225xe - hat ihn schon jemand?

BMW 2er F45 (Active Tourer)

Da sich die Auslieferung "meines" 225xe mittlerweile auf März verschoben hat, ich aber sehr gespannt bin und die ersten Vorführer auf den Markt zu gehen scheinen, frage ich mich, ob jemand unter uns ist, der ihn schon fährt und berichten kann

Beste Antwort im Thema

Nach fast 20.000 Km mit meinem 225xe möchte ich hier einmal ein paar grundsätzliche Statements zu diesem Auto abgeben. Und das ohne jeden technischen Schnickschnack in den sich diese Diskussion oft verliert:

1. Der 225xe ist ein benzingetriebenes Fahrzeug mit zusätzlichem E-Motor und nicht umgekehrt.

2. Der 225xe eignet sich ausschließlich für Besitzer mit einem Fahrprofil, das möglichst viele kurze Fahrten bis zu 30 Km beinhaltet. Er ist also ein ideales Zweitfahrzeug. Wenn es ausschließlich an der heimischen Steckdose oder am Arbeitsplatz geladen werden kann, spielt die Ladedauer keine Rolle.

3. Der 225xe ist auch auf Langstrecke kein Säufer!
Auf meiner 6.000 Km langen Urlaubsfahrt mit voll beladenem Auto habe ich ihn kein einziges mal an der Steckdose aufgeladen. Es stand mir also lediglich der vom Auto selbst gemachte Strom zur Verfügung. Trotzdem lag der Durchschnittsverbrauch über 6.000 Km deutlich unter 7 Liter E10 pro 100 Km.

4. Das hier oft zitierte Mehrgewicht von ca. 300 Kg spielt überhaupt keine Rolle, denn es wirkt sich ausschließlich beim Beschleunigen negativ aus. Aber genau da erledigt der E-Motor einen wichtigen Teil seiner Arbeit und schiebt kräftig an. Das ergibt super Beschleunigungszeiten bei relativ geringem Verbrauch.

Beim Entschleunigen (Segeln und Bremsen) hilft das hohe Gewicht durch verstärkte Rekuperation eine größere Menge Strom zu erzeugen.

5. Der 225xe ist trotz seiner 224 PS kein sportliches Auto. Seine Stärken liegen im Fahrtkomfort und in der Umwelttechnik. Das "gute Gefühl" bei jeder Ortsdurchfahrt kaum Lärm und Abgase zu erzeugen ist unbezahlbar.

6. Die Gesamtkosten (ausstattungsbereinigte Anschaffungskosten, Verbrauchskosten, Steuer, Versicherung) sind keinesfalls höher als bei einem vergleichbaren Verbrenner (hier 225i).

7. Wer Bedenken bezüglich des Wiederverkaufswertes hat, kann das Auto leasen und hat mit dem Wiederverkauf keine Sorgen mehr.

Da mein Fahrprofil perfekt zu diesem Auto passt, würde ich es jederzeit wieder kaufen.

1452 weitere Antworten
1452 Antworten

Zitat:

@MartinBru schrieb am 10. Oktober 2017 um 01:04:58 Uhr:


- Akkus explodieren genausowenig nach Unfällen wie Treibstofftanks. Die brennen höchstens.
- Akkus enthalten keine seltenen Erden
- Was ist schlecht an Strom? Wer hat heute noch Gaslaternen im Haus?

Unglaublich was hier für ein Blödsinn erzählt wird. Das liest dann noch wer und glaubt es am Ende noch.

