Allgemeine Motorrad Unterhaltskosten vs. Auto

Moinmoin zusammen 🙂

Bin neu hier gelandet und hab gleich mal an die erfahrenen Biker eine frage...

Ich bin derzeit 20 Jahre und möchte demnächst den Führerschein Klasse A machen.
Ziel ist dann eine Touring / Sporttouring Maschiene mit der man ein wenig bewegen kann (also mit Topcase und Koffern)
Das man die dinger unter 100PS meistens runterdrosseln kann habe ich schon mehrfahc gelsen, ich hoff ich hab das auch richtig verstanden 😉

Die Maschiene sollte im endeffekt nicht mehr als 4000-6000 € Gebraucht kosten und ein wenig komfort bieten, da ich zwischen der Entscheidung Auto oder Motorrad stehe.

Allgemein wollte ich mich bei euch mal nach den Unterhaltskosten für ne "ordentliche" Maschiene erkundigen.
Die Preise pro Saison / Jahr (ich würd sie ja denn nach möglichkeit ganzjährig fahren) sollten nur grob geschätzt sein damit man die im vergleich zu nem auto aus der selben preiskategorie nehmen kann. (Opel Astra New, VW Golf 4 / 5 usw. )

Allgemeinne Aussagen ob nun Auto oder Motorrad günstiger wäre mit referenzwerten wären genauso hilfreich 🙂

2 Räder machen einfach mehr spaß als 4 meinermeinung deswegen stehe ich jetzt vor der entscheidung vernunft in form eines autos oder spaß in form von nem tourer Sporttourer a'la Honda CBF o.ä.

Danke euch schonmal im Vorraus

Gruß
Spawn

Beste Antwort im Thema

@jogie63:
Mh, ich würde, weder im Winter noch im Sommer, im Anzug mit Krawatte, Motorrad fahren!!! So Etwas würde ich höchstens (wenn es schon unbedingt nötig ist) unter den Motorradklamotten tragen.

Aber, wenn es zu deinem Lebenskonzept gehört, Anzug zu tragen, solltest Du eh, Auto fahren - und; wie so Viele, das Motorrad, eher als "Spaß-Artikel", wie ein Surfbrett, nur zu, dir genehmen Gelegenheiten nutzen.

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Ich fahr auch den Michelin PP 2ct. ...
... aber wenn es hier nur ums Geld geht soll er doch er st mal den Führerschein machen ... natürlich in eigener Schutzkleidung ... mit Helm, Jacke, Hose, Stiefel, Nierengurt, Handschuhe und ggf. Regenpelle ... dann sind runde 1.300 Euro für den Schein fällig und noch mal ein Tausender für die Kleidung.
Selbst wenn er sparsam einkauft, kommt er zusammen nicht unter 2.000 Euro weg. Was bleibt dann noch übrig?

1300 für die pappe wenn man schon bereits nen FS Klasse B hat?
kommt mir nur ziemlich hoch angesetzt der preis vor wenn man "nurnoch" das Handling vom motorrad lernen muss.
(sorry falls ich das jetzt pauschalisiere, aber was kommt noch dazu? )

nach meiner rechnung kommen 1000€ für die kleidung wirklich hin :S

... machs doch erstmal ... vielleicht brauchst Du ja 1.500 für den Führerschein.

Ich hatte auch bereits 2 Jahre B und habe letzten Herbst A gemacht. Und habe 1200€ bezahlt für A

Also die 1300€ passen schon. Schon alleine die Pflichtfahrten sind nen guter Batzen Geld. Dazu halt noch nen paar Übungsstunden.

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Bezüglich "Allwetterkleidung": Habe gerade 70 km Nebelsuppe mit Sichtweite teilweise unter 50 m hinter mir. Da vergeht einem dann schon ein wenig der Spaß - spätestens dann man von PKWs überholt wird und weiß das die es darin warm und trocken haben... 🙂

Gibt es denn wirklich "Allwetterkleidung"? Packt man aus der Textilkombi das Futter im Sommer raus, sitzen die Protektoren bei manchen Jacken und Hosen nicht mehr dort wo sie hingehören - und lassen sich evtl. nicht anders platzieren/fixieren.

