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Ab wann habe ich jemanden rechts überholt?

Themenstarteram 9. November 2009 um 22:24

Guten Abend zusammen!

 

Folgender Sachverhalt hat sich bei einem Freund vor Kurzem ereignet (A9 Richtung Norden bei Pfaffenhofen; früher Freitagnachmittag):

 

Der Verkehr fließt für diese Tageszeit am Freitag mit moderater Geschwindigkeit (ca. 140km/h). Zu diesem Zeitpunkt fuhr er auf der rechten Spur die bis in der Ferne frei war. Selbstverständlich gab es ein paar Mittelspurschleicher, denen er sich auf der rechten Spur mit ca. 10-20km/h Differenz näherte ohne jeodch die Absicht zu haben rechts zu überholen. Nach einer langezogenen Linkskurve, die auch noch über eine Kuppe führt, verlamgsamte sich der Verkehr auf einmal (auf ca. 110-120km/h) und wurde dichter. Die Damen und Herren auf der Mittelspur mussten somit auch abbremsen, wobei die rechte Spur immer noch weit voraus frei war. Statt auf die Bremse zu treten, ging er einfach vom Gas und lies soweit wie es möglich war ausrollen - wie gesagt ohne die Absicht rechts an der langsameren Mittelspur vorbei zu rollen. Als er dann auf Höhe des letzten in der "Schleicherkolonne" angelangt war bremste er ab, sodass dieser wieder an ihm vorbeizog. Soviel erst einmal zur Situation.

 

Kurz vor der Abfahrt zum Autohof sah er dann die Kelle und wurde herausgewunken - Zivilstreife.

Sie warfen ihm vor rechts überholt zu haben und das bei fließendem Verkehr. Er habe - was ja auch stimmt - keine Bremsversuche unternommen. Er äußerte sich dazu am Ort des Geschehens nicht weiter, sagte mir jedoch, dass sein Kofferraum höchstens auf Höhe der B-Säule des PKW auf der mittleren Sur gewesen sein kann, maximal auf Höhe der Beifahrertür als er seine Bremsung einleitete und sich wieder zurückfallen ließ. Seine fast 6 Jährige Tochter die hinten links saß bestätigte dies und meinte sie habe dem anderen Fahrer bzw. seinem Hund im Kofferraum noch gewunken. Nun gut, dass diese Aussage wahrscheinlich so gut wie nutzlos ist, steht er also alleine da.

 

Meine Frage ist nun, ab wann denn eigentlich ein Überholvorgang als abgeschlossen gilt. Reicht es schon aus auf Höhe bzw. leicht nach vorne versetzt eines anderen PKW auf der rechten Spur zu fahren um ihn rechts überholt zu haben, oder ist es analog zum "normalen" Überholvorhang auch erst abgeschlossen, wenn er vor ihm wieder auf die Mittelspur eingeschert hätte?

 

Grüße & noch einen schönen Abend!

Beste Antwort im Thema

ich finde das verhalten der zivilstreife in so einem fall wie er beschrieben wurde læcherlich. da wære das rausziehen der mittelspurschleicher sinnvoller gewesen.

 

gruss

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Zitat:

Original geschrieben von patti106

Nochmal zu den 60 km/h.

Ich darf die linken auch dann noch überholen, wenn die 75 fahren.

Nur darf ich nicht schneller als 80 km/h fahren.

Schreib bitte nicht so einen Unsinn.

Ab 61 ist es kein Stau mehr, daher verbotenes Rechtüberholen

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

Auf nachfolgendem Bild hat sich ein fehler versteckt.

Wer keinen findet....ähm...tja, mal ganz in ruhe über seinen fahrstil nachdenken. ;)

Finde den Fehler

..ja ich fühle mich angesprochen, ich fahre auch immer rechts. Ich weiß, das darf man nicht.:mad:

Zitat:

Original geschrieben von Chief Joseph

Also ich sehe auch immer wieder auf der Autobahn, dass sich hinter einem Schleicher auf der linken Spur viele Autos einreihen, obwohl die eigentlich genauso wenig links fahren dürfen. ich mach es immer so, dass ich sofort nach rechts gehe, wenn ich von einem linksspurfahrer aufgehalten werde. dann warte ich geduldig ab.

Dann wird man meißtens von anderen Bedrängelt die glauben es sei rechtens an der Rechten Spur vorbeizuziehen.

Für alle Teilnehmer eine unangenehme und völlig unnötige Situation, und das alles nur weil ein Oberlehrer meint links Schleichen zu können weil es gedanklich in einer gefühlten Omnipotenz schwebt. Lachhaft.

Zitat:

Habe dieses Phänomen schon oft beobachtet, dass es manchmal einfach nur an der Sturheit mancher Teilnehmer liegt die keine Lücke lassen um das Wechseln von rechts auf links vor dem Hinderniss "LKW" zu ermöglichen und sich diese Sturheit als schlechte Erfahrung in den Köpfen vieler manifestiert, nach dem Motto "Wenn ich jetzt nicht wechsle 4km vor dem LKW lässt mich keiner mehr rüber und ich darf die nächsten 5km mit 80km/h hinter dem herfahren".

