Autos die man "vergessen" hat
Hallo Zusammen!
Wie wär denn mal ein Thread mit Autos die nicht nur aus dem Strassenbild verschwunden sind, sondern auch aus dem Gedächtnis??
Beste Antwort im Thema
ich hab leider vergessen, welche ich vergessen hab. Kann mir einer sagen welche das sind? 😁
12595 Antworten
Naja, aber genau diese Angst ist doch der Treiber die zu dieser Aussage geführt hat und das sich die Interessen innerhalb der Szene verschieben sehen nicht nur Experten so sondern auch die Szene selbst. Ich bin mir auch bewusst das der Tag kommen wird an dem ich selber so ein alter Sack bin an dem sich keiner mehr für meine Autos interessiert, aber dafür habe ich das Hobby auch nicht angefangen. Wenn ich dann mal irgendwo verscharrt liege kann es mir auch egal sein was mit dem Auto passiert, ob es dann in die Presse wandert oder bei GM ins Museum kommt kann mir dann auch egal sein.
Wobei es eh spannend wird was mit Oldies passiert, sollte sich die E-Mobilität tatsächlich flächendeckend durchsetzen und die Infrastruktur auch soweit fertig sein.
Zitat:
@Dynamix schrieb am 2. November 2020 um 15:16:15 Uhr:
Naja, aber genau diese Angst ist doch der Treiber die zu dieser Aussage geführt hat und das sich die Interessen innerhalb der Szene verschieben sehen nicht nur Experten so sondern auch die Szene selbst. Ich bin mir auch bewusst das der Tag kommen wird an dem ich selber so ein alter Sack bin an dem sich keiner mehr für meine Autos interessiert, aber dafür habe ich das Hobby auch nicht angefangen. Wenn ich dann mal irgendwo verscharrt liege kann es mir auch egal sein was mit dem Auto passiert, ob es dann in die Presse wandert oder bei GM ins Museum kommt kann mir dann auch egal sein.Wobei es eh spannend wird was mit Oldies passiert, sollte sich die E-Mobilität tatsächlich flächendeckend durchsetzen und die Infrastruktur auch soweit fertig sein.
Die Befürchtung war, dass der Gesetzgeber das ganze Thema Oldtimer-Zulassung beerdigt, weil die Zahl der Oldtimer in den nächsten Jahren weiter erheblich zunehmen wird. Es kommen jetzt immer mehr Fahrzeuge aus "geburtenstarken Jahrgängen" ins Oldtimeralter. Da könnte ein Finanzpolitiker schon auf die Idee kommen, ob sich der Staat die steuerliche Privilegierung von Oldtimern noch erlauben will. Bei näherer Betrachtung handelt es sich aber auch bei diesem Phänomen um einen Scheinriesen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Kraftfahrzeuge bleiben Oldimer eine zu vernachlässigende Minderheit. Ds wird auch so bleiben, denn auch zukünftig werden die allermeisten Autos schon aus wirtschaftichen Gründen das Oldtimeralter nicht erreichen.
Freuen wir uns doch in der Szene lieber, dass diese allein durch Zeitablauf jedes Jahr bunter wird, anstatt sich gegenseitig Vorhaltungen zu machen. Das Interesse an alten Autos wrd auch weiterhin vor allem den Autos gelten, mit denen man eigene Erinnerungen und Erlebnisse verbindet. Damit verlagern sich auch die betreffeden Fahrzeugjahrgänge. Eine Ford "Badewanne" oder ein Opel Manta I ist da inzwischen für viele interessanter als ein BMW Dixi oder ein Stöver V5. Um so mehr gebührt denen mein Respekt, die sich auch der Sache wegen um alte Autos kümmern, sie hegen und pflegen. Auch dann noch, wenn andere sich nicht (mehr) dafür interessieren. Denn mit der Kategorie "Oldtimer" nach § 2 Nr. 22 FZV will der Gesetzgeber uns keine Freude machen, sondern die "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" unterstützen.
