Continental/Mercedes
Die Produktion der Batterien für den Mercedes S400 Blue Hybrid im Continental Werk Nürnberg ist angelaufen.
Geplanter Jahresausstoss ist 15 000 Einheiten.
Batteriesatz wiegt etwa 25 Kilo, 120 Volt, 13 Liter Volumen, 10 Jahre minimum Lebenszeit und etwa 150 000 km.
Der Wagen soll im Frühsommer 2009 bei den Händlern sein.
Gruss, Pete
Beste Antwort im Thema
Vielleicht mal die Daten von dem E-Motor den ich grad in einer Simulation nutze:
http://www.automation.siemens.com/.../ds_1pv5138-4ws24.pdf
Feldschwächebereich ab 3000/min bis 9000/min, zwischen knapp über 3000/min und 9000/min liefert er permanent über 90% seiner maximalen Dauerleistung von 85kW. Spitzenleistung 150kW. Drehmoment 220Nm ab Stillstand dauerhaft. 450Nm kurzzeitig (temperaturabhängig).
Die Spitzenleistung ist ja gewollt. Wenn ich bei obigem Motor z.B. auf 150kW Beschleunigungsleistung auslege um die nötigen Fahrleistungen zu erreichen dann brauch ich keinen der 150kW Dauerleistung bringt. Damit spart man mit der Auslegung einfach viel Gewicht. Hohe Dauerleistungen braucht man im Fahrbetrieb halt nicht, die höchsten Anforderungen hat man bei Beschleunigungsvorgängen. Bei 1000/min kann der Motor bereits kurzzeitig 50kW für Beschleunigungen bringen.
Mach mir das mal mit einem 85kW-Verbrenner nach 😁
Anders bei LKW die mal einen Berg rauf müssen. Da muss der Motor längere Zeit hohe Leistungen bringen.
Gruß Meik
208 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von DieselFan84
Ich sehe in Ökostrom + E-auto die Zukunft. Wie auch sonst, wenn bald Öl unbezahlbar ist 😉.Genau deswegen finde ich sie schon heute besser als normale Autos. Währe das Problem das Ladens und der Reichweite nicht.
1) Dto.! DAS sehe ich genauso
2) aber eben unter der Vorraussetzung von 1). Solange das E-Auto mit Kohlestrom betrieben wird ist und bleibt es ökologischer Unsinn. Die Wirkungsgradkette kann jeder selber nachrechnen. Kohle-Förderung-Kraftwerk-Stromnetz-Ladegerät-Akkuladung-Akkuentladung-Umrichter-Emotor-Rad. Kohle->Strom hat gut 40%, den Rest mal mit 90% abgeschätzt und wir haben einen wahnsinnssupertollen Wirkungsgrad von 21%. Bei den Milchmädchenrechnungen bin ich froh dass die E-Autos noch eine Randerscheinung sind. Lediglich als reines Stadtauto haben sie IMHO bei der derzeitigen Stromerzeugung ihre Berechtigung. Alles andere ist mit onboard Energieerzeugung einfach deutlich effektiver.
@dernagelneue: 60kg Cap sind ein absolutes k.o. Kriterium. Eine 60kg größere Batterie hätte da mehr Vorteile! Du vergisst beim E-Auto die eh große Batteriekapazität, daher sind die Ladeströme für jede Zelle selbst bei Nutzbremsungen oder starkem Beschleunigen gar nicht so groß. Der Cap bringt dir da kaum Vorteile. 60kg Batterie nehmen dir alleine schon 30kW auf oder geben die ab, das reicht bequem für eine Bremsung oder stärkeres Beschleunigen aus. Insgesamt wird es für die Reichweite eh auf jenseits der 200kg Akku hinauslaufen. Dann ist der Strom für jede Zelle schon um mehr als Faktor 3 kleiner.
Interessant wird der erst beim Hybrid wo nicht die große Batterie hintersteht und Energie nur kurz gepuffert werden muss.
