530e iPerformance Info/Erfahrungen
Möchte dieses Thema eröffnen, da die ersten 530e ja in wenigen Wochen ausgeliefert werden. Dann gibt es hier hoffentlich einen regen Erfahrungsaustausch. BMW hat jetzt endlich die ausführlichen technischen Daten veröffentlicht:
Technische Daten
Interessant auch das Datenblatt des ADAC:
ADAC
incl. Kostenanalyse mit Typenklassen und Versicherungskosten.
HSN Schlüsselnummer: 0005
TSN Schlüsselnummer: COO
In den gängigen Vergleichsdatenbanken der Versicherungen im Internet wird das Fahrzeug mit diesen Schlüsselnummern allerdings noch nicht gefunden. Ich hoffe, das ändert sich bald. Ich kann mein Fahrzeug Anfang April übernehmen und werde dann berichten. Vielleicht ist ja noch jemand vor mir dran und kann dann seine Erfahrungen hier posten.
Beste Antwort im Thema
Nach 10 Tagen möchte ich die ersten Eindrücke schildern. Diese betreffen nicht nur die Elektromobilität, sondern das gesamte Fahrzeug. Dabei bitte bedenken: Es handelt sich um individuelle Eindrücke!
Vom Äußeren des G30 bin ich begeistert. Ich finde die Linienführung sehr schön, besonders gut gefällt mir die durchgehende Motorhaube. Insgesamt für mich ein gelungenes Fahrzeug, an dem ich nichts auszusetzen habe.
Ich habe mich im Innenraum für die Stoff/Alcantara-Kombination entschieden, Zierleiste Aluminium Rhombicle. Im Vorfeld hatte ich arge Bedenken, da hier einige furchtbare Bilder im Forum gepostet wurden. Ich kann alle beruhigen: Es sieht sehr gut aus. Vom Eindruck her genauso wie die Stoff/Alcantara-Kombinationen anderer Modellreihen. Es sieht wertig aus und der Sitzkomfort ist gut (Sportsitze). Die Sitzfläche ist allerdings schmal und trotz schlankem Körperbau spüre ich die Seitenwangen an den Außenseiten der Oberschenkel deutlich. Es stört mich nicht, enger dürfte es allerdings nicht sein. Ich habe einer Körpergröße von 188 cm. Wenn der Fahrersitz auf mich eingestellt ist, kann mein Sohn, der noch 2 cm größer ist auch noch gut hinter dem Fahrersitz sitzen.
Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut, lediglich am Beifahrersitz am Übergang Sitzfläche/Lehne habe ich einen Faltenwurf im Alcantara, der mich aber überhaupt nicht stört. Insgesamt ist das Auto vollkommen frei von Geräuschen. Die Isolierung ist hervorragend und auch bei heftigen Bodenwellen oder unebenem Untergrund höre ich kein Knacken oder Rappeln. Auch nach außen gute Isolierung. Kaum Windgeräusche. Bei 160 km/h geringes Geräuschniveau und kein störender Lärm (schneller bin ich in der Einfahrphase noch nicht gefahren).
Die Ergonomie vom Fahrersitz aus finde ich gut. Viele Informationen im Display mit den erweiternden Umfängen. Bezogen auf das eingefügte Foto sieht man links die Tankuhr mit den noch möglichen Kilometern (hier werden die noch fahrbaren elektrischen Kilometer miteingerechnet). Das linke Rundinstrument ist wie immer und zeigt die Geschwindigkeit an, rechts eine spezielle Anzeige für die Elektromobilität. Links vom Zeiger der Ladebereich im Schubbetrieb oder beim Bremsen. Rechts des Zeigers die elektrischen Leistung. Es ist mir nicht ganz klar, welche Maßeinheiten bzw. was genau dieser Zeiger anzeigt. Ganz rechts die Akkuladung in % und die damit (hochgerechneten) noch möglichen elektrischen Kilometer. Im mittleren unteren Bereich sind verschiedene Anzeigen des Bordcomputers möglich, die abgebildete zeigt die gefahrenen elektrischen Kilometer und den durchschnittlichen Stromverbrauch auf 100 km. Wenn der Verbrennungsmotor startet, wird der momentane und durchschnittliche Benzinverbrauch angezeigt und der Balken wird rot/weiß. Ich habe noch 2 Bilder hinzugefügt, wie das Display im Eco Pro-und Sportmodus aussieht.
