250 CDI vs. 250 CGI vs. 220 CDI - ein (subjektiver) Erfahrungsbericht
Hallo die Damen und Herren,
nachdem ich nun innerhalb der letzten eineinhalb Jahre den fünften Mercedes fahre (das liegt daran, dass unsere Firmenwägen gemietet werden und die Haltedauer ja nach Fahrzeug nur bis zu sechs Monaten beträgt), möchte ich mal meinen Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten, wenn man sich zwischen dem E 250 CDI, dem E 220 CDI und dem E 250 CGI entscheiden kann (oder will).
Vorweg: ich hatte alle Fahrzeuge auf demselben Streckenprofil längere Zeit zur Verfügung. Sie hatten alle Automatik und waren alle drei T-Modelle.
Die Motoren
Ich hätte es nicht geglaubt, aber die drei Motoren machen aus dem gleichen Modell völlig unterschiedliche Autos. Der Unterschied zwischen dem E 250 CDI (OM 651) und dem E 220 CDI (OM-Nummer weiß ich nicht) ist weit mehr, als die 30 Pukte Modelldifferenz einen glauben machen. Während der große Biturbo mit einem unfassbaren Drehmoment (für einen Vierzylinder) von 500 Nm gesegnet ist, und seine maximale Power bereits bei 1500 U/min relativ brachial einsetzt, ist der 220 gefühlt (im Direktvergleich) eine eher lahme Schüssel. Objektiv stimmt das nicht, aber das später einsetzende Drehmoment gepaart mit dem "nur" einfachen Lader machen den großen Unterschied. Beide Fahrzeuge hatten zu meiner Zeit die 5G-Automatik. Diese passt nun leider weder zum 220 noch zum 250. Sie passt eigentlich überhaupt nicht mehr in eine Zeit, in der Kraftstoff immer teurer wird und BMW schon im kleinsten Diesel mit einer Achtgang-Automatik aufwartet. Die 5G funktioniert einwandfrei und ist bis 120 km/h auch die korrekte Ausstattung für die Fahrzeuge. Aber ab Autobahn-Richtgeschwindigkeit und darüber hinaus ist die Automatik mit wesentlich zu hohen Drehzahlen unterwegs, was sowohl zu unerfreulichen Verbrauchswerten, als auch zu einem deutlich zu lauten Motorgeräusch führt. Besonders der E 220 CDI tut sich hier sehr negativ hervor. Er klingt wie ein Relikt aus vergangenen Tagen, während man beim E 250 CDI für die gebotene Geräuschkulisse wenigstens ein entsprechend sportlich anmutendes Fahrgefühl bekommt.
Ganz anders der E 250 CGI: als Benziner per Definition kultiviert, macht er zu keiner Zeit einen gestressten Eindruck, und verwöhnt den Fahrer mit einem echten "Mercedes-Feeling" im positiven Sinn. Selbst mit 5G ist dieser Motor einfach angenehm und seidig, so dass man sagen muss, dass diese Kombination auf jeden Fall die komfortabelste ist.
Der Verbrauch
Ich will keine absoluten Zahlen nennen (man sieht vieles im Spritmonitor), aber eines ist klar: der E 250 CDI benötigte fast 15000 km, um in einen akzeptablen Verbrauchsbereich zu kommen - also erst nach der erweiterten Einfahrphase. Der E 250 CGI brauchte im direkten Vergleich bei gleichem Streckenprofil einen starken Liter mehr auf 100 km. Das scheint mir erstaunlich, ist er doch ebenso nur mit 5G unterwegs und benötigt schon einigermaßen hohe Drehzahl, um auf Touren zu kommen. Der E 220 CDI ist zur Zeit noch in der Einfahrphase. Es zeichnet sich aber kein signifikant "besserer" Verbrauch als beim 250 CDI ab. Gemessen am Gewicht sind alle Verbräuche prinzipiell in Ordnung. ich bin mir aber sicher, dass mehr Gänge zu deutlich besseren Werten - insbesondere auf der Autobahn - führen würden.