Auch wenn Nutzbremsungen nur 40% effektiv bringen, es sind 40% die man bei jedem Anfahrvorgang einspart. Betrachtet man Lieferdienste, Müllautos oder Linienbusse die ständig anfahren und bremsen ist das Sparpotential schon enorm. Ansätze sind verschieden. MAN setzt auf nur Caps, Renault und Volvo bei ihren Müllhybridprototypen auf LiIon und Rexroth auf einen hydraulischen Speicher. Wobei ich beim Müllauto die elektrische Variante klar bevorzuge. Schließlich muss im Stand, idealerweise ohne laufenden Motor, Energie für die Müllpresse und Hebevorrichtungen da sein. Die Hebevorrichtung gibt beim Absenken zusätzliches Rückgewinnungspotential wenn sie elektrisch betrieben wird. Elektrische Pressen gibt es schon (die Rotationspressen)
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
1) Dto.! DAS sehe ich genausoZitat:
Original geschrieben von DieselFan84
Ich sehe in Ökostrom + E-auto die Zukunft. Wie auch sonst, wenn bald Öl unbezahlbar ist 😉.Genau deswegen finde ich sie schon heute besser als normale Autos. Währe das Problem das Ladens und der Reichweite nicht.
2) aber eben unter der Vorraussetzung von 1). Solange das E-Auto mit Kohlestrom betrieben wird ist und bleibt es ökologischer Unsinn. Die Wirkungsgradkette kann jeder selber nachrechnen. Kohle-Förderung-Kraftwerk-Stromnetz-Ladegerät-Akkuladung-Akkuentladung-Umrichter-Emotor-Rad. Kohle->Strom hat gut 40%, den Rest mal mit 90% abgeschätzt und wir haben einen wahnsinnssupertollen Wirkungsgrad von 21%. Bei den Milchmädchenrechnungen bin ich froh dass die E-Autos noch eine Randerscheinung sind. Lediglich als reines Stadtauto haben sie IMHO bei der derzeitigen Stromerzeugung ihre Berechtigung. Alles andere ist mit onboard Energieerzeugung einfach deutlich effektiver.
Den Beiweis hat hier bis heute keiner erbracht !!
Jeder rechnet mir die Wirkungsgradkette für E-Autos vor ... aber keiner der der Verbrenner ... da heists immer nur 40% vom Motor 🙄
Zitat:
@dernagelneue: 60kg Cap sind ein absolutes k.o. Kriterium. Eine 60kg größere Batterie hätte da mehr Vorteile! Du vergisst beim E-Auto die eh große Batteriekapazität, daher sind die Ladeströme für jede Zelle selbst bei Nutzbremsungen oder starkem Beschleunigen gar nicht so groß. Der Cap bringt dir da kaum Vorteile. 60kg Batterie nehmen dir alleine schon 30kW auf oder geben die ab, das reicht bequem für eine Bremsung oder stärkeres Beschleunigen aus. Insgesamt wird es für die Reichweite eh auf jenseits der 200kg Akku hinauslaufen. Dann ist der Strom für jede Zelle schon um mehr als Faktor 3 kleiner.
Wie gesagt, meine Idee wäre eher Teil der Karosse (nichttragende), oder des Innenraums (Verkleidungen, Sitze ... ) aus einem Laminat zu fertigen welche als Cap dient (muss man mal durchrechnen ... war nur so ein Geistesblitz 😉 ) ... dann sind es netto nicht mehr 60kg sondern nur noch die Differenz zum konventionellen Teil.
Außerdem, und ich sag es noch mal ... scheint die reine Akkulösung ja nicht so recht zu funktionieren ... wenn man alles rein theoretisch Betrachtet hast du sicher recht, aber wenn du mal siehst was Tesla für sorgen hat wegen den Akkutemparaturen, dann scheit die reine Theorie wohl nicht ganz so perfekt zu passen !?!?
Und wenn du bei 108km/h nur mittelmäßig auf die Bremse trittst (ca. 3m/s²) ... dann werden da kurzzeitit bei einem 1500kg Auto gleich mal weit mehr als 100kW frei !!! Gerade bei schnellen fahrten fließen hohe Leistungen ... und auf der Autobahn wird ständig verzögert und wieder Beschleunigt (Landstraße außerden das selbe) ... und die dann zu verbraten weil der Akku die nicht fassen kann oder dabei zu heiß wird, kann sich in meinen Augen einfach nicht rechnen !!
Was willst du beim Verbrenner denn noch rechnen? Konventioneller Antrieb oder paralleler Hybrid heisst direkt Motor->Rad. Da ist keine verlustreiche Energieumwandlung mehr zwischen. Der höchste Gang ist in vielen Getrieben zudem als Direktgang ausgelegt, d.h. keine Verluste über Zahnräder. Weiterer Vorteil: Abwärme kommt im Winter vom Motor für die Heizung. Im E-Auto musst du zusätlich Wärme erzeugen. Im normalen Fahrbetrieb reicht die Abwärme des Antriebs nicht.