Ob der Tag kommt, wo mangels Kraftstoff oder wegen eines gesetzlichen Verbots auch keine Oldtimer mehr auf unseren Starßen fahren dürfen, weiß ich nicht. Ich hoffe auf intelligente Lösungen und in der Zwischenzeit fahren wir munter weiter. In den nächsten 20 Jahren wird sich da nichts dran ändern. 57 Millionen Kraftfahrzeuge verschwinden nicht so schnell, auch wenn das Geschrei im Politikbetrieb gerne den Eindruck erweckt.
Grüße vom Ostelch
Die Szene soll sich durch Vielseitigkeit auszeichnen.
Ich kann da jeden akzeptieren, ob irgendein Vorkriegsgeraffel, oder Brabus W124.
Mir muss da nicht jeder Karren gefallen, aber ich freue mich über jeden alten Karren, den irgendwer mit Liebe und Leidenschaft erhält!
Zitat:
@Christian8P schrieb am 2. November 2020 um 16:04:19 Uhr:
Mir muss da nicht jeder Karren gefallen, aber ich freue mich über jeden alten Karren, den irgendwer mit Liebe und Leidenschaft erhält!
Eben! Da geht mir dieses elitäre Geschwafel auf den Keks.
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"Stöver V5"
Da müsst ich Baujahr von Ende der Achtziger erst mal gucken was das überhaupt ist 😛
Zu viele H wird das auch die nächsten Jahre nicht geben, weil sich seit den späten 80ern einiges geändert hatte. Die Autos sterben nicht mehr primär am Rost und können mit ein paar Schweißarbeiten teilweise bis zum wirklichen, technischem Komplettausfall fahren, wo dann echt nichts mehr zu machen ist.
Gleichzeitig werden alte Autos nicht mehr in irgendwelche Scheunen eingelagert, sondern direkt zu Geld gemacht und das heißt meistens Export und manchmal sogar direkt Verwertung. Was früher hier noch durch drei Hände und dann in irgend einen Schuppen ging, geht heute nach Osteuropa. Teilweise überholt man da Autos auf den Exporttrailern, die halb so alt und doppelt so teuer wie der eigene Wagen sind.
Und zum Schluss werden natürlich durch die irrsinnige Modellvielfalt auch teilweise die Teile ausgehen und ob jetzt irgendwer das Xte SUV-Derivat am Leben erhält. Man muss sich mal überlegen wie viele Modelle Mercedes 1962 hatte und wie viele das heute sind. Oder was es 89 bei Audi gab und was man da heute alles bestellen kann.
Zitat:
Und zum Schluss werden natürlich durch die irrsinnige Modellvielfalt auch teilweise die Teile ausgehen und ob jetzt irgendwer das Xte SUV-Derivat am Leben erhält. Man muss sich mal überlegen wie viele Modelle Mercedes 1962 hatte und wie viele das heute sind.
Da musst du gar nicht so weit zurückgehen.
Audi-Programm 1993:
Audi 80
Audi 100
Audi Coupé
Audi Cabrio
Audi V8
Ende!
Zitat:
@Christian8P schrieb am 2. November 2020 um 16:15:21 Uhr:
Zitat:
Und zum Schluss werden natürlich durch die irrsinnige Modellvielfalt auch teilweise die Teile ausgehen und ob jetzt irgendwer das Xte SUV-Derivat am Leben erhält. Man muss sich mal überlegen wie viele Modelle Mercedes 1962 hatte und wie viele das heute sind.
Da musst du gar nicht so weit zurückgehen.Audi-Programm 1993:
Audi 80
Audi 100
Audi Coupé
Audi Cabrio
Audi V8Ende!
Das hat sich jetzt schön mit meinem Edith überschnitten 😛 😁
Und selbst bei denen hast du schon Ersatzteilprobleme, wie man an den hinteren Stoßdämpfern für einen V8 sieht. Bei den heutigen, wird dann kaum was übrig bleiben, schon gar nicht bei dieser "auf Kante" Sparpolitik, wo kein Cent zu viel für Lager und Lagerhaltung ausgegeben werden darf.
