CR-Z: Meine Eindrücke
Hallo Leute,
nachdem ich meinen Civic heute von meiner Honda-Werkstatt abgeholt hatte, bekam ich die Möglichkeit einer recht spontanen Probefahrt mit dem neuen CR-Z. Ich vermute bzw. gehe davon aus, dass es sich dabei um die mittlere Ausstattungsvariante 'Sport' gehandelt hat, denn am Lenkrad sind keine Knöpfe für die Betätigung der Bluetooth-Freisprecheinrichtung gewesen, die beim Topmodell 'GT' serienmäßig ist.
Zuerst bekomme ich mal den Klappschlüssel in die Hand gedrückt - feines Teil und richtig ungewohnt, einen Honda-Klappschlüssel in der Hand zu haben, aber wurde ja auch Zeit.
Nachdem ich die etwas zierlich geratenen Hinterräder begutachtet habe, sperre ich den Wagen auf und nehme gemeinsam mit meinem Vater, der fast genauso neugierig ist wie ich, Platz. Das Platzangebot vorne ist absolut ausreichend, aber wenn man Wert auf ein gewisses Platzangebot legt, sollte man sich besser nicht umdrehen. Die hinteren Notsitze sind wirklich nur Notsitze, da dürften sich selbst Kinder recht eingeengt fühlen.
Aber egal, also Gang raus, Kupplungspedal gedrückt halten, Zündschlüssel umdrehen, Startknopf betätigen. Zuerst kommt mir der Radiosound entgegen, wobei der Radioempfang um zwei Klassen besser als beim Civic ist - großes Lob!
Radio aus und so rolle ich im 'Normal'-Modus, der nach jedem Startvorgang automatisch aktiviert ist, raus auf die Strasse.
Nach ein paar Kilometern ruhigen Dahingleitens im Stadtverkehr rauf auf die Autobahn, Sport-Taste aktivieren - und hui, da geht ja was. Im 'Sport'-Modus hat der Wagen wirklich gefühlte 30 PS mehr, die Lenkung ist um einiges direkter, die Gasannahme schärfer. Alles genauso, wie es Honda bewirbt.
Der Motorsound bekommt ab etwa 4.000 Umdrehungen einen sportlichen Beigeschmack und der Motor dreht willig bis über 6.000 Umdrehungen rauf. Daran hat auch der sehr dezent arbeitende Hybridantrieb nichts geändert. Übrigens, würde ich nicht wissen, dass es sich um einen Hybrid handelt, ich würde den Wagen glatt für einen astreinen Benziner halten. Halt, nicht ganz: Die Start-Stopp-Automatik, die ich während der Fahrt nur ein Mal teste, funktioniert tadellos, ist aber doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Der von mir gefahrene CR-Z hat erst knapp 100 km auf der Uhr, ich will es jedoch trotzdem wissen und scrolle dem Bordcomputer entlang, um den aktuellen Durchschnittsverbrauch abzulesen. Naja, ich lese 7,4 Liter/100 km und weiß nicht so recht, ob ich lachen oder weinen soll, denn im 'Sport'-Modus macht der Wagen durchaus Laune, allerdings ist hier doch von einem Hybrid die Rede, oder? Nun gut, vielleicht pendelt sich der Verbrauch noch nach unten ein, wenn der Wagen richtig eingefahren ist ...
Beeindruckend ist für mich der Unterschied, den ein Druck auf eine der drei Fahrmodi-Tasten bewirkt. Im 'Sport'-Modus kommt der CR-Z wohl eher dem Civic 1.8 i-VTEC nahe, im 'Normal'-Modus merkt man schon einen deutlichen Unterschied, aber man ist trotzdem noch nicht lahm unterwegs, jedoch der 'Eco'-Modus haut mich glatt von den Socken: Mit gefühlten 60 PS tuckere ich durch die Stadt, die Lenkung ähnlich teigig wie beim Jazz - Spaß macht es keinen, aber den hat man im Stadtverkehr auch relativ selten und für den reicht auch dieser Modus aus, wenn es um das Sprit sparen geht.
