unfälle mit Fussgänger zurück gehen. Irgendwann gegen 0. Das wird bestimmte Verbände und Medien natürlich nicht daran hindern zu erklären wie gefährlich Autos sind…
Ist das gleiche wie mit für Autos gesperrte Innenstädte. Umso störker die lokalen Emissionen von Autos zurück gehen, umso schneller sperren sie Autos aus. Auch wenn wir irgendwann nur noch Autos mit lokal 0 Emissionen haben, werden bestimmte Gruppen weiter fleißig erklären wie sehr Autos die Luft verschmutzen und warum wir besser alle Fahrrad fahren, laufen oder auf einem Esel reiten.
Zitat:
@StanLaurel schrieb am 12. Juni 2025 um 18:37:25 Uhr:
https://www.spiegel.de/auto/boom-der-suv-und-gelaendewagen-auto-fronten-werden-immer-hoeher-gefahr-fuer-kinder-a-381f428d-32ba-4537-9533-1a8ec70de593
Die meisten gehen nicht auf die Frage des Themenstarters ein, denn technisch scheint klar zu sein, dass ein erhöhtes Risiko für Kinder an der Höhe der Motorhaube liegt:
"T&E zitiert Studien, basierend auf Daten aus Belgien, wonach ein Anstieg der Oberkante vorn von 80 auf 90 Zentimeter das Todesrisiko für Fußgänger und Radfahrer bei einem Unfall um mehr als ein Viertel erhöht."
Wieso haben SUV und Geländewagen überhaupt eine Zulassung für Deutschland bekommen? Sie sind potentiell tödliche Waffen, die auch noch unverhältnismäßig viel Platz auf der Straße, auf dem Parkplatz und im Parkhaus rauben. Sie verbrauchen in der Produktion zu viel Material und Rohstoffe, sind außerdem Energiefresser.
Die Antwort liegt wohl in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, deren Regelwerk nicht nur auf Fakten, sondern natürlich auch auf Emotionen beruht, und auf unseren erhöhten Lebensstandard.
Nur weil jemand etwas nicht genau in der erdachten Bestimmung einsetzt, ist es nicht sofort verboten, oder kann verboten werden. Ausserdem wird immer geschriehen, dass wir zu viele Regeln haben - wir verbieten keinen SUV in der Stadt, wie wir auch dort kein Mountain-Bike verbieten.
Oder noch etwas emotionaler geschrieben: die meisten Autos sind überdimensioniert, in Motorisierung und Umfang. Sie sind hier und da mal praktisch (die Anhängerkupplung, die alle zwei Jahre mal ausgeklappt wird), und immer wieder emotional besetzt - was sicherlich der gewichtigste Grund ist.😉
(Vorsicht, der Text enthält ironische Übertreibungen, und die subjuktive Beziehung zum Fahrzeug kann abweichen.)
Zitat:@Monstrabidur schrieb am 12. Juni 2025 um 21:50:51 Uhr:
Wenn schon, denn schon: