3L V6 - Ab wann ist ein Motor zu "groß" für meine Bedürfnisse?

Hallo zusammen, werte Autofreunde.

Ich stehe zur Zeit vor dem Kauf eines neuen Wagens und stelle mir gerade eine Frage:
Ab wann ist ein Motor für meine Bedürfnisse überdimensioniert?
Schade ich größeren Motoren durch "Kurzstrecken-Fahrten"? Und wie schlägt sich das auf den Spritverbrauch nieder?

Mein Herz schlägt beim Stern. Ich schiele aktuell auf eine alte C-Klasse (die "rostfreien Baujahre" *hust* fast).

Der Wagen an sich ist für mich perfekt. Ausstattung, Farbe, Laufleistung, Scheckheft, Preis alles Takko. Lediglich der Motor macht mir zu schaffen. C280 - (M272 E30) - 3L V6 - 231 PS ist evtl. etwas groß?

Mein Arbeitsweg ist etwa 15 KM in eine Richtung und meine Jahreslaufleistung wird sich so bei 15000-17000 KM einpendeln. Für Sprit mehr zu bezahlen bin ich durchaus gewillt, da mein Golf IV, mit dem 4-Gang Automatikgetriebe (schlechteste Wahl meines Lebens!!!) säuft wie ein großer.

Macht dem Motor das was wenn der immer nur 15 KM fährt und dann erstmal 8 Stunden steht? Bzw korrekter: Macht dem das mehr aus als als einem 4-Zylinder Sauger?
Ich habe durchaus einen schweren Fuß (da der Rückweg größtenteils unbeschränkt ist) fahre mein Auto aber penibel warm.

Ich hoffe ihr könnt mir da Auskunft geben / mich beraten was sinnvoll ist.

- Jockel

Beste Antwort im Thema

Hi,

große Motoren brauchen tendenziell schon etwas länger um warm zu werden.

Der V6 wird bei 15km im Winter mit Sicherheit nicht komplett auf Betriebstemperatur kommen, dürfte aber auch für die Kompressor Vierzylinder in der C Klasse knapp werden.

Bei 15-17tkm im Jahr dürften ja aber auch einige längere Strecken dabei sein wo der Motor ordentlich warm wird. Bis auf den hohen verbrauch halten sich die Nachteile dann in Grenzen

Neben dem Verbrauch sind halt auch die allgemeinen Unterhaltskosten meistens ne Ecke höher. Also Versicherung, Wartungen, Verschleißteile und Reparaturen. Wenn es dir das Wert ist warum nicht.

Bei den V6 gab es meines Wissen teilweise Probleme mit einen Kettenrad was eine sehr teure Reparatur nach sich zieht vorher also genau informieren.

Gruß Tobias

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Kleinere Zylinder haben grundsätzlich höhere thermische Verluste, daher sind sie schneller warm.

Zitat:

@markuc schrieb am 8. November 2017 um 11:34:55 Uhr:


Kleinere Zylinder haben grundsätzlich höhere thermische Verluste, daher sind sie schneller warm.

Ob das im Alltag merklich und für den Fragesteller daher relevant ist, ist halt die Frage. Daher auch die von mir geposteten Werte. 😉

Bei 15 km pro Richtung sehe ich keine Probleme mit einem 3l V6. Mein Vater ist jahrelang mit einem 325i ein paar km (hauptsächlich Zone 30) zur Arbeit gependelt. Der Motor hat es gut überstanden, nur der Verbrauch war astronomisch.

Zu "groß" bezieht sich meiner Meinung nach eher darauf, ob du die Leistung auch ausnutzt (bzw. ausnutzen kannst). Meine tägliche Strecke ist fast durchgehend auf max. 80 km/h beschränkt - da würde sich ein Motor mit mehr als 200 PS wirklich nicht lohnen.

Ich stelle mal einen anderen Denkansatz ein, der aber auch nicht so neu ist.

Man weiß ja, dass Energie = Joule nötig ist, einen Motor auf Betriebstemperatur zu bringen. Je größer die Masse, desto mehr Energie ist auch nötig.

Ich habe mal überschlägig anhand meiner Durchschnittsverbräuche bei Kurz- und Mittelstrecke sowie dem Minimal-Verbrauch bei warmem Motor gerechnet. Unter 5,0 Liter/100 km geht nichts, Real-Verbräuche von 6 bis 9 Liter/100 km. Letzteres bei der Fahrt zum Supermarkt.

