Audi 80 - immer mehr Baustellen?

Audi 80 B4/8C

Hallo,

habe vor fünf Jahren den Audi 80 meines Opas "geerbt". Obwohl ungeplant, finde ich das Auto inzwischen toll. Und hatte tatsächlich darauf gehofft, ihn fahren zu können bis 30 und älter.

Ding ist:
- ich bin kein Schrauber
- ich weiß nicht allzu viel von Autos, und daran wird sich leider auch nicht viel ändern, denke ich, da die Interessen einfach woanders liegen
- ich fahre ihn halt einfach nur sehr gern

Nun hat er seit vorletztem Jahr immer mehr Probleme mit der Elektronik. Zuerst der Anlasser (neuer rein), dann war für kurze Zeit der "Licht-noch-an"-Alarm konstant am Piepsen wenn Tür auf war (und kein Licht), das ging aber von allein wieder weg. Ebenso wie für ein paar Tage die Temperaturanzeige des Motors nicht mehr wollte, sich aber auch von allein wieder eingekriegt hat.
Jetzt innerhalb von zwei Monaten einmal der Öldruckschalter, jetzt irgendwie das gesamte Öldruckanzeige-Panel ... nicht ganz verstanden, jedenfalls 850€ insgesamt an Kosten. TÜV steht nächsten Monat an, wer weiß, was da kommt ...

Frage an andere Besitzer von Audi 80 in dem Alter: was kommt auf mich zu?
Macht so ein altes Auto nur als Schrauber Sinn (bin leider nicht finanzstark)?

Habe in dieses Auto bisher schon wesentlich mehr als seinen eigentlichen Wert investiert, eben weil ich halt zufrieden mit ihm bin. Würde ihn auch nur sehr ungern abgeben ... Aber wie verhalten sich so alte Autos was die "Krankheiten" angeht? Ungefähr zumindest ...

Wäre dankbar für Einschätzungen.

Gruß
Anne

Beste Antwort im Thema

Hi,
wenn er dir so sehr gefällt würd ich den behalten.
Alleine was da jetzt schon alles repariert wurde, ist ja in den Bereichen jetzt ruhe.
Außerdem sind die Ersatzteile für das alte Auto weitaus günsiger wie für die neuen. Denn auch an den "Neueren" geht ständig was kaputt, die taugen doch alle nix mehr, viel zu viel Technik drin. Such dir ne gute freie Werkstatt und behalt die alte Möhre. 😁

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Hallo

Is halt immer schwer zu beantworten, ne Glaskugel hat keiner hier.
Wie ist er denn sonst beinander? Rost? Schaltet er sauber? Verliert er Öl, oder generell irgendwelche Flüssigkeiten? Hat schon mal jemand den Unterboden auf ner Hebebühne angesehen? Auspuff, Bremssättel, Handbremsseile, Rost am Hilfsrahmen, vergammelte Brems- und Spritleitungen?
Am besten wird sein das Auto in einer Werkstatt checken zu lassen, dann weist du was für den TÜV ansteht und ob es sich noch lohnt das dann zu investieren.
Generell würde ich aus meiner Erfahrung raus sagen dass es für jemanden, der selber Schrauben kann, einfacher ist so ein "altes" Auto auf der Straße zu halten.

@waidlerNr2: Danke für deine Antwort.

Er ist sein "Leben" lang halt sparsam gefahren worden (Rentnerwagen mit Garage), hat momentan ca. 130.000 km runter und ist ein Automatik.
Ausgetauscht wurden letztes Jahr die Bremsen (Scheiben + Klötze), im Jahr davor die Stoßdämpfer vorne, davor die Zündkerzen, Zündspulen vor einem Monat, Ventildeckeldichtung, Zylinderkopfdichtung vor 3 Jahren. Rost hat er von außen gesehen keinen, wie es unten aussieht, weiß ich leider nicht.
Beim letzten TÜV kam er quasi sofort durch, nur ein Bremsschlauch war undicht. Beim TÜV davor brauchte er neue Querlenker etc., da wurde einiges am Fahrwerk erneuert.
Er verliert etwas Öl, aber nur minimal. Anscheinend müsste wieder die Ventildeckeldichtung neu, evtl. auch etwas am Lenkgetriebe, weil er minimal Lenkgetriebeflüssigkeit verliert. (Minimal = Verlust halt über Monate ganz langsam bemerkbar)

Er steht momentan draußen. Wäre es besser ihn in eine Garage zu stellen? Mir kam die Frage wegen der vielen Elektronikprobleme ...