Fahrerlebnis:
Das Fahrzeug wird auf Wunsch vor geheizt/vorgekühlt. Dies geschieht automatisiert über das iDrive oder per Tastendruck am Schlüssel. Beim Einsteigen fällt auf, dass das Lenkrad elektrisch nach oben bewegt wurde und man sehr viel Raum hat, um sich zu setzen. Beim Starten der Zündung bewegt sich das Lenkrad wieder elektrisch nach unten in die Fahrposition. Das Einlegen der Fahrstufe geschieht wie immer und das Fahrzeug setzt sich lautlos in Bewegung. Durch das sofort anliegende Drehmoment des Elektromotors ist ein zügiges Beschleunigen gut möglich und im Stadtverkehr vermisst man keine Leistung. Es gibt 3 verschiedene Elektromodi: Im auto eDrive Modus entscheidet die Elektronik des Fahrzeugs, wann der Verbrennungsmotor zugeschaltet wird. Dies geschieht im Stadtbereich fast nie, es sei denn man beschleunigt sehr stark oder fährt eine starke Steigung. Auf der Landstraße oder Autobahn wird überwiegend der Verbrennungsmotor benutzt. Wenn man rein elektrisch fahren möchte wählt man das Programm max eDrive, dann wird ausschließlich der Elektromotor benutzt, auch hier mit dem Vorbehalt, dass im Notfall der Verbrennungsmotor hilft, z.B. bei einem Kickdown. Es gibt noch einen save Battery Modus, bei dem die Batterie nicht eingesetzt wird. Dann fährt man nicht nur mit dem Verbrennungsmotor, sondern die Batterie wird auch auf einen gewünschten Zustand aufgeladen (bis 100%). Das kostet natürlich Benzin, ich habe es noch nicht ausprobiert. Sinnvoll kann das sein, wenn man mit vollem Akku in einer Großstadt ankommen möchte, in der es möglicherweise ein Fahrverbot für Verbrennungsmotoren gibt.
Ich genieße das elektrische Fahren, es geschieht alles lautlos, keine Start-Stopp-Automatik an der Ampel. BMW hat das perfekt umgesetzt. Die elektrische Reichweite ist sehr stark vom Fahrprofil abhängig. Häufiges Anfahren, Beschleunigen und Steigungen verbrauchen natürlich mehr Energie, als ein ruhiges Gleiten. Die Verzögerung im Schubbetrieb ist sehr gut, man braucht fast keine Bremse und ich gehe später vom Gas, als bei einem Verbrennungsmotor. Die Reichweite bei meinem Fahrprofil liegt bei den aktuellen Außentemperaturen bei über 40 km. Natürlich wird sich die Reichweite im Hochsommer durch die Benutzung der Klimaanlage und im Winter durch die Außentemperatur und Heizung reduzieren.
Bei vollem Akku wird dieser im auto eDrive Modus leergefahren. Das heißt, dass das eigentliche hybridische Fahren dann erst nach einer gewissen Strecke beginnt. Dann fährt man überwiegend mit Verbrennungsmotor. Der Elektromotor hilft aber situationsabhängig mit. Beim starken Beschleunigen erhält man durch den sogenannten eboost Unterstützung. Durch die Rekuperation lädt sich der Akku im Fahrbetrieb immer wieder ein wenig auf und man spürt die Hilfe durch den Elektromotor.