Mich fasziniert, dass ich während eines Beschleunigungsvorganges im 'Normal'-Modus die Sport-Taste drücke und innerhalb von zwei Sekunden wird der Wagen ein anderes Auto. Der Elektromotor wirkt hier tatsächlich wie ein Turbo und gibt dem Beschleunigungsvorgang einen deutlich spürbaren Kick hinzu.
Mittels des Bordcomputers erkenne ich auf relativ einfache Art und Weise, woher der Wagen gerade seine Antriebsenergie bezieht - interessant.
Zu den anderen Werten des Fahrzeugs: Das Fahrwerk ist schön sportlich-straff, aber nicht so ruppig wie im Civic. Stöße durch Bodenwellen und dergleichen werden nicht so stark in den Innenraum weitergeleitet. Die Kurvenlage ist wirklich präzise, die Lenkung tut im 'Sport'-Modus ihr übriges dazu bei. Apropos Lenkung: Das Lederlenkrad ist schön griffig und klein, wie es sich gehört.
Der Schaltknauf fühlt sich angenehm an, die Schaltwege sind kurz, das Getriebe schön knackig.
Die Bremsen sind fein dosierbar und es ist schön, endlich mal kein Schleifen der Bremsen zu hören.
Die Verarbeitung ist aus meiner Sicht tadellos, genaue Spaltmaße innen wie außen - warum nicht beim Civic? Trotz des relativ straffen Fahrwerks vernehme ich keine Knarz- und Klappergeräusche, auch nicht bei Tempo 140 auf der Autobahn und diversen Bodenwellen auf der ersten Fahrspur. Das einzige, das ganz, ganz dezent klappert (und das ich wohl nur dank des ausgeschalteten Radios vernehme), ist ein Anschnallgurt auf der Hinterbank, der gegen eine Plastikverkleidung schlägt. Die Fahrgestellnummer erinnert mich daran, dass der CR-Z aus Japan kommt - well done ...
Zu den Materalien: Ja, es mag viel Hartplastik dabei sein, aber es ist schön geformtes und gestyltes Hartplastik. Honda hat es geschickt gemacht und den Innenraum trotz der Hartplastikanteile nicht zu billig wirken lassen. Die Materialanmutung ist meiner Ansicht nach im Jazz und im Insight schlechter. Sagen wir so: Ich kann damit leben, solange die Verarbeitung stimmt.
Nach rund 40 km und 30 Minuten gebe ich den CR-Z und dessen Klappschlüssel wieder in die Hände meines freundlichen Verkaufsberaters. Man mag es kaum glauben, aber ich habe ein Grinsen im Gesicht, als ich den Schlüssel zurückgebe.
Fazit: Sorry für die Vorurteile, ein Hybrid kann durchaus Spaß machen. Der Wagen ist zwar nicht perfekt, weil das ohnehin kaum ein Auto ist, aber er kann Spaß machen und mit der nötigen Selbstdisziplin auch sparsam sein. Was noch fehlt: Mehr Platz im Innenraum und ein stärkerer Motor, damit das Sport-Feeling wirklich Einzug hält. Es müssen keine 200 PS sein, angesichts des Gewichts würden wohl schon 160 PS reichen, um dem Wagen einen richtig sportlichen Touch zu verleihen. Aber ich habe gesehen, dass 124 Hybrid-PS auch Spaß machen können, obwohl ich bereits längst die 140 Turbodiesel-PS aus meinem Civic gewohnt bin.
Anbei einige Fotos von dem Gefährt, das ich bewegt habe. Sorry für die Qualität, sind bloß Handy-Fotos.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Mike_083
Ob Sinn oder Unsinn bei 30.000 km/Jahr - diese Frage stellt sich für mich nicht, da ich den CR-Z haben möchte. Dann fahre ich eben zwischendurch Bahn und lasse das Auto stehen. Unnötige Fahrten vermeide ich ohnehin bereits jetzt.
