2.0 CDTi Leistungsverlust, rußt stark, Ursache bis jetzt nicht gefunden
Hallo zusammen,
ich habe ein Probleme mit meinem erst kürzlich gekauften Insignia und hoffe hier ist jemand unter Euch der mir helfen kann.
Fahrzeug: Opel Insignia
Motor: 2.0CDTi 163 PS
Erstzulassung: 12/2014
Kilometerstand: ca. 146tkm
Besonderheiten: Software auf ca. 200 PS (nähere Infos hierzu im Beitrag)
Vorgeschichte
Vor wenigen Wochen habe ich meinen Top gepflegten Insignia gekauft. Bei der Probefahrt gab es ansich keine Auffälligkeiten, Motor läuft sehr ruhig, Scheckheft gepflegt beim FOH. Das einzige was mir aufgefallen war ist das der Insignia im Vergleich zu meinem alten A4 (B7) 2.0 TDI (PD) mit 170 PS und unserem Zweitwagen ein 1er BMW (E87) 120d mit 177 PS doch etwas müde/träge wirkte. Dies habe ich aber erstmal so hingenommen und auch auf das höhere Gewicht geschoben, zumal bei so einer Probefahrt auch nicht alle Situationen abgedeckt werden konnten. Als ich dann aber ein paar Tage gefahren bin, konnte ich mir einfach nicht vorstellen das der Insignia wirklich so träge und schwach ist. Es war jetzt keine Vollkatastrophe oder so das er gar nicht gelaufen ist, aber die 220 km/h (oder eher 210 km/h) laut Tacho hat er nur mit sehr viel Mühe und Geduld erreicht. Da ansonsten aber keinerlei Auffälligkeiten waren, nahm ich das irgendwann als normal an und wollte mittels Software dem Insignia etwas auf die Beine helfen.
Die Software wurde von Speer Chiptuning aufgespielt, welcher mir ihm Insignia Forum empfohlen wurde und welcher auch vor Ort einen netten und vor allem kompetenten Eindruck machte. Ich bitte Euch auch daraum nicht gleich mit der "Software / Selber Schuld" Keule zu schwingen, sondern mein Problem sachlich zu beurteilen und genau zu lesen.
Mit der Software sollte der Insignia nun also irgendwo zwischen 200-210 PS liegen, die Leistungssteigerung war und ist nach wie vor auch zu spüren, aber jetzt war definitiv klar, irgend etwas stimmt nicht und hat auch davor schon nicht gestimmt. Das Fahrzeug benötigt von 100 auf 200 rund 43 Sekunden, das ist deutlich zu viel...auch wenn der Insignia etwas schwerer ist.
Der Motor läuft nach wie vor ruhig, aber bei Vollast rußt er jetzt extrem seit dem die Software drauf ist.
Sympthome
- Leistungsentfaltung ab ca. 2200 U/Min
- Sobald Vollgas gegeben wird, fängt er bei Volllast sehr stark an zu rußen
- Aktuell keine Fehler im Fehlerspeicher hinterlegt
- Ab ca. 3000-3200 U/Min abrupter Leistungsabfall, spürt man richtig und war schon vor der Software deutlich spürbar. Als wenn kein Ladedruck mehr anliegt oder irgend etwas weg geregelt wird
Der Verdacht lag zuerst dahingehend das der Ladedruck irgendwo flöten geht, was auch für das rußen sprechen würde, daher wurden nachfolgende Dinge von mir erneuert.
Bisherige Maßnahmen
- Ladeluftschlauch Außlasseite erneuert (soll wohl sehr oft defekt sein)
- Magnetventil/DRuckwandler erneuert
Das Problem konnte dadurch aber leider nicht behoben werden. Heute bin ich dann nochmals auf die Autobahn und habe mal den Ladedruck und ein paar Werte des DPF mittels OBD Adapter und entsprechender App ausgelesen. Die Werte habe ich jeweils bei 3000/3500/4000 U/min unten mal als Bilder angefügt.
Ladedruck scheint vorhanden zu sein, so das eine Druckverlust nach meinem empfinden ausgeschlossen werden kann, zumal der entsprechende Sensor auch kurz vorm Brennraum an der Ansaugbrücke sitzen soll.
Meine Hoffnung
Mein wunsch und meine Hoffnung wären das ich hier ein paar Spezialisten finde, die mir sachlich und mit ihrer Erfahrung weiterhelfen können. Vermeiden möchte ich es das Fahrzeug irgendwo zum Händler zu stellen, der dann auf Verdacht sämtliches austauscht und ich danach eine Horror Rechnung bekomme und im schlimmsten Fall der Fehler immer noch vorhanden ist. Habe ich so leider schon mal erleben müssen mit einem anderen Fahrzeug von mir.
18 Antworten
Ich würde auch mal die Unterdruckschläuche nachsehen, wenn der Turbolader nicht die Leistung bringt. Die bekommen gerne Risse wenn sie sehr stramm draufsitzen
Dieses Magentventill hatte ich ja bereits getauscht und konnte da keine offensichtliche Beschädigungen sehen.
Ich würde dennoch sämtliche Anschlüsse (nicht nur am Ventil) der Unterdruckschläuche nachsehen, oder gar auf marderbiss kontrollieren
Am besten mit einer Nebelmaschine mal abdrücken lassen.
Da kommt vieles zum Vorschein was man nicht vermutet und gehört zur Grundausstattung einer Werkstatt.
Und da für kleines Geld schon erhältlich, auch für den Hobbyschrauber.