Würden diese Sturköpfe hingegen mal eine 50-100m Lücke vor sich lassen, wäre alles viel entspannter und es könnte problemlos erst kurz vor dem Hindernis "eingefädelt" werden - wie in der Fahrschule gelernt. Der Verkehrsfluss würde so nahezu ungestört bleiben.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite sind eben die Leute welche Stur an ihrer persönlichen Lieblingsgeschwindigkeit festhalten. Und wenn das 100km/h ist, dann behalten sie die eben auch ganz links bei, wenn sie einen überholenden LKW überholen. Da kann man eine noch so große Lücke lassen, wenn die Leute sich beim überholen nicht trauen zu beschleunigen, dann bildet sich ganz links eben immer eine Riesenschlange.

Wenn jemand mit sagen wir mal 100km/h links fährt, um einen lkw zu überholen und das zügig macht, ist nichts dagegen zu sagen. Da hat der Nachfolgende kein Recht darauf, dicht aufzufahren. Aber in Zonen mit Geschwindigkeitsbegrenzung seh ich es oft, dass eben einfach mit 1km/h Geschwindigkeitsunterschied überholt wird, weil man ja nicht schneller fahren darf. Das geht dann schon auf die Nerven. Aber egal, ob jemand schleicht oder nicht, drängeln und rechtsüberholen ist zurecht verboten weil es die ohnehin schon gefährliche Situation nur noch verschärft.

Zitat:

Original geschrieben von Chief Joseph

Wenn jemand mit sagen wir mal 100km/h links fährt, um einen lkw zu überholen und das zügig macht, ist nichts dagegen zu sagen. Da hat der Nachfolgende kein Recht darauf, dicht aufzufahren.

ein "recht" nicht, unnötiges ausbremsen ist es dennoch.

100km/h sind ja "minimumgeschwindigkeit" auf der AB (nein, bitte jetzt keine diskussion darüber, dass es eine andere mindestgeschwindigkeit gibt, ich meine es einfach für das "real life" gesehen,also die praxis, und nicht die theorie.)

Ich spreche lediglich davon was ich als faires Verhalten finde.

Fair ist in der von mir geschilderten Situation eben dass man beim Überholen soweit beschleunigt, dass man sich dem Verkehrsfluß auf der Spur anpasst (bzw. soweit es das eigene Fahrzeug zulässt) anstatt allen anderen seine persönliche Präferenz-Geschwindigkeit aufzudrängen, weil man partout nicht beschleunigen will.

Unfair finde ich es, wenn jemand weil er selber sein Tempo nicht für 2 Minuten um 7km/h drosseln will, nun absichtlich durch nicht-beschleunigen es zahlreichen anderen zumutet dass sie ihr Tempo für 2 Minuten um 30km/h drosseln.

Da steht der "Vorteil" des einen Fahrers nicht im richtigen Verhältnis zum "Nachteil" der vielen anderen. Und diese Ausagen stehen so für sich, und sind nicht gedacht irgendwelches anderes Verhalten zu erklären/beschönigen/rechtfertigen.

Genau, für mich sind 100 km/h bei guten Bedingungen auch die absolute Mindestgeschwindigkeit. Aber man muss ja seine Geschwindigkeit der Situation anpassen, und wenn jemand bei strömenden Regen oder Glätte jemanden mit 100 überholt, wäre das für mich keine Behinderung; je nach Situation wäre das auch zu schnell. Aber ich bin wie gesagt auch der Meinung, dass man bei guten Bedingungen auf der rechten und linken Spur "minimum" 100km/h fahren sollte, um sich dem Verkehrsfluss anzupassen. Sowas sehe ich nämlich auch öfters.

am 10. November 2009 um 16:53

Zitat:

Original geschrieben von popeye174

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Nochmal zu den 60 km/h.

Ich darf die linken auch dann noch überholen, wenn die 75 fahren.

Nur darf ich nicht schneller als 80 km/h fahren.

Schreib bitte nicht so einen Unsinn.

Ab 61 ist es kein Stau mehr, daher verbotenes Rechtüberholen

Gut. Anderslautende Aussagen kann ich nicht finden.

http://www.fahrtipps.de/frage/rechts-ueberholen.php

Allerdings sind das Aussagen aus der rechtssprechung und wenn man sich da mal ganz genau den §7 Abs. 2 und 2a anschauen, dies auf den geschilderten Sachverhalt bezieht, darf man sich doch tatsächlich fragen, wer sich diese realitätsfernen 60 km/h ausgedacht hat.

Von Stau steht in den Absätzen übrigens nicht.

Davon ab dürfte Stau wohl Stillstand bedeuten, danach kommt Stop&Go und dann zäh fließender Verkehr. Konstant 40 dürfte da wohl, wenn auch zäh, fließender Verkehr sein.