Den Tesla lass ich mal raus weil der mit unsinnig hohen Motorleistungen arbeitet. Was hat der, 10km Reichweite wenn man mal richtig aufs Gas drückt? Dass da viel Energie verloren geht ist klar. Auch 10% Verluste in der Batterie sind ein Problem wenn man 100kW und mehr fordert. Wenn man "normale" Autos vergleicht hat es diese hohen Leistungen gar nicht. Pack 50kW in einen Golf und der hat immense Fahrleistungen. Der E-Motor liefert seine Leistung und sein Drehmoment ja über das gesamte Drehzahlspektrum.
Akkutemperatur ist immer ein Thema, deswegen kühlt MB in der S-Klasse den ja aktiv über die Klimaanlage. Das Problem ist im Anfahren und bei Bremsung die kurzzeitig hohe Belastung.
Mehr als 3m/s Bremsungen hat man im normalen Fahrbetrieb nicht. Und wen störts wenn dann von der Bremsung nur weniger zurückgewonnen wird? Auf der BAB wird gar nicht so viel gebremst, bei dem Luft- und Rollwiderstand geht schonmal einiges verloren. Bei Tempo 100 hast du schon runde 8kW Luftwiderstand und rund 4kW Rollwiderstand. Interessant wird die Rückgewinnung da wo viel gebremst wird, sprich Stadt, Stau, ggf. noch Landstraße bei viel Verkehr.
Mit deinem 60kg Cap kannst du bei hohem Tempo vielleicht ein paar % mehr Rückgewinnen, logisch. Du musst aber auch die Kosten für den Cap reinholen können und den Mehrverbrauch durch 60kg auffangen. Bei Tempo 100 brauchst du rund 0,17kW mehr für das was 60kg an Rollwiderstand bringen. Wie oft bremst man jetzt so stark dass es die Batterien nicht auffangen können? Wieviel davon kommt wieder bei dem Rädern an? Und holt das die permanenten 0,17kW Mehrverbrauch soweit ein dass du mit der Einsparung einen nicht ganz billigen Cap finanzieren kannst?
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Wenn man "normale" Autos vergleicht hat es diese hohen Leistungen gar nicht. Pack 50kW in einen Golf und der hat immense Fahrleistungen. Der E-Motor liefert seine Leistung und sein Drehmoment ja über das gesamte Drehzahlspektrum.
Na ja immense Fahrleistungen?
Auch für den E-Motor gilt dass Leistung das Produkt von Drehmoment und Drehzahl ist, d.h. er hat genau so wie der Verbrennungsmotor erst bei Nenndrehzahl seine Höchstleistung, bei niedriger Drehzahl ist die Leistung trotz hohem Drehmoment gering (Null bei Drehzahl Null).
Ein "Verbrenner" wird ja immer in Verbindung mit einem Getriebe eingesetzt. Bei einer modernen Automatik wird damit eine Drehmomenterhöhung beim Anfahren um das 10 bis 20-fache erreicht (6-fache Getriebespreitzung plus Drehmomenterhöhung durch den Drehmomentwandler).
Im normalen Fahrbetrieb bewegt man sich dann meistens in der Nähe des maximalen Drehmomentes das aber durch das Getriebe bis zum 6-fachen erhöht werden kann (1.Gang).
Ohne Getriebe ist ein gleichstarker E-Motor z.B. einem modernen Diesel mit 6-Gang Automatik m.E. eher unterlegen.
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Hallo,
Grobe Rechnung:Zitat:
Den Beiweis hat hier bis heute keiner erbracht !!
Jeder rechnet mir die Wirkungsgradkette für E-Autos vor ... aber keiner der der Verbrenner ... da heists immer nur 40% vom Motor
Kraftwerk 0,4
Transformatoren 4 * 0,98 = 0,95
Leitungsverluste VNB 0,95
Leitungsverluste zu Hause 0,9
Ladagerät 0,9
AKKU 0,9
Getriebe 0,9 (auch nur ev)
Motor 0,9
Gesamtwirkungsgrade von der Kohle bis zum Rad: 0,4 * 0,95 * 0,95 * 0,9 * 0,9 * 0,9 * 0,9 *0,9 = 21%
Die des Autos überlasse i´ch jetzt dir 😉. Keine großen Reden schwingen sondern mal etwas rechnen 😉.
MFG MArcell
Nur dass hier unterschlagen wird dass es viele Stromgewinnungsarten gibt, bei denen die Relation eingesetzte Primärenergie / Nutzenergie völlig egal ist, und lediglich der Wirkungsgrad ab Steckdose daheim nur noch ökonomischen Wert hat.
