Auf Wiedersehen, Volvo

Volvo

Hallo liebes Volvoforum.

Nachdem ich Euch ja monatelang nach Leasing Konditionen zu den großen Volvomodellen gefragt habe, stand im Dezember nun eine Entscheidung an. Ein 90er hätte mir sehr gut gefallen, die fixe Idee der Drosselung auf 180km/h, die zweigeteilte Rückbank und die Ankündigung nur noch Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, haben mich mal über den Tellerrand schauen lassen. Ich habe noch lange nach Jahreswagen und Vorführern geschaut, aber nichts passendes gefunden. Die Chance bei einer Neubestellung ein gedrosseltes Exemplar zu bekommen, war mir zu groß.

Also die üblichen "Verdächtigen" abgeklappert. Audi möchte ich nicht (mag die Marke und deren Klimbim einfach nicht), bei Daimler ist mir - vor allem innen - mittlerweile zu viel Kirmes verbaut. Ambientebeleuchtung ist ja schön, aber nicht in der Menge. Lüftungsdüsen sind wichtig, aber nicht gleich drölfzig Stück, die aus jedem Plastikteil "glotzen". Dazu sind die Leasingraten jenseits von Gut und Böse. Bleiben noch Jaguar (hmm) und BMW. Und genau da stand ein richtig interessantes Paket unweit von mir beim Händler. Also nachgefragt, ob der Konditionen Herzrasen bekommen und am heiligen Abend den Leasing Vertrag unterschrieben.
Geworden ist es ein 530d xDrive LuxuryLine mit nahezu allem, was die Aufpreisliste hergibt. Großes Navi, SH, Panoramadach, ACC, Softclose, ferngesteuertes Parken, HarmanKardon, Komfortsitze belüftet, AHK, Integralaktivlenkung und noch ganz viel mehr. Die einzigen Dinge, die nicht verbaut sind, sind Night Vision, Spurhalteassi, Massage, Bowers&Wilkins, (leider) DAB+ und das Nappaleder mit Exclusivnaht.
EZ war im Januar letztes Jahr und er hatte 15.500km runter (ehem. Dienstwagen in München).
Nun habe ich ihn für 36 Monate und 30.000km, weil eine Nachzahlung günstiger war, als das Leasing direkt aufzustocken, warum auch immer. Die Rate ist unschlagbar mit 367€ netto ohne Anzahlung.

Den C30 behalte ich aber und Euch bleibe ich auch treu. Die Mt-Abteilung mit dem Propeller ist etwas sonderbar, wie ich beim ersten Einlesen festgestellt habe.

Zum Abschluss nur ein kleines Foto, ist ja schließlich kein Elch. 🙂

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Beste Antwort im Thema

Klingt nach Marketing. Und das ist selten plausibel. 😁

Vielen Dank für die "Anteilnahme" - bisher habe ich es nicht bereut. Besonders die beiden Punkte Motor/Getriebe und Fahrwerk gehen ganz klar nach München. Ich hätte allerdings auch einen 25d genommen, hätte es halbwegs gute Exemplare gegeben. Mir ging es gar nicht mal um die Zylinder Zahl, denn die Volvo Motoren sind richtig gut. Klar, man merkt in der Charakteristik den Sechszylinder, aber das ist mir kein wichtiger Punkt. Die Leistung ist natürlich ein nettes Paket, welches ich bei Volvo im Diesel Bereich aber auch nicht erwartet hätte. Was aber durchaus für Erstaunen gesorgt hat, ist das Verhältnis aus Fahrleistungen und Verbrauch. Ich fahre ganz normal im Ruhrgebiet, habe also dichten Verkehr und viel Stop&Go, komme aber nicht mal mit der Brechstange auf mehr als 8l/100km.
Insgesamt ist der 5er in der Charakteristik einem V90 gar nicht so unähnlich. Lenkung und Bremse sind nahezu gleich, er gleitet ebenfalls besser, als dass er rennt. Was aber ein richtig großer Unterschied ist: die Dämpfung. Sowohl das Ansprechverhalten bei kurzen Stößen als auch insbesondere die akustische Rückmeldung. Die 90er haben schon sehr leise Fahrwerke für Volvo Verhältnisse, der BMW ist hier aber nicht mal halb so laut.
Insgesamt ist das ein urgemütlicher Gleiter für die Langstrecke. Er erzieht durch die Gelassenheit des Antriebs und des Fahrwerks sogar noch mehr zur Ruhe, als es der V90 tut. Nur wenn man dann seine "tollen 5 Minuten" hat, quittiert er das mit erstaunlicher Leichtfüßigkeit. Das mag an der mitlenkenden Hinterachse liegen, erstaunt aber in der Tat.

Zu den Fragen weiter oben. Wir reden von 30.000km in drei Jahren, also 10kkm pro Jahr. In der Nachzahlung sind es allerdings nur 14,14ct brutto, was extrem wenig ist. Ich werde wohl auch deutlich mehr fahren. Aktuell rechne ich mit 25-30kkm pro Jahr, aber das wird sich zeigen.

Die 180er Drosselung stört mich aus mehreren Gründen. Ich versuche meistens außerhalb der Stoßzeiten zu fahren. Also lieber Sonntag Nacht als Montag Morgen oder lieber Samstag Morgen als Freitag Nachmittag. Und da pendele ich mich gerne im Bereich im 170-180 ein. Für mich ein ideales Reisetempo. Nur rollt man dann öfter auf jemanden auf, der 140 oder 150 fährt, wenn ganz links über 200 gefahren wird. Und da möchte ich auch mal drauf treten können, um links reibungslos in eine Lücke zu rutschen. Ich habe es die letzten Wochen bewusst ausprobiert und darauf geachtet, wie oft mir die 180 im Weg wären - und das war öfter der Fall. Also habe ich die für mein Fahrprofil als störend ausgemacht.
Zum anderen ist das Argument Sicherheit schon fast zynisch seitens Volvo. Sie reiten auf dem hohen Risiko rum. Die Statistiken zu Unfällen bei dem Tempo geben da keinen Grund zur Sorge her. Viel gefährlicher ist die Landstraße - und trotzdem verlangt Volvo für verfügbare Assistenzsysteme teils einen saftigen Aufpreis. Wenn sie es ernst meinten, wäre die gesamte Sensorik Serienumpfang.

So summierten sich eben die Problemchen, die ich für mich mit den neuen Volvos habe. Im Endeffekt ausschlaggebend waren dann die Konditionen - und, dass ich BMW schon immer sympathisch fand.

Übrigens: Das iDrive lenkt trotz größerem Funktionsumfang erheblich weniger ab, als das Sensus. Der Controller ist immer griffbereit und auch blind erreichbar, wenn die Straße mal richtig schlecht ist. Beim 5er ist das Klimamenü auch per kleinem Touchscreen zu bedienen. In der Zeit, in der ich die Sitzheizung auf Stufe eins habe (wie bei Volvo: drei Mal drücken), habe ich die Zieladresse ins Navi eingegeben. Die Treffsicherheit ist beim Touchscreen erheblich schlechter. Aus dem Grunde kann ich Audi auch nicht verstehen, die ein durchaus brauchbares System mit Controller hatten.

Vielleicht gefällt mir der BMW auch in drei Jahren noch, vielleicht weiß ich dann aber die Volvos eher zu schätzen. Aktuell tendiere ich zu ersterem, aber die Zeit wirds zeigen.

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Ich kann´s verstehen. Mir ist der BMW allerdings zu klein (2 Kinder, Hund)... Viel Spass damit und allzeit gute Fahrt!

Zitat:

@Limdoc schrieb am 14. Januar 2020 um 08:36:46 Uhr:



Zitat:

Frage mich auch, was für ein Problem die 180km/h Beschränkung sein soll?!

Vor jahren hätte es da noch einen Aufschrei gegeben. Jetzt nicht mehr...

Die Menschheit ist halt lernfähig...
... wenn auch leider viiiiiiel zu langsam.

Also bei fahrenden PCs - und dazu gehört selbstverständlich auch der 5er - das "Big Brother" an der Geschwindigkeitsbeschränkung festzumachen, ist doch schon fast Satire!

Zitat:

@Benjamin2111 schrieb am 13. Januar 2020 um 13:58:34 Uhr:


..... die fixe Idee der Drosselung auf 180km/h, ..... und die Ankündigung nur noch Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, haben mich mal über den Tellerrand schauen lassen.

Genau für diese Argumente entscheide ich mich für Volvo 😉

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit dem BMW!

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@Benjamin2111 schrieb am 13. Januar 2020 um 20:50:10 Uhr:
Die Statistiken zu Unfällen bei dem Tempo geben da keinen Grund zur Sorge her.

