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Als Motorrad Einsteiger alleine 2000km nach Spanien fahren

Kawasaki Z 650/17
Themenstarteram 24. Juni 2020 um 20:25

Servus miteinander,

ich bin seit kurzem Besitzer eines A2 Führerscheines und einer Kawasaki Z 650.

Da ich jedes Jahr zu meiner Familie nach Spanien Fliege, habe ich mir gedacht das jetzt mit dem Motorrad zu machen, also fahren.

Lieder gibt es weder Familie noch im Freundeskreis jemand Motorrad fährt ich würde also alleine fahren.

Hättet ihr da irgendwelche Tipps, auf die besonders achten sollte.

Sollte ich es, ohne etwas mehr Fahrerfahrung, erstmal sein lassen.

Ich fühle mich mittlerweile ziemlich sicher auf dem Motorrad, bin aber noch keine langen Touren/ Reisen gefahren.

Würde mich freuen wenn mir Jemand ein paar Tipps oder Erfahren geben kann.

Danke schon mal

Gruß Enrique

 

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16 Antworten

Ich bin nachdem ich meine Ninja 300 4 Monate hatte (davor aber 2 Jahre 125er) nach England gefahren, war super.

Du musst bedenken, dass du nicht den Stauraum hasst wie im Auto, also sparsam mit dem Gepäck. Wenn du nicht gleich Topcase und Träger anschaffen möchtest gibt's da so Heck Taschen, die du auf den Rücksitz schnallst, musst nur bedenken, dass sich dadurch das Handling verschlechtert.

Wenn du Rucksack aufsetzen willst, da nur leichte Sachen rein, denn wenn du den ganzen Tag fährst wird das unangenehm, Desweiteren würde ich einen Tankrucksack empfehlen.

Ansonsten kann ich empfehlen die Anfahrt nicht über die Autobahn zu machen, sondern lieber eine Übernachtung mehr und gemütlich Landstraße, wenn du die Zeit hast lohnt sich das.

Was deine Fahrerfahrung angeht: wenn du dich sicher fühlst, mach es, du wirst draus lernen: entweder bist du danach mit dem Reisevirus infiziert oder du wirst nie wieder ne große Tour fahren.

Zu deinem Motorrad, jetzt besitze ich einen Ninja 650 war damit in Kroatien, Slovenien, Italien und Rumänien, alles Alleine, alles super!!! Die Maschine sollte nicht das Problem sein.

Mindestens drei Etappen. Bedeutet zwei Übernachtungen. Also pack Dir drei Unterhosen und Socken ein und fahr los. Vorher packst Du ein Paket mit Sachen, die Du vor Ort brauchst und schickst sie mit der Post hin.

Gute Fahrt und viel Spaß.

Geht natürlich auch die lange Tour über Land.

Hab ich auch als Neuling gemacht, sogar mit Zelt etc. nach Montenegro. Beim Louis gibts ein günstiges Set aus Packtaschen und Gepäckrolle, zudem hatte ich einen Tankrucksack und normalen Rucksack. Hier das Set: https://www.louis.de/.../10026555 Nicht übervoll machen, sonst reißen die Nähte

Noch ein paar Tipps, da ich jetzt schon etwas mehr Reiseerfahrung habe:

-Für den normalen Rucksack empfehle ich dir einen mit zusätzlichem Gurt um den Bauch. Dann kannst du nämlich die normalen Schulterriemen so weit machen, dass das Gewicht auf der Sitzbank aufliegt und er trotzdem noch stabil an dir befestigt ist.

-Du wirst sehr durstig werden. Damit du nicht immer den Helm abnehmen musst, ist dieses Teil empfehlenswert: https://amzn.to/31euTrC Kannst du einfach auf eine PET-Flasche (ohne Kohlensäure) schrauben und dann jederzeit von unten in den Helm schieben und trinken.

-Grundsätzlich sind Satteltaschen dem Topcase vorzuziehen, weil die Taschen einen niedrigeren Schwerpunkt haben.

-Vermeide Autobahnen. Am Naked Bike sind die Luftverwirbelungen bei 120 auf der AB viel schlimmer als bei 120 auf der Landstraße (hab ich gehört, fahre natürlich nie so schnell auf der Landstraße :p ). Zudem ist es einfach Langweilig.

-Fahre mit Ohrstöpseln

hi Enrique,

fahren! nach 4000km auf allen moglichen strassen wirst du kein anfaenger mehr sein. und, mein tipp, unbedingt strassen 2. - 4. klasse fahren, da sieht mann was vom land. da schaff ich auch nicht mehr als 500km/tag, aber zentralmassiv, pyrenaen, die gebirge hinter der kueste in spanien; soooooooooo schoen! meist superwenig verkehr, einfach geil zum fahren. welche region ist das ziel?

und immer schoen im sattel bleiben ;)

saludos,

Radek

Ich geh mal davon aus, dass Du auf ankommen fährst und nicht eine Woche einplanst, um die Kurven rechts und links der Strecke mitzunehmen.

Ich war schon mehrmals mit dem Motorrad in Spanien, auch ohne Anhänger, das voraus geschickt.

2000km sind genau eine Übernachtung, wenn man auf ankommen fährt. Von wo aus nach wo fährst Du?

