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Bremsen: Lange leicht vs. kurz und stark

Themenstarteram 8. Juli 2013 um 17:35

Hi,

ich frage mich seit einiger Zeit wie man am schonendsten bremst. Angenommen man fährt auf einer Allee auf eine Ampel zu, die aus der Ferne sichtbar auf rot springt. Ausrollen lassen und beim Heranfahren lange ganz sachte bremsen oder lieber bis 5m vor der Ampel rollen lassen und kräftig in die Eisen steigen?? (Wer später bremst ist länger schnell?? :D)

Habe schon ein wenig gegoogelt und widersprüchliche Aussagen gefunden.

Vielleicht hat hier ja jemand fundierte Informationen und kann erklären welche der beiden methoden sinnvoller sind und warum.

Gruß

Beste Antwort im Thema

Ganz klar erstere, weil so die relativ verschleißfreie Bremswirkung des Motors genutzt werden kann. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Ampel wieder auf grün schaltet und du in die Beschleunigung einsteigen kannst.

Gruß

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Ganz klar erstere, weil so die relativ verschleißfreie Bremswirkung des Motors genutzt werden kann. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Ampel wieder auf grün schaltet und du in die Beschleunigung einsteigen kannst.

Gruß

Hi zusammen,

also im täglichen Straßenverkehr hasse ich diese" DauerAusrollbremser" ungemein.

Die,die schon gefühlte 15min und 3 km vor der Ampel auf dem Eisen stehen.

Vorne noch alles frei und hiner Ihnen baut sich der Stau auf.

Ich bevorzuge es für mich ganz normal an die rote Ampel ranzufahren und zu stoppen.

Rot ist Rot, dafür braucht es keine "Auslaufzone des Einzelnden"!

Was mir immer öfter unterkommt, das 5-6m vor der Stoplinie angehalten wird.

Gibts dafür nen besonderen Grund?

Aber zum Thema schonend bremsen: Könnte mir denken , das Bremsen länger halten wenn nur kurz und hart angebremst wird.Das Dauerbremsen fördert eher den Verschleiß!Also Stichwort:Temperatur.Kennt man ja von langen Passabfahrten.

Viele grüße

Sancho deluxe

Zitat:

Original geschrieben von Sancho deluxe

Das Dauerbremsen fördert eher den Verschleiß!Also Stichwort:Temperatur.

Kannst du das mal genauer Ausführen?

Zitat:

Original geschrieben von ANG3R

Hi,

ich frage mich seit einiger Zeit wie man am schonendsten bremst. Angenommen man fährt auf einer Allee auf eine Ampel zu, die aus der Ferne sichtbar auf rot springt. Ausrollen lassen und beim Heranfahren lange ganz sachte bremsen oder lieber bis 5m vor der Ampel rollen lassen und kräftig in die Eisen steigen?? (Wer später bremst ist länger schnell?? :D)

 

Habe schon ein wenig gegoogelt und widersprüchliche Aussagen gefunden.

 

Vielleicht hat hier ja jemand fundierte Informationen und kann erklären welche der beiden methoden sinnvoller sind und warum.

 

Gruß

hallo,

auch ich gehörte zu denjenigen die gedacht haben das meine vorrausschauende fahrweise das leben meiner bremsanlage und deren teile verlängert. wurde eines besseren belehrt. hinten gammelten sie regelrecht weg. es kommt natürlich auf die situationen an, wo man wie und auf dauer sein fahrzeug bewegt.

habe mich mit verschiedenen unterhalten und bekam die bestätigung das bei den meisten fahrzeugen die hintere bremsanlage überdimensioniert ist, sprich sie wird wenig beansprucht. sieht man ja wenn man gelegentlich auf parkplätzen schlendert wo sich der meiste bremsstaub aufhält und wie die scheiben bei den meisten hinten aussehen. meist sehen sie hinten innen noch bescheidener aus. und hinzukommend die rechte strassenkantenseite noch übler weil hier die dreckpfützen stehen. guckt bloß keiner und der fuss gewöhnt sich schleichend an das eigentlich marode. bis der tüv dann erstmalig meckert und die leute meinen nach drei jahren sie hätten doch einen neuen wagen erworben.