Bei einem reinen Solarmobil ist selbst ein Wirkungsgrad von 0,00000001% immer noch ausgezeichnet 😁
Strom aus Solar/Wind/Wasser ist mit einer Wirkungsgradrechnung überhaupt nicht erfassbar, da hier die eingesetzte Energie gegen 0 geht und damit der Ertrag gegen unendlich.
Wenn man beim Öl mal Tranportkosten über tausende km, Raffinerierung und Aufwand für Kriege einrechnet da ist man sicher bald im 1stelligen Wirkungsgrad Bereich 😁
Strom aus Kohle/Öl/Gas ist eher schlecht - ausser die Gewinnung erfolgt dezentral in einem BKH dann ist auch diese Art der Stromerzeugung höchst effizient, Kernkraft liegt sicher irgendwo dazwischen, kostet nur mit der Entsorgung zuviel, Solar ist gerade auf dem Vormarsch, Geothermie ist im Kommen, genauso Wind und Gezeitenkrafwerke.
Gerade im Solarmarkt ist ja sehr viel Bewegung auch im Bereich der siliziumfreien Solartechnik, die ja einen sehr geringen Primär-Energieaufwand hat
Hallo,
Zitat:
Original geschrieben von WHornung
Nur dass hier unterschlagen wird dass es viele Stromgewinnungsarten gibt, bei denen die relation eingesetzte Primärenergie / nutzenergie völlig egal ist, und lediglich der Wirkungsgrad ab Steckdose daheim nur noch ökonomischen Wert hat.Strom aus Solar7Wind/Wasser ist mit einer Wirkungsgradrechnung überhaupt nicht erfassbar da hier die eingesetzte Energie gegen 0 geht und damit der Ertrag gegen unendlich.
Wenn man beim Öl mal Tranportkosten über tausende km, Raffinerierung und Aufwand für Kriege einrechnet da ist man sicher bald im 1stelligen Wirkungsgrad Bereich 😁
du hast natürlich recht. Aber es gab mal von Mercedes ein Tool mit den Transportwegen, Fahrzeugen (Elektro mit Akku, Diesel, Benzin, Gas, ...) wo die verschiedenen Verbräuche (+ Wirkungsgradekette) eingerechnet wurde. SEHR interessant ...
Leider habe ich dussel den Link nicht gespeichert ....
MFG Marcell
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
2) aber eben unter der Vorraussetzung von 1). Solange das E-Auto mit Kohlestrom betrieben wird ist und bleibt es ökologischer Unsinn. Die Wirkungsgradkette kann jeder selber nachrechnen. Kohle-Förderung-Kraftwerk-Stromnetz-Ladegerät-Akkuladung-Akkuentladung-Umrichter-Emotor-Rad. Kohle->Strom hat gut 40%, den Rest mal mit 90% abgeschätzt und wir haben einen wahnsinnssupertollen Wirkungsgrad von 21%. Bei den Milchmädchenrechnungen bin ich froh dass die E-Autos noch eine Randerscheinung sind. Lediglich als reines Stadtauto haben sie IMHO bei der derzeitigen Stromerzeugung ihre Berechtigung. Alles andere ist mit onboard Energieerzeugung einfach deutlich effektiver.Gruß Meik
Naja, also ein Benziner hat ca. 27% Wirkungsgrad an der Kupplung, Getriebe u. Antriebsstrang nehmen hiervon nochmal ca. 10% macht also ca. 24% Wirkungsgrad am Rad ohne Berücksichtigung von weiteren Primärenergieinhalten - Ölförderung, Transport per Schiff, Umwandlung in der Raffinierie, Transport per LKW...
Aber selbst wenn nachher nur der gleiche Wirkungsgrad herauskäme, so lässt sich mit der Abwärme eine Kraftwerks immer noch ein Fernwärmenetz betreiben, oder ggf. als Prozesswärme nutzen.
Ein Verbrenner blästs aus dem Auspuff raus.
Genauso gültig ist die Rechnung Wirkungsgrad "unendlich" wenn ich das Elektroauto an der heimischen Windanlage tanke 😁 beim Stromer kann man den Wirkungsgrad beliebig zwischen 21% und 100% verschieben - es ist lediglich eine Frage der eingesetzten Technik zur Stromerzeugung.
Der Benziner wird halt nie über die ~ 25% (mit Raffinerierng und Transport) hinauskommen können - hier ist das Optimierungspotential im Wesentlichen ausgeschöpft.
Strom ist aktuell sicher nicht so viel besser in D auf die Gesamtmenge gesehen (in der Schweiz und anderen Ländern mit der Wasserkraft aber heute schon) nur Strom hat noch Potential, fossile Treibstoffe nur noch wenig.