Für weniger als 5°C habe ich mir 'ne Thermokombi zum Überziehen gekauft (gebraucht). Sieht so aus und fühlt sich evtl. auch so an wie das Michelin-Männchen, hält dafür einwandfrei warm. Dafür wünsche ich niemandem so ein Ding im Sommer auf die Haut. 🙂

Grüße, Martin

Meine letzten "erzwungenen" Fahrten im Winter liegen inzwischen rund 25 Jahre zurück und ich würde ungern auf den PKW verzichten. Warm und bequem von A nach B zu kommen, hat durchaus was für sich. 😉

Unabhängig davon fahre ich aber auch mal in den Wintermonaten, wenn es die Straßenverhältnisse für mich zulassen (sprich es trocken ist). Gegen Kälte hilft ordentliche Bekleidung und meine Enduro III bauen auch bei niedrigen Temperaturen ordentlich Grip auf.

Sogesehen würde ich mir überlegen, ob die Kombination "billiges Winterauto" und "günstiges Anfängermopped" nicht die bessere Variante wäre?
Wenn man mit Verstand kauft, dann dürfte bei dem Budget beides inkl. der hohen Versicherungskosten für den PKW möglich sein.

Gruß
Frank

Zitat:

Original geschrieben von re_spawn


wenn ich mit 200% anfange, zahl ich anfangs dafür doch um die 2 riesen nur für die haftpflicht.

Das kannst Du Dir bei vielen Versicherungen online ausrechnen lassen, z.B. bei der huk24, directline, ...

Aber es kommt ungefähr hin.

Zitat:

mal abgesehen von steuern und dem anderen zeug.

Steuern können bei modernen Benziner-Pkw deutlich unter 100 Euro sein, bei alten Dieseln wiederrum ganz schön happig (nur noch unter 1000 Euro).

TÜV/AU trifft jeden ungefähr gleich, auch 125er zahlen.

Zitat:

dazu kommen dann noch wartungen und reparaturen die beim roller motorrad doch sicher günstiger sind, oder?

Motorrad günstiger als gleich große Roller, weil keine Verkleidung abzumontieren ist. Pkw braucht (kilometermäßig gesehen) wesentlich seltener Inspektion. Manche Inspektionen können dann unangenehm teuer werden (z.B. Zahnriemenwechsel alle 80000km), nur muß man mit dem Mopped erst mal so viel Kilometer abspulen.

Zitat:

allwetter kleidung 400

Es gibt keine Allwetterkleidung. Du brauchst mehrere Kleidungsstücke zum kombinieren je nach Wetter. Was bei -18°C (mein Minusrekord) auf Langstrecke schön warm hält, führt bei +41°C (Positivrekord) nach wenigen Minuten zum Kreislaufkollaps.

Für sehr hohe Temperaturen quasi nur Protektoren zum umschnallen (Protektorenhemd). Für sehr tiefe Temperaturen entsprechende Funktionsunterwäsche und wind-/regendichte Überklamotten. Auch Überhandschuhe etc. Damit hat man wenig Feingefühl beim fahren, aber ohne hat man erst weiße gefühllose und dann schwarze abgestorbene Finger.

Aktiv klimatisierende Anzüge (Warmwasserheizung) gibt es mittlerweile auch für Privatleute, aber nicht für kleines Geld.

