BMW 530e - Fazit nach 9.000 Kilometern

BMW 5er G30

Nachdem ich erneut 500 km am Stück gefahren bin, möchte ich nun meine Eindrücke mitteilen:

Gesamtfahrleistung: ca. 9.000 km

Positiv:
- Navi (kleines Navi): Rechnet schneller als alle Navis die ich bisher hatte, zehn von zehn Punkten!
- Im Elektromodus: Schwebt das Auto leise und extrem komfortabel durch die Stadt! Ich weiß jetzt schon, dass mein nächstes Auto ein reines Elektrofahrzeug sein wird.
- Die Harmonie der beiden Antriebe, im eDrive Modus fast schon perfekt aufeinander abgestimmt.
- Die Optik: Nur der Audi A6 ist schöner
- Die Rückfahrkamera mit Notbremsfunktion (anfänglich gewöhnungsbedürftig, später bin ich ein Fan davon geworden)
- Standkühlung -heizung (bei ausreichender Batterie)
- Fahrgeräusche und -komfort (bis auf Langstrecken, da die Sitze schlecht sind)
- Aufpreispflichtige Audio-Anlage hat einen sehr guten Sound

Negativ:
- Die Sportsitze (Horror): Diverse Beiträge hier im Forum, keine weitere Ausführung.
- Die Klimaanlage: Bei einer Außentemperatur von 35 Grad musste ich die Klimaautomatik auf 19! Grad runterdrehen, damit die Fahrzeuginsassen nicht schwitzen. Bei einem Rastplatzaufenthalt waren Fahrer und Beifahrer dennoch durchgeschwitzt (Sonneneinstrahlung vorne). Bei meinem vorherigen Fahrzeug hatte ich Sommer und Winter stets 21 Grad eingestellt und hatte perfektes Klima.
- ca. 40 Liter Tankinhalt in Verbindung mit nur 35 km maximal elektrischer Reichweite
- Kein Lautstärkenregler im Bereich des I-Drive Knopfes

- Aufladen: Das Auto lässt nur ca. 3 kw/h Leistungsaufnahme zu. Das bedeutet, dass für eine volle Ladung ca. 3 Stunden benötigt werden, die in ca. 35 Kilometern aufgebraucht sind. Während der Fahrt hingegen kann man durch die Funktion "Battery Control" den Akku in ca. 20 Minuten!!! voll aufladen. Ich fordere hiermit BMW auf, die Kabelladekapazität per Update so freizugeben, dass auch mit dem Schnelladekabel das Auto innerhalb von einer halben Stunde vollgeladen werden kann. Denn wenn die Batterie über den Motor so schnell die entsprechende Leistung aufnehmen kann, ist es mit einem Kabel technisch auch möglich (habe einen Physiker gefragt).

Fakten:
Durchschnittsverbrauch laut Bordcomputer: 7,6 l
Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

Beste Antwort im Thema

Vielleicht sollten die Kritiker und Verbrennerfahrer einen eigenen Faden aufmachen, indem sie dann ausgiebig über die Sinnhaftigkeit des Hybrids diskutieren können. in diesen Thread gehört es einfach nicht rein und diese ständigen Diskussionen ermüden einfach. Die meisten haben sich mit dem Thema nur oberflächlich auseinandergesetzt und sind wahrscheinlich noch nie einen Hybrid gefahren. Glücklicherweise kann doch jeder kaufen was er will und wer mit seinem Diesel/Benziner glücklich ist, dem gratuliere ich herzlich.

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Zitat:

@Pardus schrieb am 30. Juli 2019 um 15:50:51 Uhr:


In der Tat sind meine Werte ohne die restlichen Infos bedingt aussagefähig. Ich habe bisher und werde auch in Zukunft nicht so oft elektrisch tanken, weil die Ladedauer in keinem vernünftigen Verhältnis zu der Reichweite steht.