Die Automatik
Wie bereits erwähnt, halte ich die 5G für einen absoluten Anachronismus - insbesondere in Kombination mit den Common-Rail-Dieseln. Das hat inzwischen auch Mercedes eingesehen, so dass nun die 7G verbaut wird. Leuder habe ich ein solches Fahrzeug noch nicht gefahren (wird aber vermutlich in ein paar Monaten beim nächsten Tausch kommen). Unabhängig von den in vielen Threads 5G vs. 7G diskutierten Problemen mit der Haltbarkeit ist festzustellen, dass fünf Gänge schlicht nicht reichen. Der E 250 CDI schafft (Tacho) locker 250 km/h, so dass zwischen 80 km/h und 250 km/h der 5. Gang benutzt wird. Darüber hinaus ist genau bei 130 km/h und ca. 2300 U/min eine Dröhnneigung beider Diesel zu erkennen (Eigenfrequenz?), die genau das Fahren mit Richtgeschwindigkeit als besonders laut und unkomfortabel erscheinen lässt. Damit kann man eigentlich nur bedingt zu den beiden Dieseln mit 5G raten (auch als Gebrauchtwagen), außer man fährt überwiegend Stadt und Überland. Im überwiegenden Autobahnbetrieb ist dann fast zum manuellen Getriebe zu raten (eigentlich ein noch größerer Anachronismus!).
Ich hatte schon die 7G (in einem älteren ML 320 CDI und einem aktuellen E 350 CGI) in anderen Fahrzeugen. Die ist deutlich besser und harmonischer in der Gesamtanmutung. Dass irgendwie alle Mercedes-Automaten stark verzögert auf bestimmte Befehle reagieren, scheint Konzernmotto zu sein.
Die Muss-Sonderausstattung
Dreimal hatte ich sie schon, zweimal nicht: die Distronic Plus. Für unsere überfüllten baden-württembergischen Autobahnen ein absolutes Muss. Ein reiner Tempomat (Speedtronic) ist nicht vernünftig einsetzbar. Zudem ist der gekoppelte Bremsassistent ein wirklich gutes Tool. Er hat mich nur einmal "falsch" angebremst (Küstenstraße mit hoher Mauer in der Kurve), aber öfters durchaus beruhigend unterstützt.
Auch nett ist auf jeden Fall das COMMAND, denn das APS fällt trotz ähnlicher Bedienung und Optik deutlich ab (Langsamer, kleiner Bildschirm, hässliche und schwer erkennbare Stau-Symbolik). Wenn man selten Navigation benötigt, ist es aber ausreichend.
Für den Kombifahrer mit Herausforderungen beim Einparken ist die Rückfahrkamera sinnvoll, wenn sie auch - anders als in anderen Modellen wie z.B. dem ML - leider keine Linien einzeichnet.
Die Bloß-nicht-Sonderausstattung
Das Nachtsichtgerät ist so sinnlos wie unbenutzbar, weil man entweder auf die Straße, oder auf den Monitor schauen kann. Und nur nach Monitor zu fahren halte ich persönlich für nicht machbar...
Das Fazit
Wenn keine riesigen Laufleistungen zusammen kommen, und man sich den Benziner E 250 CGI "leisten" kann (angesichts niedigerer Anschaffung und zur Zeit extrem kleiner Differenz des E10 zum Diesel samt versicherungstechnischer Unterscheide eine komplizierte aber möglicherweise aufgehende Rechnung), so ist dieser meiner Meinung nach die erste Wahl. So schön ist Mercedes fahren mit keinem der Vierzylinder-Dieselmotoren!
Im Vergleich zwischen E 220 CDI und E 250 CDI lautet der Ratschlag - vorbehaltlich irgendwelcher Injektorenprobleme, die ich aber nie hatte - eindeutig den moderneren Motor zu nehmen. Der subjektive Unterschied ist enorm, und objektiv sind 30 km/h mehr Endgeschwindigkeit sowie ein deutlich besserer Durchzug ab 1500 U/min einfach nicht zu ignorieren. Leider schlägt die Maschine mit deutlich mehr Geld in der Anschaffung zu Buche. Die Differenz ist es aber wert, und ich würde lieber an Lederausstattung oder anderem optischen bzw. technischen Schnickschnack sparen statt am Motor.
Ich hoffe, das hilft dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung, und freue mich auf konstruktive Ergänzungen und Anmerkungen.
Der Asphaltflüsterer.
Beste Antwort im Thema
Hallo die Damen und Herren,
nachdem ich nun innerhalb der letzten eineinhalb Jahre den fünften Mercedes fahre (das liegt daran, dass unsere Firmenwägen gemietet werden und die Haltedauer ja nach Fahrzeug nur bis zu sechs Monaten beträgt), möchte ich mal meinen Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten, wenn man sich zwischen dem E 250 CDI, dem E 220 CDI und dem E 250 CGI entscheiden kann (oder will).