Da du nicht erwähnst, welcher Motor verbaut ist, kann man da schlecht was zu sagen... Aber : war wäre die Alternative? Jüngeren gebrauchten kaufen? Kostet auch Geld, und da können auch Sachen kaputtgehen...

Neuwagen kaufen? Dafür kannst du den Audi 30 Jahre reparieren lassen.

Das an einem Auto mal was zu reparieren ist, ist normal, und der Audi 80 ist noch sehr genügsam, und hat nicht soviel schickimicki dran, was kaputtgehen kann...

Natürlich bringt eine Garage Vorteile mit sich. Elektronikprobleme können halt auch durch verhärtete Gummidichtungen verursacht werden. Je länger ein Auto in der prallen Sonne steht oder im Winter bei minus 10 Grad draussen altern diese Dichtungen natürlich schneller.
Lenkmanschette tauschen in ner Werkstatt wird ein teurer Spaß, sowas macht sich der Hobbyschrauber halt mal selber. Ebenso die Ventildeckdichtung, "ein paar Schrauben" und das Ding ist getauscht, in der Werkstatt halt mit Geld verbunden und so weiter, und so weiter.
Am Ende musst du es wissen was es dir wert ist. Ich würd versuchen mich von TÜV zu TÜV zu hangeln wenn mir der Wagen so viel bedeutet. Und wenn es finanziell irgendwann keinen Sinn mehr macht muss man sich trennen.
Also ab zum TÜV und sehen was passiert.

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@Daemonarch:

Er ist ein 2.0E (85kw). Wobei es mir auch mehr um's Generelle geht, ich weiß,
dass man jetzt speziell zu meinem Auto wenig vorhersehen kann.

Genau so denke ich halt momentan auch: Neuwagen ist GAR nicht drin, und möchte ich auch nicht.
Jüngerer Gebrauchter ... da weiß man auch wieder nicht, was alles so im Argen ist.

@WaidlerNr2: Ja, sie hatten mir damals schon angedeutet, das würde wohl 600€ kosten, die Lenkmanschette zu erneuern. Da er wirklich nur sehr, sehr langsam Flüssigkeit verliert, warte ich momentan noch. Evtl. (wahrscheinlich) wird es dann fällig, wenn der TÜV drauf sieht.

Er bekommt jetzt erst mal die Öldruck-Elektronik erneuert, und dann ab zum TÜV, ja. Ende April, Anfang Mai.

Er hat auch Probleme mit Feuchtigkeit im Innenraum, leider. An der Frontscheibe ist im Winter innen das Glas teilweise vereist.

Also der Ölverlust fällt beim TÜV halt unter den Umweltaspekt. Man kann da ja etwas "tricksen" und vorher mal sauber machen so gut es geht, damit nicht alles glänzt am und unterm Auto. Deswegen wird er dir das Auto nicht aus dem Verkehr ziehen wenns nur leicht saut.
Beim Wassereinbruch gibts einige Stellen die man kontrollieren kann, z.B. die Dichtung rund um den Sicherungskasten, die Tülle wo der Bowdenzug der Motorhaubenentriegelung in den Innenraum geführt wird, dann noch die Wasserabläufe an den Türen kontrollieren ob die frei sind. Ebenfalls können Schiebedachdichtungen schonmal undicht werden, im Kofferaum steht beim 80er auch gerne mal das Wasser aufgrund von uralten Dichtungen.
Aber alles nichts was man nicht beheben könnte. Und natürlich bringt dir ein neueres Fahrzeug nicht die Garantie dass daran nichts kaputt geht. Dieses Thema hab ich gerade mit meinem Octavia aus 2004, da hab ich im letzten Jahr gut investiert.