Bisher ca. 250 km auf der Autobahn zurückgelegt. Der Vierzylindermotor läuft sehr angenehm, präsent ist er eigentlich nur bei starkem Gas geben und an Steigungen, wenn er also richtig arbeiten muss. Im normalen Betrieb spürt und hört man das Zuschalten kaum. Das Einfahren des Verbrennungsmotors wird noch einige Zeit dauern. Von den 500 km, die ich bisher zurückgelegt habe, waren 250 elektrisch. Der Durchschnittsverbrauch liegt aktuell bei 4 l. Auch hier gilt: Je mehr Langstrecke mit dem Verbrennungsmotor zurückgelegt wird, umso mehr wird das Auto zu einem normalen Benziner. Der Verbrauch wird nach meiner bisherigen Einschätzung dann zwischen 8 und 9 l liegen. Bei entsprechend viel Stadtverkehr und elektrischem Fahren ist ein Verbrauch zwischen 0 und 2 l zu erwarten.
Das Fahrverhalten empfinde ich als sehr gut. Das Auto ist nicht träger als mein bisherige F36. Durch das früh anliegende Drehmoment des Elektromotors beschleunigt das Auto besonders auf den ersten Metern sehr gut. Wenn man das Gaspedal etwas kräftiger durchdrückt, schießt das Auto geradezu nach vorne, da dann Elektromotor und Verbrennungsmotor zusammenarbeiten. Das Auto verleitet durch die Größe und die Erscheinung überhaupt nicht zum schnell fahren. Ich bin wesentlich entspannter unterwegs als im F36. Bei schnell gefahrenen Kurven war ich von der Straßelage sehr angetan. Auch die Lenkung gefällt mir gut (keine IAL).
Mein Fazit: BMW hat das super gemacht. Alle meine Erwartungen werden voll erfüllt! Ich kann es für jeden empfehlen, dessen Fahrprofil sinnvoll mit einem Hybrid-Motor zu bewerkstelligen ist.
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Ja, scheint aber schon jetzt je nach Ort sehr unterschiedlich zu sein.
Ich bin bei ca. 100 Ladevorgängen an öffentlichen Stationen in den letzten 10 Monaten noch nie in einen Zeittarif gelaufen. Habe immer zwischen 22 und 30ct pro kWh bezahlt. Allerdings alles im Hamburger Raum, Stromnetz Hamburg über NewMotion.
Hi TaxidriverMuc,
ja, generell ist es so, wie du sagst. Allerdings ist in meinem Umfeld fast alles (noch) kostenlos.
Die Ladegeschwindigkeit hängt mit der Physik zusammen. Schnellladen erfordert grössere Akkus. beim 530e würde man ansonsten den Akku schädigen. Ein grösserer Akku wäre natürlich besser, aber irgendwann wird's auch wieder albern, da man dann gleich einen BEV nehmen kann. ca. 70 echte km rein elektrisch wären perfekt.
Für Taxifahrten ist der 530e sicherlich nicht geeignet/gedacht.
Zitat:
@taxidrivermuc schrieb am 11. März 2018 um 04:05:53 Uhr:
Würde ich einen Tesla in 6Stunden an Laden, bekäme ich für 10,80€ knappe 600km, nur weil der richtig schnell Strom zieht und die öffentliche Ladestation nur die Ladezeit berechnet. Am Schnellader sogar noch günstiger! Wir könnten also öffentlichen spotbillig und schnell Strom tanken, etwas für die Umwelt tun, aber der Hersteller lässt es nicht zu.
Tesla ist doch als Taxi erlaubt. Wo ist das Problem? Oder meinst du die Einschränkung von Teslas am Supercharger für gewerbliche Nutzung?
Ich (Firmenwagen, kein Taxi) weiß allerdings, warum ich Tesla aus diversen Gründen nicht fahre. Die elektrische Reichweite war da das geringste Thema.
Zitat:
Rechnet mal durch, was eine maximale Ladezeit von 1 Std an immensen Kosten einspart!! Ladesäule in München würde dann 1,80€/h x 2,5 Ladungen = 4,50€/100km bedeuten. Was sagt ihr?
Ja, stimmt. Und nun? (Mit einer günstigeren Ladekarte wird's natürlich etwas günstiger).
