A2023503408 Reparatursatz Achskörper Gummilager Infos gesucht
Hallo zusammen,
ich habe bereits erfolglos versucht, die hinteren Gummilager (A2023503408) der Hinterachse zu wechseln.
(Die Gummilager der Vorderachse konnte ich erfolgreich mit einem Lemförder Reparatursatz tauschen.)
Das Ausbauen ging mühselig, der Einbau des Neuteils war mir nicht möglich.
Ich hatte dafür einen Febi Reparatursatz, welcher, nach genauer Betrachtung, von den Maßen her nicht passen konnte.
Also habe ich Febi zurückgeschickt und Meyle bestellt. Aber auch hier bin ich mir nicht sicher, ob das Lager passen wird.
Ich habe mir diese Maße notiert:
(Das Lager ist wie ein D geformt; sinngemäß HxB)
Original: 81x78mm
Febi:81x81
Meyle: 83x81
Das Original ist scheinbar von MB nicht lieferbar, Lemförder finde ich auch auf Anhieb nicht.
Hat jemand die hinteren Lager erfolgreich gewechselt?
Weiß jemand, welcher Reparatursatz passen könnte?
Notfalls könnte ich noch Reparatursätze von JP Group und Triscan bestellen und vergleichen, was ich aber vermeiden möchte...
Vielen Dank!
16 Antworten
Moin,
kenne den Verkäufer nicht, aber vllt. hilft dir das hier ja weiter?
Hi,
das ist leider der Reparatursatz des Achskörpers vorne (die Kleineren).
Der Einbau hat super funktioniert.
VG
Sorry, ich weiß jetzt nicht, wo das Problem liegt. Natürlich kann man die Lager nicht einfach so reinstecken, sondern muss die einziehen.
Mit etwas Reifenmontagepaste funktioniert das eigentlich problemlos.
Habe allerdings bis dato nur Lemförder, oder SWAG verbaut. Was vermutlich auch im Feb-Karton drin war. Triscan, HP-Group, oder Meyle sind nur Drittanbieter. Die haben nie original ans Band geliefert. Ob das passt, müsste man ausprobieren.
Gruß
Jürgen
Hallo,
ich habe bei der Überarbeitung der Hinterachse die Aufnahmetöpfe der Gummilager nach dem Sandstrahlen grundiert und mit einer dünnen Farbschicht aus der Spraydose versehen. Der sonst von mir verwendete Farbaufbau mit mehrschichtigem Brantho Korrux 3in1 erschien mir hier zu dick und die Gefahr des Abschiebens der Farbe zu hoch.
Die Gummilager habe ich mit Gleitmittel aus dem Reifenservice eingestrichen und dann mit einer kräftigen Spindel und großen Scheiben eingezogen.
Ein Druckstück für die Oberseite habe ich aus einem dickwandigen Alurohr gesägt / gefräst.
An der Unterseite genügte ein Ring, der den Raum für die herausragenden Gummiblöcke schafft.
Die beim Einziehen ganz oben liegende Gabel ist das Werkzeug zum Ausdrücken.
Gruß
Pendlerrad
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@Jürgen: Mein Problem ist, dass die wahrscheinlich passenden Teile nicht verfügbar sind und ich ungern jeden Hersteller durchprobieren möchte. Zumal die Achse nicht ausgebaut ist...
Von SWAG habe ich leider keinen Reparatursatz gefunden.
Es ist für mich nur schwer abzuschätzen, wieviel das Gummi zu groß sein darf, um noch in den Achskörper zu passen. Insbesondere die Stelle, die keine Gummistege hat, ist doch sehr massiv.
@Pendlerrad Danke für die Bilder. Das ist ein schönes Werkzeug. Welches Gummilager wurde denn da verwendet?
VG
Ich habe von MEYLE den Reparatursatz Achskörper über die MB-Teilenummer gefunden und eingebaut.
Das ist ein sehr weit verbreitetes Teil, hat sich anscheinend seit mehreren Modellreihen nicht verändert.
MB-Nr. der Rep-Sätze sind A124 250 65 08, dann A201 351 28 42 und diese wiederum ersetzt durch A202 350 34 08. Aktuelle Teilenummer laut MB-Teile-Onlineshop als Einzellager A202 351 08 42.
Derzeit ist der Meyle-Satz z. B. bei Lott zu erhalten.
Gummi kann nur wenig Zugkräfte aufnehmen und wird deshalb an Fahrwerksteilen häufig stark vorgespannt, also unter Druck verkleinert eingebaut, so hält es starke Zugkräfte in allen Richtungen aus.
Ich vermute, Du lässt Dich von der unverspannten Größe täuschen und glaubst deshalb, die Teile wären falsch.
Ohne passendes Werkzeug zum Einziehen wird ein ordnungsgemäßer Einbau kaum gelingen.
Die Kraft muss etwa gleichmäßig auf den Metallkern gebracht werden, deshalb hat das von mir verwendete Aluteil für die überstehenden Teile Ausschnitte. Mit einer angepassten Hartholzform könnte das eventuell auch gelingen.
In der Anlage Bilder der von MB empfohlenen Werkzeuge, ich habe diese im Prinzip nachgebaut
Gruß
Pendlerrad
@Pendlerrad
Danke für die ausführliche Hilfe!
Mir ist klar, dass die Maße nicht so ganz optimal zu vergleichen sind, und dass das Lager eingepresst werden muss. Nur gerade bei den Febi-Teilen wirkte es so, als ob ebenfalls der Metallkern zu groß ist. Darum habe ich den Versuch abgebrochen.