Gewinnen wird der Strom einfach weil es hier noch viele Möglichkeiten gibt, den Wirkungsgrad an die 80% zu bringen.
Das ist alles theoretisch und auch wichtig für Ingeneure.
Aber hier ist wie die Rechnung für den Mann auf der Strasse aussieht:
Beide mit anteilsmässiger Treibstoffsteuer berechnet:
E-Auto, tanken um eine Woche auf die Arbeit zu fahren = 10 Mark
Verbrenner-Auto, tanken um eine Woche auf die Arbeit zu fahren = 20 Mark (oder 30-40-50)
Wirkungsgrad E-Auto = 200% +
Gruss, Pete
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Was willst du beim Verbrenner denn noch rechnen? Konventioneller Antrieb oder paralleler Hybrid heisst direkt Motor->Rad. Da ist keine verlustreiche Energieumwandlung mehr zwischen. Der höchste Gang ist in vielen Getrieben zudem als Direktgang ausgelegt, d.h. keine Verluste über Zahnräder. Weiterer Vorteil: Abwärme kommt im Winter vom Motor für die Heizung. Im E-Auto musst du zusätlich Wärme erzeugen. Im normalen Fahrbetrieb reicht die Abwärme des Antriebs nicht.
Ja, das is genau die Milchmädchenrechnung die hier (fast) jeder ansetzt ... beim E-Auto wird von der Kohle aus gerechnet, beim Verbrenner allerdings vom Tank aus!?! Aber zu sagen das Benzin kommt aus der Tankstelle ist genau so kurzzsichtig wie zu sagen der Strom kommt aus der Steckdose 😉 Wie gesagt, das Benzin muss erst mal aus dem fernen Südosten als Rohöl hier her ... dann in die Raffinerie ... und ab mit dem LWK/Bahn zu uns (bei mir is das durch ganz Deutschland) ...
Und auch beim Auto selbst 25% anzusetzen ist für die meisten Fahrzeuge noch deutlich zu hoch gegriffen !!
Zitat:
Den Tesla lass ich mal raus weil der mit unsinnig hohen Motorleistungen arbeitet. Was hat der, 10km Reichweite wenn man mal richtig aufs Gas drückt? Dass da viel Energie verloren geht ist klar. Auch 10% Verluste in der Batterie sind ein Problem wenn man 100kW und mehr fordert. Wenn man "normale" Autos vergleicht hat es diese hohen Leistungen gar nicht. Pack 50kW in einen Golf und der hat immense Fahrleistungen. Der E-Motor liefert seine Leistung und sein Drehmoment ja über das gesamte Drehzahlspektrum.
Akkutemperatur ist immer ein Thema, deswegen kühlt MB in der S-Klasse den ja aktiv über die Klimaanlage. Das Problem ist im Anfahren und bei Bremsung die kurzzeitig hohe Belastung.
Naja, warum sollte der so viel mehr brauchen wenn man Ihn tritt (also hohe Beschleunigungen fordert) ... das ändert an der Verbrauchen Energie nicht viel !!! Denn die steigt lediglich durch die leicht höheren Verluste bei hohen Strömen ... da seh ich eben gerade der Vorteil des E-Autos ... dem ist es relativ egal ob du nun 20s oder 5s von 0-100 erreichen willst (ok, in der Produktion ist es ein Kostenfaktor, im Betrieb spiel es dann aber kaum mehr eine Rolle ... ) der der ein "schnelles" Auto will (im sinne von hoher Beschleunigend) kann ja den Cap als Zubehör kaufen, und wer eine 50kW Spaßbremse will kauft das Auto eben in der vorgeschlagenen 50kW Version 😉
Für die Reichweite spielt das nicht so eine große Rolle ...
Und erst Energie in Wärme zu verbraten und dann mit eine (im E-Auto zwangsläufig) elektrischen Klimaanlage wieder runter zu kühlen ... ist fraglich ob das die 170W für die 60kg mehr Gewicht nicht wieder ausgleicht 😉
Zitat:
Mehr als 3m/s Bremsungen hat man im normalen Fahrbetrieb nicht. Und wen störts wenn dann von der Bremsung nur weniger zurückgewonnen wird? Auf der BAB wird gar nicht so viel gebremst, bei dem Luft- und Rollwiderstand geht schonmal einiges verloren. Bei Tempo 100 hast du schon runde 8kW Luftwiderstand und rund 4kW Rollwiderstand. Interessant wird die Rückgewinnung da wo viel gebremst wird, sprich Stadt, Stau, ggf. noch Landstraße bei viel Verkehr.