Ich kann nicht mehr ... mir tut schon der Bauch weh vom Lachen ... meine Fresse ... Mike, glaubst Du eigentlich den Quark, den Du hier schreibst? Den Wagen stehen lassen, weil Du weißt, dass ein Hybrid für 30k km im Jahr auf Autobahnen Blödsinn ist? Geniale Idee ... Aber den dafür perfekt geeigneten Diesel abgeben? Wie geil ist das denn ... ?
Mensch, kneift mich mal einer? Ich kann einfach nicht aufhören zu lachen.
Nee, im Ernst, von Mike kann man bzgl. einer ausgetüftelten Planung beim Autokauf echt ne Menge lernen. Oder anders gesagt, wie tue ich so, als ob, um es dann doch theatralisch nicht zu tun ... Ach ja, die Begründung darf ja nicht fehlen: FK3 Mist, FK3 Top, Hybrid Top, 30 k km Mist, Hybrid trotzdem Top weil ja Bahn Top ... NA WAS DENN NUN?
Dass Du Dir nicht langsam schön zu blöde vorkommst, dass hier dauernd zu schreiben. Und Dein Hondahändler wird sich wohl in drei bis sechs Monaten erschießen, wenn Du ihm feierlich nach der 6. Offerte erklärst, doch keinen CR-Z zu kaufen, da Du Dich in den neuen 1er verliebt hast. Vielleicht in Türkis ... ?
Nee, Leute, ich bin echt fertig ... hat hier noch jemand einen Lach-flash?
1142 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von R-12914
Und das ein Turbomotor im Vergleich zum Sauger weniger verbrauchen soll bei gleicher Leistung, das bezweifle ich auch mal sehr!Da gibts so ein Sprichwort: Turbo läuft - Turbo säuft!
Nein, das ist schon lange nicht mehr so. Früher mußte man unter Volllast anfetten, damit der Motor nicht zu heiß wurde (deshalb soff er wie ein Loch). Mit der elektronischen Einspritzung ist dies nicht mehr notwendig. Stattdessen gibt es beim Turbomotor nun mehrere Faktoren, die den Wirkungsgrad optimieren:
1.) Höhere Gesamtverdichtung möglich
Beim Saugbenziner bist du mit 12:1 fertiggefahren. Da beginnt das Klopfen, selbst bei 98 Oktan. Beim Turbo hingegen verdichtest du mit dem Lader mal mit 1.8 (bei 0.8bar Ladedruck). Dabei wird die Luft um ca. 100°C erwärmt. Mit dem Intercooler kann man diese Kompressionswärme nun abführen (dies kann man beim Sauger eben nicht). Der Motor verdichtet dann dennoch mit 9:1, somit kommt man auf eine Gesamtverdichtung von 16.2:1. Das steigert den thermischen Wirkungsgrad.
2.) Leichterer und kleinerer Motor:
Statt einer 3l-Sechszylindermaschine mit ca. 200kg baut man nun 2l-Vierzylinder-Turbo mit 150kg für die gleiche Leistung. Durch die eingesparten Zylinder spart man auch Reibung. Auch hier steigt der Wirkungsgrad direkt.
3.) Weniger Reibung durch niedriges Drehzahlniveau:
Ein Turbo braucht nur 5000U/min um 200PS zu liefern, ein 2l-Sauger eben 8000U/min. Die Reibung an Kolben, Kurbelwelle und Nockenwelle ist deshalb kleiner.
Vom Verbrauch her hat der Turbo einen Vorteil gegenüber einem Sauger. Dieser wird allerdings oft durch höheres Fahrzeuggewicht verspielt (dewegen braucht mein Teg auch weniger als ein GTI VI bei fast gleicher Leistung). Rein vom Sparen her sind die Turbos mittlerweile sicherlich die richtige Wahl. Bis zu einer gewissen Grenze funktionieren die Turbos auch gut (sprich bis zu einem gewissen Leistungszuwachs gegenüber einem gleichgroßen Sauger).