Der besseren Empathie halber möchte ich den üblichen Vorgang beschreiben:

1. Ich parke neben einer Ladesäule/Steckdose.
2. Ich steige aus, gehe zum Kofferraum und hole das Lade- bzw. Schnellladekabel (letzteres nicht im Lieferumfang enthalten, Kostenpunkt ca. 280 Euro) aus dem Kofferraum. Den Kofferraum schließen.
3. Ich muss mit viel Vorsicht zuerst den Ladedeckel am Fahrzeug vorne links öffnen, danach das Ladekabel sowohl am Fahrzeug, als auch an der Ladestation einstecken. Das BMW-Ladekabel ist unhandlich, sollte es währenddessen auf den Boden fallen, können die Ränder des Ladesteckers brechen.
4. Nun muss ich den Ladevorgang entweder mit einer RFID-Karte starten (geht schnell, es sei denn, die Karte wird nicht akzeptiert, in dem Fall muss ich die Karte eines anderen Anbieters versuchen etc.), oder über eine APP. Wenn ich pech habe, dauert der Vorgang 2-3 Minuten.
5. Endlich geschafft. Das Fahrzeug lädt.

Am Ende des Ladevorgangs das gleiche rückwärts. Ladedeckel schließen nicht vergessen.

Hinzu kommt noch, dass einige Kommunen für den Ladevorgang das Auslegen einer Parkscheibe vorsehen (sollte ich die Parkscheibe vergessen, grüßt das Ordnungsamt) und ich nach Ablauf der maximalen Ladezeit von vier Stunden wieder zum Fahrzeug muss.

Praktisch ist was anderes.

Geht bei mir einfacher:

1. Vor der Ladestation in meiner Firma parken, aussteigen, Deckel Ladebuchse mit einem Daumendruck öffnen, fest angeschlossenes Spiralladekabel aus der Wallbox entnehmen und in die Ladebuchse 530e stecken, Auto mit einem Fingerdruck verschließen. Fertig. (Handy an Ladekabel anschließen dauert genauso lange)

Dann arbeiten und zu Feierabend in umgekehrter Reihenfolge.

In Wochen ohne Kundenbesuche o.ä. mache ich dies ca. 2-4 mal und brauche nicht einmal den Verbrenner, da kurze Pendelwege.

Ich habe einfach immer noch nicht verstanden, welchen Vorteil der 530e gegenüber z.B einem 525d hat. 2x am Tag mit einem Kabel hantieren und 240kg Mehrgewicht durch die Gegend fahren? Wofür?

Bitte, ich will niemandem sein Auto madig machen, wirklich nicht. Aber wo genau liegt der Sinn? Die verdrehten Werbemärchen vom CO2 glaubt ja ohnehin niemand. Wer wirklich Resourcen schonen will, der fährt wohl Bahn, Fahrrad oder auch einen sparsamen Diesel.

Sind es die 0,5% Steuervorteil pro Monat? Ok, das ist für manche sicher ein Argument. Aber dafür das Gepopel mit dem Kabel in Kauf nehmen? Laut Umfragen der Wirtschaftswoche bei diversen BMW Händlern haben beim ersten Service nach 25 TKM tatsächlich viele Hybridfahrer noch nicht mal ihr Kabel ausgepackt. Die haben den 530e nur wg der Steuervorteile und fahren alles mit dem Benzinmotor.

Über Sinn und Unsinn dabei zu sprechen halte ich für wenig zielführend.
Hätte BMW seine damalige Elektrostrategie konsequent weiterverfolgt, gäbe es heute möglicherweise einen brauchbaren und wirklich rein elektrischen 5er. Und das wäre dann soweit erstmal ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Ich kann die Story mit dem unbenutzten Kabel von einem Kollegen hier nachvollziehen 🙂
Er fährt das Auto auch. Und als Firmenwagenfahrer macht es eben tatsächlich einen Unterschied, ob ich Brutto + Fahrtstrecke zur Firma mit 0,5 oder 1% versteuern muss, insbesondere bei Fahrzeugen oberhalb der 60.000€, die ein 530e recht zügig erreicht.