Vorweg: ich hatte alle Fahrzeuge auf demselben Streckenprofil längere Zeit zur Verfügung. Sie hatten alle Automatik und waren alle drei T-Modelle.
Die Motoren
Ich hätte es nicht geglaubt, aber die drei Motoren machen aus dem gleichen Modell völlig unterschiedliche Autos. Der Unterschied zwischen dem E 250 CDI (OM 651) und dem E 220 CDI (OM-Nummer weiß ich nicht) ist weit mehr, als die 30 Pukte Modelldifferenz einen glauben machen. Während der große Biturbo mit einem unfassbaren Drehmoment (für einen Vierzylinder) von 500 Nm gesegnet ist, und seine maximale Power bereits bei 1500 U/min relativ brachial einsetzt, ist der 220 gefühlt (im Direktvergleich) eine eher lahme Schüssel. Objektiv stimmt das nicht, aber das später einsetzende Drehmoment gepaart mit dem "nur" einfachen Lader machen den großen Unterschied. Beide Fahrzeuge hatten zu meiner Zeit die 5G-Automatik. Diese passt nun leider weder zum 220 noch zum 250. Sie passt eigentlich überhaupt nicht mehr in eine Zeit, in der Kraftstoff immer teurer wird und BMW schon im kleinsten Diesel mit einer Achtgang-Automatik aufwartet. Die 5G funktioniert einwandfrei und ist bis 120 km/h auch die korrekte Ausstattung für die Fahrzeuge. Aber ab Autobahn-Richtgeschwindigkeit und darüber hinaus ist die Automatik mit wesentlich zu hohen Drehzahlen unterwegs, was sowohl zu unerfreulichen Verbrauchswerten, als auch zu einem deutlich zu lauten Motorgeräusch führt. Besonders der E 220 CDI tut sich hier sehr negativ hervor. Er klingt wie ein Relikt aus vergangenen Tagen, während man beim E 250 CDI für die gebotene Geräuschkulisse wenigstens ein entsprechend sportlich anmutendes Fahrgefühl bekommt.
Ganz anders der E 250 CGI: als Benziner per Definition kultiviert, macht er zu keiner Zeit einen gestressten Eindruck, und verwöhnt den Fahrer mit einem echten "Mercedes-Feeling" im positiven Sinn. Selbst mit 5G ist dieser Motor einfach angenehm und seidig, so dass man sagen muss, dass diese Kombination auf jeden Fall die komfortabelste ist.
Der Verbrauch
Ich will keine absoluten Zahlen nennen (man sieht vieles im Spritmonitor), aber eines ist klar: der E 250 CDI benötigte fast 15000 km, um in einen akzeptablen Verbrauchsbereich zu kommen - also erst nach der erweiterten Einfahrphase. Der E 250 CGI brauchte im direkten Vergleich bei gleichem Streckenprofil einen starken Liter mehr auf 100 km. Das scheint mir erstaunlich, ist er doch ebenso nur mit 5G unterwegs und benötigt schon einigermaßen hohe Drehzahl, um auf Touren zu kommen. Der E 220 CDI ist zur Zeit noch in der Einfahrphase. Es zeichnet sich aber kein signifikant "besserer" Verbrauch als beim 250 CDI ab. Gemessen am Gewicht sind alle Verbräuche prinzipiell in Ordnung. ich bin mir aber sicher, dass mehr Gänge zu deutlich besseren Werten - insbesondere auf der Autobahn - führen würden.
Die Automatik
Wie bereits erwähnt, halte ich die 5G für einen absoluten Anachronismus - insbesondere in Kombination mit den Common-Rail-Dieseln. Das hat inzwischen auch Mercedes eingesehen, so dass nun die 7G verbaut wird. Leuder habe ich ein solches Fahrzeug noch nicht gefahren (wird aber vermutlich in ein paar Monaten beim nächsten Tausch kommen). Unabhängig von den in vielen Threads 5G vs. 7G diskutierten Problemen mit der Haltbarkeit ist festzustellen, dass fünf Gänge schlicht nicht reichen. Der E 250 CDI schafft (Tacho) locker 250 km/h, so dass zwischen 80 km/h und 250 km/h der 5. Gang benutzt wird. Darüber hinaus ist genau bei 130 km/h und ca. 2300 U/min eine Dröhnneigung beider Diesel zu erkennen (Eigenfrequenz?), die genau das Fahren mit Richtgeschwindigkeit als besonders laut und unkomfortabel erscheinen lässt. Damit kann man eigentlich nur bedingt zu den beiden Dieseln mit 5G raten (auch als Gebrauchtwagen), außer man fährt überwiegend Stadt und Überland. Im überwiegenden Autobahnbetrieb ist dann fast zum manuellen Getriebe zu raten (eigentlich ein noch größerer Anachronismus!).