Zumal gerade bei Audi ich auch den Punkt sehe, dass das oft nur noch Vertreterkisten sind und die Privat (Anwesenden Ausnahmen ausgeschlossen 😛) kaum noch geleast oder gekauft werden. Da gehen viele direkt mit 70.000 bis 100.000 KM nach drei Jahren in Privathand und sind nach 10 Jahren irgendwo vor der 200.000 wo sich das dann mit dem Sammlerstück auch erledigt hat. Sofern der Wagen nicht schon vorher geknackt und irgendwo hin verscherbelt wird 😛
Zitat:
@Ostelch schrieb am 02. Nov. 2020 um 15:11:32 Uhr:
Nana, etwas mehr Toleranz für die Szene könnte nicht schaden!
Wem man in diesem Fall wohl mangelnde Toleranz vorwerfen kann.
Ich habe absolut nix dagegen, wenn sich alte Herren, die mit ihren Autos beide Weltkriege erlebt haben, ihrem Hobby frönen.
Allerdings sollten sie auch Menschen, die keine geschätze 135 Jahre alt sind, doch bitteschön auch ihr Hobby gönnen. 😠
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 2. November 2020 um 16:32:18 Uhr:
Zitat:
@Ostelch schrieb am 02. Nov. 2020 um 15:11:32 Uhr:
Nana, etwas mehr Toleranz für die Szene könnte nicht schaden!Wem man in diesem Fall wohl mangelnde Toleranz vorwerfen kann.
Ich habe absolut nix dagegen, wenn sich alte Herren, die mit ihren Autos beide Weltkriege erlebt haben, ihrem Hobby frönen.
Allerdings sollten sie auch Menschen, die keine geschätze 135 Jahre alt sind, doch bitteschön auch ihr Hobby gönnen. 😠
Made my day!😁
Ich denke auch, dass durch die Modellflut die damit noch potenzierte Zahl von Ersatzteilen ein großes Problem sein wird. Schon jetzt ist es oft nicht die reine Fahrzeugtechnik, sondern eigentlich simple Ausstattungsteile wie Stoßstangen , Zierleisten, Türöffner, Teile des Innenraums, die zum unüberwindbaren Problem werden. Nicht alles davon kann man mit dem gerade so gehypten 3-D-Druck lösen.
Ein Kfz-Sachverständiger erklärte mir vor Kurzem, dass seiner Ansicht nach zukünftig auch weniger die oft beschworenen Probleme mit elektronischen Bauteilen zum "Todesurteil" für Oldtimer werden, sondern die zum Teil hochkomplexen Werkstoffkombinationen, die beim modernen Karosseriebau eingesetzt werden. Da werden in wichtigen Teilen der Karosseriestruktur derart viele unterschiedliche Werkstoffe, deren genaue Zusammensetzung auch die Werkstatt nicht kennt, vewendet, dass eine originalgetreue Reparatur in kommenden Jahrzehnten gar nicht möglich sei, weil kein noch so versierter Karosseriebauer diese Werkstoffe ohne Spezialkenntnisse und -maschinen verarbeitet bekommt. Was kunstvoll aus der passenden Blechstärke zurecht zu dengeln reichte dann nicht mehr. Bzw. würden die Kosten für solche Arbeiten so horrend, dass sie niemand in ein nur mittelmäßig wertvolles Auto investiert.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 2. November 2020 um 16:48:32 Uhr:
Ich denke auch, dass durch die Modellflut die damit noch potenzierte Zahl von Ersatzteilen ein großes Problem sein wird. Schon jetzt ist es oft nicht die reine Fahrzeugtechnik, sondern eigentlich simple Ausstattungsteile wie Stoßstangen , Zierleisten, Türöffner, Teile des Innenraums, die zum unüberwindbaren Problem werden. Nicht alles davon kann man mit dem gerade so gehypten 3-D-Druck lösen.