Für mich wäre eben ein Plug-In super, wäre da aber nicht die Ladezeit. Ich könnte zwischen den Kunden Laden und könnte elektrisch zwischen Stadt und Flughafen pendeln. Wäre genau die Strecke die brauche. Ohne vollen Akku, kein effizientes Fahren. Tesla kommt wegen Verarbeitung, Optik und unnötiges schießen von Fahrzeugen auf den Mars nicht in Frage. Auch haben wir nur an Autobahnen Supercharger und gerade einmal 5 Ladepunkte mit 50kW-Anschluss, die man erst anfahren muss und nur Lden kann, wenn sie auch frei ist. Das bedeutet, ich brauche wieder zu 90% mindestens 6 Stunden zum Laden eines Teslas. Solange stehe ich nicht, und ein Taxi im Schichtbetrieb auch nicht. Und eine Ladesäule ist eben kein Taxistand, wo man die Wartezeit super nutzen könnte. Unterm Strich ist und bleibt es ein Ami mit Blinkerhebeln von Mercedes und ohne Haptik in der Bedienung (zu wenige Knöpfe, alles umständlich über Display für gewisse schnelle Dinge). Optisch hat sich in den letzen Jahren auch nichts getan. Tesla ist eben kein BMW. Aber in München ist öffentlich Laden verdammt teuer. Ein Glück für die, die kostenlos Laden oder nach kWh bezahlen. Als Stadtmensch hat man auch zu 90% keine Steckdose in der Tiefgarage und ist daher angewiesen auf öffentliche Lader. Da hilft auch keine günstigere Ladekarte, weil wieder am Schluss die Zeit zählt. 2,5h sind einfach für 9kWh viel zu lange und zu teuer. Da ist einfach keine Relation. Für den Stadtmenschen aus München, der in einem Mehrfamilienhaus lebt, keine eigene Lademöglichkeit hat, ist es einfach kalkulatorisch uninteressant. Natürlich ist schnelles Laden für die Batterie nicht immer optimal, aber warum läd sich Fahrzeug dann selbst schnell auf? Ein beschleunigtes Laden wäre in der heutigen Zeit angebracht. Wie gesagt, der Mehrverbrauch durch das Laden während der Fahrt ist dann am Schluss viel günstiger als die Ladesäule in München. Leute das sind Fragen, die sich der übliche Kunde nicht stellt, ich aber sehr kritisch hinterfrage. Plug-In ist eine nette Lösung für den Großteil der Bevölkerung in Deutschland. Aber der Hersteller muss auch etwas praxistauglichere Ladezeiten anbieten. Ansonsten wird keiner vom Pendlerdiesel auf alternative Antriebe umsteigen. Zumindest müsste BMW für gewisse Fahrzeuge die langsamer Laden, kW-Tarife über Chargenow anbieten, damit der Kunde nicht verarmt.
ich denke auch, dass der 530e als Taxi eher ungeeignet ist. Hast Du Dir mal den Kofferraum angeschaut ?
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Bitte keine Diskussion über Taxi oder nicht. Meine Kunden sind nur Geschäftsleute, Kofferraum ist kein Thema
für mich. Für mich zählt, wie kann ich praxisgerecht meinen Verbrauch enorm senken? Es geht mir um die Technik. Fahre den G12 und würde daher den 740e in Betracht ziehen. Ich habe meine Kritik eindeutig auf Plug-In-Technik als Großstadtmensch in München bezogen. Für den Großteil ist sie wie für mich deutlich interessanter, aber auch nicht praxistauglich. 15-20 Min laden wäre top! Dann kann man auch mal nach dem Einkaufen zu seinem voll geladenen Fahrzeug zurückkehren und hat dann wieder 40km zur Verfügung. Aber wenn der Kunde keine zeitgemäße Erwartung an den Hersteller hat, dann wird dieser sich auch nicht anpassen und die Kunden werden an der Ladesäule abgezogen. Man kann doch in der Großstadt nicht ständig nachverfolgen, ob das Auto voll geladen ist, damit man ja keine Minute, wenn nicht gar eine Stunde mehr bezahlt? Und wenn man im Fahrzeug warten würde: Was macht man denn 2,5 Stunden??? Essen gehen, Kaffeetrinken usw. sind dann auch wieder unnötige Zusatzkosten. Das ist einfach Tatsache. Ihr müsst immer die Situation vor Augen führen, dass man auf eine öffentliche Ladestation angewiesen ist. Das soll auch als Appell an die Münchner sein, den Kauf eines solchen Plug-Ins überlegen.