Mit deinem 60kg Cap kannst du bei hohem Tempo vielleicht ein paar % mehr Rückgewinnen, logisch. Du musst aber auch die Kosten für den Cap reinholen können und den Mehrverbrauch durch 60kg auffangen. Bei Tempo 100 brauchst du rund 0,17kW mehr für das was 60kg an Rollwiderstand bringen. Wie oft bremst man jetzt so stark dass es die Batterien nicht auffangen können? Wieviel davon kommt wieder bei dem Rädern an? Und holt das die permanenten 0,17kW Mehrverbrauch soweit ein dass du mit der Einsparung einen nicht ganz billigen Cap finanzieren kannst?
Du schreibst es ja selbst (ich vertrau dir jetzt mal und rechne das nicht nach) 12kW für den Vortrieb ... wenn du also die 50kW (die Du vorgeschlagen hast) ansetzt bleiben da noch 38kW über für einen eventuellen zwischenspurt auf 120km/h ... da braucht du dann weit über 20s dafür (mal statisch gerechnet, wobei die 12kW ja immer mehr werden je höher du kommst) -> richtig lam wird das Ding, dagegen is selbst der Smart schnell 😉
Die sache ist einfach die, das E-Auto hat einen miesen Ruf ... der sound, die reichweite, lange ladedauer, hohe kosten, keine Leistung ... wenn man nun die leute Überzeugen will, und leider muss man ja auch zugeben dass viele der Vorurteile richtig sind, dann muss man eben ein Auto bauen das anderweitig besticht ... es ist im Unterhalt unschlagbar, und beschleunigt sehr gut und das bei geringem Verbrauch (der Geringer Wartungsaufwand kann leider noch nicht bestätigt werden ohne praktische Erfahrung) ...
Wenn ich diesen Vorteil verspiele ist es nur noch ein Sparauto (es ist nicht mal ein Öko-Auto, denn so wirklich Umweltfreundlich ist es ja noch nicht wie du selber schon gezeigt hast) -> es muss billig gebaut werden denn wer will ein Sparauto das einen extrem hohen Anschaffungspreis hat -> es wird sicher keine hohe Reichweite haben können (Akku ist sau teuer, außer man schaft es mit der Finanzierung und Wechselakkus) -> so ein Auto wird genau so wenig gekauft wie ein A2 3L ... (meine Befürchtung)
Mein Lösungsvorschlag, man muss das Auto interessant machen für Leute dir jetzt eine A3, A4, 1er oder 3er mit mittlerer bis hoher Leistung fahren und eben auch bereit und fähig sind Geld auszugeben für diese Technik !!! Und das schafft mal eben nicht mit 50kW ... dafür sind die Leute zu viel proll 😉
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Was willst du beim Verbrenner denn noch rechnen? Konventioneller Antrieb oder paralleler Hybrid heisst direkt Motor->Rad. Da ist keine verlustreiche Energieumwandlung mehr zwischen. Der höchste Gang ist in vielen Getrieben zudem als Direktgang ausgelegt, d.h. keine Verluste über Zahnräder. Weiterer Vorteil: Abwärme kommt im Winter vom Motor für die Heizung. Im E-Auto musst du zusätlich Wärme erzeugen. Im normalen Fahrbetrieb reicht die Abwärme des Antriebs nicht.
Ja, das is genau die Milchmädchenrechnung die hier (fast) jeder ansetzt ... beim E-Auto wird von der Kohle aus gerechnet, beim Verbrenner allerdings vom Tank aus!?! Aber zu sagen das Benzin kommt aus der Tankstelle ist genau so kurzzsichtig wie zu sagen der Strom kommt aus der Steckdose 😉 Wie gesagt, das Benzin muss erst mal aus dem fernen Südosten als Rohöl hier her ... dann in die Raffinerie ... und ab mit dem LWK/Bahn zu uns (bei mir is das durch ganz Deutschland) ...
Und auch beim Auto selbst 25% anzusetzen ist für die meisten Fahrzeuge noch deutlich zu hoch gegriffen !!
Zitat:
Den Tesla lass ich mal raus weil der mit unsinnig hohen Motorleistungen arbeitet. Was hat der, 10km Reichweite wenn man mal richtig aufs Gas drückt? Dass da viel Energie verloren geht ist klar. Auch 10% Verluste in der Batterie sind ein Problem wenn man 100kW und mehr fordert. Wenn man "normale" Autos vergleicht hat es diese hohen Leistungen gar nicht. Pack 50kW in einen Golf und der hat immense Fahrleistungen. Der E-Motor liefert seine Leistung und sein Drehmoment ja über das gesamte Drehzahlspektrum.