Ein Kfz-Sachverständiger erklärte mir vor Kurzem, dass seiner Ansicht nach zukünftig auch weniger die oft beschworenen Probleme mit elektronischen Bauteilen zum "Todesurteil" für Oldtimer werden, sondern die zum Teil hochkomplexen Werkstoffkombinationen, die beim modernen Karosseriebau eingesetzt werden. Da werden in wichtigen Teilen der Karosseriestruktur derart viele unterschiedliche Werkstoffe, deren genaue Zusammensetzung auch die Werkstatt nicht kennt, vewendet, dass eine originalgetreue Reparatur in kommenden Jahrzehnten gar nicht möglich sei, weil kein noch so versierter Karosseriebauer diese Werkstoffe ohne Spezialkenntnisse und -maschinen verarbeitet bekommt. Was kunstvoll aus der passenden Blechstärke zurecht zu dengeln reichte dann nicht mehr. Bzw. würden die Kosten für solche Arbeiten so horrend, dass sie niemand in ein nur mittelmäßig wertvolles Auto investiert.Grüße vom Ostelch
Das ist natürlich auch noch ein Punkt. Dazu die ganze Sensorik die teilweise wie der unbeliebte Reifendruckkontrollsensor jetzt zwingend vorgeschrieben ist. Airbags, LEDs, alles Spezialteile die man nicht mal eben nachfräsen oder nähen kann und die aber zum Betrieb des Fahrzeuges definitiv anwesend sein müssen.
Da wird sich aber auch einiges entspannen. In den letzten Jahrzehnten wurde die Erhaltung von Oldtimern ja vom rein handwerklichen immer schwieriger. Ein Vorkriegsauto, das mehr oder weniger von Schlossern und Werkzeugmachern gebaut wurde, kann auch von solchen repariert werden, bis hin zu Nachfertigungen von Teilen. (nur die alten Handwerker sterben aus und die wenigen Jüngeren, die noch bei denen gelernt haben, lassen sich fürstlich bezahlen). Je jünger die Autos sind, um so komplizierter lassen sich Teile nachfertigen. Wegen der größeren Stückzahlen gibt es hier und da mal Nachfertigungen, bisher ging das aber nur mehr oder weniger industriell und da ist schon mal für den Formenbau eine 6-stellige Summe weg, bevor die Serie anläuft. Und welcher Handwerker kann ein Verkleidungsteil mit Schaumkern und Kunststoffüberzug nachfertigen? Nicht so wie es war, allerhöchstens mit einem unvorstellbaren Aufwand optisch ähnlich aus Holz, Schaumstoff und Kunstleder. Das wird sich durch 3D-Druck, CNC und CAD entspannen. Die Zukunft ist Losgröße 1 und wenn die Datei erstmal existiert, wird es beim nächsten Mal richtig günstig.
"3D-Druck, CNC und CAD"
Gibts doch teilweise seit Jahrzehnten ohne das es DEN Durchbruch in der Oldieszene brachte. Glaube das Hobby wird allein schon auf Grund der Demographie und dem Interesse am Auto (wird nun mal immer mehr zum Gebrauchsgegenstand wie ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine) etwas kleiner werden und vor allem die Autos der 90er bleiben die letzte große Oldiegeneration. Die Generation die nach 2000 aufgewachsen ist, sieht Autos mehrheitlich nur noch als Gegenstand meiner Erfahrung nach und wird die Autos dort auch entsprechend behandeln.
Zudem setzt ein umfangreiches Oldtimerhobby auch ein umfangreiches Konto und Platz voraus und das haben immer weniger.
Das läuft langsam an. Man braucht natürlich eine Vernetzung zwischen den EDV-Fachleuten und den Schraubern, die vorher die Ansagen machen, was sie brauchen und hinterher den Kram einbauen. Es wird sich nicht jeder Kfz-Betrieb die ganzen Maschinen hinstellen, sowas haben dann 1 oder 2 Leute im Kreis. So wie es heute z.B. auch schon im Tischlerhandwerk ist. Auch da läuft es schleppend an, obwohl die Technik seit ca. 25 Jahren verbreitet ist und seit ca. 20 Jahren auch berechenbar funktioniert. Viele alte Meister wissen noch gar nicht, was technisch möglich ist und lehnen lieber Aufträge ab und die Computerfachleute brauchen die Vorarbeit der Handwerker, von sich aus machen die das nicht, die wissen gar nicht, was gebraucht wird und welche Eigenschaften bei den jeweiligen Teilen wichtig sind.
Zitat:
Die Generation die nach 2000 aufgewachsen ist, sieht Autos mehrheitlich nur noch als Gegenstand meiner Erfahrung nach und wird die Autos dort auch entsprechend behandeln.
Trauriges Dasein, oder?