Ich schätze, dass mich jede Warmlaufphase etwa 0,15 bis 0,2 Liter Sprit kostet, also etwa 0,20 bis 0,25 €.
Bei einem 1,6-Liter-Benziner.
Einen 3-Liter-Benziner würde ich auf 0,3 Liter Sprit oder 0,38 bis 0,40 € schätzen, der allein für die Wärmeenergie aufgebracht werden muss.

Wie gesagt, der Ansatz ist nicht von mir; den habe ich irgendwann & irgendwo selbst gelesen.

Fährt der TE also morgens und abends an 21 Tagen, müsste er mit 42 x 0,15 € = 6,30 € Mehrverbrauch im Monat rechnen.

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Zitat:

@lemonshark schrieb am 7. November 2017 um 23:13:24 Uhr:


Warum sollte das einem 3l 6Zyl mehr schaden als einem 2l 4Zyl? Oder generell größeren Töpfen mehr als kleineren?

Weil größere Motoren meistens (!) auch mehr Öl zum warmfahren haben. Aber keine Ahnung, ob das bei heutigen Motoren auch der Fall ist, bzw. ob das ein wichtiger Faktor wäre.

Gruß Andy

Ich danke erstmal für die zahlreichen Antworten 🙂 Ich verstehe die Situation auf jeden Fall besser als vorher und danke für die Hilfe 🙂 Ich schaue mal ob es der Benz tatsächlich wird, bin aber recht zuversichtlich.

Wenn du es dir leisten kannst mach es. Wenn nicht jetzt wann dann? Noch billiger als jetzt wird der sprit wohl nicht mehr und Sechszylinder kann sich in 10 Jahren wahrscheinlich kein Otto Normal Verbraucher mehr leisten

Du machst mir Angst. Mein 3,2 V6 ist in 10 Jahren gerade mal eingefahren, weitere 10 Jahre später will ich das H-Kennzeichen.

Zitat:

@fido_SE schrieb am 8. November 2017 um 08:59:56 Uhr:



Guter Hinweis! Hätte ich auch mal drauf kommen können. Das gewünschte Fahrzeug fällt zumindest in den betroffenen Zeitraum.

@TE: Es geht um ein Großserienproblem welches M272 von 2005-2007 betraf. Das solltest du unbedingt beachten und die Motornummer abgleichen. Hier kannst du dich einlesen: Blub

Viele Grüße
Martin

Bedeutet, sofern man nicht weiß ob das Problem schon behoben ist kann man nur zum C320 raten...

Zitat:

@Mopedcruiser schrieb am 8. November 2017 um 20:38:18 Uhr:


Bedeutet, sofern man nicht weiß ob das Problem schon behoben ist kann man nur zum C320 raten...

Der C320 ist ja der alte M112 und nicht von dem Thema Stirnrad betroffen, richtig.
Gleichwohl bist du damit potentiell beim Vormopf und beim Rost. Und ernsthaft empfehlen würde ich diese alte Saufziege von Motor auch keinem mehr.
Die Motoren sind von der Entwicklung 10 Jahre auseinander. Insofern nicht zu vergleichen.

Der M272 ist ein grundsolider Motor. Man muss das mit dem Stirnrad eben prüfen und im Zweifel beheben. Dann hast du Ruhe.
Gleichwohl, von den ursprünglich betroffenen Motoren werden wohl nicht mehr sehr viele ohne getauschtes Stirnrad zu finden sein. Die Fahrzeuge sind jetzt seit 10 Jahren auf der Straße.

Gruß
Martin

Kommt auch immer auf die Motorengeneration an. Mein 3.0 CDI mit Alu Motorblock und variabler Wasserpumpe und Ölpumpe wird schneller warm, als der 2.0 D mit Grauguss Motorblock.

Zitat:

@KFZJockel schrieb am 8. November 2017 um 19:18:16 Uhr:


Ich danke erstmal für die zahlreichen Antworten 🙂 Ich verstehe die Situation auf jeden Fall besser als vorher und danke für die Hilfe 🙂 Ich schaue mal ob es der Benz tatsächlich wird, bin aber recht zuversichtlich.

Was ich dann in jedem Fall noch empfehlen kann, ist:
1.) Jährliche Ölwechsel, egal, was der Hersteller angibt und
2.) Ein gutes Öl nehmen mit Herstellerfreigabe, z.B. ein gutes 0W40, jedenfalls kein 5W oder 0W30, was viele empfehlen!

Zu 1 - da gehe ich mit
Zu 2 - ich habe bisher immer das eingefüllt, was der Hersteller vorgab. Das sollte reichen.

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