Achtung: Umstellung auf Super E10 im Südwesten
Hallo an alle,
evtl. ist es für den ein oder anderen hier von Interesse, der nicht "nur" ein Diesel-Fahrzeug besitzt.
Ab Montag, den 21.02.11 stellt die Miro Raffinerie in Karlsruhe die Produktion auf Super E10 um. Da aus Karlsruhe fast der gesamte Südwestdeutsche Raum beliefert wird, betrifft es also einen großen Teil Deutschlands. Im Norden ist diese Umstellung ja bereits vollzogen.
Das bedeutet, das jeder, der bisher Super Bleifrei getankt hat, sich beim Fahrzeughersteller erkundigen muss, ob sein Fahrzeug Super E10 tauglich/verträglich ist. Die die es nicht sind, müssen dann künftig Super Plus / Super E5 tanken ( ca. 6 - 7 ct. teurer) !!!
Bei Falschbetankung (also E10 in ein nicht taugliches Fahrzeug) drohen Motorschäden...
LG aus der Pfalz
Beste Antwort im Thema
Über diesen Schwachsinn könnte ich mich immer wieder aufregen.
Von allem Unsinn, den die Damen und Herren Politiker in den letzten Jahren verzapft haben, ist die E5/E10-Verordnung sicher die blödeste aller Ideen.
Neben dem geringeren Brennwert (= höherer Verbrauch) und der erhöhten Emission von HCN und O3 stehen dann auch noch die Folgen der Ethanol-Produktion im Raum. Ein Großteil des Bio-Sprits kommt aus Mittel- und Südamerika. Die dortige Produktion ist alles andere als "Bio".
Zur CO2-Bilanz gibt's ohnehin keine "belastbaren" Zahlen - das ist alles Raterei, Wunschdenken und Märchenstunde.
Wenn man den schlechteren Wirkungsgrad und den Transport und die Vernichtung tropischen Regenwaldes (Brandrodung) zusammenrechnet, dürfte die Bilanz für das Bio-Ethanol ziemlich "unterirdisch" aussehen.
sry4ot
mfg, Tom
72 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Turbotobi28
Hi,nunja hier bei MZ geisterte mal eine Brennwert (bzw. Heizwertliste) der verschiedenen Spritsorten herum.
Super Plus scheint ja einen (minimal)geringeren Heizwert zu haben als Super. Was wohl an den zusätzlichen Bestandteilen liegt um die höhere Klopffestigkeit zu erreichen.
Die die meisten Motoren die höhere Klopffestigkeit nicht ausnutzen können haben sie durch Super Plus also eigentlich ein nachteil,wenn man es jetzt ganz genau nimmt 😉 Wobei der unterschied da sicher noch minimaler ausfällt als bei E5/E10 🙄
Sollte es im Zuge des ganzen Verwirrspiels auch mal wieder einen Preisunterschied zwischen Super E5 und Super Plus geben weiß jetzt wenigstens jeder Super Plus fahrer das er unbesorgt zu Super Pistole greifen kann 😉
Ich finds übrigens gut das du hier mal ein wenig Hintergrund und Fachwissen rein bringst,sowas wertet ein Forum ungemein auf!
Gruß tobias
Danke Tobi,
und ich finde gut, das es auch noch Menschen wie Dich gibt, die auch mal selbst nachdenken und sich nicht von den Medien und so manchem User hier etc. verblöden lassen !
Das mit dem Brennwert stimmt wohl, wobei dieser Wert noch nicht zwangsläufig etwas mit Mehr- oder Minderverbrauch zu tun hat. Das hängt von mehreren verschiedenen Faktoren ab.
Übrigens ist es nicht überall so, das E5 und Super Plus Preisgleich sind, wir verkaufen z.B. zur Zeit E5 zu 2- 3 ct. günstiger als Super Plus... noch, solange es vom Einkauf her geht...