Allgemeinplattitüden, Allgemeinplattitüden, Akkus enthalten keine seltene Erden, noch nie soviel unqualifizierten Blödsinn gelesen, und die Bemerkung, was ist schlecht am Strom, ist schon mehr als naiv.
Nunja, während die einen an ihren Superchargern in der Urlaubszeit 2 - 3 Stunden anstehen werden und das als Fortschritt bezeichnen, werden die anderen mal schnell in minutenschnelle Hydrogen fassen und dann mal locker 700-800 km ihrem neuem Ziel ohne Einschränkungen entgegen fahren.
Und noch als Hinweis für seltene Erden, sie sind heute bereits der begehrteste Rohstoff, neben Gold und Diamanten,es ist zweifelhaft, ob ohne Receycling überhaupt genügend Rohstoffe in Zukunft zur Verfügung stehen, und wenn, dann zu einem ungeheuren Preis. Somit schliesst sich dann der Kreis für unsere Stromfetischisten, auf Grund der dann sehr teuren Akkus wird sich nicht jeder mehr ein Fahrzeug leisten können, also Ende der Massenmobilität, und genau das streben ja unsere Umweltschützer an. Und es gibt echt Leute, die in diese Falle noch mit Überzeugungskraft und intelligenten Beiträgen hineintappen. Auf solche Probagandisten freuen sich unsere Grünen.

Ein sehr fundierter Bericht zur Elektromobilität, und die sieht ganz und gar anders aus, wie uns das
ein gewisser Herr immer wieder aufdrängen will:

Wenn wir wie geplant Millionen von Elektroautos bauen, gehen uns dafür womöglich bald wichtige Rohstoffe wie Seltene Erden (Magnete) und Lithium (Akkus) aus.

In der Studie „Strombegleitung“ (PDF) haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Wuppertal Institut Technologien, Perspektiven und Ökobilanzen elektrifizierter PKW untersucht. Die Autoren geben einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Technik, identifizieren Trends und analysieren die Ökobilanz unterschiedlicher Fahrzeugkonzepte. Die gute Nachricht: Treibhausgasemissionen lassen sich mit Elektromobilen tatsächlich verringern. Doch hohe Anschaffungskosten und eine schwache Infrastruktur stellen neben begrenzten Reichweiten noch immer Hürden für die Elektromobilität dar.
Rohstoffe für Elektroautos werden knapp
Die Untersuchung geht von einer Million Elektroautos in Deutschland im Jahr 2026 aus, im Jahre 2030 sollen es bereits zwei Millionen sein und 2040 soll sogar jedes zweite Auto in Deutschland elektrisch fahren. Die Studie kommt zu dem Schluss, „dass die Förderung der Elektromobilität aus Sicht der Klimawirkung sinnvoll sein kanRecycling-Systeme aufbauen würde.

Für die Zukunft rechnen die Forscher deshalb mit steigenden Kosten und höheren Umweltbelastungen. Sie empfehlen, Recyclingverfahren für Stoffe wie Lithium oder Seltene Erden verstärkt weiterzuentwickeln und großflächig einzusetzen sowie die Forschung an alternativen Batterietechnologien und Energieträgern zu fördern. Auch sollten schon Forschung und Entwicklung auf eine Minimierung des Einsatzes materialintensiver Komponenten achten.n und einen Beitrag zu den politischen Klimaschutzzielen leisten kann“, sofern der Ausbau der erneuerbaren Energien damit einhergeht.

Zugleich sorgen sich die Forscher über den dadurch steigenden Materialbedarf: In keinem der entworfenen Szenarien zeige sich eine Reduktion des absoluten Materialverbrauchs des weltweiten Pkw-Verkehrs im Vergleich zu heute. Rohstoffengpässe zeichnen sich demnach vor allem bei speziellen Metallen („Seltene Erden“) und Lithium ab.

So verwenden Elektromotoren häufig Permanentmagnete auf Basis sogenannter Seltenerdmetalle. Sie weisen eine hohe Energiedichte auf und sind leichter als vergleichbare Magnete aus anderen Materialien. Doch bei Stoffen wie Dysprosium besteht eine hohe Abhängigkeit von Lieferländern wie China. „Um beim Ausbau der Elektromobilität Versorgungsengpässe zu verhindern, müssen wir über alternative Maschinentypen nachdenken, Recyclingverfahren für besonders knappe Rohstoffe entwickeln und nach alternativen Materialien suchen“, so Matthias Klötzke, Projektkoordinator der Studie beim DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte.