Praxisgerecht den Verbrauch senken: kleiner Motor, wenig unnützes Gewicht.
Dürfte sich eher rechnen als ein Hybrid.
Kleiner Motor verbraucht mindestens genausoviel wie ein größerer. Ich habe mehr Erfahrung, glaube mir. Bevor du in der Früh deinen Kaffee getrunken hast, habe ich schon 200km runter. Ein Mercedes E200 Taxi verbraucht gerade einmal 0,5l/100km weniger als mein 730ldxdrive, also Paradebeispiel. Deshalb fahre ich 7er. Wenn ich meinen Verbrauch durch einen Plug-In um 4 Liter senken kann, dann ist das praxistauglich und wirtschaftlich, wenn ich im Gegenzug schnell wieder 100% Akku habe.
Zitat:
@RobGN schrieb am 11. März 2018 um 12:10:52 Uhr:
Praxisgerecht den Verbrauch senken: kleiner Motor, wenig unnützes Gewicht.
Dürfte sich eher rechnen als ein Hybrid.
Hat er 100% Recht.
Was Taxidrivermuc beschreibt ist kein Hybrid-Profil. Dafür isser nicht gebaut/entwickelt.
LG
Zitat:
@taxidrivermuc schrieb am 11. März 2018 um 12:08:58 Uhr:
Ich habe meine Kritik eindeutig auf Plug-In-Technik als Großstadtmensch in München bezogen. Für den Großteil ist sie wie für mich deutlich interessanter, aber auch nicht praxistauglich.
Du hast aber einen speziellen Einsatzbereich. Ich wohne auf dem Land und nicht zu weit vom Arbeitgeber entfernt. Ich dürfte meine täglichen Fahrstrecken zu >90% vollelektrisch schaffen, da ich beim Arbeitgeber und zuhause laden kann. Ladezeit ist unter der Woche kaum ein Thema (da stehe ich lange genug), eher am Wochenende, wenn man einkauft, dann noch jemanden besucht, etc. so dass hier tatsächlich die Ladezeit (wenn laden überhaupt verfügbar) ärgerlich wäre.
Wer sein Geld "on the road" verdient und keine Ladezeit frei hat, der kann höchstens mit einem BEV mit grossen Akku und Schnelllademöglichkeit eine Lösung finden.
Zitat:
15-20 Min laden wäre top! Dann kann man auch mal nach dem Einkaufen zu seinem voll geladenen Fahrzeug zurückkehren und hat dann wieder 40km zur Verfügung.
Physikalisch nicht möglich. Du müsstest dann mit 50+ kw laden. Das mag der Akku überhaupt nicht gern. 11kw (= 1 Stunde) wären ggf. noch machbar bei Hybriden (bei etwas grösserer Batterie).
Zitat:
Aber wenn der Kunde keine zeitgemäße Erwartung an den Hersteller hat, dann wird dieser sich auch nicht anpassen und die Kunden werden an der Ladesäule abgezogen.
Ich sehe die Zeittarife an den Ladesäulen auch kritisch, aber es gibt Ladekarten mit Kw-Tarif. Zudem ist das unabhängig von den Fahrzeug-Herstellern. PHEV sind aus meiner Sicht auch eine Übergangstechnologie.
Zitat:
Man kann doch in der Großstadt nicht ständig nachverfolgen, ob das Auto voll geladen ist, damit man ja keine Minute, wenn nicht gar eine Stunde mehr bezahlt? Und wenn man im Fahrzeug warten würde: Was macht man denn 2,5 Stunden???