Meine bescheidene Meinung zur Einführung des E10 wurde unter anderem in der aktuellen ADAC-Motorwelt wiedergegeben:
Die Verbraucher sind verunsichert. Abgesehen davon, dass viele gar nicht wissen, ob ihr Fahrzeug E10 verträgt oder nicht, gehöre ich zu den wenigen, die zur Zeit eine ganz andere Sorge um: meine beiden Fahrzeuge vertragen E10, trotzdem tanke ich es nicht. Warum? Weil die Rechtslage, wenn es trotzdem zu einem Motorschaden infolge der E10-Betankung kommt eindeutig zu meinem Nachteil ist. Denn ich muss beweisen, dass der Motor - trotz Freigabe durch den Hersteller - infolge der E10- Verwendung Schaden genommen hat...und nicht der Hersteller.
Langzeittests mit E10 gibt es (wohl) nicht.
Dies bekannten Internetseiten reichen da nicht aus und eine vom Hersteller unterschriebene Konformitätserklärung, wie @Golfer10 sich hat geben lassen, wäre zwar eine Lösung, allerdings wenn sich jeder Fahrzeughalter eine solche ausstellen lässt, gibt's gleich das nächste Caos bei den Herstellern....
Zitat:
Original geschrieben von knolfi
Meine bescheidene Meinung zur Einführung des E10 wurde unter anderem in der aktuellen ADAC-Motorwelt wiedergegeben:Die Verbraucher sind verunsichert. Abgesehen davon, dass viele gar nicht wissen, ob ihr Fahrzeug E10 verträgt oder nicht, gehöre ich zu den wenigen, die zur Zeit eine ganz andere Sorge um: meine beiden Fahrzeuge vertragen E10, trotzdem tanke ich es nicht. Warum? Weil die Rechtslage, wenn es trotzdem zu einem Motorschaden infolge der E10-Betankung kommt eindeutig zu meinem Nachteil ist. Denn ich muss beweisen, dass der Motor - trotz Freigabe durch den Hersteller - infolge der E10- Verwendung Schaden genommen hat...und nicht der Hersteller.
Langzeittests mit E10 gibt es (wohl) nicht.
Dies bekannten Internetseiten reichen da nicht aus und eine vom Hersteller unterschriebene Konformitätserklärung, wie @Golfer10 sich hat geben lassen, wäre zwar eine Lösung, allerdings wenn sich jeder Fahrzeughalter eine solche ausstellen lässt, gibt's gleich das nächste Caos bei den Herstellern....
Was interessieren mich die Händler ??? Wer fragt den zur Zeit nach uns Tankstellenbetreibern ??? Keiner, im Gegenteil wir werden angepöbelt und bekommen alles ab. Sollen sich ruhig auch mal andere mit der Thematik rumschlagen...
Lieber Golfer, Du kannst bitte wieder runter kommen - wir haben alle Verständnis für Deine Lage, können aber in der Tat auch nichts dafür...
Gruß,
Alex.
Zitat:
Original geschrieben von Golfer10
Was interessieren mich die Händler ???
Was interessieren mich Händler oder Tankstellenbetreiber? 😉
Ich würde es gut finden wenn es dazu kommen sollte das das E10 wieder vom Markt genommen, das das ganze ökonomischer ist, ist eh totaler schwachsinn, man muss nur drüber nachdenken wo das Bioethanol hergestellt wird. Aber diesen Fehlschritt wird sich die Politik wohl eher nicht eigestehen.
Hi,
ich bezweifel das das Thema E10 erst mal wieder zu den Akten gelegt wird. Aber wer weiß vielleicht stehen die Herren (und Damen) mal dazu das das ganze überhastet und unüberlegt wat und legen es erst mal auf Eis.
Auf lange sicht gesehen werden wir das Thema aber net los,spätestens wenn das Öl so teuer wird das Ethanol wirtschaftlicher herzustellen ist als benzin kommt das Thema wieder auf und ich befürchte das ist net mehr sooo lange hin.
