Airbags ausgelöst
Hallo Gemeinde,
ich bin heute auf dem Weg zur Arbeit in einer 90 Gradkurve ins Rutschen gekommen und in einen grossen Stein gerutscht, das an sich ist nicht weiter schlimm weil ich nicht schnell war, man sieht auch fast nix an der Stossstange, nur hab ich den Stein so punktgenau erwischt, dass beide Airbags ausgelöst haben und mit dadurch die Windschutzscheibe zerstört haben, sie ist noch dicht, aber beim Beifahrer sieht man nicht mehr durch, wegen den ganzen Rissen.
Jetzt wollt ich wissen, wie das mit den Airbags aussieht, ich hab daheim ne Werkstatt und werde die Stossstange und die Windschutzscheibe selbst ersetzten und lackieren, nur was ist mit den Airbags? kann man die einfach weglassen, oder rückrüsten oder was mach ich mit denen? Weil selber ersetzen is ja nicht oder? Von wegen dem Sprengstoff drin und so. Danke schonmal für eure Hilfe. Bilder kann ich leider erst nächste Woche hochladen.
Gruss Nick
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von opelkult
nur was ist mit den Airbags? kann man die einfach weglassen, oder rückrüsten oder was mach ich mit denen?
Und was wenn du das nächste Mal anstatt langsam in nen Stein schnell gegen ne Mauer fährst?
Mann Leute, strengt doch mal euren Grips etwas an. Werkstatt zuhause hin oder her, die Airbags müssen wieder rein wenn du weiterfahren willst.
31 Antworten
hoffe das erklärt das ganze 🙂
Inhalt/Kurztext:
Das „außer-Funktion-setzen“ eines Airbags führt nicht grundsätzlich zum Erlöschen der Betriebserlaubnis nach § 19 (2) StVZO. Es ist zu unterscheiden, ob eine Deaktivierung oder ein kompletter Ausbau des Systems vorgenommen werden soll. Der AKE „Clearingstelle § 19/29“ hat das Thema aus zulassungsrechtlicher Sicht behandelt.
Ausführlicher Text:
Die Verwendung von Reboard-Kindersitzen auf Beifahrersitzplätzen in Fahrzeugen, die mit Airbagsystemen ausgerüstet sind, ist nur zulässig, wenn der Airbag außer Funktion gesetzt ist.
Die Arbeitsgruppe „§19/29 Clearingstelle“ hat die Problematik aus zulassungsrechtlicher Sicht diskutiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen.
1. „Außer-Funktion-setzen“ des Airbags
Beim „außer-Funktion-setzen“ des Airbags erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs. Diese erlischt dann nicht, wenn ein Gutachten im Sinne des § 19 Abs. 3 StVZO oder ein Negativgutachten vorliegt.
Bei Gutachten im Sinne des § 19 (3) handelt es sich um Gutachten, die auch für Fahrzeugteile zum nachträglichen Einbau (z.B. Sonderlenkräder, Spoiler) erteilt werden. Das Verfahren ist in diesem Fall das gleiche, wie nach dem Ein- oder Anbau von Fahrzeugteilen, für die ein entsprechendes Gutachten gefordert wird. Das heißt, grundsätzlich muß das „außer-Funktion-setzen“ des Airbags bei Vorliegen eines entsprechenden Gutachtens durch den Sachveständigen einer Technischen Prüfstelle oder einer Überwachungsorganisation abgenommen werden.
Bei einem Negativgutachten handelt es sich um ein Gutachten eines technischen Dienstes in dem festgelegt wird, unter welchen Umständen das „außer-Funktion-setzen“ des Airbas keiner Abnahme bedarf, so daß die BE bestehen bleibt. In dem entsprechenden Negativgutachten ist in der Regel festgelegt, welche Herstellervorschriften beim „außer-Funkton-setzen“ beachtet werden müssen.
2. Ausbau eines Airbags
Da das Vorhandensein eines Airbags nicht vorgeschrieben ist, hat der Ausbau aus zulassungsrechtlicher Sicht keine Folgen. Das heißt, der Ausbau führt nicht zum Erlöschen der BE.
Dieser Stellungnahme der Clearingstelle liegen folgende Überlegungen zugrunde.
Der Airbag ist ein Bauteil eines Fahrzeugs, das die passive Sicherheit im Falle eines Anstoßes, abhängig vom Unfalltyp und -schwere, erhöht. Weder in den nationalen, noch in den EG-Bauvorschriften ist die explizite Ausrüstung mit einem Airbag gefordert. Der komplette Ausbau des Airbags kann deshalb keine Auswirkungen auf den Bestand der Betriebserlaubnis haben.
Eine Gefährdung tritt ein, so die Erläuterungen zum Beispielkatalog zu § 19 StVZO, wenn für die Verkehrssicherheit wesentlichen Eigenschaften und Merkmale eines Fahrzeugs, wie z.B: der Insassenschutz, so beeinflußt werden, daß das in den Bau- und Betriebsvorschriften festgelegte Niveau unterschritten wird. Der Komplettausbau kann also nicht zum Erlöschen der BE führen, denn sonst dürften Kfz ohne Airbag nicht mehr zulassungsfähig sein.
Anders verhält es sich bei der Deaktivierung des Airbags. Mit den hohen Anforderungen an die Auslösequalität stellt er ein komplexes Bauteil dar. Seine Auslösung geschieht sensorgesteuert, verknüpft mit logischen Abfragen und Schaltvorgängen. Eine nicht sachgerechte Deaktivierung erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Fehlauslösung und damit kommt die BE zum Erlöschen.
Das Vorhandensein eines Gutachtens bzw. Negativgutachtens ist in jedem Fall zu fordern, auch bei Änderungen am Seitenairbagsystem oder Fahrerairbag, z.B. Einbau eines Sportsitzes oder Austausch des Lenkrades.
Haftungsrechtliche Folgen wurden in diesem Zusammenhang nicht diskutiert.
Die Fahrzeughersteller lassen Arbeiten an Airbagsystemen nur von den von ihnen autorisierten Fachwerkstätten zu. Eine Zusatzkennzeichnung mit dem Hinweis auf die Funktionsunfähigkeit wird ebenfalls gefordert.
Unabhängig vom Erlöschen der BE wird den Kunden empfohlen, in jedem Falle einen Eintrag in die Fahrzeugpapiere vornehmen zu lassen.
(Quelle:VFZ, 10./11. Sitzung § 19 Clearingstelle)
So, die neue Scheibe is da, kleb ich Freitag ein, die alte rausmachen hat etwa ne Stunde gedauert, grade noch das mein Draht ausgereicht hat😁
Zu der Airbaggeschichte falls es noch jemanden interessiert, bei ner freien Werkstatt bei der ich eiin paar Prozente bekomme, der meinte grob überschlagen etwa 3500.-
Also wird der Wagen verkauft die nächsten Wochen, schlachten is einfach zu schade.
Hab grad gesehen das des Bild ziemlich mies is, ich hoffe man kann was erkennen.
Gruß Nick