Ich hatte schon die 7G (in einem älteren ML 320 CDI und einem aktuellen E 350 CGI) in anderen Fahrzeugen. Die ist deutlich besser und harmonischer in der Gesamtanmutung. Dass irgendwie alle Mercedes-Automaten stark verzögert auf bestimmte Befehle reagieren, scheint Konzernmotto zu sein.
Die Muss-Sonderausstattung
Dreimal hatte ich sie schon, zweimal nicht: die Distronic Plus. Für unsere überfüllten baden-württembergischen Autobahnen ein absolutes Muss. Ein reiner Tempomat (Speedtronic) ist nicht vernünftig einsetzbar. Zudem ist der gekoppelte Bremsassistent ein wirklich gutes Tool. Er hat mich nur einmal "falsch" angebremst (Küstenstraße mit hoher Mauer in der Kurve), aber öfters durchaus beruhigend unterstützt.
Auch nett ist auf jeden Fall das COMMAND, denn das APS fällt trotz ähnlicher Bedienung und Optik deutlich ab (Langsamer, kleiner Bildschirm, hässliche und schwer erkennbare Stau-Symbolik). Wenn man selten Navigation benötigt, ist es aber ausreichend.
Für den Kombifahrer mit Herausforderungen beim Einparken ist die Rückfahrkamera sinnvoll, wenn sie auch - anders als in anderen Modellen wie z.B. dem ML - leider keine Linien einzeichnet.
Die Bloß-nicht-Sonderausstattung
Das Nachtsichtgerät ist so sinnlos wie unbenutzbar, weil man entweder auf die Straße, oder auf den Monitor schauen kann. Und nur nach Monitor zu fahren halte ich persönlich für nicht machbar...
Das Fazit
Wenn keine riesigen Laufleistungen zusammen kommen, und man sich den Benziner E 250 CGI "leisten" kann (angesichts niedigerer Anschaffung und zur Zeit extrem kleiner Differenz des E10 zum Diesel samt versicherungstechnischer Unterscheide eine komplizierte aber möglicherweise aufgehende Rechnung), so ist dieser meiner Meinung nach die erste Wahl. So schön ist Mercedes fahren mit keinem der Vierzylinder-Dieselmotoren!
Im Vergleich zwischen E 220 CDI und E 250 CDI lautet der Ratschlag - vorbehaltlich irgendwelcher Injektorenprobleme, die ich aber nie hatte - eindeutig den moderneren Motor zu nehmen. Der subjektive Unterschied ist enorm, und objektiv sind 30 km/h mehr Endgeschwindigkeit sowie ein deutlich besserer Durchzug ab 1500 U/min einfach nicht zu ignorieren. Leider schlägt die Maschine mit deutlich mehr Geld in der Anschaffung zu Buche. Die Differenz ist es aber wert, und ich würde lieber an Lederausstattung oder anderem optischen bzw. technischen Schnickschnack sparen statt am Motor.
Ich hoffe, das hilft dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung, und freue mich auf konstruktive Ergänzungen und Anmerkungen.
Der Asphaltflüsterer.
88 Antworten
Jungs😁 Kommt runter🙂😛
In Motor Talk sind einige der Meinung "Ein Vierzylinder, daß ist der Motor des kleinen Mannes!"
Wenn hier mancher MTler aber aus seinem Geschäftswagen aussteigt und dann in sein privates Auto steigt, dann...kann es manchem "großen" nicht kostengünstig genug sein. Dann wird aus dem "großen Mann" plötzlich ein Sparbrötchen😁.
Zitat:
Original geschrieben von Gnarf
Jungs😁 Kommt runter🙂😛In Motor Talk sind einige der Meinung "Ein Vierzylinder, daß ist der Motor des kleinen Mannes!"