 

hier mal mein bsp des sparens und dem vorrausschauendem fahren.

bild 1 hinten innenseite bremboscheiben drei jahre.

bild 2 hinten aussenseite bremboscheiben drei jahre.

 

da ich wie bisher nur kurze strecken bewältige, bremse ich auch neuerdings.^^

Bild1235
Bild1233

Trotz vorausschauendem Fahrstil haben die Bremsen an meinem 5er Rentnergolf an der Hinterachse 115 tkm gehalten, an der Vorderachse kam mit knappen 120 tkm die Verschleißanzeige und mit 145 tkm der Wechsel der Beläge. Hinterachse allerdings mit neuen Scheiben.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Golfschlosser

Trotz vorausschauendem Fahrstil haben die Bremsen an meinem 5er Rentnergolf an der Hinterachse 115 tkm gehalten, an der Vorderachse kam mit knappen 120 tkm die Verschleißanzeige und mit 145 tkm der Wechsel der Beläge. Hinterachse allerdings mit neuen Scheiben.

 

Gruß

das finde ich ein beachtliches ergebnis. eventuell liegt es auch an den hersteller und deren qualität. die originalen haben bei mir auch gut 100tkm gehalten.

wie beschrieben, meine waren jetzt drei jahre drinnen und haben 20 tkm hinter sich kurzstrecken und viel mit dem motorabbremsen gearbeitet. jetzt versuche ich die beschichteten von ATE. hatte auch zur auswahl zimmermann. ich werde es sehen. sind die nix kommen die auch raus.

ebenso bin ich nicht der typus der scheiben und klötze getrennt tauscht. wenn dann alles komplett. muß aber jeder selbst entscheiden.

ich habe jedenfalls für mich die erfahrung gemacht, das die spritsparende fahrweise, dieses in anführungszeichen, sich woanders niederschlägt. hier eben die bremsanlage.

Der ausgetauschte Satz war der Originalverbau, eingebaut habe ich auch ATE. Meiner Ansicht nach rosten die ATE Scheiben auch nicht so start als wie die Originalen. Hilfreich ist hier auch schon mal, wenn auf bspw. Gefällestrecke die Feststellbremse zu nutzen. Ein richtiger Rostring bekommt man durch Bremseinsatz aber nicht mehr weg, da hilft dann nur noch die Drehbank.

An der Vorderachse war noch über 1 mm vor Verschleißgrenze, waren nicht riefig, den Rand weggeschliffen und gut ist. Hinten hätte man auch einen Belagsatz nutzen können, jedoch waren leichte Riefen drin und musste sie bei der Demontage mit dem Klopfer bearbeiten, sodass ich von einer weiteren Verwendung abgesehen habe.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Golfschlosser

Der ausgetauschte Satz war der Originalverbau, eingebaut habe ich auch ATE. Meiner Ansicht nach rosten die ATE Scheiben auch nicht so start als wie die Originalen. Hilfreich ist hier auch schon mal, wenn auf bspw. Gefällestrecke die Feststellbremse zu nutzen. Ein richtiger Rostring bekommt man durch Bremseinsatz aber nicht mehr weg, da hilft dann nur noch die Drehbank.

 

An der Vorderachse war noch über 1 mm vor Verschleißgrenze, waren nicht riefig, den Rand weggeschliffen und gut ist. Hinten hätte man auch einen Belagsatz nutzen können, jedoch waren leichte Riefen drin und musste sie bei der Demontage mit dem Klopfer bearbeiten, sodass ich von einer weiteren Verwendung abgesehen habe.

 

Gruß

das mit der feststellbremse habe ich auch gemacht. geht bei meinem modell.

nur? du siehst ja auf den bildern, wenn die führungen anfangen zu versiffen und eventull der kolben hängt kannst bremsen wie du willst. aussen gings ja noch aber innen, mist.

und da meist das hitzeblech davor ist sieht mans nicht. hinzukam, das ich lufteinschlüsse freigebremst hatte. ebenso nie wieder scheiben mit bohrungen für die anzeige verschleiß. hier sammelt sich dreck drinnen und der mist fängt an zu schleifen. hab mir sagen lassen das brembo mitlerweile davon absieht bohrungen hineinzu bringen. ob es so ist, keine ahnung.

jetzt wird ATE getestet.

viel spass.............;)

Tja, das hat weniger mit der Überdimensionierung der Bremsen an der HA zu tun (die ja auf die max. Zuladung ausgelegt sein müssen), sondern vielmehr damit, dass der eine oder andere offenbar zu selten mit beladenem bzw. voll besetztem Fahrzeug unterwegs ist.