Also ich fahre wirklich gerne Motorrad möchte aber nicht nur darauf angewiesen sein. Halte es so wie @NOMDMA und fahre zwar auch mal im Winter aber eben nur bei Sonne und trockener Strasse. Trotzdem hat sich über die Zeit doch eine Menge an Motorradbekleidung angesammelt. Wenn ich das mal addiere komme ich bestimmt auf um die 2500€ und ich finde immer noch Dinge die ich gebrauchen kann.
Im eigentlichen Unterhalt ( Versicherung,Steuer und Kundendienst ) ist das Motorrad allerdings bei weitem günstiger als mein Auto. Das obwohl ich mit dem Motorrad mittlerweile fast genau soviele Kilometer wie mit dem Auto im Jahr fahre. Allein bei der Versicherung kostet das Auto mehr als das dreifache im Jahr ( Auto-Vollkasko,Motorrad-Teilkasko ). Vom höheren Verbrauch des Auto will ich erst gar nicht reden.
Zum Thema Scooter kann ich sagen das diese Fahrzeuge wirklich günstig sind. Wir hatten vor etlichen Jahren einen Kymco 250ccm Roller mit 20 Pferdchen unterm Sattel. Ein spitzen Fahrzeug in der Stadt und auch mal über Land stellte kein Problem dar. Unterhaltskosten waren gering da auch der Verbrauch bei nur um die 3-3,5 Liter lag.

Muss hier aber auch mal wieder meinen Hut vor @lidskjalfr ziehen. Das ist noch ein echter Freak für den das Motorrad wohl zu seiner ganzen Lebenseinstellung gehört. Gibt bestimmt wenige die bei jedem Wetter aufs Bike steigen um auch große Strecken zu bewältigen.

Gruß Michi  

Zitat:

Original geschrieben von tomS


Pkw braucht (kilometermäßig gesehen) wesentlich seltener Inspektion. Manche Inspektionen können dann unangenehm teuer werden (z.B. Zahnriemenwechsel alle 80000km), nur muß man mit dem Mopped erst mal so viel Kilometer abspulen.

Das ist auch wieder relativ. Eine CBR600RR z.B. braucht bei 24.000 km einen großen Kundendienst, der sich dann bei 48.000 km usw. wiederholt. Dort wird u.a. das Ventilspiel eingestellt, das kostet dann insgesamt ca. 600 Euro. Bereits davor braucht die CBR Kundendienste bei 1.000, 6.000, 12.000 und 18.000 km für je ca. 100-150 Euro. Macht bis 24.000 km also ca. 1.000 Euro nur für Kundendienste.

Bei 24.000 km fährt aber mein Auto dagegen noch ohne jeden Kundendienst mit dem ersten Öl, es braucht erst bei 30.000 km überhaupt einen Ölwechsel. Ja, Zahnriemen ist teuer, aber das Motorrad hat deutlich kürzere Wartungsintervalle.

Zitat:

Original geschrieben von re_spawn


1300 für die pappe wenn man schon bereits nen FS Klasse B hat?
kommt mir nur ziemlich hoch angesetzt der preis vor wenn man "nurnoch" das Handling vom motorrad lernen muss.
(sorry falls ich das jetzt pauschalisiere, aber was kommt noch dazu? )

Wenn es ja wirklich nur noch das Handling wäre, könntest Du ja zufrieden sein.

Das ist es aber nicht alleine, was übrigens auch viele andere Einsteiger glauben.

Nein, es ist auch die Einstellung zum Motorrad, die Gewissheit, dass Du immer einer der schwächsten Verkehrsteilnehmer bist, auch wenn Du später stark motorisiert bist.

Ständig sich so zu bewegen, dass Du immer für andere mitdenken musst...mögliche Fehler anderer schon mit einzukalkulieren, das sollte Programm sein.

Du musst vor allem Dein Bewusstsein dahingehend schärfen, dass es auch Verkehrsteilnehmer gibt, die in Dir nicht den Partner im Straßenverkehr sehen, sondern aus verschiedenen Gründen eher den Gegner...ist leider so.

Wenn Du dies alles in den Wind schreibst, hast Du vielleicht auch Spaß am Fahren.

Es könnte aber sein, dass der Spaß dann nur von kurzer Dauer ist.

Gruß.

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