700km Probefahrt nach Reparatur

Hallo,
ich hoffe, ich bin hier richtig.
Ich hatte meinen Corsa dem Autohändler zur (dritten!!!) Mängelbeseitigung seit dem Kauf überlassen.

Bei der Rückgabe kam mir der km- Stand hoch vor, leider hatte ich ihn mir vorher nicht notiert. Tank war fast voll.

Jetzt kam ein Strafzettel aus dem benachbarten Bundesland, 370km entfernt. Auf dem Bild ein mir unbekannter Mann.

Der Händler sagt, er musste es zur Ermittlung des Fehlers und nach der Reparatur zur Überprüfung so viel fahren und hat mich hingestellt, als wäre ich total doof und das völlig üblich.

Den Fragebogen des Strafzettels fülle ich natürlich aus und schicke ihn zurück. Aber kann ich rechtlich was gegen die offensichtlich private Nutzung, wenn nicht sogar unerlaubte Ausleihe des Autos machen? Das ärgert mich maßlos.

Grüße, Tanja

Beste Antwort im Thema

Wow. Such' dir bitte nach Möglichkeit eine andere Werkstatt - die Dauer der Reparaturen sind ein ganz schlechter Witz!

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Schalte einen Anwalt ein. Das ist das beste was du machen kannst.

Zitat:

@9891 schrieb am 16. Februar 2020 um 09:45:50 Uhr:



Warum ist das offensichtlich?
Die Benzinpumpe war ja sogar ein schleichender Fehler...
"Um sicher zu stellen, dass die Reparatur erfolgreich war, war eine ausgedehnte Probefahrt notwendig. Damit nicht unnötig im Kreis gefahren wurde haben wir dies mit einer Geschäftsfahrt verbunden. Das Auto war zu jedem Zeitpunkt über die Werkstatt versichert, damit der Kunde keine Nachteile hat, haben wir das Fahrzeug als Service-Leistung noch aufgetankt".
Und jetzt frag deinen Anwalt mal was notwendig ist um etwas anderes zu beweisen, und was bestenfalls dabei heraus kommen kann.
Immerhin hat die Werkstatt repariert, bei anderen Händlern brauchst du DAFÜR einen Anwalt...

Edit: Nicht falsch verstehen, ich finde es eine Sauerrei, dass so in der Weltgeschichte herum gefahren wird, aber den Aufwand um etwas dafür zu bekommen würde ich sein lassen. Wenn der Händler in Reichweite ist, würde ich darüber verhandeln etwas anderes für die km raus zu schlagen (Service, Reifen...) Ansonsten geistig abhaken und die Geschichte auf Google schreiben.

Und wie bitte erklärst Du den Schmutz im hinteren Sitzbereich und den gefundenen Lolly, obwohl die TS den Wagen vor der Reparatur ausgesaugt hat ?!

Wenn eine größere Probefahrt in diesem Ausmaß durchgeführt werden muß, verlange Ich von meiner Werkstatt, daß Ich darüber informiert werde.

An welchem Tag wurde denn das Fahrzeug der TS abgelichtet ?

Zitat:

@Bulwey schrieb am 16. Februar 2020 um 08:59:45 Uhr:


Es geht doch gar nicht um die Reparatur. Es geht darum, dass die Werkstatt den Wagen offensichtlich an jemand anders verliehen hat.

Es geht um mögliche Ansprüche, die der TE daraus hat und die ein Anwalt durchsetzen könnte. Aber da ist nicht viel. Beseitigung fällt aus, der TE hat das Auto wieder. Schadensersatz lohnt nicht, da der Schaden nur sehr gering ist. Künftige Unterlassung fällt auch aus, denn der TE bringt sein Auto bestimmt nicht mehr da hin. Eine Wandelung wird man auch nicht durchsetzen können, das Auto ist ja wieder repariert. Was genau soll der Anwalt tun?

Zitat:

@T...mo schrieb am 15. Februar 2020 um 14:00:39 Uhr:


v8.lover, ich konnte mir die Werkstatt ja nicht aussuchen, das Recht hat im Rahmen der Gewährleistung der Händler.

Wo hast du das Auto gekauft?
"Fähnchen Händler" oder Opel Händler?

Bei dem von Dir beschriebenen Fehlerbild, ist aus meiner Sicht eine solch lange Probefahrt nicht nötig!
Bei Start Problemen hätte ein Motorstart zweimal am Tag ausgereicht!
Übrigens, sind die Reparaturzeiten schon recht lang ..!

MfG Günter

P.S. Hast du im Bekannten/ Freundeskreis niemanden der sich gut mit KFZ.- Technik auskennt und auch entsprechen "Auftreten" kann?
Das hilft bei dieser Art Werkstätten manchmal mehr als wenn du als Frau(?) etwas sagst.