Ich kann mich noch gut erinnern an die ersten TDI's mit 90, 110 und 115PS. Hier lag der Ladedruck noch sehr niedrig bei ca. 0.4 bis 0.5bar, der 90PS TDI kommt sogar ohne Intercooler aus. Diese Motoren waren quicklebendig und man hat von einer Turboverzögerung nichts gemerkt. Mit den steigenden Literleistungen und Ladedrücken wurde das Thema immer schlimmer und erreicht seinen Höhepunkt bei den DPF-Dieseln. Aktueller Spitzenreiter dürfte der x35d-Motor mit 300 PS aus 3l Hubraum sein. Dieser fährt mit einem Ladedruck von ca. 2.3bar. Allerdings mit 2 Turboladern, einem kleinen und einem großen für verschiedene Drehzahlbereiche.
Solange man aber nur einen Turbo für derartige Ladedrücke verwendet, wird man mit massiven Turbolags leben müssen (was Hondafahrer eher nicht wollen). Der 1.6er mit 165 PS könnte recht nett sein, mit 203PS siehts wieder anders aus, den muß man wirklich fahren um eine Aussage treffen zu können....
Grüße,
Zeph
Zum Turbolag:
Muss nicht sein. Daihatsu hat schon Anfang der 80iger kleine Dreizylinder mit Turbo gebaut, die sich untenrum genau wie ihre turbolosen Kollegen fuhren, d.h. keine Anfahrschwäche.
Der Turbo setzte schön weich ein und verhalf zu tollen Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch. Und haltbar ist der Kram auch noch.
Aber der Turbowumms wird ja heute vom Käufer gewünscht. Wer das Eine will muss das Andere mögen.😉
Zu Hydrostößeln:
Warum kostenintensive(re) Technik verbauen, wenn unnötig? Ford hat es mit den Zetec-Motoren "vorgemacht", VentilspielPRÜFUNG alle 150.000 km, danach auf die nächsten 150.000. Ein Nachstellen ist oftmals nach dieser Laufleistung nicht mal erforderlich. Hydrostößel halten oftmals nicht so lange und ziehen Folgekosten nach sich. Bei Honda wird ggf.ein wenig nachgestellt und weiter geht´s. Kann man auch prima selbst machen.
Hydrostößel ist man gewohnt, aber sie sind eben anfällig und hohe Drehzahlen sind damit sowieso kritisch (keine Ahnung ob die derzeitigen HDZ-Motoren im R8, M3 oder M5 welche haben). Wie mein Vorredner schon sagte, wozu was einbauen, was ausfallen kann. Die Ventilspielprüfung ist zumindest bei den Saug-Benzinern von Honda sehr einfach, das sehe ich auch an meinem Teg. Ventildeckel runter, mit Fühllehre nachprüfen (meistens ist eh nix zu stellen) und wieder zu machen.
Bei meinem MX-6 (der hatte Hydrostößel) haben die Dinger geklackert, was nicht unbedingt zum Sechszylinder passte. Macht zwar nix ist aber unschön. Der Teg rennt selbst nach einem Kaltstart ohne klackern seidenweich (in den Grenzen eines Vierzylinders halt).
Grüße,
Zeph
Zitat:
Original geschrieben von R-12914
...Zitat:
Original geschrieben von Mike_083
Den Spruch 'Turbo läuft, Turbo säuft' kenne ich und er hat sicher auch seine Berechtigung. Aber wieviel nimmt sich eine Hochdrehzahlmaschine bei 8.000 Umdrehungen? Beim Turbo hat man Schub von unten raus, der beim Sauger gänzlich fehlt.Ich meine damit, dass der Turbo wegen des Drehmoments (mehr/früher) einene höheren Spritverbrauch hat als der Sauger (weniger/später).