Deinen geposteten Link hättest mal besser genau durchlesen sollen ;)

Die 60/80 Regelung resultiert ausschließlich aus der Rechtsprechung !

Die 60 sind auch nicht realitätsfremd.

Begründung:

Ab 61 BbH darf man auf die BAB.

Wenn also nur langsamer gefahren werden kann ( 60 und drunter ), dann ist es zähfließender/stockender Verkehr, bzw. Stau ( mind 3 Fahrzeuge ).

Hallole

Das mit der Rechtslage ist so eine Sache, mein Infostand ist der vorbehaltlich möglicher Fehlinformationen( Ich habe gelernt)

Entsteht ein Stau so kann eben bei Stehendem oder langsam rollenden Verkehr auf einer oder mehren Fahrspuren der unter 50 Km/h liegt auf einer freien Spur rechts vorbei rollen.

Das man Dich rausgezogen hat ist klar , Lieber ein Tiked verteilt das unstritik ist wie mit 200 Automoblien Hirntoten die das Rechtsfahrgebot missachten und immer eine Ausrede finden zu diskutieren.

Da ist die arme Autofahrersehle die man eindeutig paken kann das einfachere Opfer. Jol.

am 10. November 2009 um 19:04

Meiner Meinung ist es allein schon verboten, wenn du überhaupt ansetzt rechts zu überholen.. auch wenn du es noch nicht getan hast..

Zitat:

Original geschrieben von Madness23

Meiner Meinung ist es allein schon verboten, wenn du überhaupt ansetzt rechts zu überholen.. auch wenn du es noch nicht getan hast..

:confused:

Guten Morgen.

Ich hab dann mal eine Frage wie ich mich denn in Zukunft verhalten soll.

2-spurige Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzug. Ich fahre auf der rechten Spur mit Tacho 100 km/h, vor mir ist alles frei, in weiter Entfernung ist ein LKW vor mir. Ich benötige mit Tacho 100 mehrere Minuten um zu ihm aufzuschliessen.

Auf der linken Spur befinden sich 10-20 Fahrzeuge mit einem extrem unterschrittenen Mindestabstand (Berufsverkehr halt). Diese fahren 120 km/h und überholen mich.

Dann plötzlich bremsen sie alle auf 90 km/h runter, wechseln aber nicht die Spur.

Und ich befinde mich weiterhin mit 100 km/h rechts. Muss ich jetzt auf 90 km/h abbremsen obwohl vor mir meilenweit nichts ist?*1

Wenn ja: Ist das nicht eine Art der Nötigung?*2

Und was ist die Lösung dagegen? Soll ich auch links fahren? Nur was würde mir das bringen.. außerdem ist auf der linken Spur der Sicherheitsabstand irgendwie abgeschafft worden. Soll ich noch langsamer fahren? Nein bringt wohl auch nichts.

Da wären wir wieder bei der Frage: Was tun gegen Dummheit und Ignoranz im Straßenverkehr...

 

(Ich fahre etwa 10-15 km auf der Autobahn ausschließlich rechts, die linke Spur benutze ich normalerweise nicht.)

 

*1: Was ist wenn mir dabei ein LKW hintendrauf fährt? Dann habe ich wieder 'ohne erkennbaren Grund' abgebremst und bin quasi schuld..

*2: (4) Wer zum Überholen ausscheren will, muß sich so verhalten, daß eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muß ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu Fußgängern und Radfahrern, eingehalten werden. Der Überholende muß sich sobald wie möglich wieder nach rechts einordnen. Er darf dabei den Überholten nicht behindern.

 

Zitat:

Original geschrieben von Madness23

Meiner Meinung ist es allein schon verboten, wenn du überhaupt ansetzt rechts zu überholen.. auch wenn du es noch nicht getan hast..

Was heisst denn in diesem Fall 'ansetzen'? Wenn dann war das passives Rechtsüberholen, falls es sowas gibt. :)

So wie angeschossenes Handspiel. ;)

Gruß

yo-chi

Zitat:

Original geschrieben von yo-chi

*2: (4) Wer zum Überholen ausscheren will, muß sich so verhalten, daß eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muß ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu Fußgängern und Radfahrern, eingehalten werden. Der Überholende muß sich sobald wie möglich wieder nach rechts einordnen. Er darf dabei den Überholten nicht behindern.

Das ist doch halb so wild...

Interessanter ist eigentlich dieser Punkt, auch in § 5 StVO zu finden:

Zitat:

(2) Überholen darf nur, wer übersehen kann, daß während des ganzen Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist. Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt.

Was willst du jetzt eigentlich hören? Eine Nötigung stellt das Verhalten der Überholer natürlich nicht dar, aber wie du selbst schon geschrieben hast, du musst irgendwie mit der Dummheit und Ignoranz klarkommen, ohne rechts zu überholen.

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