Zitat:

@waidlerNr2 schrieb am 7. März 2017 um 19:04:14 Uhr:


Deswegen wird er dir das Auto nicht aus dem Verkehr ziehen wenns nur leicht saut.

Öl an der Unterseite des Fahrzeugs ist ein Totalausfall = keine Plakette
Wenn es tropft ist es ein "schwerer Mangel" und bekommt sowieso keine Plakette

Wie du schon gesagt hast Umweltaspekt.

Daher mit Bremsenreiniger sauber machen ggf ne ganze Motorwäsche damit es weg ist. Am besten gleich die Ursache abstellen.
Das sieht der Prüfer dann zwar sofort das ´ne Motorwäsche gemacht wurde, aber besser so als ´nen Mängel aufgeschrieben bekommen.
Sollten dann allerdings in der Prüfstation wieder neue "Tropfen" zu sehen sein = keine Plakette

Schwitzen am Motor sollte allerdings kein Problem dar stellen so lange der Tüver nicht Bockig ist.
Sonst kann dir auferlegen eine Motorwäsche zu machen und zur Wiedervorstellung zu kommen.
So kann man ausschließen das es der letzte Ölwechsel war. Wie gesagt im Zweifel gibt es schon seit einiger Zeit KEINE Plakette mehr.

Hi,
wenn er dir so sehr gefällt würd ich den behalten.
Alleine was da jetzt schon alles repariert wurde, ist ja in den Bereichen jetzt ruhe.
Außerdem sind die Ersatzteile für das alte Auto weitaus günsiger wie für die neuen. Denn auch an den "Neueren" geht ständig was kaputt, die taugen doch alle nix mehr, viel zu viel Technik drin. Such dir ne gute freie Werkstatt und behalt die alte Möhre. 😁

Das A und O ist es, eine Werkstatt zu finden, die einen gewissen Faible hat, an "Youngtimern" zu arbeiten. In Deinem Fall, scheint das noch nicht der Fall zu sein, weil die aufgerufenen Preise doch recht hoch sind.
Der freundliche Audihändler ist da meistens raus, weil es mit ihrem 100%-Controlling und den hohen Stundensätzen unmöglich ist, preiswert zu arbeiten. Da kommen nur freie Werkstätten in Frage, in denen der Chef auch selbst schraubt. Im Idealfall stehen dann schon ein paar alte Audis auf dem Hof, bzw. Konkurrenzprodukte aus der damaligen Zeit. Wenn man diese Werkstatt gefunden hat, kann man mit dem Wagen problemlos alt werden.
Eventuell hilft auch mal eine Anfrage beim örtlichen Audiclub o.dgl..

Die Laufleistung von Deinem Wagen ist, was den mechanischen Verschleiß angeht, völlig unkritisch. Das Problem ist das Alter. Somit wird ab und an mal eine Dichtung undicht werden, ein Kühlmittelschlauch wird mal reißen, und hier und da kann die versprödete Isolierung eines Kabels zum Kabelbruch führen. An Motor und Getriebe wird es sobald keine teuren Schäden geben.

@waidlerNr2
Bei den Dichtungen etc. werde ich mal nachsehen, danke!
Habe auch wieder die "mobile Garage" rausgeholt, damit er wenigstens einigermaßen trocken bleibt, sobald wieder da. Und ja, im Kofferraum kommt leider auch Wasser rein.

@MVP-Cruiser
Muss man mal sehen. Mein erster Wunsch ist jetzt, dass er bis zum TÜV wieder fährt.
Dann mache ich ihn sauber so gut wie es geht und harre der Dinge. Denke, da wird zu 99%
was kommen, was zu verbessern ist.

@sirpomme
Ja, so werde ich es erst mal versuchen. Zahn- und Keilriemen sind auch neu gemacht worden damals. Ganz vergessen zu schreiben.

@Audi-100-Avant
Ich denke auch, ich muss noch mal weitersuchen in Sachen Werkstatt. War zuletzt bei Audi, und auch zufrieden, aber die sind halt teurer.
Auf jeden Fall Danke für die Tipps, die sind gut!

Heute war er noch nicht fertig, hoffe auf morgen.
Eine schönen Abend noch

Hallo,

ich schreibe einfach mal kurz hier, dann brauche ich kein neues Thema eröffnen.