1000km sind kein Akt, wenn man den Grossteil davon auf franz. Mautautobahnen verbringt. Besorg Dir gute Ohrenstöpsel und eine Handauflage für den Gasgriff (Crampbuster ist das Suchwort) und dann fahr eindach. Möglichst nicht mit Rucksack, sondern schnall Dir eine Gepäckrolle hinten drauf.

Dann machst Du beim halben Tank eine Pause, wo es Kaffee gibt und dann wieder beim Tanken und dann hast Du nach 12 Stunden mit Pausen 1000km zurück gelegt. In Frankreich sind an den Rastplätzen, wo es Tanken gibt, immer auch kleine Supermärkte mit dabei. Also morgens gegen 07.00 Uhr losfahren und Abends gegen 19:00 Uhr an der Zwischenübernachtung sein. In Frankreich gibt es direkt an den Autobahnabfahrten meist Ibis Budget/B&B oder sonstige günstige Übernachtungshotels, online vorbuchen auf ungefähr der Mitte der Strecke.

Kein Hexenwerk. Nur nicht besonders spannend.

Richtig. Keinen Rucksack nehmen!

1000 Km am Tag halte ich zumindest für einen Einsteiger für zu viel, selbst auf der Autobahn.

Bei meinen Reisen haben mir 500 km am Tag dicke gereicht, mehr wäre eine Qual gewesen.

Bei Landstraßenfahrten kann es gerne auch weniger sein, es soll ja auch Spaß machen.

Ich sag Dir, was passiert, wenn man die Reise drittelt: Der Reisende fährt trotzdem morgens los und sitzt dann ab 15 Uhr alleine in einem Hotelzimmer und fragt sich, warum er nicht weiter gefahren ist, statt irgendwo, wo er eigentlich gar nicht sein will, Zeit totzuschlagen. Und am nächsten Tag fährt er dann die restlichen 1300km, weil das dann doch zu doof war.

1000km sind kein schöner Tag und sie sind ein langer Tag. Aber der Tag ist eh kaputt. Allerdings halte ich die 1000km aus eigener Erfahrung auch für die Grenze. Danach artet das in Arbeit aus, vorsichtig gesagt.

Klar ist er Fahranfänger, aber das ist ja jetzt auch kein fahrerischer Anspruch. Nur etwas Durchhaltevermögen ist gefragt. Auf den Autobahnen zwischen Nancy und der spanischen Grenze fährt man konstant 130, hat nahezu keinen Verkehr außer um Lyon herum und um Avignon. Kein Vergleich mit deutschen Autobahnen.

@TE: Je nach Route kann ich Dir auch noch ein paar Tipps für unterwegs geben. Zumindest, wenn die Route über Lyon geht.

Am 31.07. stehen "meine" 1000km an, Ruhrpott - Clermant-Ferrand (sind nicht ganz 1000km).

Wird auch nicht schön, genau wie die Rücktour. Aber dazwischen entschädigt dann. :D

Das hängt immer von der Philosophie und Zeit ab. Ich fahre nach "der Weg ist das Ziel". Da sind 1000km am Tag unmöglich, weil ich keine AB fahre, sondern mir schöne Strecken aussuche (kurviger.de) und dafür gerne etwas länger unterwegs bin.

 

Zudem buche ich meine hotels immer ganz kurzfristig, sodass ich noch weiterfahren kann, wenn ich noch Zeit übrig habe

Richtig, aber er will ja nach Spanien zu einem Endziel. Wenn Du das auf der Landstrasse machst (was wirklich eine schöne Tour würde) brauchst Du aber 5 Tage mindestens. Und alleine als Fahranfänger würde ich zu so einer Kurvenorgie durch einsame Landschaften nicht raten. Das überfordert den Fahranfänger dann wirklich.

Letztes Jahr sind wir zu zweit mit sehr wenig Autobahn vom Ruhrpott in die Gegend von Montauban gefahren.

Mit nur einer Übernachtung. Geplant waren eigentlich 2. Aber wie das schon mal so ist, unterwegs.

Das war selbst als erfahrener Langstreckenfahrer ein bischen grenzwertig.

Hängt auch vom Wetter ab. Ich hatte schon 900 km im Dauerregen und habe 14 Stunden gebraucht. Und nicht als Anfänger.

Da fällt mir ein ... Regenklamotten griffbereit einpacken.

Themenstarteram 25. Juni 2020 um 18:13

Danke für eure Antworten, dass war jetzt mehr Input als ich gedacht hätte.

Freut mich das mir da keiner von abraten kann, oder würde. Dann werde ich mir Mal eure Vorschläge zu Herzen nehmen, mich vorbereiten und die Fahrt dann in Angriff nehmen.

Gibt's denn noch Erfahrungen zu hohen Temperaturen?

Ich fahre von München nach Murcia, Süd- Östlich bei Alicante.

Danke nochmal!

Gruß Enrique

Bei hohen Temperaturen viel trinken und hol Dir hochwertige Funktionsunterwäsche.

Ja genau, Funktionsunterwäsche und das von mir weiter oben vorgeschlagene Schlauchsystem, um auch mit Helm einfach trinken zu können.

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