Zitat:

Ich kann die Story mit dem unbenutzten Kabel von einem Kollegen hier nachvollziehen 🙂
Er fährt das Auto auch. Und als Firmenwagenfahrer macht es eben tatsächlich einen Unterschied, ob ich Brutto + Fahrtstrecke zur Firma mit 0,5 oder 1% versteuern muss, insbesondere bei Fahrzeugen oberhalb der 60.000€, die ein 530e recht zügig erreicht.

Ich war zu schnell bei der Bestellung und versteuere 1%. Aber ich lade auch.

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So richtig Sinn im Sinne von unbeschwerter Mobilität ergibt der aktuelle 530e dann, wenn ich sowohl Zuhause als auch auf der Arbeit mein Fahrzeug kontaktlos laden kann und die Distanz zwischen Wohnung und Arbeit < 35 km beträgt.

Einige schalten für mehr Reichweite die Klimaanlage aus oder gehen bei Kaufland für zwei Stunden einkaufen, um kostenlos 20 km Reichweite zu bekommen, was ich absolut bescheuert finde, weil ich ganz sicher anderes zu tun habe, als mich nach meinem Auto zu richten.

Die Rekuperation darf man nicht ganz außer Acht lassen. Bei normalen Verbrennern geht die "Bremsenergie" verloren, ein Hybrid-Fahrzeug wandelt sie in Zusatzkilometer um. Ist so etwas wie eine Paybackkarte🙂

Zitat:

@38special schrieb am 30. Juli 2019 um 23:21:03 Uhr:


Ich habe einfach immer noch nicht verstanden, welchen Vorteil der 530e gegenüber z.B einem 525d hat. 2x am Tag mit einem Kabel hantieren und 240kg Mehrgewicht durch die Gegend fahren? Wofür?

Bitte, ich will niemandem sein Auto madig machen, wirklich nicht. Aber wo genau liegt der Sinn? Die verdrehten Werbemärchen vom CO2 glaubt ja ohnehin niemand. Wer wirklich Resourcen schonen will, der fährt wohl Bahn, Fahrrad oder auch einen sparsamen Diesel.

Sind es die 0,5% Steuervorteil pro Monat? Ok, das ist für manche sicher ein Argument. Aber dafür das Gepopel mit dem Kabel in Kauf nehmen? Laut Umfragen der Wirtschaftswoche bei diversen BMW Händlern haben beim ersten Service nach 25 TKM tatsächlich viele Hybridfahrer noch nicht mal ihr Kabel ausgepackt. Die haben den 530e nur wg der Steuervorteile und fahren alles mit dem Benzinmotor.

Der Vorteil liegt doch klar auf der Hand: Emissionsfreies Fahren im Stadtverkehr. Kein CO2, kein Feinstaub. Laden mit 100 % Ökostrom . Natürlich wird man damit nicht zum Retter der Umwelt, aber macht es mir 100 mal mehr Spaß, als mit einem „Traktor“ zu fahren. Früher bin ich gerne Diesel gefahren, heute nervt mich der Sound total und ich genieße die lautlos ich keit ist 530e.

Ich finde es immer wieder interessant, dass viele Postings über den 530e sofort zu Grundsatzdiskussionen führen. Eigentlich geht es hier darum, dass jemand seine Erfahrungen mitteilt und nicht, ob das Fahren eines solchen Fahrzeugs an Sinn ergibt.

Stimmt - ich finde es auch unschön wenn Leute Hybrid Konzepte in Frage stellen. Jeder dessen Fahrprofil zum 530e passt (wie bei mir ) sollte es sich überlegen. 2000,3000, 4000 oder 5000km ohne einen Tropfen Benzin zu fahren und das lautlos ist mit keinem Diesel möglich. Und auch die meisten Diesel Fahrer fahren oft nur kurze Strecken.
Ich finde es auch kein Problem den 530e beim Kaufland anzuschließen wenn ich sowieso dort Einkaufe. Es sollten ganze Parkplatzreihen mit Ladepunkten ausgestattet werden! Bei IKEA gibt es meistens 1000 Parkplätze - gefühlte 100 Behinderten Plätze und 4-8 E-Ladeplätze.
Elektromobilität wird sich nur sehr langsam durchsetzen solange es diese Unterschiede noch gibt. Aber sie setzt sich durch!