Waren heute beim TÜV. Ich muss nun an sich nur zwei Birnen erneuern (ich habe blöderweise komplett
vergessen, das vorher zu checken!) und ich soll den Motor reinigen.

Frage 1: wie lässt man den Motor am besten reinigen? Ich kann das nicht selbst (bzw. ich will da nichts kaputt machen, mein Audi ist super empfindlich mit der Elektronik). Audi Werkstatt? Oder ist das Wahnsinn?

Frage 2: Leider haben sie bei Audi 2x vergessen, die Lenkgetriebeflüssigkeit nachzufüllen. Kann ich da selbst was nachfüllen? Wenn ja, was? Wie finde ich heraus, was bisher drin ist? Oder muss sie komplett gewechselt werden, eben weil ich nicht weiß, was jetzt drin ist?

Ansonsten bin ich aber echt froh, dass es nur Lapalien sind (toitoitoi). Zwar etwas blöde Sachen, die ich hätte verhindern können, aber ist jetzt auch egal, Hauptsache ist, er ist soweit fit.

Viele Grüße

Eine Motorwäsche lässt Du durch einen Fahrzeugaufbereiter/Fahrzeugpfleger erledigen.
Du kannst es auch selbst machen. Dazu brauchst Du erstmal einen Platz, an dem Du eine Motorwäsche selbst machen kannst. Der Umwelt zuliebe sollte man das nicht mal eben im Garten machen. Meist ist das in den Do-It-Yourself-Waschboxen an irgendwelchen Tankstellen usw. möglich. Das eigentliche Waschen am Motor erfolgt auch nicht mit Wasser, sondern mit Kaltreiniger o.a. dafür geeigneten Reinigungsmitteln. Die werden dann vorrangig da aufgebracht, wo Verschmutzungen am Motor sind. Wenn noch ein Verteiler vorhanden sein sollte, wird der vorab in eine Plastikfolie gewickelt um vor Spritzwasser weitestgehend geschützt zu werden. Steuergeräte sind meist in Kunststoffverkleidungen "versteckt" oder auch nicht. Jedenfalls sollten sie nicht direkt mit Reinigungsmitteln oder dem Hochdruckstrahler behandelt werden. Der restlich Motorraum ist relativ unempfindlich gegenüber Wasser. Wenn es regnet und Du beispielsweise auf der Autobahn unterwegs bist, ist da vorn auch alles nass.
Wenn der Kaltreiniger dann eine Weile eingewirkt hat, wird er mit dem Hochdruckreiniger abgespült und gut ist.
Hier im Forum gibt es auch die Abteilung Fahrzeugpflege. Da findet sich sicherlich eine passende Handlungsweise zur Motorwäsche.

Die Flüssigkeit vom Lenkgetriebe kannst Du selbst nachfüllen. Das ist ein Öl für die Zentralhydraulik. Sowas gibt's im Baumarkt.

seit wann meint der TÜV,dass eine motorwäsche notwendig wäre 😕

warum muss lenkgetriebeflüssigkeit aufgefüllt werden ?

hast du probleme mit leckagen an motor oder lenkhydraulik ?

Motor wäre aus Umweltschutzgründen zu reinigen. Er leckt wirklich sehr wenig wegen der Ventildeckeldichtung (siehe weiter oben). Aber er "schwitzt" halt oben etwas (läuft nicht runter!).

Ja, das Lenkgetriebe ist minimal undicht (ebenfalls siehe weiter oben). Das Nachfüllen verlangt nicht der TÜV, das möchte ich gerne selbst. Ich kontrolliere ihn seit ca. 1 Jahr wegen der Undichtigkeit.

Beides Dinge, die ich auf dem Schirm habe, beide Reparaturen sind aber vom TÜV jetzt nicht verlangt. Das obere (Motor reinigen) SOLL ich machen, das untere (Flüssigkeit nachfüllen) MÖCHTE ich gern so machen.

Edit: Habe inzwischen die Birnen ausgetauscht. Und festgestellt, dass das, was ich da nachfüllen will, das Öl der Servolenkung ist. Dh. brauche dann wohl G 002 000?

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