Wenn hier mancher MTler aber aus seinem Geschäftswagen aussteigt und dann in sein privates Auto steigt, dann...kann es manchem "großen" nicht kostengünstig genug sein. Dann wird aus dem "großen Mann" plötzlich ein Sparbrötchen😁.
Vermutlich ist es genau so. Aber was ich sagen will ist einfach, dass die ganzen Postings über die Motoren eigentlich Unsinn sind. Mercedes bietet 4 Zylinder an und 6 er und 8er. Und natürlich machen die größeren nehr Spaß. Und daher ist es auch logisch, dass sich jeder das kauft, was er sinnvoll ausgeben will (nicht unbedingt, was er maximal kann, logisch).
Aber abgesehen von ökologischen Gesichtspunkten (und die sind völlig legitim, wobei es sparsamere Autos gibt) fährt doch keiner nen 4er, wenn er nen 8er haben kann. Und das hat jetzt nichts mit Angeberei zu tun, sondern ganz einfach mit Fahrspass und Komfort.
Deshalb fahren wir doch letztlich auch nen 212 obwohl wir mit Ommas Golf auch von A nach B kommen.
Das ist jedenfalls meine ehrliche Meinung und man muss mich dafür nicht beschimpfen.
andere können andere Meinungen haben
Gruß, Pertel
Hallo pertel,
es ist richtig, daß eine jeder über Motoren eine andere "Wahrnehmung" hat.
Ich habe den Vierzylinder, ich konnte einige Sechszylinder fahren im W 212. Wie der Themenersteller am Anfang schreibt, es macht daraus "ein anderes Auto".
Ich finde trotzdem die Berichte der Teilnehmer über die Motoren / Getriebe wertvoll. Wer sich solch ein Fahrzeug zulegen will, egal ob E-Klasse, Suzuki Swift oder was auch immer. Man hat einen kleinen Einblick.
Und ausserdem darf gerne mal Erwähnt werden, dass es eine geradezu bewundernswerte Ingenieursleistung ist, aus derart hubraumschwachen Motoren, solch hervorragende Leistungswerte zu zaubern. Einen 8 oder 12 zylinder leistungsstark hinzukriegen schaffen sogar die amis. Auch dass die laufruhe besser ist, ist schon logisch aufgrund der kürzeren zündabstände. Ein 8 zylinder läuft auch seidenweich, wenn der motor aus der steinzeit kommt... ich bin ganz klar ein befürworter des downsizing. Mercedes geht da definitiv den richtigen weg. Klar macht ein ein e63 amg spass... logisch. natürlich macht er mehr spass als ein e 250cdi, wenn es um die fahrleistung geht. Ist der aber deswegen schlecht? Nein, er erfüllt schlicht und einfach andere Bedürfnisse. Ich geb nen scheiss auf das Prestige. Ich fahre Mercedes weil es deutsche Wertarbeit ist. Weil es ein gutes und schönes Auto ist. Weil es Langstreckentauglich ist. Und genau hier liegt der Grund dafür, dass ich den 4zylinder genommen habe: Langstreckentauglich bedeutet für mich auch, dass ich nicht alle 650 km eine Tankstelle suchen muss. Ich liebe den 250CDi und würde ihn nicht gegen einen 6 oder 8 zylinder tauschen. Ich hab noch nie ein rennen gefahren und will es auch nicht. Ich fahre auf der AB rechts... na und?
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Nochmal ganz wichtig, weils wohl aufgrund der Thematik nicht verstanden worden ist? Mir persönlich gehts nicht ums Prestige. Die meisten Leute auf der Straße sehen doch gar nicht, ob in meinem Familienkombi nen 8er oder 4er drinsteckt.
Auch gehts nicht um Raserei oder Endgeschwindigkeit. Da kommen wir mit dem E250 auch irgendwann auf 250...(wobei ich glaub mit dem 212 bisher nicht schneller als 180 unterwegs war)
Neee. es geht ganz alleine um den Fahrspaß, darum gehts.
Und wer mal in nem 63AMG gesessen ist (konnte das mal bei so einem Testtag) der weiß wie genial dieser Antritt ist, auch wenn man den nicht ständig macht. Wenn ich mirs locker leisten könnte, (könnte zwar son Ding kaufen und unterhalten aber macht bei meinem Budget nicht den Sinn) würde ich mir so einen holen.