Übrigens, so traurig das jetzt ist, auch Markenhändler schützen leider NICHT vor schlechten Erfahrungen!
Ich könnte Dir etwas über unsere Erfahrungen mit einem Kölner Opel Händler erzählen, die sind nicht viel besser!

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Zitat:

@4matic Guenni schrieb am 16. Februar 2020 um 18:56:44 Uhr
...und auch entsprechend "Auftreten" kann?
Das hilft bei dieser Art Werkstätten manchmal mehr als wenn du als Frau(?) etwas sagst.

Man (frau) kann auch mit einem "ueberzeugenden" Begleiter nochmal vorsprechen.
Auch bei rueden Zeitgenossen kann das Einsicht bewirken...

Ciao
Ratoncita

Screenshot

@Geisslein
Ich erkläre gar nichts, ich finde es ja auch nicht in Ordnung. Weder die Fahrt (wie viel km ist ja nicht mal klar, können noch viel mehr sein), noch die ewige Reparaturdauer.
Ich sehe nur keine Chance da realistisch etwas bewirken zu können. Die Beweislast liegt beim Kläger. Die Fahrt kann bewiesen werden (Blitzerphoto) die mögliche Argumentation dafür steht oben, und dass der Händler keine Komplexe hat sich raus zu reden steht schon im Eingangspost. Wie soll denn der TE den Lolli beweisen?
Und wie oben schon steht, was soll dabei raus kommen?
Direkt den Händler darauf hinweisen und direkt fordern, die Möglichkeit der Anzeige wegen unerlaubter Fahrzeugnutzung ist da das beste Druckmittel. Ansonsten wäre mir jede Minute investierte Zeit zu schade, ohne Rechtschutz steht noch das finanzielle Risiko dazu.

Zitat:

@9891 schrieb am 17. Februar 2020 um 00:03:18 Uhr:


@Geisslein
Ich erkläre gar nichts, ich finde es ja auch nicht in Ordnung. Weder die Fahrt (wie viel km ist ja nicht mal klar, können noch viel mehr sein), noch die ewige Reparaturdauer.
Ich sehe nur keine Chance da realistisch etwas bewirken zu können. Die Beweislast liegt beim Kläger. Die Fahrt kann bewiesen werden (Blitzerphoto) die mögliche Argumentation dafür steht oben, und dass der Händler keine Komplexe hat sich raus zu reden steht schon im Eingangspost. Wie soll denn der TE den Lolli beweisen?
Und wie oben schon steht, was soll dabei raus kommen?
Direkt den Händler darauf hinweisen und direkt fordern, die Möglichkeit der Anzeige wegen unerlaubter Fahrzeugnutzung ist da das beste Druckmittel. Ansonsten wäre mir jede Minute investierte Zeit zu schade, ohne Rechtschutz steht noch das finanzielle Risiko dazu.

Es sind halt eben gewisse Punkte, die auf eine unerlaubte Nutzung des Fahrzeugs hinweisen.
Das Blitzerfoto spricht hier ja schon mal eine eigene Sprache.
Für mich erweckt das jedoch den Eindruck, daß Du die Sache aufgrund von Zeitverschwendung einfach so hinnehmen würdest.
Mit dem Nichthandeln wird doch nur der Werkstatt erneut Türen und Tore geöffnet solche Spielchen auch weiterhin zu treiben.

Nochmals:
Ich erwarte als Kunde von meiner Werkstatt, daß notwendige, die zur Reparatur oder Fehlerfindung beitragende Probefahrten mir mitgeteilt werden.

@T...mo
An welchem Tag wurde denn Dein Fahrzeug in ca. 370 Km Entfernung abgelichtet ?

Ich habe hier vor der Haustüre auch ein Autohaus, welches nur Ärger verbreitet.
Ist ein größerer Gebrauchtwagenhändler mit Werkstatt.
Da kommt auch mal ein oder zwei Mitarbeiter hoch ins Wohngebiet, holt dort ein abgestelltes Kundenfahrzeug, welches dann aber nicht in die Werkstatt oder auf das Gelände gefahren wird.
Kann sein, daß das Auto mal nen halben Tag fehlt.

Du sagst also wild klagen, ohne Rücksicht auf Verluste, um den Händler einen Denkzettel zu verpassen?
Den wird es wenig interessieren ob da mal (wieder) eine Klage ins haus flattert. Direkt konfrontieren und öffentlich warnen hat den besseren Effekt.
Oder kaufst du von einem Händler mit erklärter schlechter Rezession?

Zitat:

@9891 schrieb am 17. Februar 2020 um 10:12:30 Uhr:


Du sagst also wild klagen, ohne Rücksicht auf Verluste, um den Händler einen Denkzettel zu verpassen?
Den wird es wenig interessieren ob da mal (wieder) eine Klage ins haus flattert. Direkt konfrontieren und öffentlich warnen hat den besseren Effekt.
Oder kaufst du von einem Händler mit erklärter schlechter Rezession?