Zitat:

@Cool1967 schrieb am 30. Juli 2019 um 14:32:32 Uhr:


Völlig irreführend finde ich in diesem Zusammenhang die Hersteller-Verbrauchsangaben:

530e, kombiniert 1,6-1,8 l/100 km, mit entsprechend niedrigem CO2-Wert von 36-41g/km
Unabhängig davon das die Hersteller-Angaben immer sehr optimistisch sind ist der angenommene Stromanteil beim kombinierten Verbrauch offensichtlich unrealistisch hoch angesetzt.

Weiß jemand auf welchen Grundlagen (also Anteil E- / Benzin-Motor) der kombinierte Verbrauch basiert ?

Der Antrieb dürfte Zyklusoptimiert sein. Der Zyklus geht nur ueber eine begrenzte Kilometer Reichweite und da faehrt er großteils elektrisch. So kommt dann der Fantasie Verbrauch zu Stande.

Siehe meine Werte oben - keine Fantasie! Realität!

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Natürlich sind as Phantasiewerte welche genau wie die Angaben bei Benzinern oder Diesel nur in ganz besonderen Fällen erreicht werden.
Aber das wirst du als E-Auto Ultra hier im Forum nicht zugeben wollen.
Und jetzt darfst du mich wieder mit meiner fossilen Scheißkarre beschimpfen...

Brauch ich nicht - ich habe Beweise - bei meinem Fahrprofil habe ich sogar einen Verbrauch geringer als Werksangabe! Da muss man kein E-Auto Ultra sein sondern nur normal denkender / lesender Mensch!
Und ganz besondere Fälle schon rein gar nicht - bei einem PHEV muss nur das Profil passen und dann fährt man 1000de km rein elektrisch- will man mal in den Urlaub oder weiter fahren - sieht man im übrigen auch - steigt der Verbrauch mal auf 6-8l - übers Jahr oder die Fahrzeuglaufzeit gesehen sind es dann aber im Durchschnitt Werksangaben!

Es sind auch nach meiner Ansicht keine Fantasiewerte, da sie unter reellen Bedingungen erreichbar sind. Natürlich nicht von der Masse der Fahrer, das ist klar. Der 530e kann bezüglich des Benzinverbrauchs in der Spanne von 0,0 l bis 12,0+ gefahren werden. Entscheidend sind das Fahrprofil und der Fahrstil.

Trotzdem bleiben Sie für die meisten unerreichbar im Praxiseinsatz sobald mehr als 40-50km am Stück gefahren werden. Ich kann meinen M5 auch auf den Werksangaben fahren. Macht aber keiner.

Realistisch sind nur die verbrauche von voll Elektro da dort halt 0 Verbrenner drin sind.

Selbst bei 50km am Stück Liegt der 530e bei unter 2l

Zitat:

@17M-TS schrieb am 30. Juli 2019 um 19:33:34 Uhr:


Hi
@ WMF1:
Damit ich etwas mit meinem 530i vergleichen kann, bitte noch Angaben zu
wie oft aufgeladen,
wieviel kw gesamt,
welche Kosten Strom gesamt?
Danke
josi

Die Fragen kann ich nur teilweise beantworten. Ich lade nach jeder Fahrt konsequent. Das Kabel ist an einer Haushaltssteckdose in meiner Garage fest installiert. Von ca. 35.000 km habe ich knapp 20.000 elektrisch zurückgelegt und in Bezug auf das Connectdrive Drive Portal dadurch ca. 2300 l Sprit gespart. Wie das berechnet wird, kann ich allerdings nicht sagen.

Da ich keinen separaten Stromzähler bzw. Wallbox habe, kann ich zum Stromverbrauch nichts sagen. Beziehe 100% Naturstrom.

Für mich ist der Kostenfaktor nicht der entscheidende Punkt. Man sollte bei den ganzen Gesprächen über dieses Fahrzeug nicht vergessen: Es macht wahnsinnig viel Spaß damit zu fahren!

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