Also ich hab kein Problem mit meinem 250 CGI. denke der ist vom Preis/Leistungsverhältnis einigermaßen, aber gegen nen 6er oder 8er fällt er eben dermaßen ab. ist leider so 🙁
Daher, alles hat seinen Sinn und Zweck, auch der 220, aber ist nunmal ein lautes Bollwerk und wenn man sichs leisten kann würde ich immer zum 350 tendieren (wie vermutlich 85%). (Ausnahmen siehe die Kollegen der Threads oben, die aus diversen Gründen lieber 4er fahren)
Gruß, Pertel
Zitat:
Original geschrieben von pertel
Also ich hab kein Problem mit meinem 250 CGI. denke der ist vom Preis/Leistungsverhältnis einigermaßen, aber gegen nen 6er oder 8er fällt er eben dermaßen ab. ist leider so 🙁
Nö. Ist gar nicht so schlimm.
Meine Frau fährt den 250 CGI mit 7g-tronic, ich habe einen Audi 3.0 TDI aus der Baureihe 4G als Geschäftswagen und gemeinsam besitzen wir noch den Achtender, den SL500.
Der kleine Vierzylinder ist überhaupt nicht die dritte Wahl. Er läuft vibrationsärmer als der 3.00 TDI
und kommt in unteren Drehzahlen genausogut in die Hufe wie der (nicht aufgeladene) Achtzylinder. Im unteren Drehzahlbereich muss er sich sogar im Klang nicht verstecken.
Dennoch haben wir als nächsten 212er den 220CDI bestellt, der 250CGI ist zwar ein guter Motor, er liegt aber im Verbrauch mit ca. 10.5l/100km deutlich näher am Achtzylinder (12l/100km) als am 3.0 TDI (unter 8).
-jj-
Zitat:
Original geschrieben von -jj-
Nö. Ist gar nicht so schlimm.Zitat:
Original geschrieben von pertel
Also ich hab kein Problem mit meinem 250 CGI. denke der ist vom Preis/Leistungsverhältnis einigermaßen, aber gegen nen 6er oder 8er fällt er eben dermaßen ab. ist leider so 🙁
Meine Frau fährt den 250 CGI mit 7g-tronic, ich habe einen Audi 3.0 TDI aus der Baureihe 4G als Geschäftswagen und gemeinsam besitzen wir noch den Achtender, den SL500.
Der kleine Vierzylinder ist überhaupt nicht die dritte Wahl. Er läuft vibrationsärmer als der 3.00 TDI
und kommt in unteren Drehzahlen genausogut in die Hufe wie der (nicht aufgeladene) Achtzylinder. Im unteren Drehzahlbereich muss er sich sogar im Klang nicht verstecken.
Dennoch haben wir als nächsten 212er den 220CDI bestellt, der 250CGI ist zwar ein guter Motor, er liegt aber im Verbrauch mit ca. 10.5l/100km deutlich näher am Achtzylinder (12l/100km) als am 3.0 TDI (unter 8).
-jj-
Auch zu bedenken:
- wenn man Turbomotoren gewöhnt, kommen einem Sauger lahm vor.
Ich hab zu BMW Zeiten schon nie verstanden, wenn die R6 Sauger Benziner als Nonplusultra hingestellt wurden. Ich fand die gerade in den kleinen Versionen sehr lahm gegen einen starken R4 (Bi)turbodiesel.
Ich frage mich zb auch, wer im W212 Mopf einen E300 kaufen soll, der weniger Drehmoment hat als ein 250CGI und mehr kostet...
Guter Punkt, der 300er sollte ein bis zwei Turbo bekommen sonst wird das am Ende nen würdiger Nachfolger des 240ers.....
Peterl, ich weiß nicht, was Du uns sagen wolltest. Dass ein E63 mehr Fun bringt als ein E220? Ich glaube, das würde niemand bestreiten und auch ein 220er-Fahrer kann das zugeben ohne dass ihm dabei ein Zacken aus der Krone fällt.
Aber: Das ist doch recht banal. Irgendwie beklagst Du hier einen Zustand, der gar nicht existiert.
Ich habe jedenfalls noch nie von einem Vierzylinderfahrer gehört, dass Sechszylinder doof sind. Im Gegenteil, die meisten würden natürlich lieber Sechsender fahren. Es sind halt meist die Kosten und der unangenehm hohe Verbrauch die dagegen sprechen. Das gibt normalerweise aber auch jeder zu. Jedenfalls in meinem Bekanntenkreis. Wobei es nicht immer so ist, dass man sich das nicht leisten KANN. So mancher findet halt, dass es irgendwann mal reicht für einen fahrbaren Untersatz.