Elektromobilität braucht bessere Akkus
Auch Lithium stellt ein Problem dar. Noch dominieren Lithium-Ionen-Akkus, mit denen 80 Prozent der Automobile fahren. Laut Studie erreicht die Nachfrage nach Lithium in allen betrachteten Elektromobilitätsszenarien bereits kritische Dimensionen. Die Umstellung auf Elektromobilität würde bereits einen erheblichen Teil der weltweiten Lithiumreserven aufbrauchen. Der Bedarf an Lithium wäre in der Elektromobilität selbst dann kritisch hoch, man dafür
Zahlen: Japan und USA führen, China holt auf
Die Studie basiert auf einer eigens angelegten Datenbank, die sämtliche elektrifizierte Personenkraftwagen erfasste und bis auf Bauteilebene analysierte – von bereits erhältlichen Serienfahrzeugen bis hin zu Prototypen und Forschungsfahrzeugen. Demnach gab es im Zeitraum von 2000 bis 2013 weltweit mehr als 500 elektrifizierte Pkw-Konzepte. Die Elektromobile kommen vor allem aus Japan, Deutschland, Frankreich, Südkorea und den USA.
Recycling-Systeme aufbauen würde.

Für die Zukunft rechnen die Forscher deshalb mit steigenden Kosten und höheren Umweltbelastungen. Sie empfehlen, Recyclingverfahren für Stoffe wie Lithium oder Seltene Erden verstärkt weiterzuentwickeln und großflächig einzusetzen sowie die Forschung an alternativen Batterietechnologien und Energieträgern zu fördern. Auch sollten schon Forschung und Entwicklung auf eine Minimierung des Einsatzes materialintensiver Komponenten achten.

Scheinbar macht er sich nicht einmal die Mühe, der Herr Tesla, wichtige Erkenntnisse zu eruieren, schreibt nur irgendeinen Käse nieder.

@harald335i

Zitat:

@harald335i schrieb am 11. Oktober 2017 um 01:02:48 Uhr:



Zitat:

@MartinBru schrieb am 10. Oktober 2017 um 01:04:58 Uhr:


...
- Akkus enthalten keine seltenen Erden
- Was ist schlecht an Strom? Wer hat heute noch Gaslaternen im Haus?

Unglaublich was hier für ein Blödsinn erzählt wird. Das liest dann noch wer und glaubt es am Ende noch.

Allgemeinplattitüden, Allgemeinplattitüden, Akkus enthalten keine seltene Erden, noch nie soviel unqualifizierten Blödsinn gelesen, und die Bemerkung, was ist schlecht am Strom, ist schon mehr als naiv....

Erst mal Falschbehauptungen raushauen und dann ein PDF zitieren statt zu verlinken. die ist auch schon über 2 Jahre Alt 🙄
-Nochmal Strom ist das Netz nicht die Quelle.
-Was begehrt und nicht genug gefördert wird ist automatisch Teuer, die ganze Welt funktioniert mit Elektromotoren.
-Schön das das Thema Recycling erkannt wurde.
- Wer ist eigentlich der Herr Tesla?

Zitat:

@harald335i schrieb am 11. Oktober 2017 um 01:02:48 Uhr:


Allgemeinplattitüden, Allgemeinplattitüden, Akkus enthalten keine seltene Erden, noch nie soviel unqualifizierten Blödsinn gelesen,

Manche nennen es Allgemeinplattitüden, andere nennen es Fakten.

Aber ich lasse mich ja gerne überzeugen. Verlinke doch bitte mal zuverlässige Quellen über Berichte wo jemals Fahrakkus in Autos explodiert sind und nicht nur gebrannt haben. Du stellst hier immer gewagte Behauptungen auf, aber bitte untermauere die doch auch mal.

Weiters würde ich dich bitten doch mal (mit Quelle) aufzulisten welche Materialien zu welchen Anteilen im Akku des 225xe enthalten sind und welche davon seltene Erden sind.

Zitat:

und die Bemerkung, was ist schlecht am Strom, ist schon mehr als naiv.

Da fehlt auch noch deine Erklärung. Ich kann nämlich nach wie vor keinen Nachteil daran erkennen bei den Verbrauchern zu 100% auf Strom zu setzen. Erläutere doch bitte mal warum es schlecht sein soll und wie du zu der Aussage "Wie dumm muss man sein, dann keine Alternativen mehr zu haben." gekommen bist.