Zitat:

Nach meinem Verständnis geht es darum, dass die folgen bei solchen Unfällen deutlich schlimmer sind. Letztendlich hat das Auto bei 200 km/h vier Mal mehr (kinetische) Energie als bei 100 km/h.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Alle Frontalcrash´s auch mit heutigen sicheren Autos ab 80 km/h sind potentiell tödlich für die Insassen. Egal was die Werbeversprechen alles so erzählen. Und ob man nun mit 180 oder 200 irgendwo raufknallt, ist lediglich von theoretischem Belang, tot ist man so oder so. Insofern ist die Argumentation von Volvo bzgl. der 180er Grenze politische Augenwischerei und populistisch. Fakt ist, dass es auf tempolimitfreien Autobahnen in DE statistisch deutlich weniger tödliche Unfälle gibt als auf deutschen Landstraßen. Fakti ist auch, dass es auch ohne Tempolimit auf deutschen Autobahnen sicher zugeht als im Vergleich zu vielen anderen Ländern, wo es trotz Tempolimit weitaus mehr tödliche Unfälle gibt. Also rein vom Fakt her, gibt es keinen rationalen Grund für eine 180er Begrenzung. Aber Fakten interessieren und zählen in der deutschen Politik und im Allgemeinen in der deutschen Öffentlichkeit leider seit Jahren immer weniger. Bedient werden durch die Industrie die moralischen und pseudofaktischen Platzhalter, sei es Feinstaub, sei es CO2 oder nun wieder auf der aktuellen Agenda der Moralisten mit absolutistischem Wahrheitsanspruch - die Geschwindigkeit. Aber wir schweifen in die Politik ab und werden zu off topic. Schade nur, dass Volvo sich hier leider zu einem opportunistischem Kotau entschlossen hat, wie man am Ausstieg bei Verbrennungsmotoren oder bei der Geschwindigkeitsdebatte sieht.

Fakt ist, das auf tempolimitierten deutschen Autobahnen statistisch weniger Leute sterben als auf den unlimitierten.

Wenn man schon mit Fakten um sich schmeißt darf man die einem selbst nicht passenden nicht einfach weglassen.

Zitat:

@stelen schrieb am 14. Januar 2020 um 11:32:33 Uhr:


Fakt ist, das auf tempolimitierten deutschen Autobahnen statistisch weniger Leute sterben als auf den unlimitierten.

Wenn man schon mit Fakten um sich schmeißt darf man die einem selbst nicht passenden nicht einfach weglassen.

Was ja auch wenig verwunderlich ist, weil ca 70% der Autobahnen in Deutschland limitfrei ist. Wenn man die reinen Todesfallzahlen vergleicht, gibt es nämlich keinen nennenswerten Unterschied bei der Häufigkeit von Verkehrstoten bei Zonen mit Tempolimit zu limitfreien Zonen.

Wie war das mit weglassen?

Ich finde auf die Schnelle die Statistik nicht, es waren irgendwas um die 70 Tote weniger.

Kann man natürlich nicht nennenswert finden, ich denke die Betroffenen sehen das komplett anders.

Zitat:

@Conrado66 schrieb am 14. Januar 2020 um 11:20:32 Uhr:


Genau für diese Argumente entscheide ich mich für Volvo 😉

Genau! War früher auch immer "zügig" unterwegs, aber seit dem V90 (jetzt ein Jahr): tiefenentspanntes Cruisen. Neulich wieder: In den Niederlanden, Belgien und Frankreich unterwegs. Verkehr ist geflutscht, wenig Drängelei und keine Herzkasper beim Überholen langsamerer Fahrzeuge, weil von hinten einer unbedingt seine PS ausfahren wollte. Kaum wieder in Deutschland hat mich diese Aggressivität echt überrollt und ich hab mich erstmal hinter nen LKW geklemmt und mich eingewöhnt. Sprich, 180 sind eigentlich noch zu viel. </OT>

Zitat:

@foodtek schrieb am 14. Januar 2020 um 11:49:41 Uhr:



Zitat:

@stelen schrieb am 14. Januar 2020 um 11:32:33 Uhr:


Fakt ist, das auf tempolimitierten deutschen Autobahnen statistisch weniger Leute sterben als auf den unlimitierten.

Wenn man schon mit Fakten um sich schmeißt darf man die einem selbst nicht passenden nicht einfach weglassen.

Was ja auch wenig verwunderlich ist, weil ca 70% der Autobahnen in Deutschland limitfrei ist. Wenn man die reinen Todesfallzahlen vergleicht, gibt es nämlich keinen nennenswerten Unterschied bei der Häufigkeit von Verkehrstoten bei Zonen mit Tempolimit zu limitfreien Zonen.

Wie war das mit weglassen?