Verbrauch finde ich auch nicht gerade irrelevant. Bei 50.000km/a macht 1l/100km Unterschied bereits 60€/Monat aus. Wenn man also auf den Sechszylindersound verzichten kann ohne davon Ohrenschmerzen zu bekommen, so kommt da schon was zusammen. Bei 2l/100km Differenz kannst Du davon schon einen Fernseher mit 2,00m Diagonale in 36 Monaten abbezahlen. Nur mal so als Beispiel.
Einen Fernseher abstottern... Sachen gibt's die glaubt man nicht, jetzt verstehe ich langsam die Diskussion hier...
Hallo Luke,
welchen Fernseher mit 2m Diagonale hast Du entdeckt?
Genau die Größe suche ich...
Greets, Stefan
Zitat:
Original geschrieben von Andinik
Ich fahre den E 250CDI 4Matic T.Meine Frau einen B250. Ich hatte vorher einen X5 3.0i, meine Frau einen Bmw 130i. Beides Reihensechzilinder, und wie man so hört, angeblich einer der besten Motoren, die BMW gebaut hat.
Nur ist es in der realität tatsächlich so, dass ich keine wesentlichen Nachteile bei den Vierendern spüre. Der 250CDI ist keinesfalls lahmer, das Nageln des Diesels ist vernachlässigbar, auch gegenüber dem B250, der ja ein Benziner ist, läuft der Motor kaum rauer. Man spürt gegebenenfalls etwas Vibration beim Stand an der Ampel. Aber das wirklich entscheidende ist: ich habe ein wirklich super Auto, das mehr als ausreichend motorisiert ist, und ich habe einen Durchschnittsverbrauch von ca. 6.6l Diesel. Beim Gleichen Streckenprofil soff der x5 13.3l Benzin, der 130i ca 11.5l... Und jetzt mal ehrlich wo zum Henker soll da der Vorteil eines durstigen 6 bzw. 8 Zylinders sein?? ( ausser dass man damit angeben kann)
Du vergleichst gerade einen riesigen Geländewagen mit R6 - Benzinmotor mit einer Reiselimousine mit R4 - Dieselmotor. Einen schlimmeren Äpfel / Birnen - Vergleich gibt es gar nicht.
Der für den E 250 CDI richtige Konkurrent heißt BMW 525d. Dort war bis vor kurzem ein R6 - Dieselmotor verbaut, welcher ähnlich sparsam war wie der 2.1 - R4 - CDI von Mercedes (und dabei noch deutlich kultivierter, wohltönender und laufruhiger).
Zitat:
Original geschrieben von Andinik
Und ausserdem darf gerne mal Erwähnt werden, dass es eine geradezu bewundernswerte Ingenieursleistung ist, aus derart hubraumschwachen Motoren, solch hervorragende Leistungswerte zu zaubern.
Eine "bewundernswerte" Leistung wäre es, wenn man dies ohne die Hilfe eines Gebläses tut (Turbolader oder Kompressor), so wie es z.B. Honda sehr gut kann. Turbomotoren mit hoher Leistung sind nichts Besonderes, gab es schon vor ein paar Jahrzehnten.
Zitat:
Original geschrieben von pertel
Aber abgesehen von ökologischen Gesichtspunkten (und die sind völlig legitim, wobei es sparsamere Autos gibt) fährt doch keiner nen 4er, wenn er nen 8er haben kann. Und das hat jetzt nichts mit Angeberei zu tun, sondern ganz einfach mit Fahrspass und Komfort.Deshalb fahren wir doch letztlich auch nen 212 obwohl wir mit Ommas Golf auch von A nach B kommen.
Rockefeller hatte immer ein Butterbrot auf Dienstreise dabei ...
Warum sollte ich mir den größten Motor kaufen, nur weil ich es mir leisten kann?
Ich fahre E-Klasse, nicht weil es Spass macht, sondern weil ich auf meinen langen Strecken entspannt ankommen möchte.
über 2 m
Bitte sehr... sogar in 3 D... ohne geht noch grösser und kann man bestimmt abstottern🙂
Bei Kleinanzeigen ist auch ein gebrauchter 152 Zöller für 14000.- ... NP 60000.- un da beschweren sich hier welche über Wertverlust....😁