Was die Kundenrezessionen betrifft behaupte Ich mal "traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast" 😉
Es läuft doch in den Medien hoch und runter, daß viele Rezessionen zu Gunsten solcher Händler nicht der Wahrheit entsprechen.
Erstelle Ich heute eine negative Rezession wird das am nächsten Tag doch gleich wieder mit 10 Positiven beschönigt.

Zudem liegt hier ja auch ein Grund vor, somit kann man das nicht als "wild klagen" betrachten.

Der Händler hält sich am Leben, selbst wenn die Bewertungen negativ sind.
Wird der Händler jedoch ständig von Kunden verklagt, ist irgendwann die Werkstatt dicht.

Ja, die lauten dann "alles top gerne wieder", "super Händler" und ein ausführlicher Text mit detaillierter Beschreibung wohin die Probefahrt ging. Die sind genauso viel wert wie "nie wieder!!!!!!).
Ordentlich nüchtern beschrieben was vor gefallen ist, das funktioniert.

Die negativen Bewertungen gibt es wie Sand am Meer. Da investieren Leute Zeit, sich mal so ruchtig auszkotzen. Bei einigen stelle ich mir die Frage "Bist du dumm???". Wenn es aber mal gut läuft schreiben schon deutlich weniger. Und manchmal kommen positive bewertungen, wo ich mich frage, was die Leute geraucht haben.

Naja, und dann gibt es noch die gekauften positiven, und die negativen von der Konkurenz.

Der Chinese, wo ich immer gerne bestelle hat fast nur negative bewertungen. Keine davon konte ich bestätigen. Man muss halt bei Problemen den Mund aufmachen, und einen Lösungsvorschlag abwarten. Bis jetzt kamen sie bei mir immer ein zweites Mal, wenn was gefehlt hat. Seit dem Chinesen achte ich nicht mehr auf die Bewertungen.

Dem Händler mag vielleicht eine (Zivil-)Klage egal sein, ein Strafanzeige nach § 248b StGB dürfte ihm aber einigen Ärger bescheren.

Zitat:

@Geisslein schrieb am 17. Februar 2020 um 09:25:58 Uhr:


Ich habe hier vor der Haustüre auch ein Autohaus, welches nur Ärger verbreitet.
Ist ein größerer Gebrauchtwagenhändler mit Werkstatt.
Da kommt auch mal ein oder zwei Mitarbeiter hoch ins Wohngebiet, holt dort ein abgestelltes Kundenfahrzeug, welches dann aber nicht in die Werkstatt oder auf das Gelände gefahren wird.
Kann sein, daß das Auto mal nen halben Tag fehlt.

Und was weißt du so genau, weil.....?

9891 hat irgendwo schon Recht.
Ob jetzt Zivil- oder Strafanzeige, wie auch immer - DU musst beweisen. Das Foto ist zwar ganz nett, der Lolli und ein paar Flecken, OK, sonst noch ?

Der Händler/Werkstatt hat das sicher nicht das erste mal.
Ich schätze, das hat bei ihm nicht nur einmal, sondern schon zig-fach hingehauen. Für die Rep. braucht er einen Tag, den Rest der Zeit kann er mit der Feile durch die Gegend fahren, ihn anderen Kunden als Leihwagen geben, oder an einer Rallye teilnehmen , weiß mans ?? Nein, weiß man nicht. Kann man was beweisen ? Bis auf das Foto diesmal auch nicht.

Natürlich ist das massiv ärgerlich.
Natürlich möchte man so jemanden das Handwerk legen.

Ich möchte allerdings nicht wissen, wieviel sowas machen, wieviele Kunden das nichtmal ansatzweise bemerken.

Ich hätte nicht die Geduld, und nicht die Zeit mich da was-weiß-ich wie lange mit Anwälten rumzuschlagen.

Darum ist für mich ganz wichtig meiner Werkstatt und meinem Meister zu vertrauen. Da kann man sich verlassen, da weiß man wer am Auto schraubt. Sollte etwas nicht hinhauen, ruft er an und bespricht es - BEVOR er etwas unternimmt.

Ich würde tatsächlich, wenn es ginge, diesen Wagen zurückgeben.

Gruß Jörg.

Warum bringt man seinen Wagen in eine Werkstatt ohne schriftlichen Auftrag mit Kilometerstandsangabe zum Zeitpunkt der Auftragserteilung???
Ich werde da immer als erstes nach gefragt bzw. der Meister guckt selbst nach.

Das schließt dann dieses aus:
"Ich möchte allerdings nicht wissen, wie viel sowas machen, wie viele Kunden das nicht mal ansatzweise bemerken.

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