Was denkst du denn was schlimmes passieren kann, wenn alles mit Strom läuft?

Ähnliche Themen

Bein Lesen der diversen Ausführungen über mögliche bzw. unmögliche Strategien zur Lösungen des Massenmobilitäts-Problems stellt sich mir die Frage: Sind denn die Inscheniör- und Techniker-Brigaden in den Automobil-Werken entweder dumm oder blind, weltweit auf Strom zu setzen, obschon doch offenbar bestimmte Grundstoffe nur in beschränktem Umfang verfügbar sein sollen? Und da die "Elektrifizierung" erhebliche Investitionen erfordert, stellt sich dieselbe Frage ja auch bei den Finanzvorständen, die dieser Strategie ja zustimmen müssen ...!

Einen verstärkenden Einfluss auf eine möglichst schnellen Elektrifizierung der Autos könnte auch folgende Überlegung haben: Für die Industrieländer ist dies eine zusätzliche, erfolgsversprechende Möglichkeit, ihre Abhängigkeit von den OPEC-Ländern allmählich, aber stetig zu reduzieren und das dadurch eingesparte Geld im eigenen Wirtschaftskreislauf zu behalten.

Gruss peppino1

Hallo!

Ich bin dafür, dass wir Apple und Co. ab jetzt verdammen. Durch den Trend zu Smartphones mit immer größeren Energiebedarf, ein jeder hat ja nun schon fast eines oder sogar mehrere, werden immer mehr Akkus benötigt und die brauchen......genau, die brauchen Lithium. Eine unverschämte Frechheit uns Autofahrern die Technik der Zukunft zu nehmen, weil wir keine Akkus mehr bekommen, da ja alles in den Smartphones steckt. Ach ne, folge ich der o.g. Logik, dann ist die Verbreitung der Smartphones ja genauso krank wie das Umstellen auf Elektro-Mobilität.

Sarkasmus aus

CU Oliver

Ich habe jetzt nicht den großen Einblick in die Probleme mit dem Lithium-Recycling etc., aber ich denke, wenn Elektromobilität nicht zukunftsträchtig wäre, dann würde man sie doch gar nicht unterstützen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da eine neue Akku-Lobby so stark wurde, dass sie sich in der Politik gegen die Vernunft durchsetzen kann. Die Politiker, die sich in ganz Europa für Elektromobilität einsetzen wären dann ja entweder Marionetten oder dumm, weil sie sich nicht ausreichend mit der Materie beschäftigt haben. Letzteres ist doch unwahrscheinlich, weil der Elektrotrend auf der ganzen Welt voranschreitet.

BTW: Die Probleme mit Reichweite und Ladezeit sind derzeit vorhanden, aber sicherlich nur vorübergehend bis gute Lösungen sich durchgesetzt haben.

Ich denke, Hybriden werden noch eine ganze Zeit lang gute Lösungen bleiben. Sie werden zwar zu Recht als Übergangstechnologie gesehen, aber ich finde sie sehr gut. Reine Verbrenner hingegen könnten schon bald aussterben. Zumindest die Mildhybrid-Lösung wird reine Verbrenner sicher verdrängen, wenn nicht doch gleich die Plugin-Lösung.
j.

Ach Leute, ihr könnt euch Argumente um die Ohren hauen soviel ihr wollt oder als Fake abqualifizieren: die Realität bleibt dennoch die gleiche: Ohne Lösung des R.I.P.-Problems wird das nix, und es wird nicht gelöst werden.
von 1.200 Millionen Euro Fördergeldern für Elektromobilität sind erst gut 55 Millionen abgerufen worden. 1.145 Millionen (!!!!) liegen noch im Topf, das sind rund 95 Prozent. Ein gigantischer "Erfolg".