Das lange Pedal auf der rechten Seite ist kein Schalter. Wenn Du es sanft betätigst, dann ist da nichts mit viel Drehmoment oder hohem Spritverbrauch. 😉
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Zitat:
Original geschrieben von buderuss
Das lange Pedal auf der rechten Seite ist kein Schalter. Wenn Du es sanft betätigst, dann ist da nichts mit viel Drehmoment oder hohem Spritverbrauch. 😉
Achso und ich dachte immer da gibts beim E-Gas nur noch "1" und "0"! 😁 😉
Ne schon klar, aber trotzdem!
"Der CR-Z ist kein Sportler"
http://www.krone.tv/.../...ler_mit_Hybrid-Herz-Honda_CR-Z-Video-220267
Zitat:
Original geschrieben von Mike_083
Das Problem ist nur, dass Honda in Europa gar keinen Sportler mehr auf dem Markt hat ...
Genau, dass kann ich absolut nur bestätigen.
Erst recht jetzt wo auch der letzte Sportler -Civic TypeR FN2- eingestellt wurde.
Die einzige momentane Topversion ist der Accord als Benziner mit 201 PS, aber dank des für meine Verhältnisse extrem hohen Gewichts von über 1550 KG nicht wirklich agil.
Man merkt immer mehr, dass der europäische Markt und die Kunden hier in Deutschland unwichtig für Honda sind!
Was ich noch dazu sagen muss und mich ehrlich gesagt nicht verwundert, dass mein Honda-Vertragshändler mehr Gartengeräte als Autos von der Marke Honda verkauft. Trotzdem muss ich dazu sagen, dass er als Autohändler einen wirklich vorbildlichen Service bietet, auch wenn er sich wieder sportlichere Autos mit mehr Leistung -auch mal wieder jenseits der 200 PS- von Honda wünschen würde.
Ich kann als Hersteller nicht die Motorleistung gleichbelassen, aber immer mehr ins Auto reinstopfen und somit das Fahrzeuggewicht erhöhen.
Ich selbst bin ein absoluter Freund von Innovationen und für mich wird Komfort auch immer wichtiger, schließlich wird man nicht Jünger und ist keine 18 mehr, trotzdem sollte man die Fahrzeug- bzw. Motordaten auch dem Fahrzeug entsprechend anpassen.
Und das hat wiederrum nichts mit Familienauto oder Sportauto zu tun!
Ich kann dem ganzen nur zustimmen, ABER ich bin mir ziemlich sicher das es mit dem neuen Civic auch einen neuen Type R geben wird. Der jetztige wurde ja eingestellt weil EURO 4 !! Also bringen sie einen 200 oder mehr PS Type R mit Euro 5 und schon ist die Sache geritzt.
Sowohl der 2.0 als auch der 2.4 Accord haben Euro 5. Sollte also nicht all zu schwer werden.
Also ich bin diesbezüglich optimistisch. 🙂
Zitat:
Original geschrieben von J0k3rm4nn
... ich bin mir ziemlich sicher das es mit dem neuen Civic auch einen neuen Type R geben wird. [...]Also ich bin diesbezüglich optimistisch. 🙂
Hoffen wir mal alle, dass Dein Optimismus auch belohnt wird ... hoffentlich ... 😁
Einen Type-R wird es geben, aber es wird wohl ein 1.6 200PS Turbomotor werden, wie schon jetzt mehrmals zu lesen war, dass dieser Motor im CR-Z Type-R verbaut wird und auch im neuen Civic und Accord seine Dienste leiste soll ...
Die Ära der Saugmotoren geht wohl langsam auch bei Honda zu ende ...
Zitat:
Original geschrieben von Carisma1996
Einen Type-R wird es geben, aber es wird wohl ein 1.6 200PS Turbomotor werden, wie schon jetzt mehrmals zu lesen war, dass dieser Motor im CR-Z Type-R verbaut wird und auch im neuen Civic und Accord seine Dienste leiste soll ...Die Ära der Saugmotoren geht wohl langsam auch bei Honda zu ende ...