Naturgemäß steuert die EBV dann vorn mehr Bremsdruck ein (dynamische Bremslastverteilung: Am Schwerpunkt des Fahrzeugs oberhalb der Straßenoberfläche wirkt die Trägheitskraft, die ein Drehmoment erzeugt, dass die VA belastet und die HA entlastet...):).

Da hilft dann bei 1 oder 2 Mann-Besatzung (durchschnittliche Besetzung in D: 1,7) auch keine Vollbremsung vor der roten Ampel, in der Annahme, dass damit die Bremsen auf der HA mal richtig Feuer bekommen!

Abhilfe (auch gg. Sägezahnbildung an der nicht angetriebenen Achse von Fronttrieblern):

Öfter mal liebe Menschen mitnehmen, möglichst hinten! :eek:

Die dicke Schwiegermutter und ihre ganzen Freundinnen, dann hast du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. :D:D

Ohne Scheiß: Ab und zu muss mal die Bremse richtig getreten werden, sonst werden die Dichtringe nicht vernünftig geschmiert. Das geht aber auch im Stand; einfach richtig ins Pedal latschen, so einmal im Monat.

mfg

Dieses dauerhafte leichte Bremsenschleifen lässt die Beläge verglasen. Die Bremswirkung in Notfällen kann damit etwas reduziert sein

Kurz/kräftig bremsen ist zwar besser fürs Bremsenmaterial, geht aber dafür auf die Reifen die die Verzögerung ja an die Straße geben müssen.

Ich bremse ganz normal und habe bislang keine Pobleme. Aber die Erklärung von "normal" für eine andere Person ist halt sehr schwierig.

Hi,

unterm Strich entsteht in beiden Fällen die gleiche Wärmeenergie (mal abgesehen vom Einfluß der Motorbremse).

Mit einer bestimmten Geschwindigkeit wird eine bestimmte Menge kinetische Energie in Wärme umgewandelt und die ist IMHO immer gleich.

Langsam wäre demnach besser, weil die Wärme über einen längeren Zeitram ansteht und während der Entstehung schon abgeführt wird.

Die Physiker dürfen mich da gerne korrigieren wenn ich falsch liege.

Aber wie gesagt, die Hinterachse mag das nicht. Fahr mit Motorbremse an die Ampel und bremse dann wenn's nötig ist.

Mich kotzt sowas nebenbei bemerkt auch an, ewig an die Ampel tröpfeln und ich will eigentlich nur vor der Ampel rechts abbiegen (absolutes Highlight ist der 5m Abstand).

Gruß Metalhead

Bremsen: kurz und stark: die Energieumsetzung aus kinetischer Energie in Wämeenergie verläuft in relativ kurzem Zeitraum. Die Bremsen erhitzen sich kurzfristig stärker, da die Wärmeabfuhr an die Umgebungsluft etwas Zeit braucht. Das könnte evtl. einen negativen Einfluß auf den Verschleiß haben.

Davon unabhängig empfinde ich bzw. meine Passagiere das als unkomfortabel (induziertes Zwangs-Kopfnicken).

Daher bremse ich eher "lange leicht" bzw. nutze runterschaltend die verschleißlose Bremswirkung des Motors.

Bremsenschäden durch Nichtbenutzung kann ich mir nur in Extremfällen vorstellen, vielleicht im norddeutschen Tiefland oder ähnlich flachen Gegenden, deren Besuch ich grundsätzlich vermeide.

Zitat:

Original geschrieben von Handschweiß

bzw. nutze runterschaltend die verschleißlose Bremswirkung des Motors.

Belastest Du damit nicht unnötig das getriebe? (Also wegen dem extra runterschalten)

Ich habe es mir extra abgewöhnt und lasse den Wagen nur noch in dem Gang rollen indem ich mich gerade befinde.

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