Die Ökobilanz muß bis dahin aber auf jeden fall verbessert werden und da gibt es durchaus ansätze für. Die US Luftwaffe will z.B ihre Jets auf Ethanol umstellen. Evtl. aus speziell gezüchteten Algen aus denen sich ein vielfaches an ethanol gewinnen läßt. Auch wenn die Umweltfreundlichkeit da ganz sicher keine rolle spielt sondern rein die Versorgungssicherheit mit Brennstoff nach dem OilPeak könnte das durchaus ein positiver ansatz sein. Wäre ja net das erste mal das bei der Militärentwicklung auch mal was positives raus kommt -> Navigationsysteme
Gruß Tobias
Die Boykottierer haben den Konzernen jetzt gezeigt, daß sie bereit sind, deutlich mehr für "guten" Sprit auszugeben. Die Mineralölwirtschaft weiß jetzt, daß die Belastungsgrenze der Autofahrer noch höher angesetzt werden kann...😎
Und was ist jetzt damit lieber Golfer? E10 IST SCHÄDLICH für die Motoren. Und jetzt erzähl mir nicht wieder etwas von Bild Leser. Dieses Käseblatt hab ich in menem Leben noch nie gelesen, ausser wenn ich an der Ampel stehe und die neuesten Reisser auf der Titelseite am Aumaten prangen. Nichts für ungut. http://www.welt.de/.../...iosprit-ist-gefaehrlich-fuer-alle-Autos.html
Alles in allem ist dieses Jahr ein super Wahljahr.
Wenn alle Boykottieren, und auch die Parteien mit E-Mails bombardieren und auch ihre Wählerstimme von der Rücknahme von E10 abhängig machen, bin ich zuversichtlich bald nichts mehr von E10 hören zu müssen!
Zitat:
Original geschrieben von abts3a5
Und was ist jetzt damit lieber Golfer? E10 IST SCHÄDLICH für die Motoren.
Hi,
diese Aussage ist ziemlich gewagt wenn man sich auf einen Zeitungsbericht beruft in dem von einem Anfangsverdacht die rede ist der weiter untersucht wird😉
Wasser im Motoröl ist auch nix ungewöhnliches,Kurzstreckenfahrzeuge leiden ständig darunter. bei entsprechender Fahrweise mit ausreichend Langstrecken und entsprechend hohen Öltemperaturen kann das Wasser problemlos aus dem Öl verdampfen. sollte es denn überhaupt zu einem zusätzlichen eintrag ins Öl kommen.
gruß Tobias
P.S. es gibt auch studien die bei einer 20% beimischung von ethanol einen verbrauchs und Leistungsvorteil gegenüber reinem benzin sehen. Dagegen hätte sicher keiner was 😉
Zitat:
Original geschrieben von abts3a5
Und was ist jetzt damit lieber Golfer? E10 IST SCHÄDLICH für die Motoren. Und jetzt erzähl mir nicht wieder etwas von Bild Leser. Dieses Käseblatt hab ich in menem Leben noch nie gelesen, ausser wenn ich an der Ampel stehe und die neuesten Reisser auf der Titelseite am Aumaten prangen. Nichts für ungut. http://www.welt.de/.../...iosprit-ist-gefaehrlich-fuer-alle-Autos.html
Sehr gewagt, diese Aussage... Und jetzt erzähl mir nicht, das die Welt ein Fachblatt ist 😁
Google mal, und schau wie lange Ethanol in Amerika schon zum Sprit beigemischt wird... komisch, das da keiner schreit, das das ach so schädlich für die Motoren ist. Bevor Du jetzt mit Amimotoren und so anfängst... auch die sogenannten deutschen Premiumhersteller und Japaner und und und verkaufen eine nicht unbeträchtliche Zahl an Fahrzeugen in Amiland... aber in Deutschland ist ja alles neue gleich schädlich... ich lach mich kaputt...
Zitat:
Original geschrieben von Golfer10
Google mal, und schau wie lange Ethanol in Amerika schon zum Sprit beigemischt wird... komisch, das da keiner schreit, das das ach so schädlich für die Motoren ist.
Ja sicher - und in Brasilien fahren wir schon lange mit noch mehr Alkohol (im Tank, nicht im Fahrer).
Wenn mein durchschnittlicher Arbeitsweg 50 Meilen beträgt, die ich mit gleichbleibenden 90 km/h bewältigen darf, würde ich mir auch keine Sorgen über Spritzusätze machen.
