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Alles über RDKs Programmierung und ihre offene Punkte?

BMW 3er
Themenstarteram 12. November 2019 um 22:47

Ich habe zu dem Thema zahlreiche Artikel gelesen um herauszufinden, was genau in RDKS programmiert wird, und welche Unterschiede zwischen originalen Sensoren und universalen Sensoren bestehen. Die Motivation ist so weil ich genau wissen möchte was alles in originalen Kompletträdern versteckt ist, und was man bei selbst zusammengestellten Rädern und Sensoren beachten muss. So habe ich folgende festgestellt:

1. Ein originaler Sensor heißt "original" weil das für BMW vorgesehene Kommunikationsprotokoll im Sensor bereits aktiviert ist.

2. Ein universaler Sensor ist entweder frei programmierbar oder hat zahlreiche, wenn noch nicht vollständig, aber die meistens verfügbaren fahrzeugspezifischen Datensätze drin. Durch sogenannte RDKs-Programmierung wird das richtige Protokoll festgelegt, und wenn nötig neue ID vergeben, so wird ein universaler Sensor auch als originaler betrachtet werden.

3. Umgekehrt, ein originaler BMW Sensor wird dann zum universalen gemacht wenn das BMW Protokoll im Sensor abgewählt wird, oder die Programmierung gelöscht wird. Vorsicht: durch plötzlichen Druckverlust, z.B. beim Reifenummontage, könnte ein Sensor seine Programmierung verlieren, so muss der Sensor erneut programmiert werden.

Wenn die Räder montiert sind, dann kommt folgende Prozedur im Fahrzeug: Anlernen und Umlernen. Die Prozedur dauert ca. 9 min, erledigt man selbst.

1. Beim Anlernen werden die Positionen der einzelnen Sensoren ermittelt. Wichtig dabei ist dass jedem Sensor eine eindeutige ID zugewiesen ist. Wenn dies erfolgt wird, werden die Reifendaten von Sensoren nach Fahrzeug übertragen, da verstehe ich nicht wozu muss die Reifendaten im Sensor gespeichert werden? Das Fahrzeug sollte nur ein Map von Rad zu SensorID erstellen. Der Sensor sollte nur Druck, Temperatur und Rotation messen. Die Reifendaten könnte ruhig im BC gespeichert werden.

2. Beim Umlernen, im Fall z.B. Winterräder drauf sind, merkt das Fahrzeug dass neue SensorIDs aufgetaucht sind. Auch wenn die Räder vorne hinten, oder links rechts umgetaucht werden, muss man umlernen anstossen.

3. Wenn einzelner Sensor defekt ist, oder Batterie leer ist, kann man den einzelnen austauschen ohne dass Anlernen gestartet werden muss. Dazu braucht man nur Datenklonen des betroffenen Sensors vorzunehmen

 

Die Programmierung geht eigentlich sehr schnell, weil da überhaupt nicht viel zu tun ist. Problem ist das Tool zum einen nicht günstig, zum anderen sind zu viele unterschiedlichen Sensoren auf Markt. Das EU Gremium hat RDKs vorgeschrieben, aber ohne passende Standardisierung, so kommt der Markt chaotisch vor. Viele Reifenhändler stehen ratlos gegenüber.

So nun mein Problem:

ich habe mir die sogenannten “BMW originalen” Sensoren gekauft. Das Anlernen bleibt aber bei 80%, fehlt nur die Erkennung vom Reifentyp. Kar, die Sensoren haben keine Reifendaten drin, dazu braucht man das sehr teuere BMW RDC Tool, das einen QR Code von Reifen abliest, und dann in die Sensoren schickt. Aber nicht alle Reifen haben QR Code. Meine Goodyear Ultratrip2 haben keinen QR Code. Die Sensoren sind anerkannt, Druckmessung funktioniert, aber Warnung ist vorhanden weil Reifentyp leer ist! Wie löst man das Problem mit Reifen ohne QR Code???

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Ich habe am Fahrzeug die automatische Reifenerkennung abgewählt und auf die aktuellen Winterreifen mit passender Größe umgestellt. Anschließend bin ich eine kurze Strecke gefahren (ca. 5 km), dann waren die Sensoren im Fahrzeug bei 100%.

habe auch die Ultrgrip, danach wie der Vorposter die Schritte durchgeführt , funktioniert einwandfrei.

Themenstarteram 13. November 2019 um 11:42

habe noch mal versucht, aber mit Reifen für Sonderzulassung, und den Vorgang erfolgreich abgeschlossen.

Bei der manueller Einstellung hatte ich sonst nur 225/50 r17 225/45 r18 95H und 255/40 r18 99y zur Wahl. Meine sind 225/45 r18 95v rundrum, dann hat die Erkennung fehlgeschlagen.

Es ist mysteriös woran erkennt das System den Unterschied zwischen H und V?

Für 225/45 r18 95v braucht man eine Sonderzulassung?

