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ausländische KFZ-Zulassung bei deutscher Firma?

Themenstarteram 22. Febuar 2017 um 14:18

Hallo,

mir fallen in letzter Zeit immer wieder Fahrzeuge auf, vorzugsweise mit polnischer oder ungarischer Zulassung, welche im Dienste deutscher Firmen stehen. Die komplette Flotte einer großen Pizzakette, inkl. Werbung auf den Fahrzeugen mit Angabe des im Ort befindlichen Sitzes, haben keine deutsche Zulassung.

Nur mal aus reiner Neugier: ist das streng genommen (steuerrechtlich?) überhaupt zulässig?

(ist mir persönlich natürlich völlig egal, wer wann wo welche Autos zulässt, ist wirklich nur eine reine Wissensfrage für mich)

Gruß Martin

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23 Antworten

Ausländische Subunternehmer ? Leasing/Mietefahrzeug aus'm Ausland ?

Werbung kannst überall draufkleben ;-)

Hab bei uns (Unterfranken) sogar schon landwirtschaftliche Anhänger mit polnischem Kennzeichen gesehen (an heimisch zugelassenem Trecker).

Steueroase Deutschland :

http://www.nachdenkseiten.de/?p=29305

https://de.wikipedia.org/wiki/Steueroase#Schattenfinanzindex

Vielleicht arbeiten da nur Polen mit eigenen Autos und verdienen mit der Werbung auch noch ein paar Euro.

Themenstarteram 22. Febuar 2017 um 14:52

Zitat:

@fluchti24 schrieb am 22. Februar 2017 um 14:42:38 Uhr:

Vielleicht arbeiten da nur Polen mit eigenen Autos und verdienen mit der Werbung auch noch ein paar Euro.

Es handelt sich definitiv nicht um Privatfahrzeuge.

Außer das Unternehmen beschäftigt ausschließlich Mitarbeiter, welche allesamt exakt das selbe Modell in der selben Ausstattung und Farbe fahren. :D

In der Schiffahrt wird ja auch gern unter fremder Flagge gesegelt/gefahren ;-)

Warum also nicht auch im Kraftfahrzeug-Bereich ?

geht doch darum ob man als deutsches gewerbe die kfz im ausland zulassen darf, hat ja auch steuerliche folgen: fahren auf unseren srtrassen rum und zahlen (eventuell weniger) steuern im ausland.

Kennt man ja von google, zahlen in irland 0.005% steuern....(kein druckfehler, 0,005 Prozent). das wären 2 euro pro jahr für dich wenn du 40.000 euro brutto verdienst.....)

Wenn es als Privatmann funktioniert. Bekannter Pole wohnt in D, Auto ist über Oma in Polen angemeldet, mit Polnischem Kennzeichen. Prahlt damit, wie billig die Steuern/Versicherung da ist. Wird ne Firma wohl auch so machen/versuchen. Solange das hier keinem Interessiert....

th

...wer sagt denn, dass die Fahrzeuge demjenigen überhaupt gehören der sie nutzt. Das können z.B. auch die Fahrzeuge einer polnischen / tschechischen Leasingfirma sein.

Es kommt auf denjenigen an, auf den der Wagen zugelassen ist. Ist es die polnische Tochterfirma zum Fleetmanagement, die im Konzern die Fahrzeuge besorgt und weiter gibt, ist das mit ein paar Zisatzgenehmigungen (Zoll) möglich.

Finnische LKW Spedition hat bei uns im Gewerbegebiet eine Niederlassung, gut und schön. Stehen aber LKW aus RO, LT, BG, EST, und sonstige Osteuropäische Länder, und warten da auf Fahraufträge. Ob das so alles seine Richtigkeit hat. Die armen LKW fahrer hausen da oft unter erbärmlichen Bedingungen. Zelt zwischen den FZ gepannt, grillen da bei - Temperaturen.

th

Finnen sind kälte gewohnt. ;):D;)

Der Aufdruck auf der Plane etc. ist doch wurscht - mein Nachbar fuhr jahrelang einen mit HARIBO drauf und hatte weder Lebensmittel geladen noch war er damit je in Bonn. Entscheidend ist welchem Betrieb der LKW gehört. Im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit darf natürlich ein estnischer Transporteur seine Leistungen an eine finnische Spedition verkaufe, die dann zwischen Mainz und Wiesbaden einen Pendelverkehr damit bedient. Und wenn der Fahrer aus Rumänien ist, ist das ja auch OK. Dafür haben deutsche Versicherer ein Büro in Budapest, in dem spanische Dienstleister einen englischen Fachmann beschäftigen. Letzteres könnte allerdings auf Sicht nicht mehr so einfach sein. :D:D

Mein Vater hatte letztes Jahr einen Leihwagen der Firma Buchbinder der ein rumänische Zulassung hatte. Man ihn explizit auf ein Dokument hingewiesen das er im Falle einer Kontrolle vorzeigen sollte. Was darauf stand habe ich mir allerdings nicht angeschaut.

Da fällt mir ein, hie rim grenzgebiet zu Luxembourg sieht man viele Grenzgänger mit Wohnsitz Deutschland luxembourgischen Kennzeichen. Als Privatmann darf ich ja eigentlich nicht dauerhaft mit einem ausländischen kennzeichen durch die Gegend fahren?

ich denke hier ist der gesetzgeber gefragt und das ganze nimmt meines erachtens auch zu.

und es braucht eben auch kontrollen.

steuersünde kann man bestrafen - der trickt heißt "steuervermeidung". eben lücken nutzen bis sich die balken biegen (also das was vw mit den abgasen knapp verpaßt hat...). und solch eine vermeidung sollte auch bestraft werden (sobald klar erkennbar ist dass dies systematisch betrieben wird).

klar sollte bei entsprechender bestrafung jeweils auch gesetztlich was passieren damit entsprechende "lücken" weiterexistieren (kein leichtes unterfangen. man möchte ja die anzahl der gesetze und regelungen nicht verdreifachen).

steuervereinfachung wäre wohl der beste weg. klare regelungen um die keiner drum rum kommt. vielleicht ist einfach die zahlung der regelungen schuld dass man dort eben mit etwas "cleverness" oder "in betrügerischer absicht" offenbar viele umgehen kann.

------

und was die lkw fahrer angeht

"Die armen LKW fahrer hausen da oft unter erbärmlichen Bedingungen. "

->die haben oftmals anspruch auf deutschen mindestlohn!

Zitat:

@newt3 schrieb am 28. Februar 2017 um 23:20:20 Uhr:

ich denke hier ist der gesetzgeber gefragt und das ganze nimmt meines erachtens auch zu.

und es braucht eben auch kontrollen.

steuersünde kann man bestrafen - der trickt heißt "steuervermeidung". eben lücken nutzen bis sich die balken biegen (also das was vw mit den abgasen knapp verpaßt hat...). und solch eine vermeidung sollte auch bestraft werden (sobald klar erkennbar ist dass dies systematisch betrieben wird).

klar sollte bei entsprechender bestrafung jeweils auch gesetztlich was passieren damit entsprechende "lücken" weiterexistieren (kein leichtes unterfangen. man möchte ja die anzahl der gesetze und regelungen nicht verdreifachen).

[..]

Andersrum wird ein Schuh draus: Solange etwas nicht per Gesetz verboten ist, ist es erlaubt.

(Nulla poena sine lege

Das gilt auch für Handlungen, die man für unmoralisch oder unsozial hält.

Und das ist auch gut so!

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