Wenn es so sein sollte(was ich persönlich nicht glaube) ein Grund mehr meinen FN2 zu hegen und zu pflegen und schon gar nicht zu verkaufen 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Carisma1996
Einen Type-R wird es geben, aber es wird wohl ein 1.6 200PS Turbomotor werden, wie schon jetzt mehrmals zu lesen war, dass dieser Motor im CR-Z Type-R verbaut wird und auch im neuen Civic und Accord seine Dienste leiste soll ...Die Ära der Saugmotoren geht wohl langsam auch bei Honda zu ende ...
Aufhören, aufhören, .... buuuhhh, ich hör' da gar nicht hin, nänänänänänääää .... 😁😁😁😁
Du musst aber auch wieder jeden Funken kleinster Hoffnung kaputt machen ... Ich will einen weiterentwickelten Hochdrehzahlsauger und keine Luftpumpe haben. Wenn das wirklich so kommt, müsste mich der "NEUE" wirklich schon bei einer Probefahrt richtig dolle überzeugen, dass der jemals interessant werden würde. Also mache ich es einfach wie hotnight ... und freue mich an meinem FN2.
Grüße
Heute möchte ich mal noch einen Bericht zum CR-Z anhängen.
Mein Wagen verbringt wegen erneut abblätterndem Lack mal wieder eine kleine Auszeit in der Werkstatt. Diesmal wusste das Autohaus mich jedoch mit einem hübschen kleinen Flitzer zu besänftigen, den ich nun erstmal fahre.
Ich vergleiche hier bewusst mit meinem Civic 1.4 Sport, denn ich möchte ja Vor- und Nachteile herausarbeiten.
Also optisch muss ich erstmal sagen: Das Teil ist echt mein Ding. Für mich rundum gelungen und es macht mir Spaß die Kiste zu betrachten.
Im Innenraum dominiert allerdings etwas „billiges“ Plastik, in meinem Wagen wirkt das Interieur etwas hochwertiger. Aber dafür ist der CR-Z knarz- und klapperfrei. Die Armaturen sind sehr verspielt und wollen über alles gleichzeitig informieren. Wenn man sich daran gewöhnt hat funktioniert das auch recht gut.
Die Sitze sind außerordentlich bequem und sehen schick aus, man sitzt betont sportlich und schön flach. Viel Platz ist allerdings nicht. Selbst bei meinen 1,72 Körperlänge fühle ich mich recht eingeengt und vermisse die „luftigen Weiten“ des Civic. Über Platz hinten und im Kofferraum will ich nicht weiter sprechen, da dieser praktisch kaum vorhanden ist.
Die Sicht nach hinten ist besch....eiden, aber hier wurde daran gedacht auch den unteren Teil der geteilten Heckscheibe zu beheizen. Somit sieht man doch bei winterlichen Verhältnissen mehr als im Civic.
Jetzt aber auf die Straße: Das Fahrwerk ist hart und hoppelig, dafür liegt der Wagen fast perfekt auf der Straße. So muss das bei so einem Wagen ja auch sein. Ich bevorzuge allerdings etwas mehr Komfort. Der Wagen startet extrem spontan und surrt vor sich hin, beim Gas geben ist ein leichtes Pfeifen zu hören. Dann los im Ecomodus. Den schalte ich jedoch gleich wieder ab, zu verzögert reagiert mir der Wagen auf Gasbefehle, ich springe in den Normalmodus. Jaaa, viel besser. Der Wagen fährt sich nun wie mein Civic bei normaler Gangart und fährt so wie man sich ein normales Auto vorstellt. Ich fahre also wie immer und nebenbei lasse ich tatsächlich Blumen sprießen. Das Auto lobt mein ökologisches Fahren. Wir beide sind glücklich. Dann natürlich ab in den Sportmodus. Der Akku ist voll geladen und ich trete aufs Gas. JETZT merkt man wirklich, dass der Wagen mit einem normalen Honda-Benziner nichts mehr gemein hat. Ab Leerlaufdrehzahl zieht der Wagen kräftig und knurrend los. Mehr als 3.000 Touren sind nicht nötig, nächster Gang, Elektrounterstützung und ich bin immer Ampelkönig. Sehr, sehr geil, so spontan bei niedrigsten Drehzahlen ist kein mir bekanntes Turbofahrzeug. Bis in den 5. Gang kann man bei knapp über Leerlauf beschleunigen und die Motoren schieben gut an. Im 6. Gang dann nicht mehr, dieser ist dafür zu lang übersetzt. Das Getriebe selbst schaltet sich auf kurzen Wegen und sehr knackig, genau so stelle ich mir das vor. Schalten ist eine wahre Freude.