Bei uns sieht das Nutzungs- und Belastuns-Profil allerdings ein wenig anders aus.
mfg, Tom
Mal ganz abgesehen davon. Ist euch nie aufgefallen, dass es ganz andere Motoren sind, die in die USA geliefert werden? Mitunter werden bestimmte Modelle gar nicht erst angeboten. zB RS Modelle. Warum wohl? Bestimmt nicht weil es keine Abnehmer gibt. Porsche verkauft sich auch sehr gut. AMG genauso. Den Amis ist es egal ob die die Dinger ausfahren können oder nicht. Es gibt die EU Motoren in den Regalen der Hersteller und die US Varianten, auch alleine schon wegen der anderen Umweltauflagen. Die wären mit den EU Motoren nicht zu erfüllen. Ich sage nur Californien. Es gibt in den USA keinen Staat, der schon so starke Schutzreglementierungen hat. Die USA haben schon seit ich denke kann drei unterschiedliche Benzinsorten. Und da ist schon lange Ethanol mit drin. Nur wie oben schon erwähnt, die Motoren werden mitunter nicht an die Belastungsgrenze auf Volllastautobahnfahrten gebracht.
Hi,
die Ethanol Problematik,sofern man überhaupt von problemen ausgeht,hat aber nichts mit Vollgasanteilen zu tun.
Die evtl. möglichen probleme die Ethanol verursachen kann sind Materialunverträglichkeiten und eben evtl. einen erhöhten Wasseranteil Öl.
Macht also kein Unterschied ob die Motoren im Leerlauf oder unter Volllast betrieben werden.
Reines Ethanol ist mit 110 Octan sogar besser für Vollgasorgien geeigent als Super Plus! Wenn die Motoren darauf ausgelegt wären (höhere Verdichtung) könnte man sogar fast den Mehrverbrauch durch den geringeren Brennwert von Ethanol kompensieren da durch die hohe Verdicherung der Wirkungsgrad höher wäre.
Aber egal es geht ja um E10 und das hat dieselbe Octanzahl wie Super und somit hat man damit keine Probleme wenn der eigene Motor für Super ausgelegt ist.
Das die motoren in den USA teilweise anders abgestimmt sind,bzw. ganz andere Motoren verbaut werden hat den Grund das es dort lange keinen Sprit mit 98 Octan gab. Die AMG und R Modelle von Audi konnten dort daher nur mit reduzierter Leistung angeboten werden. teilweise war es aber auch reine Marktpolitik,VW hat in den USA z.B. einen 2,5l reihenfünfzylinder mit 170PS in Angebot. Nicht etwa weil die 1.4TSI Motoren dort net funktionieren würden sondern weil die Amerikaner alles unter 2,0l Hubraum net ernst nehmen😁# Also warum sollte VW dort nen einen billigen Motor anbieten und so die gewinnspanne verbessern als einen Motor anzubieten der teurer ist und vom Kunden net gewünscht wird.
Gruß tobias
Zitat:
Original geschrieben von Tom_444
Ja sicher - und in Brasilien fahren wir schon lange mit noch mehr Alkohol (im Tank, nicht im Fahrer).Zitat:
Original geschrieben von Golfer10
Google mal, und schau wie lange Ethanol in Amerika schon zum Sprit beigemischt wird... komisch, das da keiner schreit, das das ach so schädlich für die Motoren ist.Wenn mein durchschnittlicher Arbeitsweg 50 Meilen beträgt, die ich mit gleichbleibenden 90 km/h bewältigen darf, würde ich mir auch keine Sorgen über Spritzusätze machen.
Bei uns sieht das Nutzungs- und Belastuns-Profil allerdings ein wenig anders aus.mfg, Tom
Tja, was soll ich sagen, man kann überall etwas finden, was da anders ist als dort... lächerlich, sorry, aber sucht nur weiter ein Haar in der Suppe und verschließt Eure Augen... übrigens mal den Kommentar von Duddenhöfer gehört... Der sagt endlich mal was Sache ist !!!
Der Turnotobi ist der scheinbar der einzige der es kapiert...