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Auto zieht mal nach links mal nach rechts

Themenstarteram 6. März 2021 um 19:23

Mein Wagen fährt bei plus 70km/h so gut wie nie sauber geradeaus. Er zieht mal nach links und mal nach rechts.

Mir ist vor allem auf der Autobahn aufgefallen das der Wagen, nach rechts zieht. Ständiges, leichtes korrigieren ist unumgänglich.

Für mich scheint es also ob der Wagen sehr stark den Neigungen der Fahrbahn folgt. Ich muss ständig Gegenlenken. Auch an Stellen wo ich mit dem bloßen Auge keine Neigung erkennen kann, geht der Wagen ab. Ich denke aufgrund dessen, dass meistens Neigungen nach rechts in der Fahrbahnen eingebaut sind, zieht er auch meistens nach rechts. Der Wagen war nun mittlerweile 3x zur Vermessung und nichts tut sich.

Ein leichtes Folgen der Fahrbahnneigung ist sicherlich normal, aber ich muss immer gegenlenken. Sind zwar keine großen Winkel, aber es stört einem trotzdem. Auf der Autobahn zieht der Wagen innerhalb von nur 50 Metern derart stark nach rechts, dass ich die Spur fast vollständig gewechselt habe.

 

Ich fahre häufiger andere Fahrzeuge, vom kleinen Mazda über den A3 bis hin zum neuen 5er BMW. Derart extrem ist mir das bei keinem anderen Auto aufgefallen.

 

Da ich mir die Sache mit der Fahrbahnneigung nun nicht nur einbilden wollte, bin ich dann die gleiche Stelle andersrum gefahren (also Gegenfahrbahn).

 

Habe dabei in den letzten Wochen bewusst nach Stellen Ausschau gehalten, wo der Wagen konsequent auf der Gerade nach recht abdriftet. Habe dann drei Mal auf der Landstraße gewendet und abgewartet bis ich allein war. Bin dann auf derselben Spur zurück, also in dem Moment auf der Gegenspur. Alle drei Male ist der Wagen der Querneigung folgend dann nach links abgedriftet.

 

Meine Kiste zieht also ganz schön nach links oder rechts je nach Fahrbahngefälle. Das Problem tritt auf allen Straßen auf und nicht nur oder besonders stark auf Autobahnen, sondern überall. Bei unter 70km/h fällt es halt nicht so auf und man presst nicht ständig das Lenkrad in eine Richtung.

 

Ein bißchen Ziehen ist normal. Aber die ständige Tendenz des Autos, die Richtung zu ändern, bedeutet für mich eine Fehlfunktion. Ein effizientes Fahrzeug sollte eine gerade Richtung beibehalten, ohne dass eine Lenkradkorrektur vorgenommen werden muss.

 

In der Fachwerkstatt haben 3 Mann das Auto deswegen untersucht aber nichts gefunden.

  • Die Spur wurde nun dreimal neu eingestellt.
  • Luftdruck in allen vier Reifen der gleiche.
  • Das Reifenprofil ist links und rechts gleichmässig.
  • Reifen von hinten nach vorne und von rechts nach links gewechselt.
  • Von breiten Sommerreifen auf schmale Winterreifen gewechselt, ohne Verbesserung.
  • Die Servopumpe wurde vor einem Jahr erneuert.
  • Laut Werkstatt und TÜV (Oktober 2020) sehen die Fahrwerksteile ok bzw. unauffällig aus.

Andere Fehlerquellen wie ein klemmender Bremssattel oder ein ausgeschlagener Querlenker, würden den Wagen konsequent immer in eine Richtung driften lassen, korrekt?

Also ich bin jetzt kurz davor Fahrwerksteile einfach auf Verdacht wechseln zu lassen. Auch wenns aber da leider teuer wird. Gibt es da andere typische Schwachstellen die dafür verantworlich sind, dass ein Auto mal nach links und mal nach rechts driftet?

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21 Antworten

Domlager prüfen. Sind die Radlager spielfrei?

Schau mal ob die das links/rechts Ziehen lastabhängig ist, also z. B. bergab im Leerlauf vs. bergauf am Gas.

@LarsHothe

Wurde schon der Lenkwinkelsensor mal kalibriert??

Es gibt kein Fahrzeug mehr heute, was keinen LWS mehr hat und sollte eigentlich nach einer Spureinstellung kalibriert werden.

Yep, bei meinem lags anfängliche Zickerei auch an diesem. Ein fehlkalibrierter Lenkwinkelsensor hat meist eine geringere Toleranz was "Servo" angeht zu einer Seite wie zu der anderen. Weil der LWS eben der ansicht ist, dass du nicht geradeaus fährst WENN der Karren physikalisch geradeaus fährt. Bei meinem war das eine stärkere Unterstützung durch Servo auf der einen Seite als auf der anderen.

Wie man das auch als Laie messen kann ist einfach: Sicherung der mittlerweile meist elektrischen Servo ziehen. Die pfuscht dann nicht mehr ins Handwerk. Wenn der dann super läuft, dann ists der Sensor.

Ganz Blödes Ding hatte ich mal gehabt. Unteres Traggelenk ausgeschlagen, trotz mehrmaligen prüfen. Gerade bei Lastwechsel, scharwenzelte der Wagen hin und her. Aufgebockt, und ordentlich am Rad gewackelt, da konnte man das Spiel sehen. (war ein Fiat Scudo)

Hatte ich mal an einem FORD s-max. An dem Ding (neu gekauft) haben sich diverse Werkstätten ausgetobt. Der Vertragshändler, freie Werkstatt, auf Fahrwerke spezialisierter "Tuner". Jeder hat irgendwo herumkalibriert, Spur vermessen, Traggelenke wurden getauscht.

Dem Auto war nicht beizubringen, auf der AB ordentlich geradeaus zu fahren.

Als ich erstmals auf Winterreifen (andere Dimension) wechselte, war er plötzlich brav.

Ergo: Können vielleicht auch einfach die Reifen sein.

Ja Traggelenke bei Fahrzeugen aus dem VAG Konzern sind ein großes Thema.

Geradeaus-Lauf bzw. unsensibel gegenüber Fahrbahn-Einflüssen wird eigentlich durch Spreizung und Nachlauf beeinflusst. Beides sind aber nicht direkt einstellbare Größen. In der Definition von beiden spielt die Lenkdrehachse eine wichtige Rolle. Diese verläuft bei deinem Auto durch Domlager und Traggelenk.

Damit wäre das Traggelenk, wie ja schon von anderen angemerkt, ein heißer Kandidat. Das am besten Mal mit nem Montiereisen prüfen oder noch besser in eingefedertem Zustand mit einem Fahrwerksprüfer.

Falls es das nicht ist, bleibt noch der andere geometrische Bezugspunkt: der geometrische Schwerpunkt der Reifenaufstandsfläche.

Da würden Reifen, Felgen, Spurplatten usw reinpfuschen, wenn sie nicht mehr dem Original entsprechen.

Aber andere Reifen hast du ja schon ausprobiert. Daher kann man letztere Einflüsse wohl erstmal ausklammern.

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