Fürs bessere Gefühl habe ich ich noch die SWAG-Lager bestellt.
Ich werde die ebenfalls vermessen und dann mal Rückmeldung geben, wie der Einbau gelaufen ist.
Wenn ich gerade dabei bin; das mit der Reifenmontagepaste ist ja eine prima Sache. Benutzt ihr "normale" Montagepaste ebenfalls?
Wenn ja, welche und wofür?
VG
mit dem Begriff "normal" kann ich im Bezug zu Montagepaste nichts anfangen.
Montagepasten gibt es für viele Zwecke, die Basis kann extrem unterschiedlich sein und einige haben auch spezielle Inhaltstoffe / Zuschläge.
Manche Pasten sind für hohe Temperaturen optimiert, z. B. für Führungen der Bremsbelagseiten oder Gelenke bei Trommelbremsen. Aber auch diese Pasten können Mineralöl als Basis enthalten.
Kunststofflager können auf falsche Inhaltstoffe mit Quellen reagieren.
Die Dichtungen und Staubschutzkappen an hydraulischen Bremsen z. B. vertragen kein Mineralöl / Fett, sie werden durch Aufquellen unbrauchbar.
Auch für Gummi ist Fett nicht gut.
Vaseline z. B. ist nicht aggressiv und kann für vieles eingesetzt werden, verträgt aber keine hohen Temperaturen.
Eine Universalpaste gibt es nicht und an manchen Stellen darf nichts zugeführt werden. Die durch Schellen stark vorgespannten Gummis vom Stabilisator z. B. müssen sauber und trocken eingebaut werden. Die notwendigen Bewegungen werden im vorgespannten Gummi aufgenommen, da gleitet nichts.
Ich habe neben der Reifenmontagepaste verschiedene Pasten im Einsatz:
- Hochtemperaturpaste aus Druckspender mit Auftragspinsel für Bremsenteile und Auspuffschellen, Stehbolzen (ähnlich Kupferpaste, aber durch fehlendes Kupfer weniger elektro-chemische Reaktionen)
- Bremszylinderpaste von ATE für Bremskolben und deren Dichtungen (mineralölfrei).
- Hochleistungsfett im Beutel von Gelenkwellen als Schmierstoff.
- Gel BN (Lanolinbasis) für Korossionsschutz bei Schrauben, Kunststoffmuttern und Clipsen.
- Talkumpuder zum Einsetzen und Pflegen von Türdichtungen
- Silikonfett aus der Hauswassertechnik für mineralölfreie Schmierfälle (z. B. Kunststofflager, Ventile der Kühlflüssigkeit)
Gruß
Pendlerrad
Nur der Vollständigkeit halber... In Febi-Kartons finden sich auch oft Swag-Teile. Z. B. Hardy-Scheiben. Wie das bei den Lagern für den HA-Körper ist, kann ich nicht sagen.
Gruß
Jürgen
Hallo zusammen,
ich kann das Thema endlich als abgeschlossen betrachten!
@Locke1971 der Tipp war goldrichtig. In dem Karton befanden sich letztlich Febi Gummis.
Was allerdings nicht erklärt, warum meine erste Bestellung andere Maße hatte. Evtl. einfach Pech und/oder nicht maßhaltig...
@Pendlerrad wie Du auch, habe ich nun Meyle Gummis verbaut. Danke für den Beitrag mit der Montagepaste, er wird archiviert.
Der Witz ist nun, dass Meyle und Febi/SWAG die gleichen Maße hatten. Nicht nur das; die Gummis sind nach meinem Empfinden auch aus der selben Presse. Naht und Nestnummer waren identisch, lediglich der Markenname variierte.
Nach Kesselprüfung darf er nun wieder 2 Jahre rollen.
Vielen Dank für die Unterstützung 🙂
gibt es mitlerweile ein spezial werkzeug dafür habe zurzeit meine HA drausen und will alle lager wiederholen
Zitat:
@Pendlerrad schrieb am 14. Oktober 2022 um 18:25:26 Uhr:
Ich habe von MEYLE den Reparatursatz Achskörper über die MB-Teilenummer gefunden und eingebaut.
Das ist ein sehr weit verbreitetes Teil, hat sich anscheinend seit mehreren Modellreihen nicht verändert.
MB-Nr. der Rep-Sätze sind A124 250 65 08, dann A201 351 28 42 und diese wiederum ersetzt durch A202 350 34 08. Aktuelle Teilenummer laut MB-Teile-Onlineshop als Einzellager A202 351 08 42.
Derzeit ist der Meyle-Satz z. B. bei Lott zu erhalten.Gummi kann nur wenig Zugkräfte aufnehmen und wird deshalb an Fahrwerksteilen häufig stark vorgespannt, also unter Druck verkleinert eingebaut, so hält es starke Zugkräfte in allen Richtungen aus.
Ich vermute, Du lässt Dich von der unverspannten Größe täuschen und glaubst deshalb, die Teile wären falsch.Ohne passendes Werkzeug zum Einziehen wird ein ordnungsgemäßer Einbau kaum gelingen.
Die Kraft muss etwa gleichmäßig auf den Metallkern gebracht werden, deshalb hat das von mir verwendete Aluteil für die überstehenden Teile Ausschnitte. Mit einer angepassten Hartholzform könnte das eventuell auch gelingen.
In der Anlage Bilder der von MB empfohlenen Werkzeuge, ich habe diese im Prinzip nachgebautGruß
Pendlerrad
mit welchem Werkzeug wurde das Lager denn nun verbaut... nachdem die Maße nach wundersamer Weise nun doch passten??