Fakt ist, es gibt dazu keine gut passenden Statistiken, eben nur Hochrechnungen. Für das Teilstück der A24 zwischen Berlin und Wittstock gibt es höchstens Vergleichszahlen mit entsprechenden Rückgängen. Dort wurde vor ein paar Jahren von frei auf generell 130 reduziert. Im Moment ist dort aber wegen der vielen Baustellen größtenteils eh nur 60-80.
Aber Physik/Mathematik und gesunder Menschenverstand sollten schon dahin führen, dass es natürlich im Sinne einer Risikominimierung einen Unterschied macht, Geschwindigkeitsunterschiede zwischen langsamen (LKW, Rentner) und schnellen (eiliger Außendienstler) Fahrzeugen zu reduzieren. Alle, die das nicht einsehen, dürfen gern nochmal in die Fahrschule zur Bremswegberechnung. Natürlich bin ich tot, ob ich mit 130 oder 200 auf ein Hindernis auftreffe. Aber bei 130 kann ich vor dem Stauende entweder noch zum Stehen kommen oder die Restgeschwindigkeit auf ein Überlebensmaß reduzieren, während ich bei Tempo 200 dazu keine Chance mehr habe. Aber man kann sich das auch einfach schönreden und mit dem Fakt, dass ich Äpfel und Birnen vergleiche (Vergleichszahlen zu Autobahnen wo genau?) kommen.
Ich fahr auch gern mal 200, aber ich stehe dazu und muss nicht so tun, dass dies nicht risikoreicher und umweltschädlicher als 130 ist.

Abseits von der nun ständig in allen möglichen Threads und nun auch hier wieder aufkeimenden Diskussion:

@Benjamin2111 Ich wünsche Dir alles Gute und jederzeit sicheres und unfallfreies Fahren mit dem neuen Gefährt(en)!

Und vielen Dank für Deine, soweit ich mich erinnern kann, stets sach(dien)lichen Beiträge...mögest Du Dich an das geänderte Klima im BMW-Forum gewöhnen....oder nach angemessener Pause gerne wieder zu uns zurückkehren. Good luck!

Zitat:

@Roithamer schrieb am 14. Januar 2020 um 12:09:44 Uhr:



Genau! War früher auch immer "zügig" unterwegs, aber seit dem V90 (jetzt ein Jahr): tiefenentspanntes Cruisen. Neulich wieder: In den Niederlanden, Belgien und Frankreich unterwegs. Verkehr ist geflutscht, wenig Drängelei und keine Herzkasper beim Überholen langsamerer Fahrzeuge, weil von hinten einer unbedingt seine PS ausfahren wollte. Kaum wieder in Deutschland hat mich diese Aggressivität echt überrollt und ich hab mich erstmal hinter nen LKW geklemmt und mich eingewöhnt. Sprich, 180 sind eigentlich noch zu viel. </OT>

Deckt sich mit meinen Erfahrungen!

Zitat:

@moellerfm schrieb am 14. Januar 2020 um 13:30:38 Uhr:



Zitat:

@Roithamer schrieb am 14. Januar 2020 um 12:09:44 Uhr:



Genau! War früher auch immer "zügig" unterwegs, aber seit dem V90 (jetzt ein Jahr): tiefenentspanntes Cruisen. Neulich wieder: In den Niederlanden, Belgien und Frankreich unterwegs. Verkehr ist geflutscht, wenig Drängelei und keine Herzkasper beim Überholen langsamerer Fahrzeuge, weil von hinten einer unbedingt seine PS ausfahren wollte. Kaum wieder in Deutschland hat mich diese Aggressivität echt überrollt und ich hab mich erstmal hinter nen LKW geklemmt und mich eingewöhnt. Sprich, 180 sind eigentlich noch zu viel. </OT>

Deckt sich mit meinen Erfahrungen!

So auch mit meinen.......und ein schöner Nachweis, dass man sich tatsächlich selbst ein ganz persönliches Tempo auswählen kann, auch wenn das Auto schneller fährt. Deshalb brauchts auch keine Herstellerbeschränkung.

Und natürlich Gratulation an Benjamin zum neuen BMW......gute Fahrt!

Zitat:

@B.Engel2013 schrieb am 14. Januar 2020 um 21:39:57 Uhr:


.......und ein schöner Nachweis, dass man sich tatsächlich selbst ein ganz persönliches Tempo auswählen kann, auch wenn das Auto schneller fährt. Deshalb brauchts auch keine Herstellerbeschränkung.

Die Höchstgeschwindigkeit Beschränkung ist keine politische Aussage von Volvo und hat auch kein sozial wünschenswertes Ziel. Das sind natürlich 'nur' typisch deutsche themen.

Alle neuen komplexen Fahrassistenzsysteme haben Schwierigkeiten, bei hohen Geschwindigkeiten genau und korrekt zu funktionieren. Die Investition zur Verbesserung dieser Begrenzung zahlt sich nicht für die geringe Anzahl schwedischer Fahrzeuge aus, die jemals diese Geschwindigkeit fahren werden.

Das ist nachvollziehbar ..... wird aber leider SO von Volvo nicht kommuniziert.

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