Naja. Ist ein schwieriges Thema. Warum solltest du an einer Säule warten, während ein BEV Fahrer verzweifelt nach einer freien Säule sucht. Durch die Säulenzahl gehen viele auf Zeittarife, um die Parkdauer kurz zu halten. Leider fallen die PHEV dabei runter 🙁
Aber öffentliche Säulen sind halt nicht als "ich schließe an und komme irgendwann wieder" gedacht.
@nothbody: Für die Leute auf dem Land ist es super, weil meistens auch mehr Möglichkeiten bzw. Eigenheim mit Garage und Steckdose. Da gebe ich dir völlig Recht. Aber für den Stadtmenschen, der wirklich keine Möglichkeit hat, null Praxis. Eine Stunde würde ich mir auch antun als Ladezeit. Da kann man vieles erledigen z.B. Einkauf erledigen oder kostengünstig öffentlich Laden. Dann würde eine Ladung für 100km 4,50€ (z.B. laut Stadtwerke 1,80€/h) kosten. Das ist wieder eine gaaaaaanz andere Hausnummer, wo es wieder für alle Sinn macht. Ich habe auch schon geschaut wegen kW-Tarifen, meistens aber als Mischkalkulation im Raum München, also keine reinen kW-Tarife, außer du kennst einen Anbieter, den ich noch nicht kenne🙂 Parkdauer an den Ladesäulen betragen eh meist 4 Stunden mit Parkscheibe, also würde man auch ein Knöllchen riskieren, wenn man zu lange steht.
Zitat:
@taxidrivermuc schrieb am 11. März 2018 um 12:17:58 Uhr:
Kleiner Motor verbraucht mindestens genausoviel wie ein größerer. Ich habe mehr Erfahrung, glaube mir. Bevor du in der Früh deinen Kaffee getrunken hast, habe ich schon 200km runter. Ein Mercedes E200 Taxi verbraucht gerade einmal 0,5l/100km weniger als mein 730ldxdrive, also Paradebeispiel. Deshalb fahre ich 7er. Wenn ich meinen Verbrauch durch einen Plug-In um 4 Liter senken kann, dann ist das praxistauglich und wirtschaftlich, wenn ich im Gegenzug schnell wieder 100% Akku habe.
Ich habe jetzt keine Lust auf irgendwelches Bashing. Du kennst mich nicht, weißt nicht was ich beruflich mache, also Ball flach halten.
Und wenn ein 2 Liter Diesel so viel verbraucht wie ein 3 Liter Diesel mit gut 300 PS und Allrad...dann sollte man vielleicht die Fahrweise überdenken 😉
Zitat:
@taxidrivermuc schrieb am 11. März 2018 um 12:38:08 Uhr:
Ich habe auch schon geschaut wegen kW-Tarifen, meistens aber als Mischkalkulation im Raum München, also keine reinen kW-Tarife, außer du kennst einen Anbieter, den ich noch nicht kenne🙂
Keine Ahnung, ob München die Ladestationen am "Ladenetz" hat. Dort kann man z.B. die Vattenfall-Karte mit 0,30ct/kw nutzen.
Zitat:
Parkdauer an den Ladesäulen betragen eh meist 4 Stunden mit Parkscheibe, also würde man auch ein Knöllchen riskieren, wenn man zu lange steht.
Es geht dabei nicht nur um "Knöllchen", sondern darum, das andere ggf. darauf angewiesen sind, auch mal laden zu können...
Gerade erst gestern gesehen: 2x22kw Säulen, eine Zoe und ein 530e. Der Stand auch nach 4 Stunden noch da.... In der Zeit hätten da mehrere BEVs ausreichend laden können. Ist jetzt nicht als Kritik gemeint (ich würde es auch machen), sondern zeigt nur das Problem. Es müssen mehr Säulen her.