Dann ab auf die Autobahn, jetzt den Motor mal ausdrehen und Gänge schön hochziehen. Wann die Elektrounterstützung wirklich aufhört merke ich nicht, schätze mal ab ca. 3.500 Touren, ab da fährt sich der Motor wie bei meinem Civic. Beschleunigung und Klangkulisse ähneln sich. Der CR-Z beschleunigt einen Tick flotter, jedoch hätte ich dem größeren Motor im Vergleich etwas mehr zugetraut. Ein bißchen mehr Radau macht er auch, passt aber zum Fahrzeug. Der sechste Gang ist wie gesagt sehr lang übersetzt, bei 100 km/h zeigt der Drehzahlmesser rund 2.500 Touren, beim Civic sind es schon ca. 2.900. So lässt sich recht ruhig über die Bahn gleiten. Insgesamt ist der Civic aber leiser, auch bei höherem Tempo.
Auch bremsen macht Spaß, erst greift die Energierückgewinnung, dann die Scheiben. Klappt prima und fühlt sich sicher an. Selbst bei harter Gangart ist es mir nicht gelungen den Hybridakku auch nur halb zu leeren. Immer war Saft für flotte Beschleunigung übrig. Nun ist Berlin samt Umgebung aber auch recht flach, Berge musste ich keine hoch. Natürlich habe ich die Beschleunigung am Berg auch mal ausprobiert. Super, der CR-Z schiebt sich munter hoch. Man hat bei niedrigen Drehzahlen im Vergleich zum normalen Sauger das Gefühl ein Fahrzeug mit mehr als 124 PS zu bewegen.
Jetzt zum wichtigen Thema, der Verbrauch. Bei ruhiger Gangart habe ich Werte um 5,5 Liter realisieren können. Bei normaler bis flotter Fahrweise zwischen 6,5 und 7 Liter.
Kurz erwähnen will ich noch die Start-Stopp-Automatik. Normalerweise nervt die mich. Ständig das Geschüttel des Fahrzeugs, wenn der Motor wieder gestartet wird. Zumindest bei den bsher damit gefahrenen Fahrzeugen. Der CR-Z hingegen wird über den Elektroantriebsmotor schnell und fast unmerklich angeworfen. SO lasse ich mir das gern gefallen.
Unterm Strich hat mich der Antrieb voll überzeugt und versaut. Diese Technik in meinem Civic wäre ein Wunschtraum. HONDA, HÖRT IHR MICH??? 😉
Aber ich bin auch ein Sparfuchs, ebenbürtig und sogar einen Tick sparsamer ist im Alltag immer noch mein Civic. Aber bei der Entwicklung in der Hybridtechnik wird das sicher nicht mehr lange so bleiben.
Wenn der Wagen doch nur einen praktischen Nutzen hätte. Schade, schade, der Rest ist für mich fast perfekt.
@ hungryeinstein
Schöner Bericht, danke!
Leider geht dem CR-Z auf der Autobahn die Puste aus und der Hybrid-Vorteil geht dabei flöten.
In der Stadt und auf der Landstraße kann er aber wirklich Spaß machen.
Ich denke mal, bis ein Hybrid-Antrieb in den Civic kommt, wird dieser schon weiter entwickelt sein, als dies derzeit beim CR-Z der Fall ist.