Akkutemperatur ist immer ein Thema, deswegen kühlt MB in der S-Klasse den ja aktiv über die Klimaanlage. Das Problem ist im Anfahren und bei Bremsung die kurzzeitig hohe Belastung.
Naja, warum sollte der so viel mehr brauchen wenn man Ihn tritt (also hohe Beschleunigungen fordert) ... das ändert an der Verbrauchen Energie nicht viel !!! Denn die steigt lediglich durch die leicht höheren Verluste bei hohen Strömen ... da seh ich eben gerade der Vorteil des E-Autos ... dem ist es relativ egal ob du nun 20s oder 5s von 0-100 erreichen willst (ok, in der Produktion ist es ein Kostenfaktor, im Betrieb spiel es dann aber kaum mehr eine Rolle ... ) der der ein "schnelles" Auto will (im sinne von hoher Beschleunigend) kann ja den Cap als Zubehör kaufen, und wer eine 50kW Spaßbremse will kauft das Auto eben in der vorgeschlagenen 50kW Version 😉
Für die Reichweite spielt das nicht so eine große Rolle ...
Und erst Energie in Wärme zu verbraten und dann mit eine (im E-Auto zwangsläufig) elektrischen Klimaanlage wieder runter zu kühlen ... ist fraglich ob das die 170W für die 60kg mehr Gewicht nicht wieder ausgleicht 😉
Zitat:
Mehr als 3m/s Bremsungen hat man im normalen Fahrbetrieb nicht. Und wen störts wenn dann von der Bremsung nur weniger zurückgewonnen wird? Auf der BAB wird gar nicht so viel gebremst, bei dem Luft- und Rollwiderstand geht schonmal einiges verloren. Bei Tempo 100 hast du schon runde 8kW Luftwiderstand und rund 4kW Rollwiderstand. Interessant wird die Rückgewinnung da wo viel gebremst wird, sprich Stadt, Stau, ggf. noch Landstraße bei viel Verkehr.
Mit deinem 60kg Cap kannst du bei hohem Tempo vielleicht ein paar % mehr Rückgewinnen, logisch. Du musst aber auch die Kosten für den Cap reinholen können und den Mehrverbrauch durch 60kg auffangen. Bei Tempo 100 brauchst du rund 0,17kW mehr für das was 60kg an Rollwiderstand bringen. Wie oft bremst man jetzt so stark dass es die Batterien nicht auffangen können? Wieviel davon kommt wieder bei dem Rädern an? Und holt das die permanenten 0,17kW Mehrverbrauch soweit ein dass du mit der Einsparung einen nicht ganz billigen Cap finanzieren kannst?
Du schreibst es ja selbst (ich vertrau dir jetzt mal und rechne das nicht nach) 12kW für den Vortrieb ... wenn du also die 50kW (die Du vorgeschlagen hast) ansetzt bleiben da noch 38kW über für einen eventuellen zwischenspurt auf 120km/h ... da braucht du dann weit über 20s dafür (mal statisch gerechnet, wobei die 12kW ja immer mehr werden je höher du kommst) -> richtig lam wird das Ding, dagegen is selbst der Smart schnell 😉 -> Zwischenspurt (Überholen) kannst fast vergessen mit 50kW
Die sache ist einfach die, das E-Auto hat einen miesen Ruf ... der sound, die reichweite, lange ladedauer, hohe kosten, keine Leistung ... wenn man nun die leute Überzeugen will, und leider muss man ja auch zugeben dass viele der Vorurteile richtig sind, dann muss man eben ein Auto bauen das anderweitig besticht ... es ist im Unterhalt unschlagbar, und beschleunigt sehr gut und das bei geringem Verbrauch (der Geringer Wartungsaufwand kann leider noch nicht bestätigt werden ohne praktische Erfahrung) ...