Was wollt ihr denn machen? Die Leute mit vorgehaltener Waffe zum Kauf zwingen? Die wissen genau warum sie die E-Dinger nicht kaufen. Die wissen, dass sie im Sommer an der Autobahn an den Ladestationen übernachten müssen, weil sie irgendwo auf dem 50.Platz der Warteliste stehen. Die wissen dass sie keinen Ladeplatz in ihrer Wohngegend bekommen. weil sie im 10. Stock einer Plattenbausiedlung wohnen (müssen) und wer da wohnt kann sich im übrigen eh kein E-Auto leisten. Die stehen eher in schicken Siedlungen mit Einfamilienhäuschen im Grünen und Garage, da wo Geld ist.

Das ist es was ich an dieser sinnlosen Diskussion vermisse: der soziologische Aspekt des Ganzen. Wer kann sich was leisten, wer wohnt wo, wer braucht was?
Am Ende kann Frau Doktor mit dem elektrischen Zweitwagen in die Stadt fahren, am besten noch auf einer separaten Fahrbahn, dazu noch kostenlos parken, während die Nachtschwester mit ihrem alten Golf Diesel draußen bleiben muss, wenn sie überhaupt Platz findet auf den gigantischen Parkpklätzen, die man für arme Menschen wie sie vor den Toren der Städte einrichten muss. Da zahlt sie dann Parkgebühren und die Fahrkarten in die Stadt, und darf ihren Einkauf dann zum Auto schleppen, während die besagte Frau Doktor nullkomma nix bezahlen muss, bis an die Quelle fährt, und am Ende sogar kostenlos laden darf....

Davon redet hier keiner!
Schöne neue Welt.....

Ist jetzt ein bisschen offtopic bzw. allgemein... eine kleine vergleichende Überlegung bei ähnlicher Motorleistung (z.B. 200 PS) und allgemein guter Nutzbarkeit (gutes E-Ladenetz vorausgesetzt):

Reiner Verbrenner, kein Akku, Referenz: 100% Benzinverbrauch
Mildhybrid, ca 1-2 KWh Akku, ca. 80% Benzinverbrauch
PlugIn-Hybrid, ca. 10 KWh Akku, ca. 50% Benzinverbrauch (50% Elektroanteil)
E-Auto mit REx, ca. 50 KWh Akku, ca. 10% Benzinverbrauch (90% Elektroanteil)
E-Auto, ca. 100 KWh Akku, 0% Benzinverbrauch (100% Elektroanteil)

Die 100 KWh setze ich jetzt mal voraus, um zumindest einigermaßen gleichwertige Universalität zu erreichen. Eigentlich müssten es wohl eher noch mehr sein (200 kWh?). Das E-Auto mit REx und 50 KWh gibt es so noch nicht, aber vielleicht bald (i3 2018 oder 2019). Der Verbrenner braucht einen großen Benziner (+ Getriebe), der Mildhybrid einen etwas kleineren und der PlugIn-Hybrid einen vielleicht halb-so-großen Benziner. Zunehmend größer sind zum Ausgleich dann eben Akku und E-Motor, um auf die gleiche Gesamtleistung zu kommen. Zu bedenken ist, dass Verbrennungsmotoren ja auch aus Rohstoffen bestehen.

Welche Lösung ist aus ökologischer Sicht für die nächsten 20 Jahre auf unserer Erde die sinnvollste, wenn man Rohstoffe, Emissionen etc. berücksichtigt.
j.

buggeliger, was du nicht verstehst oder nicht verstehen willst, ist dass keiner sagt, dass jeder Mensch weltweit sein Auto sofort verschrotten und ein Elektroauto kaufen soll.

Dieser Prozess ist jetzt gerade erst gestartet und wird 20-30 Jahre dauern, bis nur noch Elektroautos verkauft werden und dann nochmal 20 weitere Jahre, bis der letzte Verbrenner auf dem Schrott gelandet ist.

Dafür gibt es ja in der Zwischenzeit Hybride, denn die können(!) jetzt schon billiger sein, als vergleichbare reine Verbrenner. Gleiches gilt für Elektroautos. Ein Tesla Model S kann(!) billiger sein, als ein vergleichbarer 5er oder A6. Es kommt immer darauf an.

Wobei ich behaupte, dass es nur noch bei Vielfahrern billiger kommt mit einem Diesel zu fahren und das auch nur aufgrund der Subvention des Diesels. Für die meisten Neuwagenkäufer wäre ein Elektroauto jetzt schon günstiger im TCO, solange man fair innerhalb der selben Klasse vergleicht. Dass ein Tesla mehr kostet als ein Polo sollte wohl jedem klar sein.