@RobGn Deshalb wollte ich deine Diskussion zu meinem Arbeitsmittel anfangen, ich habe aber am Ende des Tages mehr Ahnung als du. Ich habe einfach den Leuten, die in einer Großstadt wie München leben meine Einschätzung zum Plug-In als Vielfahrer mitgeteilt. Unterm Strich zählt
der Geldbeutel. Wenn das Auto nicht in einer Stunde voll geladen ist, ist es für die Mülltonne für den, der rechnen kann. Und bezogen auf München kann ich das! Und obwohl ich keine Diskussion starten wollte, bist du mit alternativen Fahrzeugen gekommen. Ein Tesla ist kein deutsches Auto. Punkt aus! Ein E200 Verbraucht 7,5l kombiniert, meiner 8,0l. Nach 400-500km Tagesschicht komme ich dann aber fit nach Hause und klage nicht wegen Rückenschmerzen. Verbrauch hat in München nichts mit der Fahrweise zu tun, wir sind halt Stauhauptstadt Nr.1. Da bringt dir ein kleiner Motor nichts um Stop&Go. Plug-In geil, aber teuer!
Zitat:
@Nothbuddy schrieb am 11. März 2018 um 12:48:10 Uhr:
Zitat:
@taxidrivermuc schrieb am 11. März 2018 um 12:38:08 Uhr:
Ich habe auch schon geschaut wegen kW-Tarifen, meistens aber als Mischkalkulation im Raum München, also keine reinen kW-Tarife, außer du kennst einen Anbieter, den ich noch nicht kenne🙂
Keine Ahnung, ob München die Ladestationen am "Ladenetz" hat. Dort kann man z.B. die Vattenfall-Karte mit 0,30ct/kw nutzen.
Zitat:
@Nothbuddy schrieb am 11. März 2018 um 12:48:10 Uhr:
Zitat:
Parkdauer an den Ladesäulen betragen eh meist 4 Stunden mit Parkscheibe, also würde man auch ein Knöllchen riskieren, wenn man zu lange steht.
Es geht dabei nicht nur um "Knöllchen", sondern darum, das andere ggf. darauf angewiesen sind, auch mal laden zu können...
Gerade erst gestern gesehen: 2x22kw Säulen, eine Zoe und ein 530e. Der Stand auch nach 4 Stunden noch da.... In der Zeit hätten da mehrere BEVs ausreichend laden können. Ist jetzt nicht als Kritik gemeint (ich würde es auch machen), sondern zeigt nur das Problem. Es müssen mehr Säulen her.
Eben! Der 530e wäre, wenn er das könnte, nach einer Stunde wieder weg gewesen! Wenn die Behörden auch die Knöllchen für zu langes Parken ausstellen würden, wäre da natürlich auch ein Erziehungseffekt. Das ist ja das was ich meine. Das ist doch scheiße! Aber Danke für den Tipp bezüglich Vattenfall! Aber eine Stunde laden kostet halt viel weniger als 30ct/kWh für den 530d. Aber sehr interessant, wenn keine Parkdauer einehalten werden muss! Da kann man über Nacht an die öffentliche Säule.
Zitat:
@Nothbuddy schrieb am 11. März 2018 um 12:48:10 Uhr:
Gerade erst gestern gesehen: 2x22kw Säulen, eine Zoe und ein 530e. Der Stand auch nach 4 Stunden noch da.... In der Zeit hätten da mehrere BEVs ausreichend laden können. Ist jetzt nicht als Kritik gemeint (ich würde es auch machen), sondern zeigt nur das Problem. Es müssen mehr Säulen her.
Ich war auch anfangs skeptisch, ob es schlau ist, dass Hybridfahrer für relativ wenig Strom die Säulen ewig blockieren und dadurch Fahrer von reinen Elektroautos Probleme beim Laden bekommen könnten.
Mittlerweile finde ich aber, dass jeder so viel öffentlich laden sollte wie möglich, um den Netzbetreibern zu zeigen, dass die Zielgruppe groß ist und schnell wächst. Das sollte sie motivieren ihr Netzwerk flott auszubauen.
Wenn man ganz nett sein will, kann man ja eine Ladescheibe hinter die Windschutzscheibe legen und den Platz freimachen, wenn einer mit leerem Akku vor der Säule gestrandet ist.