Wenn ich diesen Vorteil verspiele ist es nur noch ein Sparauto (es ist nicht mal ein Öko-Auto, denn so wirklich Umweltfreundlich ist es ja noch nicht wie du selber schon gezeigt hast) -> es muss billig gebaut werden denn wer will ein Sparauto das einen extrem hohen Anschaffungspreis hat -> es wird sicher keine hohe Reichweite haben können (Akku ist sau teuer, außer man schaft es mit der Finanzierung und Wechselakkus) -> so ein Auto wird genau so wenig gekauft wie ein A2 3L ... (meine Befürchtung)
Mein Lösungsvorschlag, man muss das Auto interessant machen für Leute dir jetzt eine A3, A4, 1er oder 3er mit mittlerer bis hoher Leistung fahren und eben auch bereit und fähig sind Geld auszugeben für diese Technik !!! Und das schafft mal eben nicht mit 50kW ... dafür sind die Leute zu viel proll 😉
Hm ... wenn diese Akkus serienreif sind, dann hat sich das mit dem Caps auch erleding würd ich sachen 😎
Du würdest dich wundern wie gut ein Auto mit 50kW beschleunigt 😁
Der E-Motor hat da zwei große Vorteile: Er bringt Leistung+Drehmoment bei jeder Drehzahl. Beim Verbrenner der 100kW hat nutzt man in der Praxis kaum mehr als 2/3. Zum einen dreht kaum einer den Motor wirklich aus - nur dann bringt er die Nennleistung - zum anderen bringt er die eben nur in einem schmalen Drehzahlbereich. Beim Beschleunigen ohne stufenloses Getriebe bewegt man sich halt viel in Bereichen wo die Leistung effektiv niedriger ist.
Weiter Vorteil: Der E-Motor ist kurzzeitig deutlich überlastbar. D.h. für einen wenige Sekunden dauernden Zwischenspurt kann er mehr als seine Nennleistung bringen. Und 50kW Dauerleistung reicht für 150km/h auf der BAB aus. Soll ja kein Rennwagen werden. Nur gerade hier ist (in D ohne Tempolimit) das Problem: Der dominierende Luftwiderstand geht ^3 in den Leistungsbedarf und ^2 in den Energiebedarf. Gerade Autos wie der Tesla werden sicher nicht mit Tempo 100 bewegt. Bei der Beschleunigung hast du recht, da macht es relativ wenig Unterschied ob man schnell oder langsam beschleunigt. Das gilt aber für Verbrenner ähnlich, daher lernt man in Spartrainings ja auch zügig im besten Betriebspunkt beschleunigen und dann im höchsten Gang mit konstanter Geschwindigkeit zu rollen und nicht gaaaaanz langsam auf Tempo zu schleichen.
Alle Nachteile des reinen E-Autos hat ein Hybrid nicht, nutzt aber viele Vorteile des E-Antriebs. Hohe Reichweite, schnell nachzutanken, hohe Batterielebensdauer, keine verlagerten Probleme mit Stromerzeugung, ... da sehe ich mittelfristig einfach die bessere und markttauglichere Lösung. Die E-Autos werden IMHO sicher kommen, aber (hoffentlich) erst wenn genug Strom umweltfreundlich produziert werden kann.
Bezüglich Wirkungsgrad Verbrenner: Öl verliert für Herstellung und Transport je nach Quelle lediglich 5-10%. Verbrenner im Optimalpunkt liegen bei bis zu 40%. Damit ist ein Hybrid jedem E-Auto im Gesamtwirkungsgrad deutlich überlegen. Egal ob man hier ein paar % mehr oder weniger an den einzelnen Stellen annimmt. Je häufiger die Energie gewandelt wird desto mehr Verluste ergeben sich halt. Die Kohle fällt auch nicht von alleine ins Kraftwerk, den Teil hab ich in der obigen Rechnung schon analog zum Öl weggelassen. Dazu schwankt es auch nach Herkunft. Tagebau ist effektiver als Gruben. Je tiefer die Kohleschicht desto mehr Aufwand die zu gewinnen. Öl/Gas ist ein gebohrtes Loch im Boden, dafür etwas mehr Transportaufwand. Kraftwerke stehen halt meist nahe am Kohleabbaugebiet. Braunkohle verliert wieder durch ihren Wasser und Verschmutzungsanteil der im Kraftwerk mit erhitzt werden muss, Öl durch die Raffinierung.
Bezüglich Cap: Klar, der ist schon eine feine Sache. Glaube nur dass sich der (finanzielle) Aufwand einfach nicht lohnt für einen relativ kleinen Vorteil. Auf der BAB wird nicht soviel gebremst, bei geringerem Tempo reicht der Akku alleine. Von der Energie die bei höherem Tempo nicht von der Batterie aufgenommen wird kann abzüglich Wirkungsgraden vielleicht 60% wieder an die Räder kommen. Und mit der mehr rückgewinnbaren Energie muss über 10Jahre/200tkm ein Cap finanziert werden. Abzüglich der Verluste durch Mehrgewicht natürlich und zuzüglich eingesparter Energie für weniger Batteriekühlung.
Gruß Meik