Und wer sich keinen Neuwagen leisten kann, kann sich derzeit auch kein Elektroauto leisten, weil es einfach noch nicht genug billige Gebrauchte gibt. Hier kommen aber wieder die oben erwähnten 50 Jahre ins Spiel. Bis dahin gibt es dann auch bei dir zuhause Steckdosen. 😉

Zitat:

@buggeliger schrieb am 11. Oktober 2017 um 11:01:49 Uhr:


Die wissen, dass sie im Sommer an der Autobahn an den Ladestationen übernachten müssen, weil sie irgendwo auf dem 50.Platz der Warteliste stehen. Die wissen dass sie keinen Ladeplatz in ihrer Wohngegend bekommen. weil sie im 10. Stock einer Plattenbausiedlung wohnen (müssen) und wer da wohnt kann sich im übrigen eh kein E-Auto leisten. Die stehen eher in schicken Siedlungen mit Einfamilienhäuschen im Grünen und Garage, da wo Geld ist.

Korrekt, aber das ist eigentlich "nur" eine Frage der Zeit bzw. der E-Infrastruktur. Die wird kommen und man wird für alles eine Lösung haben. Zur Zeit sind die Lademöglichkeiten ja noch eingeschränkt und das wird sicher auch ein Grund sein dafür, dass die Fördergelder nicht aus dem Topf gerissen werden. 🙂 Mein Eindruck ist, dass es mit der Elektromobilität eigentlich doch schon erstaunlich schnell vorangeht. Die Prämie hat den Fokus darauf gut verstärkt und ist deswegen trotz der noch geringen Nachfrage aus meiner Sicht schon ein Erfolg.
j.

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Oktober 2017 um 11:22:49 Uhr:


Zur Zeit sind die Lademöglichkeiten ja noch eingeschränkt und das wird sicher auch ein Grund sein dafür, dass die Fördergelder nicht aus dem Topf gerissen werden. 🙂

Die Fördergelder helfen nur bei kleineren und billigeren Elektroautos. Wer sich keinen Tesla für 100.000 oder mehr kauft, der kauft ihn jetzt nicht nur weil er ein paar Euro geschenkt bekommt.

Und die kleineren Autos werden nicht so gerne gekauft, da die in Wahrheit nur als Zweitauto für den Nahbereich taugen. Man kann zwar damit quer durch Europa fahren, aber hier muss man doch noch sehr große Kompromisse eingehen und man darf es nicht eillig haben. Und ohne eigener Steckdose zuhause muss man schon sehr leidensfähig sein.

Bis langstreckentaugliche, leistbare Autos wie das Model 3 am Markt sind, wird es mit der Elektrifizierung der Massen noch etwas schleppend vorangehen. Hier liegt wiederrum im Moment der Vorteil der Hybriden. Kurzstrecke funktioniert schon elektrisch und man ist trotzdem uneingeschränkt langstreckentauglich.

@MartinBru Doch das verstehe ich schon, du unterschätzt mich 😁. Es soll keine Revolution werden, sondern eine Evolution. Dennoch bleiben die Probleme die gleichen wie heute. Und die Alternative Tesla / 5er bzw A6 sind für mich schon preislich keine Alternative. Und wenn ich sie mir nicht leisten kann, und ich bin wirklich kein armer Schlucker, dann können sich die meisten Deutschen dies "Alternative" ebenfalls nicht leisten, weder das eine noch das andere.

