Klimaschädlicher Methanausstoß bei Erdgasfahrzeugen - Gründung einer Interessensgruppe
Hi,
ich bin ganz ohne Erfahrung was den Gasantrieb bei Automobilen anbetrifft.
Mir liegt die Umwelt und Gottes Schôpfung jedoch am Herzen.
Deshslb begrüße ich die Diskussion um die Klimaschädlichkeit von CO2.
Jedoch las ich neulich im Internet, dass der Methangehalt im Erdgas 25-100 mal klimaschädlicher ist als CO2.
Ist damit der nächste Abgasbetrug vorprogrammiert weil Erdgafahrzeuge Methan mit dem Abgas ausstoßen oder verbrennt es rückstandsfrei.
Sollte dieses nicht der Fall sein würde ich mich dafür einsetzten, dass die Industrie Poer-to-Gas-Anlagen wie Audi aufbauen muß, um klimaneutrales Erdgas zu produzieren, in dem Umfang
wie verkaufte Autos Erdgas verbrauchen.
Kennt jemand ein Forum oder Blog, wo dieses Thema diskutiert wird oder hätte hier im Forum jemand Interesse daran einen Blog zu eröffnen?
Ich hätte auch ggf. Mitstreiter auf politischer Ebene, die im Förderverein Mobile Welten e.V. zu Hause sind, in dem auch ich im Vorstand mitwirke, bzw.Mitstreiter, die in verschiedenen Verbänden in Führungspositionen tätig sind.
Beste Antwort im Thema
Bevor Du Dich hier verrennst - Dir ist klar, dass das Thema keines des Verbrennungsmotores mit Erdgasbetrieb ist? Der verbrennt das Methan aus dem Erdgas nämlich, wandelt es in CO2 und CO um und verhindert so, dass Methan in die Atmosphäre gelangt.
Um also Deine Eingangsfrage ganz konkret zu beantworten - nein, Methanausstoß bei Erdgasfahrzeugen ist kein Thema, weil diese das Methan verbrennen.
Wie gesagt, Dein Engagement in Ehren, aber ich würde mir etwas mehr Mühe geben ein Thema zu durchdringen und zu verstehen, bevor ich anfange im großen Stil Protest zu organisieren.
39 Antworten
Zitat:
@Sniady schrieb am 14. März 2019 um 10:44:42 Uhr:
Zitat von fWebe: <...Methan mit s.g. "Biogas" kombinieren, welches speziell durch die Landwirtschaft und Abwasseraufbereitung aktuell anfällt, jedoch noch reichlich wenig genutzt wird.>
...
Hallo Sniady
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Vielen Dank und viele Grüße
der Michael Mark
Der Heizbedarf der deutschen Wohnungen liegt in einer Jahreszeit, in der wegen Sonnenabstinenz kaum Überschussstrom entsteht.
Im Gegenteil wäre das Heizen mit Brennstoffzellen sinnvoll, weil Strombedarf und Wärmebedarf zusammenfallen.
Redox Flow auf Polymerbasis.....
https://www.solarify.eu/.../
Ich könnte heulen, dass so ein Projekt aus wirtschaftliche Gründen gekippt wird. Aber ein kleiner Player, wie die EWE bräuchte da einfach Unterstützung.
Zitat:
@tomate67 schrieb am 14. März 2019 um 17:40:02 Uhr:
Der Heizbedarf der deutschen Wohnungen liegt in einer Jahreszeit, in der wegen Sonnenabstinenz kaum Überschussstrom entsteht.Im Gegenteil wäre das Heizen mit Brennstoffzellen sinnvoll, weil Strombedarf und Wärmebedarf zusammenfallen.
Dir ist klar was ein BHKW macht? "Unseres" hat etwa 95% Wirkungsgrad. Ca. 200 Megawatt-Klasse.
Danke für alle Beiträge,
ich werde demnächst zum CNG Club Verbindung aufnehmen. Die haben sowohl politische- als auch Biosgas-Kontakte.
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"Dir ist klar was ein BHKW macht? "Unseres" hat etwa 95% Wirkungsgrad. Ca. 200 Megawatt-Klasse."
Denke mal schon, Strom+Wärme wenn der Bedarf (Im privaten überwiegend im Winter) hoch ist. Passt doch genau zu meiner Aussage, dass die Erzeugung von Wärme mit Strom in vielen Fällen jahreszeitlich nicht passt.
Wobei ein BHKW vorrangig Strom erzeugen soll und die Wärme auch genutzt wird, während bei den dezentralen Brennstoffzellen als Ersatz für Brennwertheizungen die Wärme im Fokus steht und der Strom das Nebenprodukt ist.
Bei BHKWs ist es natürlich sehr unterschiedlich. Bei einem Krankenhaus geht es primär um den Strom, bei einigen Kommunen primär um die Beheizung von Schulen, Turnhallen und öffentlichen Gebäuden.
Alle BHKW sind wärmegeführt, incl. der ganz großen mit Gasturbinen. Weil du am Strom in dem "kleinen" Maßstab nicht ausreichend Geld verdienst.
Verdienen ist gut, es geht um Eigenbedarf. Aber deine Aussage bestätigt doch meine These, dass die Gewinnung von Wärme aus Strom zur Zeit unsinnig ist.
Klar. Was sich aber ändert sobald Strom nicht nur "ein paar Minuten im Monat" im Überfluss vorhanden ist. Worauf inhaltlich die ganze "Power2Gas" Thematik basiert. Chemieanlagen werden mit ca 7000-7500 h/a Verfügbarkeit gerechnet. Erdgaskraftwerke sind unter 2000h/a bereits unwirtschaftlich, weil du von Fixkosten und Abschreibung aufgefressen wirst.
Frag dich: Würdest du irgendeinen Stromerzeuger bauen oder auch nur artgerecht warten, wenn du mit dem Strom nix mehr verdienst? Wenn nein, wieso glauben manche Mitmenschen, dass es Strom im Überfluss geben kann? Die unteren Grenzkosten von Strom werden dem Heizwert des billigsten Brennstoffs entsprechen.
Im Sommer wird deutlich über Bedarf erzeugt. Wärme wird auch nicht benötigt. Mobilität würde da Sinn machen. Speichern wäre wünschenswert, ist in der Größenordnung aber noch nicht möglich. Also wohin damit? Am Besten wäre es, wenn die EWE und Carl Zeis Jena Uni die Unterstützung bekommen, um ihren Plan der Redox-Flow Batterie auf Polymerbasis doch bis 2025 umsetzen zu können. Aber wenn das nicht passiert bleibt nicht viel übrig und dann ist PTG eine Lösung(nicht die beste 😉 )
Auf 7000h kommt man niemals. Selbst 1500h im Jahr wird kein Überschussstrom entstehen, wenn man Kohle durch Gaskraftwerke ersetzt. Da hast Du natürlich Recht.
Genau das ist der Punkt den IMHO die meisten übersehen. Selbst wenn man die optimistischsten Power To Gas Anlagen wie HELMETH mit 80% WIrkungsgrad nimmt (ich halte da einen Messfehler oder Bilanzfehler für wahrscheinlich), das sind Hochtemperatur-Elektrolysatoren und die mögen alles - aber keinen Jojo Betrieb. Sowas rechnet sich nur wenn das Teil "Strich" durchgefahren werden kann. Ist das gleiche wie bei den Mittel- bis Hochtemperatur-Brennstoffzellen. In einem LKW beinahe denkbar, im PKW "eher nicht".