20191113
Themenstarteram 13. November 2019 um 12:20

so die weiteren Fragen?

1. wozu braucht man die Programmierung am Sensor? Wenn RDKs obligatorisch ist, warum legt EU Gremium gleichzeitig noch das Kommunikationsprotokoll nicht fest, so wie es mit der Trägerfrequenz für 433 MHz in Europa, und 315 MHz in Japan. Die Datanübertragung kann einfach über die unique SensorID erfolgen, wie es mit Handy über Simcard, PC über IP6

2. Wenn Reifentype gewünscht werden, und QR Code serienmässig durchgesetzt werden, könnten sie über KFZ-System erfolgen, statt über Sensor.

Das ganze wurde unnötig kompliziert gemacht, und zwar nur zur Gunst der Herrsteller.

Wozu brauch man die ganzen Sensoren überhaupt ?

Quatsch und Geldmacherei, die alte Version über die Drehgeschwindigkeit der Räder war in meinen Augen völlig ausreichend.

Zitat:

@audi_a6_05 schrieb am 13. November 2019 um 12:20:11 Uhr:

so die weiteren Fragen?

1. wozu braucht man die Programmierung am Sensor? Wenn RDKs obligatorisch ist, warum legt EU Gremium gleichzeitig noch das Kommunikationsprotokoll nicht fest?

Dafür gibt es ein Reihe guter Gründe. Ich bin sicher, die anderen Hersteller ziehen bald nach. Meine Vermutungen:

- Fehlmontagen werden verhindert: falscher Load-/Speedindex, falsche Dimension, falsche Montagerichtung (ich habe das geprüft. Die REifen QRs unterscheiden sich auf beiden Reifenseiten)

- Rückrufe werden verbessert. BMW weiß wo welcher Reifen verbaut ist

- vor alten Reifen kann gewarnt werden (die wenigsten prüfen den Wochencode auf dem Reifen)

- das Fahrzeug kennt die Reifenlaufleistung und kann Reifenwechsel empfehlen

- die BMW Flotte sammelt Daten über die Reifenperformance in Abhängigeit von Fahrverhalten, Außentemperatur und Laufleistung => Performancevergleich einzelner Reifentypen, verbesserte Abstimmung Reifen/Fahrzeug, Anpassung Verhalten der Assistenzsysteme/Fahrwerksabstimmung auf Basis dieser Erfahrungswerte, Voraussetzung für autonomes Fahren

Ich finde das ein tolles neues Feature und würde beim Reifenwechsel immer auf ein Produkt mit QR Code gehen

Bernd

Themenstarteram 23. November 2019 um 17:42

Ja, dass die Reifendaten im System berücksichtigt werden ist schon richtig. Meine Anregung ist ob das alles über den Reifensensor gehen muss???

Die Hauptaufgabe vom Sensor ist:

- Identifizierung der Sensoren, und die Zuordnung der Räder

- Ermitteln vom Reifendruck und Temperatur

Die Reifendaten können durchaus im System (BC) gespeichert, und über die SensorID zugeordnet werden, statt dass sie in Sensoren gespeichert werden. Wenn die Kommunikationsschnittstelle des RDKs standardisiert wird, braucht man an Sensoren nicht mehr zu programmieren. Alle Fahrzeuge, die mit RDKs ausgestaltet sind, verstehen sofort die neuen Sensoren da sind, egal vom welchen Hersteller.

Die Reifendaten bzw. Ablesen vom QR Code könnte durchaus über z.B. Smartphone erfolgen. Dazu braucht man nur eine App wie z.B. ConnectedDrive bei BMW, dann werden die Reifendaten direkt in BC übertragen, und dort gespeichert. Vorteile:

1. Keine Programmierung mehr an Sensoren.

2. Mehrere Radsätze im System möglich.

3. Freie Reifenhändler können ihre Aufgabe wie gewöhnt weiter führen ohne dass sie das speziale RDC Tool anschaffen müssen. wenn jeder Hersteller sein eigenes Protokoll verwendet, und eigenes RDC Tool verwendet, wie viele Werkzeuge müssen die freien Händler besitzen, um ihre Aufgabe zu erledigen.

4. Kunden müssen nicht mehr die teueren originalen Sensoren kaufen, sondern viele qualitativen universalen Sensoren, die genau so gut sogar besser funktionieren, und überall eingesetzt werden können, aber günstiger zu erhalten sind.

Übrigens, die Sensoren können mit den Reifendaten sowieso nicht anfangen. Die müssen die Daten einmalig an BC weiterleiten, warum senden wir die Daten nicht direkt an BC???

Falls Reifen-QR vorteilhaft ist, und durchgesetzt wird, gibt es viele guten Möglichkeiten die Reifendaten an System abzugeben. Programmierung am Sensor ist nicht nur unnötig, sondern teuer, und verschwendet Resource, davon profitieren nur die Fahrzeughersteller.

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