Und wenn erst mal nur teure E-Autos verfügbar sind, dann haben wir WIEDER das soziale Problem, nur noch verschärft: dann hat die Krankenschwester gar kein Auto mehr zu Verfügung weil sie keine 2 oder 3 Jahresgehälter für einen E-PKW hinlegen kann. Die ist froh wenn es für die Miete reicht. Wer im Plattenbau wohnt hat AUCH kein ständig verfüfgbares Auto mehr, denn es wird niemals für jedes Auto eine Ladestation geben können. Selbst wenn er ein (gebrauchtes) E-Mobil hat, ist der Akku leer, wie kommt er zur Arbeit?? Frau Doktor lädt ihr 80.000 Euro-Mobil komfortabel über Nacht in ihrer Garage.
Wie schon gesagt: der Soziale/sozialpolitische Effekt wird nicht nur hier, sondern sowohl von den Politikern/Parteien vollständig ausgeblendet. Und der ist im Grunde wichtiger als jede Diskussion über die Fahrzeuge selbst.
Frag doch spaßeshalber mal einen der gutmenschlichen "Grünen" was er der beispielhaft erwähnten Krankenschwester raten würde, die übrigens wegen der horrenden Mieten in der Großstadt zwangsweise vor den Toren der Stadt wohnen muss. Meine gutverdienende Tochter zahlt in Mainz 640 kalt für eine Zwei-Zimmer-Wohnung. SIE kann es sich leisten, aber das kann nicht jeder ....

Gewiss ist der Hybrid eine halbwegs brauchbare Übergangslösung, aber wenn ich mit dem von kurz vor Hannover nach München fahre sind die ca 35 E-Kilometer bezogen auf die Gesamtstrecke von über 600 km gerader mal ein Anteil von knapp 5 Prozent und ab Hannover fahre ich mit dem 218i Motor, wie jetzt auch schon, das ist praktisch NIX, wo soll da der Gewinn sein?!

Da hilft alleine der "umgekehrte Hybrid": nämlich ein E-Mobil mit REx, der bringt dich wenigstens sicher nach Hause und kann unterwegs, wenns sein muss, ordentlich nachladen. 30 KW sind schon ne ganze Menge, und wenns ein "sauberer" kleiner Diesel ist, kann das unsere Umwelt schon verkraften. Darauf wird es, schon allein wegen der Reichweitenproblematik, hinauslaufen. Denn wenn der Akku unterwegs schlappmacht hilft nur noch der Abschleppdienst 🙁
Wie gesagt: der

Zitat:

@buggeliger schrieb am 11. Oktober 2017 um 11:53:35 Uhr:


Gewiss ist der Hybrid eine halbwegs brauchbare Übergangslösung, aber wenn ich mit dem von kurz vor Hannover nach München fahre sind die ca 35 E-Kilometer bezogen auf die Gesamtstrecke von über 600 km gerader mal ein Anteil von knapp 5 Prozent und ab Hannover fahre ich mit dem 218i Motor, wie jetzt auch schon, das ist praktisch NIX, wo soll da der Gewinn sein?!

Gar nicht. Der Gewinn soll im Alltag sein und das kann in der Summe schon viel ausmachen. Wenn du jedoch viele Langstrecken fährst, dann bringt die Hybridtechnik nicht viel.

Zitat:

Da hilft alleine der "umgekehrte Hybrid": nämlich ein E-Mobil mit REx, der bringt dich wenigstens sicher nach Hause

Der "übliche" Hybrid bringt genauso nach Hause, eher noch besser, da die Nutzung des Benziners wie im i3 doch sehr eingeschränkt ist (Akku kann man nicht mit Benziner aufladen, wenn ich mich nicht irre). Der E-Motor muss dann auch richtig groß und stark sein, wenn das Auto die gleiche Gesamtleistung haben soll wie ein normaler Hybrid, bei dem die Leistung beider Motoren addiert werden kann. Im E-Auto mit REx dient der REx nicht der Leistungssteigerung. Im Grunde ist das etwas Verschwendung, ihn nicht an die Achse zu lassen.
j.

@ buggeliger
Ja, Du hast schon recht, aber nur, wenn man die heutige - und von mir aus auch die morgige - "Brille" auf hat!

Wie MartinBru schon andeutete, wird in den nächsten Jahren sicher viel passieren, das das elektr. Fahren erleichtert. Beispielsweise in Richtung von austauschbaren Batterien, so wie es Tesla anstrebt. Vielleicht, ja vermutlich ist die "Elektrifizierung" nur eine Zwischenlösung, ähnlich den Dampfmaschinen ...

Gruss peppino1

Ähnliche Themen